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Archiv für die Kategorie ‘DDR’

Autospielereien *** W

23. Mai 2012 21 Kommentare

Das “W” ist ein schwacher Buchstabe in der Autoindustrie – aber auch ein schwacher Buchstabe bei meinen Fotos. Bis auf eines sind heute alle Fotos geborgt oder geschenkt – muss auch mal sein.

Im Klartext – es gibt keinen Hersteller mit W, den ich hier anführen kann. – Halt, es gab mal in der DDR ein Auto mit W – den Wartburg, aber der Hersteller war: “VEB Automobilwerk Eisenach”. (Die kleine Grafik habe ich mir bei Wikipedia geborgt. )

Mein treuer Freund G. hat von seinem Oldtimer-Wochenende auch was mit W mitgebracht – nämlich einen 311er Wartburg und einen Wolga – die Dienstwagen aus der Russerei für unsere DDR-Bonzen und für Direktoren der Betriebe.

Der scheint ja noch ganz normal zugelassen zu sein. Der hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel


Ein Foto davon habe ich mir bei pixelio entliehen und ihr könnt es im Fotoblog ansehen.

Hier kann ich euch nur ein “Winterauto” anbieten. Ich kann jetzt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Postes noch nicht wissen, ob es am 23. Mai eine Hitzewelle gibt und ihr euch an der Kühle dieses Autos von Herzen erfreuen könnt.

Und wenn nicht, dann schreibt einfach in den Schnee: “CLARA IST DOOOOOF”

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Autospielereien *** T

20. Mai 2012 20 Kommentare

Ich hatte auch einen pinkfarbigen Trabant-Kombi im Bestand – aber als ich dieses geschenkte Foto von Mandy bekam, habe ich mein Foto gleich über Bord geschmissen – dieses hier ist viele Male schöner – und vor allem ist der kleine Kerl von lauter anderen kleinen Kerls umgeben, weil in Zwickau ein “Gedenktag” für ihn gefeiert wird.

Mein Bilderfreund G. hat mir auch beim Trabant unter die Arme gegriffen – und zwar könnte das das erste Modell sein, der Trabant 500 – später kam dann der 600 und sogar noch der 601 – die hatten stärkere Motoren. Aber ich kann mich nicht verbürgen – vielleicht sagen es mir kundige Besucher. – Der Hänger war bestimmt auch aus ganz leichtem Material, denn sonst wäre der Trabant ja gar nicht von der Stelle gekommen. – So einen “Kombi” hatte ich.

1985 stießen in der Innenstadt von Bitterfeld zwei Trabbis zusammen. Es gab zwei Tote und 53 Verletzte.
Die Toten waren die Fahrer. Der Rest hat sich um die Ersatzteile geprügelt. – So das war der Witz für Ute, jetzt zum Ernst des Tages. – Den zweiten Trabant für den Zusammenstoß seht ihr im Fotoblog.

Was dem einen sin Ul ist dem anderen sin Nachtigall – ich habe nahtlos vom Trabant, der mir im zarten Alter von 1,5 Jahren entwendet wurde, zum Toyota gewechselt. Also blieb doch wenigstens der Anfangsbuchstabe gleich – und mein Fahrstil wurde flüssiger, schneller, pfiffiger und rasanter – obwohl, soooooooooo viel kmh gibt ja der Starlet auch nicht her. – Ach, der war schon ein kleines, süßes Schnuckelchen, mein Hannibal (ohne Lexter) – und rot war er auch, obwohl ich rote Autos gar nicht mag.

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“Stein” und meine Assoziationen dazu (1)

7. März 2012 31 Kommentare

Steine im Weg – Über Stock und Stein  – Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein – Stein des Anstoßes - (dazu fand ich diese Collage passend)

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Stolpersteine – hier welche der schmerzlichen Art.  Vor einigen Häusern, aus denen in der Nazizeit Juden deportiert wurden, gibt es zur Erinnerung diese Steine aus Messing, die mit Namen und – so bekannt – Todestag gekennzeichnet sind.

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Grenzsteine – auch das ist eine sehr unangenehme Erinnerung – ich habe so eben beschlossen, heute die traurigen und unangenehmen Sachen zu bearbeiten – und morgen kommen dann die schöneren

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Bei Blogspot  liegen andere echte Grenzsteine herum und bei WordPress erinnert  ein  Stolperstein an die unrühmliche Vergangenheit in Deutschland.

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Sprichwortbilder im Februar – 26

26. Februar 2012 13 Kommentare

Es gab einen unnachahmlich dummen Spruch in der DDR:

Den Sozialismus in sein’m Lauf halten weder Ochs’ noch Esel auf.

Dieser Dummheit will ich jetzt andere Weis-/Dummheiten hinzufügen.

Aber vielleicht haben sich diese Ochsen an das Sprichwörterlexikon gehalten: “Auch ein Ochs kennt sein Maß” oder “Ein richtiger Ochse bleibt auf seinem Wege” und “Wer keine Ochsen hat, muss Esel treiben“.

Und rein politisch zu dieser Zeit kann ich nur sagen:

“Wo der Ochse König ist, da sind die Kälber Prinzen

http://witze.net äußert sich folgendermaßen zu Politik:

Walter Ulbricht und Mao Zedong unterhalten sich über ihre Innenpolitik.
Ulbricht: “Und wie viele politische Feinde haben Sie in der Volksrepublik China?”
Mao Zedong: “Es werden so ungefähr siebzehn Millionen sein.”
Ulbricht: “Ja, das ist ungefähr so wie bei uns.

oder

“Stasi-Beamter auf der Straße: “Wie beurteilen Sie die politische Lage?”
Passant: “Ich denke …”
Stasi-Beamter: “Das genügt – Sie sind verhaftet!”

In diesem Sinne bis morgen!

Halt, halt, im Fotoblog gibt es auch noch zwei zu sehen – Figuren!

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Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – O

27. November 2011 44 Kommentare

Was haben wir denn alles so unter dem Buchstaben “O” zu bieten?

Den Ostbahnhof, der im Laufe seiner Zeit schon die verschiedensten Namen hatte und sogar mal als “Hauptbahnhof” Karriere machte, finde ich nicht zeigenswert.

Die “Osdorfer Straße bzw. ihren gleichnamigen S-Bahnhof” habe ich vor langer Zeit mal beim S-Bahnprojekt gezeigt. Das ist dort, wo mein Balkon in der Nähe ist.

Was haltet ihr von der “Oberbaumbrücke” – sie trennte vorher Ostberlin von Westberlin und verbindet jetzt den ziemlich problematischen Stadtbezirk Kreuzberg mit dem kaum weniger problematischen Friedrichshain und ist eines der schönsten Bauwerke aus roten Backsteinen. Gleich in der Nähe sind die wieder hergestellten Bilder der East-Side-Gallery.

