Fischsalat …

ist auch nicht mehr das, was er mal war.

Es geschah an einem der letzten Freitage. In aller Ruhe und Gemütlichkeit sitze ich im Halbschatten auf meinem Balkon und genieße mein Mittagsfrühstück. Frisch getoastetes Brot mit rotem Fischsalat, der seine Farbe den roten Beeten zu verdanken hat.

Plötzlich durchzuckt mich ein Wutschnauben auf die fischverarbeitende Industrie, die harte Grätenstücke in den Salat eingeschmuggelt hat. Ich fische das Stück ans Tageslicht und bekomme einen noch größeren Schreck. Ein Kontrollblick in den Spiegel bestätigt meinen Verdacht: Ein kleiner, unterer Schneidezahn hat sein Leben ausgehaucht.

Leider war am Freitag beim Zahnarzt nichts mehr zu erreichen. Ihr glaubt ja gar nicht, wie so eine Zunge ein ganzes Wochenende immer auf ihrem Spaziergang durch den Mund genau an dieser scharfen Kante Rast macht.

Statt Smiley:

2308 Zahnlücke

Pferdefliegen oder Fliegenpferde …

Clara Himmelhoch:

Ich möchte von Pferdekennern wissen, ob das im Sommer vollkommen normal ist, dass die Köpfe so fliegenübersät sind.

Ursprünglich veröffentlicht auf Himmelhohes Fotogeflüstere:

oder fliegende Pferde?

Letzteres leider nicht. Mir taten die Pferde sehr Leid, aber sie sind es offenbar gewöhnt, dass sie Dauerbesuch haben.

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Letzte lila Lieblichkeiten…

werden jetzt hier gezeigt, dann verlasse ich das Thema “Lila” für längere  einige Zeit.

Als Lenni mit seinem Besitzer kürzlich zu mir kam, konnte sich der Hund vor Freude gar nicht einkriegen. Da hier so viel lila ist, wurde Lenni auch eingefärbt.

2108 Lenni Balkon lila

 

Mit dem Überblick, den er sich auf diese Weise verschaffen konnte, war er offensichtlich nicht so richtig zufrieden – erst, als er sich selbst erhöht hatte und auf dem Schoß meines Sohnes saß, zog ein zufriedenes Grinsen über sein Gesicht und er beobachtet alles voller Aufmerksamkeit.2108 Lenni u Herr 45

Die Liege hat mein Sohn repariert – an die letzte Schwachstelle machte ich mich selbst. Vor Jahren hatte ich eine Schranktür entsorgt, weil der Platz zu eng war. Die Lücke sah dann so aus:

 

2108 Schrankwand Türlücke 48

Da lässt sich nichts beschönigen – das sieht einfach sch lückenhaft aus, jetzt, wo das Zimmer so viele Stunden am Tag genutzt wird. Also – aufgemacht zum Stoffmarkt am Maybachufer – dort einen wunderschönen Spielplatz entdeckt, von dem ich bald berichten werde – einen schönen weich fließenden Stoff auf dem Tisch gesehen – (einen Meter für einen Euro, da kann Frau gar nichts falsch machen) – und dann versucht, den Stoff zuzuschneiden. Alle Scheren versagten ihren Dienst – ich holte den elektrischen Scherenschleifer raus – und dann ging es mühsam cm für cm. Mit selbstklebendem Klettband befestigt und jetzt sieht es so aus.

2108 Schrankwand Türlücke 49

Beim Doppelkopfturnier am 16. bekam ich von den anderen einen Geburtstagsbonus eingeräumt, so dass ich mir trotz meines schlechten Punktestandes diese zwei lila Taschenlampen aussuchen durfte. Die große ist richtig gut und leuchtet finsterste Ecken aus.

2108 Taschenlampen

 

An meinem Geburtstag hatte ich ja Anna-Tag, den wir wunderbar miteinander geteilt haben. Sie hatte – sicher mir zur Freude – ein lila Gewand angelegt, denn auch ihre Lieblingsfarbe ist lila.

2108 Geschenk von Anna 63

 

Und dann habe ich von einem Freund noch einen wunderbaren Schirm mit einigem Drumrum geschenkt bekommen.

2108 Schmetterlingsschirm Fußmatte 78

Ich dachte mir, der ist viel zu schade für Regen und habe ihn erst einmal in meinem “Salon” aufgehängt. Doch wahrscheinlich wird er dort nicht hängen bleiben.

