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Sprichwortbilder im Februar – 26

Es gab einen unnachahmlich dummen Spruch in der DDR:

Den Sozialismus in sein’m Lauf halten weder Ochs’ noch Esel auf.

Dieser Dummheit will ich jetzt andere Weis-/Dummheiten hinzufügen.

Aber vielleicht haben sich diese Ochsen an das Sprichwörterlexikon gehalten: “Auch ein Ochs kennt sein Maß” oder “Ein richtiger Ochse bleibt auf seinem Wege” und “Wer keine Ochsen hat, muss Esel treiben“.

Und rein politisch zu dieser Zeit kann ich nur sagen:

“Wo der Ochse König ist, da sind die Kälber Prinzen

http://witze.net äußert sich folgendermaßen zu Politik:

Walter Ulbricht und Mao Zedong unterhalten sich über ihre Innenpolitik.
Ulbricht: “Und wie viele politische Feinde haben Sie in der Volksrepublik China?”
Mao Zedong: “Es werden so ungefähr siebzehn Millionen sein.”
Ulbricht: “Ja, das ist ungefähr so wie bei uns.

oder

“Stasi-Beamter auf der Straße: “Wie beurteilen Sie die politische Lage?”
Passant: “Ich denke …”
Stasi-Beamter: “Das genügt – Sie sind verhaftet!”

In diesem Sinne bis morgen!

Halt, halt, im Fotoblog gibt es auch noch zwei zu sehen – Figuren!

Kategorien:DDR, Projekt, Tiere Schlagworte: , , ,
  1. 26. Februar 2012 um 22:10 | #1

    Der zweite Witz ist wirklich gut, liebe Clara – auch wenn er wohl leider einen sehr wahren Hintergrund hat.
    Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich das nicht erlebt habe.

    Einen schönen Wochenstart wünsche ich Dir morgen.
    Liebe Grüße
    Katinka

    • 27. Februar 2012 um 09:55 | #2

      Danke, Katinka, für die Wochenstarterwünsche – natürlich für dich viel mehr, denn du beginnst ja wieder eine Arbeitswoche. Vor allem schicke ich dir allerbeste Hundepfotenwünsche. Ich kenne mich ja nicht so mit Tieren und ihren Krankheiten aus – aber warum darf sie nicht daran lecken? Es gibt doch kaum besser Heilendes als den eigenen Speichel? – Aber diese Empfehlung hat bestimmt der Tierarzt gegeben, der wird es doch hoffentlich wissen.
      Weißt du, ich habe manchmal das Gefühl, die DDR wird – nicht nur witzemäßig – ein wenig zu sehr auf Stasi und ähnliches reduziert. Wenn du in dem Land lebst, empfindest du es anders als Medien aus dem benachbarten anderen Deutschland.
      Mit lieben Grüßen von mir

  2. 26. Februar 2012 um 18:33 | #3

    Der zweite Witz ist sehr, sehr gut! :lol:
    Wenn sich hier in Bayern jemand recht begriffsstutzig anstellt, dann “steht der da, wia da Ochs vorm Berg”. ;-)
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag Abend!

    • 26. Februar 2012 um 20:03 | #4

      Ich glaube, bei uns heißt es: “Wie der Ochs vor’m Scheunentor” – so dass man sagen will, dass er zu blöd ist, durch so ein großes Tor von allein zu gehen.
      Schöne Urlaubsreststunden!

      • 26. Februar 2012 um 20:21 | #5

        Ach, der Urlaub ist schon vorbei, hab’ gestern und heute bereits wieder gearbeitet. ;-)

  3. 26. Februar 2012 um 13:03 | #6

    Mal sehen, was andere so gedacht haben über mein Denken. Das werd ich wissen, wenn ich die entsprechende Akte habe.
    Bloß gut, dass es die Witze gab. Die haben manchmal geholfen. Und auch heute noch ( oder gerade wieder) lache ich darüber.
    Wenn wir schon bei den Viechtern sind, eines meiner Lieblingssprichwörter ist:
    “Eine alte Kuh gar leicht vergißt, dass sie auch ein Kalb gewesen ist.”