Ich gebe zu, dass diese Collage nicht die wahre Schönheit der Brücke zeigt

… und aus diesem Grund bin ich noch einmal bei Sonnenschein zu dieser Brücke gestiefelt und habe euch das hier mitgebracht:

Wenn ich auf der gegenüberliegenden Brückenseite stehe, kann ich die Türme fotografieren und durch die Torbögen die großen Männer, die im Wasser stehen – doch das klappte nicht, weil ständig Verkehr war und ich die auch nicht ohne Brücke auf der Speicherkarte haben wollte.

Drehe ich mich um, dann gucke ich in die Innenstadt und auf eine sonnenglitzernde Wasserstraße. Nur laut ist es – fast bis zu Unerträglichkeit.

Ich hätte auch viele Schlösser am Gitter fotografieren können – auch hier wieder viele, die ihre Unauflöslichkeit der Ehe von so einem albernen ABUS-Schloss abhängig machen wollen.

Ihr solltet euch – nicht nur – die Brücke im Original ansehen kommen. – Bei Filou im Fotoblog könnt ihr sie wunderschön illuminiert sehen während des Festival of Lights.

Bei der einen “Konkurrenz” könnt ihr zwei Fotos von einer der bekanntesten Straßen Berlins sehen, bei  WordPress-Foto gibt es ein Foto von einem unverdorbenen Haus – zum ersten Advent soll ja alles gut und schön sein.

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Nun noch die Bilder von den “Nachbarn in klein:

Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – C

3. November 2011 18 Kommentare

zu öffnen bei Blogspot. und bei WordPress. Sehr oft gibt es ein Übersichtsfoto und ein Detailbild – aber nicht viel mehr, versprochen.

Heute jedenfalls gibt es  nicht das Café Humboldtbox – eines der höchstgelegensten, hässlichsten und domverschandelndsten Cafés in Berlin und auch  nicht “Claras futuristisches Kraftwerk” – das natürlich nicht ihr gehört, aber das sie ziemlich dicht vom Fenster aus sieht – was für manche negativ wirkt – ich freue mich, dass es da ist. Warum? Die Schornsteine zeigen mir oft den Weg nach Haus und die Wärme lässt mich ohne dicke Jacke hier sitzen.

sondern … ach guckt doch selbst.

Bis heute lief es im Tagesrhythmus, denn alle mussten ja erst “angefüttert” werden – aber jetzt kommt immer nur an den ungeraden Tagen, denn in Berlin steht bei dieser Finanzpleite nichts mehr gerade.

 

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Für ZEIT-lose, die nicht rechts und LINKS in meine Nachbarblogs schauen wollen, gibt es hier jeweils ein Foto im Kleinformat ohne Erklärungen:

Bei WP-Foto: Die Charité in Teilen:

Bei Blogspot ein Detail aus der Charité: Die Sonnenuhr

Meine Mutter wurde von ihren Enkeln …

6. September 2011 45 Kommentare

u.a. deswegen geliebt, weil sie hervorragende Pfefferkuchen backen konnte.

Ich will das bei meinen Enkelkindern mit Pflaumenkuchen schaffen, dennoch schicke ich ihnen jetzt kein Carepaket nach Westdeutschland.

Ich verstoße mit einer Plauderei über Essen gegen alle meine Bloggersitten und Gewohnheiten. Auch wenn es an Körperverletzung grenzt, leckeren Pflaumenkuchen zu zeigen (und hier zumindest nichts abgeben zu müssen *grins*), müssen wir jetzt durch – oder ihr macht den Post gleich zu.

Der Anfang wurde ja am 31. August gemacht, als ich euch in aller Ruhe und Anschaulichkeit zeigte, wie die Pflaumen der pflaumenblauen Clara in den Schoß oder in den Eimer fielen.

Das Ende sieht so aus:

Die vielen Kilo sind entsteint, auf dem Kuchen platziert, die Streuseln verteilt, ein Streifen wunschgemäß ausgelassen und gebacken sieht er auch nicht schlecht aus

Und zwischendurch gibt es eine Schätzaufgabe: Wie viele Grammkilos Pflaumen hingen an diesen Pflaumenkernen dran:2 Kilo, drei oder 4 Kilo oder irgendwas dazwischen?

Die neue Clara-Kunst!

Und jetzt noch eine Rundfrage. Ich nenne die Dinger auf dem Kuchen “Streusel”. Sagt ihr anders oder kennt ihr noch andere Bezeichnungen?

Zwei Leute in meiner Bekanntschaft mögen Pflaumenkuchen lieber ohne Streusel – für mich einfach undenkbar, da dann die Pflaumen so nackt sind und vertrocknen. Welche Art bevorzugt ihr?

Kategorien:Clemens, DDR, Familie, Theres Schlagworte: ,

Man kann 50 Jahre verheiratet sein …update

30. August 2011 23 Kommentare

… und immer noch Spaß miteinander haben,

von anderen Sachen mit “S” will dieser jugendfreie Blog nicht berichten, aber er könnte … und wie …

Der Tag der goldenen Hochzeit ist nun schon 10 Tage vorüber – mein Glückwunsch kam pünktlich. Dieser Post wollte warten, bis das “junge Paar” wieder aus Mallorca zurück ist.

So saht Ihr am 20. August 1961 aus:

50 Jahre später darf ich Personen hoffentlich unverpixelt zeigen, denn kaum jemand könnte so noch nach euch suchen – ein wenig habt ihr euch doch schon verändert, aber nicht negativ. Ich wollte eure hübschen Gesichter nicht verunstalten.

Ich durfte damals mit dabei sein bei eurer Feier und habe unter anderem dabei richtig tanzen gelernt, nicht so steif wie in der Tanzschule. Das Kleid war aber wohl das gleiche, denn beides fand im gleichen Jahr statt. Das gelbe, sehr schöne Kleid hat unsere gemeinsame Oma genäht, liebes Cousinchen.

Man könnte glatt glauben, es ist auch ein Hochzeitsfoto von mir

Eure Hochzeit hat mich davor bewahrt, den Schrecken des Mauerbaus sofort in vollem Umfang zu erkennen, denn in Oberschlesien war ich von deutschen Nachrichten ziemlich abgeschirmt.

Ich wünsche euch beiden weiterhin noch sehr viel Freude miteinander, und die bei bestmöglicher Gesundheit.

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Das Haltbarkeitsdatum der Ehe von anderen Clarafamilienmitgliedern ist offenbar sehr viel schneller abgelaufen.

  1. Derdiedaseine heiratet sicherheitshalber gar nicht erst
  2. Derdiedaseine  heiratet und wird nach 2 Jahren Witwe/r
  3. Derdiedaseine heiratet und lebt nach den magischen 2×7 Ehejahren getrennt und geht auseinander
  4. Derdiedaseine ist verheiratet und lässt jetzt alle hoffen, dass es auch länger und besser gehen kann
  5. Derdiedaseine ist seit über 50 Jahren verheiratet – für Außenstehende allerdings in einer Qualität, in der ich keine 3 Jahre Tisch und Bett und mehr miteinander teilen möchte.

So ist das Leben und so ist das Eheleben. Es ist, wie es ist.