2108 Schmetterlingsschirm 91

Auf dem Balkon würde er zu schnell wegfliegen,  der Schmetterling.

2108 Lila Schirm auf Balkon

 

Die Überraschungen und die Geschenkeflut gingen weiter. Eine sehr aussagekräftige Ansichtskarte von dem einmaligen Jugendstilkaufhaus in Görlitz kündigten Überraschungen an. Als ich vorgestern spät abends aus Perleberg kam, war ein Umschlag von A*ma*zon im Kasten, obwohl ich nichts bestellt hatte. Inhalt war eine 50 x 50 cm große Kissenhülle im Grundton Dunkellila. Da ich keine Kissenfüllung in der Größe parat hatte, kam der Grundkurs in Bastelkreativität sofort und gleich zur Anwendung, ungeachtet der Uhrzeit. Ein großes Kopfkissen, das längst schon entsorgt werden sollte, wurde in wirklich mühevoller Nachtarbeit zurechtgestutzt. Mit allen möglichen Schneidwerkzeug wurde die sperrige Füllung beschnitten.

2108 Lila Kissen Füllstoff

Rausgekommen ist das – doch der Schirm wird keinesfalls auf dem Bett platziert werden, denn ich bin nicht der arme Poet, wie ihn uns Spitzweg zeigt, bei dem es ins Bett regnet. – Ich gestehe, dass ich mir selbst so ein Kissen aus verschiedenen Gründen nicht gekauft hätte, es mir aber sehr gefällt und es  sehr viel hübscher aussieht als das bisherige.

2108 Lilacollage

Als dann am nächsten Tag das zweite Päckchen mit der Kissenhüllenfüllung und damit auch die Aufklärung über die Bestellerin kam, improvisierte ich wiederum gleich und sofort. Endlich kommt der bisher ungenutzte Kopfkissenbezug zur Verwendung. Es schaut so aus:

2108 2 lila Kissen 09Ich empfange gern Besuch – ich habe auch gern Übernachtungsbesuch. Doch macht euch keine falschen Hoffnungen: In meinem lila Salon lasse ich euch nicht schlafen, das ist meiner!!!!

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Last but not least kommt noch der Besuch einer Ausstellung von Elvira Zimmermann zur Sprache. Ich kenne sie vom wöchentlichen Doppelkopfspiel. Ich kam in den Raum und mir fiel sofort ein Bild auf, das perfekt in meinen lila Salon passen würde. Doch zum Glück fielen mir mehr Argumente dagegen ein als dafür – und so fuhr ich ohne dieses wunderschöne Bild nach Hause – hatte allerdings 5 grüne Scheine gespart. Und meine Bärengalerie kann an ihrem Platz bleiben – denn die würde nicht unter das tolle Bild passen.

2108 FB Bild E. Zimmermann 50

Auch im Fotoblog konnte ich es mir nicht verkneifen, in lila zu schwelgen.

Auflösung von A oder B

Könnte ich wie Gudrun aus dem Spinnstübchen zeichnen, dann würdet ihr jetzt folgendes “Foto” sehen, dass ich euch nur mit Worten beschreiben kann.

Es ist in etwa das Jahr 1950, deswegen ist das Foto in schwarzweiß  und auf dem Bild sind mit Mühe und Not zwei Personen zu erkennen: Eine stehende Frau, die einen leicht genervten Gesichtsausdruck zu haben scheint und ein ca. 5jähriges Kind – durch die nassen, langen, dünnen Zöpfe als Mädchen zu identifizieren, durch die abstehenden Ohren als Clara Himmelhoch zu erkennen. Dieses Mädchen befindet sich inmitten einer sonnenbeschienenen Wasseroberfläche und zieht ein ganz verkniffenes Gesicht. Ob die Ursache nur der Blick in Richtung Sonne ist, vermag ich nach so langer Zeit nicht mehr zu sagen. Es kann auch eine gewisse, in unserer Familie verbreitete Unlust im Gesicht gestanden haben, das SCHWIMMEN erlernen zu sollen. Das Kind liegt bäuchlings auf der Wasseroberfläche, rechts und links neben ihr beulen sich zwei aufgeblasene weiße Kissen, die ihr die Fortbewegung im Wasser erleichtern sollen. Doch dieses Kind hat es nicht so mit dem Wasser, es will lieber festen Boden unter den Füßen haben und stellt sich deswegen immer wieder senkrecht – sehr zur Unfreude der daneben stehenden Mutter. Wahrscheinlich ist diese so ärgerlich, dass die anstrengende Kissenaufblasleistung von dem Gör so wenig gewürdigt wird.

