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Großeltern reisen – Erfurt I
Gegen 15 Uhr kamen wir in der Jugendherberge Erfurt an. Dort erwarteten uns viele, viele ganz freundliche Erfurter Wunschomas, ein riesiges tolles Kuchenbuffet, phantasievoll geschmückte Tische und eine “Fahrgeld-Rückerstattung”, zumindest teilweise. Besonders über den Ostpfennig habe ich gelacht und mich erfreut – eben “alte Bekannte”. Eine der Wunschgroßmütter, der sogenannte “Kreativkopf” der Truppe, hat ihre alte Sparbüchse geknackt. – Und der Nachtisch “Herz an Tasse” war sehr wohlschmeckend.

Abends begaben sich die Nicht-Hexen zu den Hexen auf den Domplatz , denn es war ja schließlich Walpurgisnacht, leider eine verregnete. Diese brachte mir durch nasse Socken und Schuhe offensichtlich den Status “Hund von Baskerville” ein. – Zum Glück ließ sich der “Scheiterhaufen” nicht durch den Regen beeinflussen, sondern brannte lichterloh. -

Die Wartezeit bis dahin nutzten wir bei Glühwein (hä??? Ist doch kein Weihnachtsmarkt???) und der vielgelobten echten Thüringer Rostbratwurst. Ihr seht, ich finde die nicht nur höllisch gut, sondern auch himmlisch – nomen est omen, Frau Himmel-hoch.

Die darauf folgende Nacht war weder ruhig noch erholsam – für Schnarchen kann keine, aber wenn es sogar mich stört, die ich grottenschwerhörig bin, muss es schon hörbar gewesen sein. Ohropax störte zu sehr, also ertrug ich. – Die Betten und vor allem die Kopfkissen ließen mich die Nacht mit vielen Grübeleien zubringen, nicht mit Schlafen. – Um so “erfreuter” war ich, dass die erste schon gegen 6.00 Uhr vernehmlich barfuß durchs Zimmer trampelte, weil wir ja schon 8.30 Uhr beim Frühstück sein mussten. Alle anderen folgten beim Aufstehen, nur ich blieb unausgeschlafen zurück. – Aber als ich dann gar noch um die Ohren gehauen bekam, dass ich 5 Minuten nach dem Löschen des Oberlichts angeblich “mitten in der Nacht” mit einer Taschenlampe durchs Zimmer “getobt” sei, war mein Tag gemacht. In Wirklichkeit hatte ich mir aus meinem neben dem Bett stehenden Spind dicke Socken geholt, da ich eiskalte Füße hatte. Damit alles so leise wir möglich passieren kann, hat eine Taschenlampe suchen geholfen.
Doch jetzt zu angenehmeren Sachen, der Stadtbesichtigung. – Die Thüringer können sich wohl nicht so richtig entscheiden, ob sie mit

oder mit

fahren sollen und ob sie bei Pisa nun mitmachen sollen oder lieber nicht. Klug, wie sie sind, steigen sie auf Elektroautos um. Muss man die Autos dann sooooooo schrumpfen, wie es hier passiert ist?

Das vielleicht berühmteste Erfurter Cabrio ist so groß geblieben, aber das gibt es wie viele andere Fotos nur im Fotoblog zu sehen.
Die Erfurter haben wunderschön wiederhergestellte Architektur, wovon ich euch einiges zeigen will.

Alles wird dominiert von Dom und Severikirche.

Der Fluss, die Gera, ist nicht nur für die berühmte Krämerbrücke gut (Fotoblog), sondern auch für Blumenboote.

Springbrunnen gibt es viele und auch schöne, ich zeige einen mit Hintergrund. Außerdem habe ich ihn noch ein wenig “aufgerichtet”, damit nicht das ganze Wasser aus der Schale laufen kann – so schräg stand er vorher.

Toll fand ich, dass die Erfurter zum 1. Mai offen ihre Meinung bekundet haben.

Und wer jetzt noch “laufen” kann,
der geht zum Fotoblog.
Nachösterliches Stenogramm
- Der Besuch stand pünktlich eine Stunde zu spät zum Frühstück vor der Tür, weil niemand der Süddeutschen an diesem verschneiten Ostermorgen echt und ehrlich an die SOMMERZEIT glaubte – nur ich glaubte ernsthaft daran, dass all die Besucher auch mit Funkuhren gesegnet seien
- Ich hatte vorsorglich ob der angesagten Außentemperaturen die “Fell-Stuhl-Variante” gewählt, was auf allgemeine Zustimmung stieß.

- Die Osterdekoration musste 5 Minuten nach Erscheinen des Hundes umplatziert werden, da er die Koordination über seine Rute noch nicht vollständig im Griff hatte. Als die ersten Vögel und Schmetterlinge Flugversuche unternahmen, zog die österliche Mannschaft ins geschütztere Quartier.
- Ansonsten war “kulturelle Vielfalt” angesagt, zumindest in Bezug auf die Abwechslung der Servietten. Sicherheitshalber hatte ich die Stief”Mütterchen” bei mir hingelegt, um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen.