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Gerade habe ich einen Witz gelesen, der gut zu dieser Problematik passt:

Paar im Bett.
ER: “Ach sag mir doch die drei Worte, die Liebende für immer aneinander binden!”
SIE: “Ich bin schwanger!”

Brandenburgimpressionen – Teil 1

4. August 2011 31 Kommentare

Brandenburg an der Havel

Die Tourismusseite dieser hübschen Kleinstadt (ca. 72.000 Einwohner) wirbt mit dem Slogan: “Die Stadt im Land” – aber Brandenburg ist nicht die Hauptstadt von Brandenburg, nein, es ist das viel stärker bekannte Potsdam.

Ich will keine großen Werbekampagnen für dieses Städtchen starten, sondern einfach ein paar fotografische Eindrücke hier lasse.

Vielfach ist in der Stadt die sogenannte “Backsteingotik” vertreten, wie ja schon das Wappen der Stadt symbolisiert. -Das Rathaus wird – wie in vielen Städten – von einem “Roland” mit Schwert bewacht (ganz rechts). Der Berliner Roland steht am Märkischen Museum, auch ein Backsteinbau, und ängstigt vielleicht auch heute noch kleine Kinder. Meine Tochter hat sich jedenfalls in ihrem Kinderwagenalter immer sehr vor diesem Riesen gefürchtet.

Als ich von dem vielen Rumlaufen mit Fotografieren erschöpft war, ruhte ich mich auf schönen ergonomisch geformten Bänken oder Sonnenliegen am Stadthafen aus. Diese “lila Impressionen” habe ich mit Selbstauslöser fotografiert.

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Das (fast) wichtigste Gebäude der Stadt ist der Dom St. Peter und Paul. Auf der Seite vom Domstift kann man eine virtuelle Führung durch den Dom machen. Sowohl in die wunderschöne Krypta (zweites Foto) kann man virtuell gelangen als sich auch im Kirchenschiff mit allen Decken- und Gewölbeansichten umsehen, wenn man denn auf die richtigen Eingangspunkte in der Führung drückt. – Viel Freude, wenn ihr Lust dazu habt. Das gotische Gewölbe ist sehr schön.

Nachdem ich mir die virtuelle Führung so angesehen habe, glaube ich, ich habe zwei Kirchen in einer Montage verarbeitet und das große Foto ohne Gewölbe ist gar nicht aus dem Dom. Dann bitte ich um Verzeihung.

Jetzt stelle ich das gleiche Foto nochmal ein – aber mit Weichzeichner bearbeitet. Ich habe beim Verkleinern (nicht Ausschnittsvergrößerung, sondern nur Seitenlänge verkleinern) aus Versehen nachgeschärft – und da sahen die so überzeichnet aus. Mal sehen, ob das zweite wirklich besser ist. – Ich sehe, es ist unnatürlich hell – das ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Nach diesem Verwechslungsschreck gehe ich mich erst einmal erholen und zeige euch morgen noch was über Brandenburg an der Havel.

Im Fotoblog gibt es auch ein Foto.

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Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon = das E

25. Juni 2011 17 Kommentare

Engpasssyndrom

(toll, mit den vielen s in der Mitte!) Achtung, Brüder und Schwestern aus der “Bananenrepublik” – aufgepasst, hier geht es um alte Zeiten!

Eine besonders in Ländern mit Mangelerscheinungen verbreitete Wirtschaftskrankheit. Mal betraf der Engpass die Bananenlieferung, mal waren es die Damenkleider in violett und Größe 38, die nicht geliefert werden konnten, aber sehr oft waren es auch die Papiertaschentücher oder das Toilettenpapier, was nicht in gewünschter Menge vorrätig war.

Die davon Betroffenen verbrachten einen großen Teil ihrer Freizeit damit, in Schlangen zu stehen, Verkäufer zu Bück-Aktionen zu überreden oder zu überlegen, was sie gegen was tauschen könnten. Das Stehen in der Schlange war nicht so bunt und lustig wie diese hier anzusehen – es kostete einen großen Teil der Frei- oder Arbeitszeit. Die Westschwestern und -brüder haben sich immer darüber mokiert, dass wir in der Arbeitszeit einkaufen gingen – ja – danach gab es ja viele Sachen nicht mehr. – Das Schlangestehen war aber sehr gut dafür geeignet, neue “Wirtschaftskontakte” zu knüpfen – falls der oder die Stehende ein kommunikativer Mensch war.

Und denkt jetzt bitte ja nicht, dass die Krone bedeuten soll, in diesen beschriebenen Ländern sei der Kunde König gewesen – das fällt mir ja sogar heute noch schwer zu behaupten – auch heute wollen die nur mein Bestes von mir – mein Geld.


Zu DDR-Zeiten: Tausch von blauen Hunnis gegen zartgelbe Fliesen? Doch woher den begehrten West-Hunni bekommen???

Deswegen war diese Erkrankung sehr oft mit der V…-Allergie verquickt, aber die behandle ich eben erst unter “V”.

Ein Engpass in den Blutgefäßen ist oft Folge von Völlerei oder zu ausgeprägter Charakterschwäche mit Rauchen und zu viel essen (siehe da!)

Ein wirklich natürlicher Engpass = einer, der in der Natur vorkommt, kann sehr schön aussehen.

Durch dieses kleine Loch wurden die begehrten Artikel wie Aal oder Ananas oder "Alleswasessonstnochnichtgab" durchgereicht - nur so viel, wie durch das Loch passte!

Für (Zar) Peter, den Großen, zum Geburtstag

24. Juni 2011 27 Kommentare

Wenn Mann am 24. Juni 1941 geboren wurde, dann wird er heute folgerichtig 70 Jahre alt oder jung – das vermag ich hier nicht so recht zu sagen oder zu entscheiden. Da wir uns seit 1973 kennen und zwischendurch schon mal – immer schön zeitlich versetzt – ernsthaft darüber grübelten, ob wir es miteinander für eine jeweils zweite eheliche Bindung probieren sollten, sind wir uns sehr vertraut, so dass Alter das geringste Kriterium ist, was wir am anderen beobachten. -

Hier überlegen wir 1983, ob miteinander “gut Kirschen essen” wäre. 

Aus heutiger Sicht sehe ich das Scheitern dieser Überlegungen so: “Wir waren beide zu intelligent – aber in vollkommen entgegengesetzter Richtung, aber zu wenig klug, um eine Partnerschaft zu meistern.

Für etwas möchte ich Dir, auch im Namen meiner damals noch sehr jungen Kinder danken. Du hast uns die Welt des Segelns erschlossen – zuerst auf einem 20er Jollen-Kreuzer auf dem Berliner Müggelsee, später dann auf einem richtigen handfesten Segelboot auf dem Scharmützelsee dicht bei Berlin.