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Jetzt spreche ich das “Mittelalter” unter uns Bloggern an – so ca. ab 60 aufwärts oder ähnlich. – Als ich diese Frage nach A oder B meiner Schwägerin stellte, sagte sie prompt A, weil in solchen Sendungen immer das richtig ist, was am unwahrscheinlichsten ist. Doch dann kam sie noch auf eine Erklärung, an die ich mich dann auch erinnerte. Als ich Kind war, wurde ja einmal in x Wochen richtig Waschtag im Waschhaus mit Waschkessel gemacht und anschließend der sogenannte “Bleichplan” (grüne Wiese mit Pfählen, wo die Wäscheleine gespannt wurde) mit den sauberen Produkten dieser harten Arbeit behängt.

War die Wäsche in großen Zinkwannen, musste mit einem Wäschestampfer gestampft werden, was für schlappe 2 Minuten auch ich gern als Aufgabe übernahm. Doch die Wäsche war widerspenstig, sie wollte nicht unter Wasser. Es bildeten sich riesige Blasen. Diese Eigenschaft haben sich wohl die Erfinder der Schwimmflügel 1936 zu Nutze gemacht.

Alles klar?

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Wer es gern noch näher wissen möchte, kann hier schauen: http://www.ciao.de/Schwimmhilfe_aus_Nesselstoff__Test_2478108

Alter geht vor Schönheit …

zumindest dieses eine Mal.

Eines Abends sah ich im hr die Ratesendung “Dings vom Dach” und wunderte mich erst einmal über den anderen Titel und dann auch über den anderen Moderator. Gleich war nur geblieben, dass vier mehr oder weniger Prominente erraten sollten, was die Zuschauer an kuriosen Dingen eingeschickt hatten. – Da mir nach Entspannung war, blieb ich eine Weile in der Sendung haften.

Dann kam der Teil mit den zwei Filmchen. In einem wird über den gezeigten Gegenstand die Wahrheit erzählt, im anderen wird geflunkert und gelogen, dass sich die Balken biegen.

Wer die Sendung gesehen hat, möge bitte nichts verraten, auch gugeln sollte man nicht – sondern einfach nach dem Bauch entscheiden, welche Variante die richtige sein könnte.

Gezeigt: zwei ca. 25 cm x 20 cm große Leinenbeutel (oder auch Kissen) sind mit zwei ca. 40 cm langen und 5 cm breiten Stoffstreifen verbunden. Zeichnerisch würde ich es so ausdrücken:

1908 Was ist das

Und jetzt die beiden Varianten.

Variante A:

Diese Konstruktion wird nass gemacht. Durch den feuchten Stoff wird Luft in die beiden Beutel gepustet, Dann werden einer Person, vorrangig Kindern, die beiden Bänder vor den Körper gelegt und es dient als Schwimmhilfe. Ab und an und häufig muss nachgeblasen werden, weil die Luft entweicht. – Diese Erfindung ist in Berlin gemacht worden.

Variante B:

Einem erkälteten Kind oder Erwachsenen werden diese Teile über den Kopf gestreift. Wenn der Brustkorb vorn und hinten mit Anti-Husten-Balsam eingeschmiert wird, dienen die doppelten Stoffschichten dazu, die Kleidung zu schützen, damit nicht alles durchfettet.

Frage an euch: Was haltet ihr für die richtige Variante?

Einfach nur schön …

war der Tag mit dir, liebe Ruth.

Dich kann ich eine Ewigkeit nicht gesehen haben und dennoch klappt die Verständigung gleich und sofort, auch wenn ich nicht immer alles “verstehe”, was du sagst, das macht üüüüüüüüüüüberhaupt nichts.

Leider spielte anfangs das Wetter nicht so richtig mit – es war zu kalt und fing auch noch an zu tröpfeln. Mit dem gedeckten Tisch durch die enge Balkontür ins Wohnzimmer zu balancieren, war eine Herausforderung, die für zwei “Powerfrauen” wie dich und mich eine unserer leichtesten Übungen war. Vorausschauend hattest du aber zum Glück die gefüllten Kaffeetassen vorher abgeräumt. – Es könnte sein, dass ich das Frühstück etwas zu reichlich eingeplant hatte – ich dachte, die fränkischen Blogfreundinnen greifen herzhafter zu :-)

1608 Balkon Frühstücksgasterwartung 55

Ich spielte in deinem Kaffee “Schiffe versenken” und wir plauderten über dies und das, mehr über dies und weniger über das. – Ein Foto und Gedanken zu unserem Besuch auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof sind im Fotoblog. - Hier mit diesen schönen bildfüllenden gelbbraunen Blumen sind wir schon im Café und lassen es uns richtig gut gehen – und die Wespen lassen es sich mit unseren Speise- und Getränkeresten auch gut gehen.