    Liebe Sonntagsgrüße von der Gudrun

    • 26. Februar 2012 um 20:01 | #7

      Gudrun, ich würde den Spruch von dir gleich wieder umdichten:
      “Eine alte Kuh gar leicht vergißt, dass sie auch ein Rindvieh ist.” – meine ich jetzt auf mich bezogen.
      Bei meiner Akte kam nicht sooooooooo viel Spannendes zutage. Als der Sohn in der zweiten Klasse im Fechten zur Sportschule sollte, waren wir wieder mal in der Briefkontrolle. Bei der Akteneröffnung habe ich schallend gelacht, als ich den Brief eines Erstklässlers (mein Sohn) an seinen Onkel (mein Bruder, allerdings stellvertretender Polizeipräsident im Westen) als “hochbrisantes Material” entdeckte.
      Hoffentlich fällst du nicht aus allen Wolken.
      Ich grüße dich aus dem abendlichen Berlin
      Clara

  4. 26. Februar 2012 um 11:02 | #8

    Wie du weißt liebe ich diese Witze. Ich sitze hier und lache :-) Vor allem der zweit “ich denke” ist einfach suuuuper. :-) Zum Thema Ochse kenne ich nur einen Trinkspruch
    “Das Wasser gibt dem Ochsen Kraft,
    dem Menschen Bier und Rebensaft,
    drum danke Gott als guter Christ,
    dass du kein Ochs geworden bist.”
    unbekannter Verfasser

    • 26. Februar 2012 um 11:47 | #9

      Ute, wirklich und wahrhaftig, besonders für dich habe ich diese “ollen Kamellen” rausgesucht. – Schön, dass du lachen konntest.

  5. 26. Februar 2012 um 10:05 | #10

    “Den Sozialismus in sein’m Lauf halten weder Ochs’ noch Esel auf.”

    Daher also der Begriff Arbeiter- und BAUERNSTAAT ?
    Frau wird so alt wie eine Kuh und lernt doch immer noch dazu” :lol: :lol:

    Einen lieben Gruß aus dem Ländle,
    Anna-Lena

    • 26. Februar 2012 um 10:15 | #11

      Du hast gut lästern, liebe Anna-Lena. Hättest du schon vor 25 Jahren in deinem Ländle gelebt, dann hättest du dich gut mit solchen Sprüchen ausgekannt und als Lehrerin gerade so noch einen guten Stand gehabt – denn mit den Akademikern, besonders mit den Geisteswissenschaftlern – nur mit den marxistischen Philosophen hat man eine Ausnahme gemacht – hat es die DDR nicht so gut gemeint, die waren ihnen allen etwas suspekt.
      Ein wenig bekommst du ja von der Mentalität noch mit, indem du in solch einer Schule arbeitest – doch jetzt hat sich ja schon einiges angeglichen, die Leute sind von dem Arbeitslosigkeit bescherenden “kapitalistischen System” sicher begeistert, so sie noch Arbeit haben. Mir fiel diese Begeisterung ab 2004 sehr schwer.
      Einen sonnigen Gruß schickt dir Clara

      • 26. Februar 2012 um 22:58 | #12

        Liebe Clara,
        als in Brandenburg Zugereiste bin ich immer sehr froh, wenn ich von meinen KollegInnen so einiges aus dem Leben in der DDR und auch im Schulwesen damals erfahre.

        Bis zur Wende – ich gestehe – war ich vielleicht zwei Mal in Ostberlin. Ich habe dieses Eintrittsgeld einfach nicht zahlen wollen. Aber ich kenne auch die unendlichen Reisen von Grenze zu Grenze, wenn wir die Verwandtschaft in NRW besucht haben.

        Die Wende ist ein Ereignis gewesen, bei dem mir noch heute die Gänsehaut über den Rücken läuft, aber es gibt sicher auch viele, denen es heute schlechter geht als früher.

        Gute-Nacht-Grüße
        Anna-Lena

        • 27. Februar 2012 um 10:06 | #13

          Hallo Anna-Lena, meine Arm-Schreib-Kraft reicht nicht, um eine richtige politische Diskussion über das Vorher und Nachher (Wende) anzufangen. In der Zeit, als ich mit 54 arbeitslos wurde und dann nur noch zeitlich begrenzte oder sehr gewöhnungsbedürftige Jobs fand, die vom Arbeitsamt für Langzeitarbeitslose finanziell unterstützt wurden, fühlte ich mich auf jeden Fall schlechter als früher, denn ich habe mich ziemlich stark über meine Berufstätigkeit ausgelebt. Ich habe es genossen, in der DDR meinem Chef mit großem Behagen sagen zu dürfen, dass er ein A…. mit Ohren ist – so er das wirklich war. Nach 89 hat mich das zwei Arbeitsstellen gekostet, als ich es nur ganz, ganz vorsichtig rübergebracht habe. Alle Tatsachen sprachen für mich, aber der Chef saß im besseren Sessel und am längeren Hebel.
          Lange Zeit als Hartz-IV-Empfänger und jetzt Mindestrentner lassen mich immer noch an der eroberten Reisefreiheit zweifeln.
          Ich war vielleicht einfach zu alt und zu aufmüpfig – in der DDR hatte ich politische Schwierigkeiten, doch in diesem System hätte ich sie auf jeden Fall auch bekommen.
          Nachdenkliche Gutenmorgengrüße schickt dir
          Clara

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