Der Lange lässt sich von den Eleven schippern

Deine Töchter und mein gemischtes Pärchen, die zum Glück im gleichen Alter waren, haben oft gemeinsam Unfug auf dem Boot getrieben, aber auch ernsthafte Fortschritte in der Kunst des Segelns gemacht und mehr oder weniger ihre Liebe für diesen Sport entdeckt. Bei meinem Sohn ist wohl der Segel-”Virus” auf den fruchtbarsten Boden gefallen. Mir dagegen war die Segelei entweder zu langweilig, zu bewegungsarm, zu gefährlich (es gab mehrere nennenswerte Unfälle an Bord) oder zu “kodderig” gewesen. War der Wellengang auf dem Bodden zu heftig, opferte ich Frühstück oder andere Mahlzeiten den Fischen. – Vielleicht war meine fehlende Liebe zur Segelei der Hauptgrund, weshalb es zwischen uns nicht klappen konnte.

Damit das Erinnerungsvermögen auch von ein paar Fotos unterstützt wird, habe ich in alten Alben gekramt – leider waren die Fotos schon ein wenig vergilbt, aber das müssen wir jetzt alle hinnehmen – dafür sind es echte Zeitzeugen. – Erst die Mannschaft, dann der Kapitän.

Zuerst kommt die Planung der Route - der Junior ist ganz eifrig dabei

Der Junior nimmt die Aufgabe an der Pinne sehr ernst

Zur allgemeinen Freude bei diesem Wetter: Land in Sicht!

(Der) Smutje hat Pause!

Was es dieses Jahr zu wenig regnet, hatten wir damals zu viel

Der Kapitän unter Segeln und "unter Verantwortung" - denn er muss für die Mannschaft mitdenken

Der Kapitän auf Landgang

Seitdem du dich um das von deinen Eltern ererbte Grundstück mit einer Akribie kümmerst, die Produkte entstehen lässt, die lässig das nächste Jahrtausend noch überdauern werden, hast du deine Berufung gefunden. Mit unnachahmlicher Sach- und Fachkenntnis entsteht fast alles in Eigenarbeit, deren Reihenfolge ich wahrscheinlich genau umgekehrt gemacht hätte. Das Innenleben des Hauses ist nach wie vor ein Stiefkind gegenüber solchen Großprojekten wie Carport (mindestens für die Unterstellung eines LKWs geeignet) oder Zaun, der von dir seit ca. 3 Jahren kreiert wird. Jedes andere Wort dafür wäre schnöde Untertreibung. Sicherlich werden das die 70 schönsten und die 70 sichersten  Zaunmeter im Ort werden. Inzwischen  kommst du auch trockenen Fußes durch das sich auf Knopfdruck öffnende Tor mit dem Auto unter das Carport.  Du machst mit stoischer Gelassenheit alle Arbeiten allein, die lässig locker 3 Leute über einige Jahre ausüben könnten- aber dein Hirn ist immer ausgelastet, deine Hände sind immer beschäftigt und dein Ausgeglichenheits- und Zufriedenheitslevel dümpelt in den den oberen Regionen herum. Und wer kann das schon von sich immer behaupten. Für Aufgaben ist noch über Jahre gesorgt und die Ideen zur Verwirklichung werden dir schon nicht ausgehen – das wünsche ich dir.

Deine Nichtenenkelkinder (in Ermangelung eigener) mögen die Familienschaukel noch einige Zeit okkupieren und dich ab und an mal auf andere Gedanken als Arbeit bringen. Vielleicht bringt irgendwann mal Konstantin das Werk vom Opa zu Ende.

Der Pinienzapfen - das Zeichen des Hauses - und die Familienschaukel

Im Fotoblog gibt es noch was von unserem letzten Besuch am Scharmützelsee zu sehen: Erinnerung 1, Erinnerung 2, Erinnerung 3 und Erinnerung 4.

Kategorien:Clarageschichte, Clemens, DDR, Theres Schlagworte:

Wer steht hier unter Strom?

23. Mai 2011 26 Kommentare

Der Artikel von Skryptoria veranlasste mich sofort dazu, meine schon lange auf der Festplatte schlummernden “Stromfotos” zu einer Collage zu verstromern – doch terminliche Veröffentlichungsschwierigkeiten (ihr wisst ja, nur einen Post im Hauptblog pro Tag) bringen sie erst heute an das Licht des Blogs.

Ich will nicht behaupten, dass zwischendurch Stromausfall gewesen wäre – weder in meinem Kopf noch im Netz – aber die Wichtigkeit des Stroms ist mir durchaus bewusst, zumal ich ja noch ein unmittelbares Nachkriegskind bin. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass jede Wohnung im Haus in der Küche eine Gaslampe hatte mit einem Glühstrumpf, der äußerst empfindlich gegen ungewollte Berührung war, nachdem er einmal gebrannt hatte. Im jungfräulichen Zustand war er sehr stabil: ein Porzellansockel mit einem weißen Geflecht. Hielt man ein brennendes Streichholz daran und drehte den Lampenhahn auf – erstrahlte plötzlich ein warm-kaltes Licht  und alle konnten ihre Tätigkeiten zumindest in der Küche fortsetzen. – Hat noch jemand solche “gasklaren” Erinnerungen? Wie ich im Netz recherchiert habe, gibt es solche Gaslampen in anderer Form für Camping und ähnliches noch – und die jungen Leute von heute haben ähnliche Schwierigkeiten mit den Glühstrümpfen wie die Müttergenerationen der damaligen Zeiten.

Im Fotoblog gibt es noch ein Bild von einem Energiespender in anderer Form.

Hier habe ich versucht, mein Haus- und Hofkraftwerk mit der Natur in Übereinstimmung zu bringen und auf dem nächsten Foto auch. Der Teltowkanal bietet schöne Fotomotive.

Ein Geburtstagsgruß reist nach Görlitz

22. Mai 2011 11 Kommentare

In Görlitz wohnt eine Freundin, mit der ich mich schon Anfang der 50er Jahre heftigst gestritten und noch heftigster wieder versöhnt habe. Indem wir heute noch miteinander lose befreundet sind, sind wir wohl beide über uns selber hinausgewachsen, oder, liebe M.?

Ich will jetzt nicht darüber sinnieren, welcher der drei “Ausreißer” wer ist – sondern dir einfach alles Liebe, alles Gute wünschen und noch lange Jahre für unsere Freundschaft. – Das Foto habe ich jedenfalls von meinem Balkon aus aufgenommen.

Ein Blümchen gibt es für dich im Fotoblog – denn du bist ja ausgesprochene Orchideenfreundin. Hätte es deine und Lucies gute Fürsprache nicht gegeben, hätte ich ein anderes Blumenfoto für dich wählen müssen, denn ich wollte den Topf mit den kahlen Stängeln schon entsorgen. Du bist ja von uns beiden mehr die, die GEDULD groß schreibt, bei mir sieht es eher so aus: “gEdUlT” – ich kann das Wort kaum buchstabieren.

Und jetzt schenke ich dir ein paar Erinnerungen: (das erste Foto habe ich absichtlich ein wenig auf antik getrimmt, denn so jung und knackig wie damals sind wir ja beide nicht mehr, nöööööch?)

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Dafür sind jetzt solche Fotos (ein Tor auf der Straße zwischen Obermarkt und Untermarkt) viel schöner als zu unseren Kinderzeiten, über die du z.B. diese Geschichte lesen kannst. Sie wird dich amüsieren.