1608 Stahnsdorf Blumen57

Wir haben auch ein Herz für die Kunst

1608 Stahnsdorf Café Kunst 60

… aber auch für die kleinen und oft so verschmähten Tiere auf dieser Erde :-)

1608 Stahnsdorf Café Spinnen 58

Sie gehören nicht nur zum Landleben dazu – und ich in der Stadt habe immer wieder mal welche in der Wohnung. Noch nie ist meinem Mund ein “Krisch” entwichen – bei Ratten wäre das anders, da platzte mein eigenes Trommelfell, so laut würde ich kreischen.

 

Überraschungen

Ich schaltete gestern am frühen Vormittag meinen Computer an und sehe Kuchen, Gebäck, Torte und und und – und denke natürlich: Oh, wie passend! Und dann zeigt meine Mouse folgende Erklärung: “Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Clara” – ich schwöre, genau so stand es da.

1608 GeburtstagsbildschirmUnd dann – schon in der Nacht gesehen und darüber gefreut – war eine ganz spezielle Rose für mich im und auf dem Smartphone:

1608 lila Rose 2

Danke!

Ein Jahr in Bildern

oder: Ein Jahr in Gedanken, Worten und Werken

Innehalten – rückwärts blicken – vorwärts überlegen

Abschiedsmonat September

1108 1309 Abschiedsmonat

Ruhemonat Oktober

1108 1310 Ruhemonat

Geburtsmonat November

1108 1311 Geburtsmonat

Aufräummonat Dezember

1108 1312 Lampenputzer

Hundemonat Januar

1108 1401 Hundemonat

Buchmonat Februar

1108 1402 Buchmonat

Diebereienmonat März

1108 1403 Klaumonat

Nasenkunstfolgenmonat April

1108 1404 Nasenfolgenmonat

Zahnbehandlungsendemonat Mai

1108 1405 Zahnbehandlungsendemonat

Balkonverschönerungsmonat Juni

1108 1406 Auslegewarenmonat

Folienverschönerungsmonat Juli

1108 1407 Folienarbeitsmonat

DSL-Wechselmonat August

1108 1408 DSLMonat

Galeriezusammenstellung

Wer (fast) steinalt ist, …

der sollte auch dazu stehen. Bei “wildgans” las ich vor einiger Zeit von einem “Andreas Steinhöfel” – vielleicht sollte ich mich auch umbennen :-)

1408 Steine im Bad 82

Der Weg zum (steinharten) Stuhlgang ist mit Steinen gepflastert.

1408 Steine im Bad 83

Meeresrauschen wird leider nur durch Spülungsrauschen ersetzt – aber eine Ahnung von Meer bekommt man schon in meinem Bad. – Hier lässt sich vorzüglich über das Bibelwort “Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein” grübeln :-)

Die Berliner Mauer, die ja auch aus Stein bezw. Beton war und an diesem Tag gebaut wurde, hat Gott sei Dank nicht zu ihrem Alter gestanden und sich aufgelöst.

Freiwillig?

… oder aus seelischer Not heraus?

Ein sehr guter Schauspieler hat das Leben nicht mehr ausgehalten und es deswegen am 11. August mit 63 Jahren selbst beendet. Vielleicht waren die Probleme für ihn unlösbar, die innere Dunkelheit zu oft und zu lange.

Als ich vor einiger Zeit am Teltowkanal den Hauptweg verließ und ins Unterholz kam, begegnete mir dieses Kreuz.

1308 Kreuz Tod 02

Ein Mann, gerade 45 Jahre alt, findet hier an einer vollkommen einsamen Stelle zu einer Jahreszeit, wo kaum jemand hier lang geht, den Tod? Oder hat er ihn gerade hier gesucht? Wegen dieser Einsamkeit, Einsamkeit in doppelter Hinsicht. – Einen Herzinfarkt oder eine andere plötzliche Todesursache kann man wohl ausschließen, denn das wäre sicher auf dem Weg passiert.

Alles Spekulationen, alles Gedanken über den Tod.