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Architektonische (Fremd-) Bekanntgeherei

21. Oktober 2010 20 Kommentare

Immer nur Berlin, immer nur S-Bahn, immer nur hochmoderne gläserne Bahnhöfe, auf denen sich keiner wohlfühlt – das ist ja langweilig. Und deswegen habe ich euch Bilder rausgesucht von Görlitz, meiner Heimatstadt. Zu DDR-Zeiten war es ein graues Gebäude, von dessen Gleisen man gen “Westen, Süden oder Norden” fahren konnte. Westen ist hier ganz allgemein gemeint, denn Görlitz liegt ganz am östlichen Ende Deutschlands, sogar die andere (“kleinere”) Hälfte der Stadt ist schon polnisch. Deswegen war das mit der “Ostfahrerei” nicht immer ganz einfach.

Bilder vor 1989

Nach der Wende mauserte sich dieser Jugendstilbahnhof von einem runtergekommenen, hässlichen Entlein zu einem wunderschönen Prinzen, dem die Prinzessinnen scharenweise schöne Augen machten.

Sandgestrahlt oder gestrichen - ich weiß es nicht, auf jeden Fall farbig!

Aber das eigentliche Kron(en)juwel dieses Bahnhofs ist die Halle.

Hier mit Bodenfliesen, Geschäften und Bierreklame

Landskron-Bier, förmlich ein Wahrzeichen der Stadt. Diese Brauerei hat alle Unbilden der DDR überstanden, denn Bier wird immer und überal getrunken. Der bedeutendste Berg und auch damit der einzige Berg der Stadt, die Landeskrone, lieh diesem Bier ihren Namen. Mit 420 m Höhe ist sie ja auch so bedeutsam, dass ihr sogar die Görlitzer Hymne huldigt.

Das Detail zeigt die Schönheit der Deckengestaltung und vor allem die Lampen – was will frau mehr!

Wenn man durch solch eine pompöse Halle gehastet ist, um seinen Zug noch zu erreichen, dann steht man doch gern frierend auf dem Bahnsteig, weil sich dieser mal wieder um einige Minuten verspätet. Man könnte ja vielleicht in die gemütliche Halle gehen – vielleicht ist ja dort die Ansage auch zu verstehen.

Moderne Technik: ja; Moderne Technik im Überfluss: nein

Und ganz zum Schluss locke ich euch noch in das alte Karstadt-Warenhaus, eines der berühmtesten Jugendstilkaufhäuser Deutschlands. Es ist künstlich etwas übertrieben aufgehellt, aber sonst hättet ihr die Schönheit dieses Hauses nicht genießen können – denn in echt ist es geschlossen worden. Wirklich schade um dieses Haus!

Im Fotoblog ist noch ein Vorschlag, was man mit dem im Kaufhaus gekauften Besteck so alles machen kann.

Kategorien:Fotoarbeiten, Von Unterwegs Schlagworte:

Im Dreisprung von Nord nach Süd (20/28) Südkreuz

21. Oktober 2010 26 Kommentare

Südkreuz

Der Bahnhof ist ein Fern-, Regional- und S-Bahnhof im Berliner Ortsteil Schöneberg (Bezirk Tempelhof-Schöneberg). Der Bahnhof wurde 1901 als Bahnhof „Papestraße“ eröffnet. Ende der 1990er-Jahre wurde begonnen, die Station im Rahmen des Pilzkonzeptes vollständig neu zu errichten. Der Neubau wurde am 27. Mai 2006 in Betrieb genommen und dabei in Bahnhof „Berlin Südkreuz“ umbenannt. (Wikipedia)

Zu diesem Bahnhof – so belebt und frequentiert er auch sein mag – bin ich zweimal hingefahren bzw. ausgestiegen, da mir nichts so richtig geeignet erschien, dieses oder das andere Blog zu zieren.  Allein schon dieses Überangebot an Schildern auf dem ersten Foto ist bei mir oft die Ursache, dass ich gar nichts finde, weil ich eben den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.

Weil dieser Bahnhof Südkreuz heißt, nachdem er lange, lange Zeit bei den Berlinern als “Papetraße” bekannt war, haben sich Herr Mehdorn und sein Personal befleißigt gefühlt, südliches Flair zu verbreiten und die Ankommenden mit einer Palme zu begrüßen.

Dem alten General Pape hat man zwar den Bahnhof weggenommen, aber man hat ihm seine Straße gelassen. Dort ziehen gerade finsterste Regenwolken auf – d.h., ich kann bald nicht mehr fotografieren.

Natürlich gibt es über ganz Berlin und ganz Deutschland verstreut Backsteinbauten – welche in rot, was wohl die meisten sind, aber auch welche in gelb oder weiß.

Was ich euch jetzt zeige, kann ich noch nicht einmal sagen, was es genau ist oder war – ich fand nur diese roten “Flachbauten” mit den weißen Fensterverzierungen sehr schön anzusehen.

Ganz zum Schluss will uns dieses “Hanselchen” einen angenehmen Einkauf wünschen, denn der Bahnhof hat mindestens so viele Shops, Geschäfte und Läden wie er Gleise hat – oder mehr – oder weniger. Ist mir auch egal!

Im Fotoblog findet ihr auch noch ein Bild.

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