Und mit dem Foto vom schönen Görlitzer Jugendstilbahnhof schließe ich ab – der ist im Gegensatz zu uns auch immer “jünger” und “schöner” geworden – das ist das Leben!

Schlösser, Gitter und Verzierungen (2)

18. Mai 2011 18 Kommentare

Berlin-Mitte, Amtsgericht

(Damit ich ein “B” nach dem “A” von Adler hinbekomme, habe ich den Namen ein wenig umgedreht.)

Ein Projekt von Elke Mainzauber und Blechi Belangloses

Wenn ich im vorigen Beitrag die Schlösser am Adler  an der Berliner Weidendammbrücke erwähnt habe, die junge Ehepaare neuerdings irgendwo anbringen und danach den Schlüssel ins Wasser werfen, damit ihre Ehe ewig hält, zeige ich hier das Gegenteil.

Und die, bei denen das immer zusammen-bleiben nicht klappt, suchen nun nicht etwa den Schlüssel in der kalten Spree, sondern gehen zum Berliner Amtsgericht  in Mitte (oder wo anders hin) in der Littenstraße, (hier sind Fotos von anderen, lohnen sich ganz, ganz sehr anzusehen) legen viel Geld auf den Tisch und verlassen es danach – mit geöffnetem Schloss, denn Richter können das trennen, was Gott auf ewig verbinden wollte. – Für mich hat dieses Gericht wirklich diese Bedeutung, denn auch meine Ehe wurde im vorigen Jahrhundert, nein sogar Jahrtausend dort geschieden – aber da sah es noch nicht so schön aus.

Das richtige Foto gibt es im Fotoblog.

Hier verschenke ich weitere Tiere für tapfere ABC-Streiterinnen …

12. Mai 2011 29 Kommentare

die ich gestern nicht bedenken konnte, da ja die Regel von mir aufgestellt wurde, sich für eine zu entscheiden. – Aber jetzt kann ich verschenken, was und wem ich will.

… das sagt dieser Elefant – und diese Tiere sind sehr klug – bei diesem Riesenkopf ja auch kein Wunder – und der wird wissen, warum er zu April hin will. Ich habe jedenfalls nicht dagegen gesprochen und habe ihm gesagt: “Steh auf, nimm deinen Rüssel und deine große Ohren und stelle dich in Aprils Garten, damit alle bei Regen in dir Schutz finden können. Und bedank dich noch mal artig für die zwar wenigen, aber doch recht feinen Bilder, die sie zu unserer Erbauung gezeigt hat. Sie fing mit einem ganz starken A wie Amtsschimmel an. – Fotoblog hier.

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Bea, bei dir waren sehr oft bei deinen Beiträgen Dichtung und Wahrheit nahe beieinander – und das hat mich immer so fasziniert – vor allem dann, wenn ich nicht wusste, ob ich gerade einen Bären aufgebunden bekomme oder ob es die Wahrheit ist. – Und deswegen schenke ich dir jetzt eine Robbe zum Spielen und Zaubern. Viel Spaß mit ihr – vielleicht gibt sie zum Abschluss Pfötchen oder winkt uns!

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Bigi - jetzt keine falschen Schlussfolgerungen – du bekommst den Bär nicht von mir geschenkt, weil du mir mal einen in den Rucksack geschmuggelt hast – nein, du bekommst ihn, weil er ein bisschen was abkann und auch schon ein bisschen was mitgemacht hat. Ich kenne eine ganz tolle Frau, die in einer fast ausweglosen Situation so lange gestrampelt hat wie ein Frosch in der Schlagsahne, bis daraus Butter wurde und er aus seinem Gefängnisglas hinausspringen konnte. – Und genau so kommst du mir auch vor – aber pass auf, spring nicht allzu heftig, wenn du dich von der Butter abstößt. Ich möchte, dass du heil bleibst, denn ich möchte noch sehr oft von dir etwas zum Lächeln oder Lachen zu bekommen, aber es darf auch was Ernsthaftes sein. – Und falls du doch ein wenig Sehnsucht nach dem Kleinen haben solltest, der auch gern mal wieder ans Wasser will – dann heißt es für mich: dir was in den Mail-Post-Kasten stecken, damit es mühsam bei dir rausklettern kann, das Auto packen und mit dir und Wolf und überhaupt mal wieder ins Glas zu gucken.

Ich freue mich sehr, dass du zwar spät, aber nicht zuuuuuuuuuuuu spät zu uns gestoßen bist. – Und hier kannst du dich im Fotoblog freuen.

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Belanglose Blechi Brigitte – du hast uns immer wieder durch Vielseitigkeit und tolle Ideen bezaubert – und das, obwohl du einen Teil der Zeit in einer Rehaklinik  mit anstrengenden Behandlungen verbringen musstest – aber wir mussten darunter nicht leiden – hier bei mir warst du immer pünktlich. – Und die bunten Osterhasen bekommst du, weil ich gesehen habe, dass du ganz, ganz viel Osterschmuck hast – aber meist aus Holz und nicht so kitschig bunt *grins*

Danke für dein Mitmachen! – Und hier halten sie im Fotoblog Maulaffen feil.

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Wer das Alphabet so gut kennt wie ich, der weiß, dass jetzt das C dran ist. Und mit C gibt es außer Clara nur coolPic hier bei uns. Wenn du mit dem Cursor auf das Bild gehst, siehst du als Titel “coole Ruhrgebietsenten” . Und so habe ich dich kennengelernt – natürlich nicht als Ente, sondern als “cool” und als typische Ruhrgebiets-Einwohnerin. – In letzter Zeit entwickelst du dich ja langsam zur rechten Hand der Polizei. Deswegen dachte ich, darf der zünftige Polizei-Trabant und ein rattenscharfer Polizeihund nicht fehlen. Beides habe ich den Enten zugesellt.

Deine Tierbeiträge hatten nichts mit diesem  Entenkitschniveau zu tun – und dafür bedanke ich mich. – Im Fotoblog sind sie auch.

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Für heute ist Schluss, aber morgen geht es weiter. Verlasst euch nicht zu sehr darauf, dass ich das Alphabet immer in der richtigen Reihenfolge beachte.  Ihr wisst ja, dass ich gern mal aus der Reihe tanze!

Und hier kommt der “Entschuldigungs-Award” …

29. April 2011 17 Kommentare

… und zwar der größte aller Zeiten, denn mir ist ein ungeheurer Lapsus passiert – natürlich versehentlich. Bei der Menge der angebotenen Tiere und auch bei der “zahlreichen Zahl” der fröhlich Tiere zeigenden Mitblogger kann das schon mal passieren.

Hier gibt es eine ganz liebe Kommentatorin, die jeden Award bisher angesehen und was dazu geschrieben hat – nur sich selbst konnte sie bisher nicht finden. Da kam sie – vielleicht – schon ins Grübeln.

Minibar-Bärbel, jede Medaille hat zwei Seiten! Und da du mir irgendwie durchgerutscht bist, bekommst du jetzt deinen absoluten Einzel-Sonder-Award, den ESA :

  1. Richtig geschrieben, nicht mehr “Avard” wie bei den ersten, sondern wirklich “Award”
  2. Einen für dich ganz allein – fast so ähnlich wie bei Bigi mit ihren p…. Pumas
  3. und einen, der nicht nur ein Foto von dir zeigt, sondern gleich vier.

Und diese drei Gründe und ein aufrichtiges “Mea culpa – mea maxima culpa” werden von dir ein ganz lautes “Ego te absolvo” zur Folge haben. Wenn nicht, dann kann ich diesen “Beichtstuhl” nicht mehr besuchen kommen, dann muss ich mir meine Absolution wo anders holen.

Und so habe ich diese vier Fotos von dir “verbastelt”: Als Hintergrund habe ich einen Gewitterhimmel genommen, bei dem aber schon wieder die Sonne rauskommt – das ist zwar nicht zu sehen, aber das kannste gloooooooben, hat Pittiplatsch in der Kindersendung des DDR-Fernsehens immer gesagt. – Ausgesucht war ursprünglich der “Drache”, den ich so schön doppelsinnig fand – aber der musste dann den “Dreispatzen” weichen und dann bist du mir durch die Maschen gerutscht oder wie das heißt. – Uff, gerade noch rechtzeitig bemerkt!!!

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Thomas Mann und sein Inzest-Buch

15. April 2011 13 Kommentare

Thomas Mann hat schon einmal in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt, allerdings eine unrühmliche – nämlich bei meinem mündlichen Abitur im Fach Deutsch.
Doch dafür kann ich wahrscheinlich weniger ihn verantwortlich machen als meine politische Einstellung, die ein wenig konträr zu der vieler Lehrer in der damaligen Zeit in der DDR stand. – Auf jeden Fall hatte ich all die Jahre in Deutsch eine 1, doch beim Abituraufsatz war der Zweitkorrektor nicht so richtig einverstanden mit dem, was ich geschrieben hatte – also musste ich in die mündliche Prüfung. Und hier interpretierte ich “Mario und der Zauberer” nicht systemkonform  und linientreu – also war die Note 1 futsch – und ich habe es überlebt.

Doch hier geht es mir um das Buch “Der Erwählte“. Eine inhaltliche Zusammenfassung, die sich auf die Überschrift bezieht, in wenigen Sätzen:

Das Buch handelt in mittelalterlichen Zeiten und ist auch in ebensolch schwer verständlicher Sprache geschrieben.
Ein Ehepaar bekommt ein gemischtes Zwillingspärchen und die Mutter verstirbt bei der Geburt. Der sehr begüterte Vater von edlem Stand erzieht seine beiden Kinder allein und wendet der Tochter überwiegend die Liebe und dem Sohn die Strenge zu. Die “Geschwisterzwillinge” wachsen so innig miteinander auf, dass sie später eine ganz intensive Liebesbeziehung eingehen, die einen Sohn zur Folge hat. Da erkennen beide die Sündhaftigkeit ihres Tuns – der Bruder wird  zur Buße auf einen Kreuzzug ins Hl. Land geschickt und kommt dabei um, die Schwester (und Mutter ) entbindet ihren Sohn heimlich und muss sich von ihm trennen. Er wird ausgesetzt wie Moses auf dem Wasser des Ärmelkanals – und überlebt natürlich, denn sonst wäre das Buch nicht so lang geworden.

Er wird von einem Abt gefunden, einer Fischersfrau als Nährmutter in ihrem sowieso schon sehr kinderreichen Haushalt als “Kuckuckskind” wissentlich untergeschoben, später aber im Kloster erzogen. Als er mit 17 von seiner wahren, ungefähren Herkunft erfährt, macht er sich suchend auf den Weg.

Seine ihm nicht bekannte Mutter lebt seither keusch und rein und Buße tuend und schlägt jegliche Brautwerber aus, immer noch um den Geliebten und Bruder trauernd. Ein ganz ausdauernder, sehr tyrannischer Liebhaber drangsaliert deshalb die ganze Stadt und alle leiden unter dieser Verweigerung.

Jung-Gregorius (so heißt der inzestuös gezeugte Knabe) kommt in diese Stadt, kämpft und besiegt diesen brautwerbenden Ritter und hält – ohne genaues Wissen der familiären Zusammenhänge – um die Hand seiner um 17 Jahre älteren Mutter an – und wird erhört, denn diese sieht in ihm den geliebten toten Bruder und weiß im Unterbewusstsein die Wahrheit, denn er trägt ein Wams aus dem edlen Stoff, den sie dem Kind damals mit in sein wasserdichtes Transportmittel gab. – Aus dieser Beziehung gehen zwei Kinder hervor – eines schon geboren, das andere noch im Mutterleib, als das Geheimnis ans Licht des Tages kommt.

Wiederholung der Geschichte – der SohnGeliebte flüchtet, um Buße zu tun, sie soll alles irdische Gut fahren lassen und sich nur der Alten- und Siechenpflege widmen.

Durch vollkommen mysteriöse Umstände überlebt der junge MannVaterEhemann einen wiederum 17jährigen Aufenthalt auf einer einsamen Felseninsel – ohne Essen, angekettet und ohne Kleidung. (Ein wenig dick hat Th. Mann hier schon nach meinem naturwissenschaftlich orientierten Verstand aufgetragen). Dort harrte er aus, um gottgefällige Buße zu tun – und deswegen blieb er eben auch am Leben.

Und am Ende bekommt die Geschichte noch einen drauf gesetzt: Der inzwischen geläuterte Grigorius wird zum Papst gewählt, erklärt seine beiden Töchter zu seinen Nichten und vermag es auch, seine Mutter von ihren andauernden Schuldgefühlen freizusprechen. – Will uns Thomas Mann damit sagen, dass die Obersten der katholischen Kirche nicht so fromm tun sollten, sie sind Sünder wie alle anderen auch, vielleicht sogar schlimmere?

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Ich habe immer überlegt, warum eine geschlechtliche Beziehung zwischen Geschwistern ein so verdammenswerter Akt sein soll.
Dass sexueller Missbrauch, den Eltern “zwangsweise” an ihren Kindern begehen, eine strafbare Handlung ist, über diese Selbstverständlichkeit will ich nicht reden. Auch will ich hier nicht über Ödipus und das ganze Drumherum schreiben.
Mir geht es um die Liebe zwischen erwachsenen Geschwistern. Ich habe vor einiger Zeit von einem Geschwisterpaar in Deutschland gehört, dass mehrere Kinder miteinander hat. Die Frau ist ein wenig geistig zurückgeblieben und wäre ohne ihren Bruder und Geliebten gar nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern. Und er sollte wohl mit Haftstrafe von seinem “sündigen” Tun abgehalten werden.

In der Antike oder bei den Ägyptern und in den adligen Königshäusern waren Geschwisterehen nicht selten. – Auf keinen Fall will ich hier dafür plädieren, dass Bruder und Schwester ihre Sinne nicht auf andere Partner, sondern nur auf das Geschwisterteil richten sollen. Doch wenn es in Ausnahmefällen passiert – ist es wirklich ein Grund dafür, diese beiden mit harten Sanktionen zu strafen? Ich bin mir nicht klar darüber.

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Falls es jemand interessiert, was Wiki dazu sagt, dann lest hier. Und im Fotoblog zeige ich euch mit zwei zwinkernden Augen, wie es in der Politik zugeht – ob da alle Abgeordneten aus “reinem” Hause kommen?

Clara und die Technik-Absonderlichkeiten

11. April 2011 24 Kommentare

Heute ist nicht der 1. April, ich will euch nicht ver…albern – was ich jetzt schreibe, ist genau vor einer Woche passiert. Es waren jedoch schon alle Sendeplätze bei “One for a day” ausgebucht. Aber diese kuriose Geschichte läuft auch nicht weg.

Vorgeschichte: Mein Mobilfunkanbieter MEDION – vertrieben über ALDI – war mir bei der miesen Übertragungsqualität von E-Plus mit 11 ct pro Minute zu habgierig, also sah ich mich nach einem preiwerteren um. – Eine Bekannte brachte mir ein sehr günstiges Angebot mit, noch weit unter 9 ct die Minute. – Da mein Guthaben jetzt gerade aufgebraucht war, wollte ich MEDION nur noch zum Passsiv-Telefonieren und o.tel.o mit “perfekter D-Netz-Qualität” zum aktiven nutzen.

Ich tauschte die Karte und wollte die Nummer freischalten. Die nette Dame meinte: “Die Nummer ist schon freigeschaltet, Sie können sofort damit telefonieren.” – Ich erklärte ihr, dass ich die SIM-Karte soeben aus der Verpackung genommen, PIN und SuperPIN freigerubbelt hätte und jetzt nicht wolle, dass ich mir die Nummer mit jemand teilen muss. – Das ist ja wie im Osten – da hatten wir auch immer Doppelanschlüsse und mein armer Gegenspieler musste immer warten, bis ich mit meinem Schwatzen fertig war.

Sie ließ sich nicht beirren – ich sollte ausprobieren, ob ich telefonieren kann oder nicht und ggf. noch einmal anrufen.

In dem Moment ruft mein Sohn an. “Was schickst du mir denn für ominöse SMS, gleich 2 Stück?” – Da ich SMS-schreiben fast eben so hasse wie Fensterputz, wusste ich definitiv, dass ich ihm schon …. Wochen keine mehr geschrieben hatte.

Als ich wissen wollte, was ich ihm denn angeblich geschrieben hätte, wurde es erst richtig ominös. Der Text lautete:

“Bitte Nachricht behalten. Von: Clara Himmelhoch (natürlich der richtige Name)  IMEI: 357805021724027

Sofort rief ich wieder bei o.tel.o an, dieses Mal hatte ich einen Herrn an der Strippe. Auch er sagte mir ohne sonderliche Rührung in der Stimme, dass diese Nummer im Dezember 2011 bereits freigeschaltet worden wäre. Die Sache mit der SMS konnte er sich nicht erklären bzw. gab Erklärungen dafür ab, die alles Tinnef waren. Ich weiß, dass ich nicht unabsichtlich eine Taste gedrückt habe, um der dritten Nummer in meinem Telefonbuch eine SMS zu schicken, von der ich nichts weiß.

Meine Daten wurden ja schon mal benutzt für Schmähmails an Schlecker oder so – da rief mich sogar einer von der Polizei an, aber die Sache konnte ich abschmettern.

Was ist mit meiner Technik los? Bin ich “zweitgesichtig” und weiß das nur nicht? Mal redet mein Navi aus der Tasche, ohne dass ich es angestellt habe, mal schickt mein Handy Nachrichten, ohne dass ich Tasten bedient habe.

Ominös, ominös!

Da musste ich doch glattweg den Titel des Buches ändern

So schwer und unverständlich wie der Text dieses Buches z.T. ist, so unverständlich ist mir diese abstruse Technik-Erscheinung. Über dieses Buch werde ich mich am 15. näher auslassen, denn es hat mich wahnsinnig beschäftigt.

Clara kann auch lesen!

27. März 2011 20 Kommentare

out of topic:

wer-mit-den-narren-spielt – ein Beitrag in meinem Fotoblog, wollte ich hier zumindest den Link setzen, zumal es dieser Artikel geschafft hat, für kurze Zeit in den Rankinglisten von WP zu sein – den Grund kann ich euch nicht sagen.

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… schreiben ja sowieso, und jetzt bekommt nicht gleich einen Schreck: Clara versucht sich an ihrer ersten Buchrezension.
Das Buch heißt

“Unter deutschen Betten” von Justyna Polanska

Solche Rezensionen werden ja üblicherweise bei Amazon oder einem anderen Verkaufsunternehmen abgegeben, doch ich leiste mir diesen Luxus mal ganz allein für mich, für euch, in meinem Blog, für euch zum Lesen. – Ich hatte zu meinem Geburtstag 100,00 Eus als Gutscheine (Hugendubel) bekommen. Eines Tages begab ich mich in die Buchhandlung, um einiges von diesem Geld gegen Gedrucktes in Buchform zu tauschen. Es kamen ins Körbchen

  • ein Buch über Windows 7
  • ein Buch über Word 2010
  • ein Video mit Richard Gere – (mein Schwärmen für ihn kann man nur mit der Albernheit eines Teenagers vergleichen)
  • “Vergebung” von Stieg Larsson (weil ich den Film nicht in allen Teilen sehen und akustisch so oft nicht verstehen konnte
  • und eben das oben bezeichnete Buch – was mit 200 g Gewicht eben so viel kostet wie der dicke Vergebungsroman, der bringt immerhin 500 g auf die Waage.

Also beschloss ich – nach einer Leseprobe: Das Buch muss gut sein. Der Untertitel lautet: “Eine polnische Putzfrau packt aus“. – Für Polen hatte ich – im Gegensatz zu vielen Deutschen – schon immer viele Sympathien – das liegt u.a. daran, dass ich als Kind oft dort war, meine deutschstämmigen Verwandten lange in Katowice lebten,  deren Kinder sich mit “echten” Polen verheirateten, ich 4 Jahre in der Schule Polnischunterricht hatte und ich noch nie, ich betone, noch nie schlechte Erlebnisse in und mit Polen hatte – sondern immer nur unendlich viel Gastfreundschaft erleben durfte. – Ich bin eh kein Mensch, der irgendwelche Ausländerressentiments hat, wenn ich nicht gerade durch ihr Verhalten Nacht für Nacht durch überlauten Lärm vom Schlafen abgehalten werde.

Das Buch ist mit Charme, Witz, Ironie und Wärme geschrieben. Es gibt so viele Stellen, wo ich sage: “Gut beobachtet, das kann ich mir gut vorstellen.” Aber es gibt auch genau so viele Stellen, wo ich mich schäme, dass deutsche “Arbeitgeber” sich immer noch aufführen, als wären sie direkte Abkommen der im 3. Reich so gefürchteten Herrenmenschen. Sie beschäftigen schwarz für relativ wenig Geld eine billige Arbeitskraft aus Polen und sind dann oft noch der irrigen Meinung, dass es auch eine “willige” sein müsste, die sich blöde Anmache oder verächtliche Sprüche gefallen lassen oder anhören  muss. Das Schimpfnamenrepertoire reicht von “Polacken*sau” über “Ostblock*nutte” bis hin zu “Wodka*fresse”. (Jetzt kann ich nur inständigst hoffen, dass ich nicht mit diesen widerwärtigen Begriffen gesucht werde, deswegen habe ich die Sternchen gesetzt.) Sie meint ganz richtig, dass man Ausländerfeindlichkeit in Deutschland(s beiden Teilen) eben nur als AusländerIn spüren kann.

Bei den Zeilen des Prologs kamen mir fast die Tränen, als sie beschrieb, wie sie einen lieben alten Herrn, der sich immer sehr auf ihren Besuch freute und sie immer danach zu Kaffee und Kuchen einlud, tot in seinem Bett vorfand. Der Geruch, der ihr beim Öffnen der Wohnungstür entgegen schlug, hatte sie ähnliches vermuten lassen.

Sie beschreibt, wie viele Studentinnen oder sogar schon Studierte sich in Deutschland ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, weil sie von umgerechnet 350,00 Eus nicht leben können.  Für einen Stundenlohnvon 10,00 €us  gehen Hartz-IV-EmpfängerInnen auch gern schwarz arbeiten – aber andere nicht.

In über 40 Kurzgeschichten trifft sie zielsicher die Stimmungen, die sie in deutschen Wohnzimmern, Küchen und Bädern vorfindet. Die vielen Versuche, sie verblümt oder unverblümt ins Schlafzimmer und ins Bett zu bekommen, sollten doch am besten die beteiligten Ehemänner beschreiben, die die Abwesenheit ihrer Gattin mal kurz für einen Ab- oder Umweg nutzen wollten. Dabei wird mit Lügen und Intrigen gearbeitet, denn Frauen wollen doch nichts anderes als genommen, betrogen und belogen werden. – Sieht das jemand anders?

Sie schreibt auch, dass der Begriff “Putzfrau” von vielen negativ bewertet und “ausgesprochen” wird – vielleicht hatte sich deswegen die DDR die Berufsbezeichnung “Raumpflegerin” einfallen lassen.

Ich werde irgendwann noch einmal auf das Buch zu sprechen bekommen. Versteht mich bitte nicht falsch – ich würde es als ein Buch einschätzen, dass man lesen kann, wenn man es sich aus der Bibliothek ausgeliehen hat. – Kaufen würde ich es nur dann, wenn ich z.B. ihre wirklich guten Hausfrauenkniffe – u.a. zur Fleckentfernung – schwarz auf weiß im Regal zu stehen haben möchte.

 

Die Geschichte eines Strumpflochs

22. März 2011 44 Kommentare

Einen Tag nach dem Winterende – positiv gesagt:  zu Frühlingsbeginn – schreibe ich euch noch eine Wintergeschichte.

(Wundert euch nicht, diese Geschichte schreibe ich absichtlich in der 3. Person, also in der Clara-Form, denn die echte Person, die hinter Clara steckt, wäre nie und nimmer so blöd, diese Aktion auszuführen zu dokumentieren!)

Wie alle wissen, war dieser Winter kalt und schneereich. Das hatte zur Folge, dass Clara, unsere (unrühmliche) Heldin dieser Geschichte, öfters kältere Füße hatte als es ihr gut tat. Mit dem Kauf von wollig-wohlig-warmen Kniestrümpfen – gleich im Dreierpack in braun-beige-Elfenbein-Farben sortiert – wollte sie diesem Zustand abhelfen. Gesagt, getan, gewärmt – die Füße.

Doch nicht allzu lange – zumindest nicht Wärme für alle Teile des Fußes. Wahrscheinlich hatte sie nicht bedacht, dass diese edlen Strümpfe weniger Kunstfasern als sonst, dafür mehr Naturfasern enthalten. Letztere sind jedoch dem Angriff von Claras großem Zeh und dem immer ein wenig keck hervorragenden Zehnnagel schlechter gewachsen als ihre Kunstfaserschwestern. Das nachträgliche Kürzen des Nagels half nichts – die Löcher waren gebohrt – gleich in zwei Paar dieser edlen Strümpfe.

Lange Zeit lagen sie und fristeten ihr Dasein zwischen Schublade oder Mülleimer.

Doch dann erinnerte sich Clara daran, wie ihre Altvordere (und auch sie selbst in längst vergangenen DDR-Zeiten) oft am Abend saß – in der einen Hand den kaputten Strumpf, der über einen hölzernen Stopfpilz (dieses Wort kennt das Wörterbuch gar nicht mehr) gezogen war, in der anderen Hand die Nadel mit dem farblich passenden Stopfgarn – die dazu passende Brille auf der Nase. Nach kurzer Zeit war der Stopfsockenberg der Kinder, des Mannes und der eigene abgearbeitet und alle Zehen blieben wieder für einige Zeit brav im Strümpfchen.

“Warum sollte das heute nicht auch möglich sein?” – schoss es ihr plötzlich und unerwartet durch den Kopf.

Und damit fing das Malheur an. Stopfpilz – wo ist dieses halbrunde, hölzerne Teil nur abgeblieben? “Habe ich das nicht schon vor langer Zeit entsorgt,” – denkt sie, “weil ich nie eine fanatische (Strümpfe-)Stopferin war?” Die Suche wurde nach 2 Minuten ohne Ergebnis abgebrochen. Doch: “Dumm kann man sein, oder vergesslich, aber frau muss sich zu helfen wissen!” Ein gläsernes Milchkännchen mit kugelrundem Bauch sollte den fehlende Stopfpilz ersetzen. – Jetzt wurden die Hausfrauen-Vorratsbehälter nach passendem Stopfgarn durchsucht. Die benötigten Farben waren entweder auch entsorgt oder bei Mama im Heim deponiert – also blieb nur die Wahl einer abweichenden oder einer Lieblingsfarbe, um das “Kunstwerk” entsprechend farblich hervorzuheben. – “Das ist moderne Clarakunst, die hier entstehen wird”, denkt sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht.- Wundert es jemanden, dass ihre Wahl auf ein zartes Lila fiel?

Als dann auch noch eine Nadel gefunden war, stärker noch, das Loch der Nadel mit dem Faden gefüllt war, konnte es losgehen.

Damit ihr alle nicht denkt, Clara oder ich erzählen euch Hausfrauenmärchen, bringe ich hier zum Beweis das corpus delicti. Ich verspreche euch, ich nehme weder Grinsen noch Lachen übel – komme aber auch nicht gegen Geld und gute Worte eure Strümpfe mit Kunstwerken verzieren.

Das soll eine einmalige Aktion bleiben.




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