- Die von den Enkeleltern mitgebrachten 26 selbstgefärbten Ostereier waren von der Konsistenz her prächtig. Die Farben hielten allerdings besser an unseren Fingern als an den Eiern, so dass sie nur mit Serviettentechnik gepellt werden konnten. Jetzt zum Zeitpunkt des Schreibens (Dienstag, 0.30 Uhr) sind gerade mal noch 6 Stück übrig.
- Vor dem Suchen wurden alle aufgeklärt, dass dieses Ding kein Riesenosterei ist und auch nichts in seinem Loch verborgen ist. Die Suche wurde vollkommen ohne Hände ausgeführt – nur mit den Augen sollte alles erspäht werden. -

- Nach dem Frühstück begann die generalstabsmäßig von mir geplante Suchaktion. Fünf Personen, fünf Räume – in jedem Raum war ein Schokohasenlolli versteckt. Es ging darum, alle fünf als erster zu entdecken. Kein Lolli durfte weggenommen werden, nach Möglichkeit wurde getrennt in den Räumen gesucht. Und … und … und … gesiegt hat das Enkeltöchterchen, die mit ihren sechsjährigen Augen alle bunten Zipfelchen der Lollis zuerst gefunden hat. Ich wollte das Tempo kaum glauben und sie musste mir die Fundorte ins Ohr flüstern. ALLE waren richtig! Im Korridor schaute ein winzig kleiner grüner Zipfel unter einer Fußmatte hervor – auch dieser keine Hürde! Diese Augen möchte ich noch einmal haben! Könnt ihr alle Verstecke entdecken?

- Für meine schon etwas erwachseneren Kinder versteckte ich je eine Tube gezuckerte Milch, was auf allgemeines Amüsement traf und Erklärungsbedarf mit sich brachte. Sicherheitshalber versteckte ich diese Sachen einfacher, dafür wurden sie viel zu schnell gefunden.

- Das große Marzipanei war für mich – und sicherheitshalber leicht findbar drapiert. Die wissen alle, dass ich “heiß” und “kalt” beim Suchen nicht so gut hören kann *grins*
- Der Enkel bekam sein erstes “Drehbuch” geschenkt – mein Blogbuch vom ersten Halbjahr 2011. Versehentlich war der Druck unplanmäßig verlaufen, so dass man das Buch nach jeder Doppelseite drehen muss.
- Die zusätzlich mitgebrachten Süß(kram)eier, -hasen, küken, käfer und -kugeln müssen ein Gesamtgewicht von einer knappen Tonne gehabt haben, denn bei der durchgeführten Versteckaktion (leider nur in der Wohnung möglich, da keiner Lust auf Tiefkühleier im Schnee hatte) wurden alle Ecken, Winkel, Rahmen, Löcher und sonstiges schokoladenüberflutet – noch nach Stunden wurden Eier hinter Hundetrinkschüsseln geborgen und gerettet.
- Am Nachmittag fuhren wir alle zu meiner Mutter, die richtig gut drauf war. Die Besucher lockten ein Lächeln des Erkennens auf ihr Gesicht – und auch hier ließ die mitgebrachte Milchtube die Augen vor Entzücken glänzen.

- Im nachmittäglichen Spielprogramm gab es noch eine Extraeinlage von Lenny. Vollkommen aufgeregt wechselte er immer wieder zwischen den vielen Personen, Gerüchen, Orten – immer hungrig, immer auf der Suche nach runtergefallenen Krümeln. Und plötzlich war so ein Krümel viereckig und ein Würfel von Phase 10. Es kostete meinen Sohn ganz schön viel Aufwand, ihm diesen wieder zu entlocken. Für immer ist er jetzt durch Lennys spitze Zähne gekennzeichnet.
- Last but not least hat sich meine kleine Minikamera in nachösterlicher Versteckfreude so gut verkrümelt, dass ich sie nicht finden und damit auch die letzten Aufnahmen nicht laden kann. Da wird doch gleich die jugendliche Suchmeisterin zum Einsatz kommen müssen, damit hier alles wieder ins Lot kommt.
- Als der Fotoapparat wieder aufgetaucht war, konnte ich noch schnell diesen Nachspann einstellen:

- PS: Als ich diesen Post fertiggestellt hatte, ging ich so gegen 2.00 Uhr ins Bett. Nur ließ dort der Schlaf bis mindestens 4.30 Uhr auf sich warten. Vielleicht lag es daran, dass es für mich eine ungewohnte Schlafumgebung war, denn mein Schlafzimmer hatten die Kinder okkupiert. – Als dann gegen 9.00 Uhr – Winterzeit also 8.00 Uhr – ein zaghaftes Klopfen an meiner Tür Einlass begehrte, war meine Enkelliebe für ca. 30 Minuten sonstwo, aber nicht in mir. Die lieben Kleinen haben ihren voll gefüllten Rucksack mit Beschäftigungssachen und noch viele, viele andere Sachen neben ihren Betten – - – … – - – und kommen an mit den Worten auf den Lippen: “Uns ist langweilig!” – Da fiel mir nichts mehr dazu ein!!!!!!!!!!!! Ich musste aufstehen und den Entertainer machen!
- “Suchen” mutiert ja Ostern vom Tätigkeitswort zum Hauptwort – also wurde jetzt das Kameraverstecken zweimal zum echten Event umgestaltet. Gleiche Regeln: Ohne Hände, nur mit Augen. Das kleine Dingelchen lag unter der Schrankwand hinter einer Steckdosenleiste mit einem großen, schwarzen Akkuteil als Schutz. Ich habe mich köstlich amüsiert und es sah so aus.

… immer noch im schönsten Haus am Platz
Den ersten Teil kann man hier lesen.
Am 17. März habe ich im Fotoblog schon ein paar von den wunderschönen Beleuchtungskörpern im Haus gezeigt. Heut kommen hier und dort noch einmal welche zur Geltung.

Diese Lampen kennen all die Besucher, die am 17. in den Fotoblog geschaut haben, denn da waren sie in groß zu sehen. Hier nur noch zwei Collagen.

Ich hatte ja die kühne Behauptung aufgestellt, dass im großen Saal zehn von diesen herrlichen Kronleuchtern hängen. Das Foto würde mir Recht geben, aber ich glaube nicht, dass es alle zeigt.
Als wir die Führung durch das Haus machten, befürchtete ich schon, dass DDR-Zeiten zurück gekommen wären und die Russen das Haus eingenommen haben. – Es war ähnlich, aber doch anders. Es fanden die “Russischen Wochen” statt, und mit allem, was möglich ist, stellte man sich auf russische Gäste ein. Der Samowar glänzte, die Matrjoschkas erinnerten an alte Zeiten, die Buchstaben konnten noch gelesen werden, die Bilder wurden als bekannt erkannt.

Doch das Haus geht auch mit der Zeit. Der Herr “Katalog-Otto” hat die Kosten (weitestgehend) für einen Musiksaal der ganz anderen Art übernommen, was man schon an den Clara-Farben der Stühle erkennt. Ich schwöre, ich habe nichts dazu gegeben und nichts davon gewusst. Zur Belohnung trägt der Saal seinen Namen.

Im Fotoblog habe ich wie immer noch ein paar vorösterliche Eier versteckt.
Jetzt ist die Führung zu Ende – wir können ja noch einen Kaffee trinken gehen – gemeinsam.
Im schönsten Haus am Platz …
(Gesa, du bekommst heute von mir diesen virtuellen Spaziergang durch eine der schönsten Berliner Einrichtungen geschenkt)
… zumindest am Platz der Akademie, wie er zu DDR-Zeiten hieß, jetzt Gendarmenmarkt – und damals hieß dieses wunderbare Haus auch noch Schauspielhaus – heute Konzerthaus, was viel richtiger ist, denn nur für diesen Zweck ist es gedacht. Wir haben mit dem Großelterndienst zuerst eine Generalprobe besucht und dann eine Führung durch das Haus gemacht, an der ich euch teilhaben lassen möchte.
Da die Fülle der Fotos so groß war, habe ich mir hier mit Collagen geholfen. Im Fotoblog gibt es ein paar Einzelaufnahmen. Das erste Foto lässt brillante Schärfe vermissen, zeigt aber einen Eindruck vom Orchester mit Umgebung.

Das Haus wurde noch in den 80er Jahren wiederhergestellt und in seinen heutigen, recht goldig glänzenden, üppigen Zustand versetzt. Manches an der Deko ist vielleicht Geschmackssache, doch insgesamt ist es wohl ein sehr gelungenes Haus.

Während der Generalprobe saß ich in Loge 5 - ein Privileg, das ich mir sonst nicht leisten könnte.

Überall beeindrucken Säulen mit Kapitellen der verschiedensten Art. Fragt mich jetzt nicht mehr, welches die ionischen, dorischen oder korinthischen sind. Diese drei Begriffe sind aus meinem Kunstgeschichtsunterricht übrig geblieben.

Wände und Nischen sind mit sehr schönen Dekoren verziert, griechisch anmutenden Plastiken oder Skulpturen erfreuen an vielen Stellen das Auge. Mit plastischen Friesen (heißt die Mehrzahl wirklich so, ich meine nicht die Bewohner
) die majestätische Greifvögel und anderes zeigen, wird das Auge beschäftigt, falls es Langeweile haben sollte.

Decken und Wände sind in ansprechenden Farbkompositionen verziert. Die Plastik des großen L.B. ziert das Foyer. Er war es, der im historischen November 1989 das historische Konzert mit der Sinfonie von Beethofen mit ihrer Ode an die Freude mit einem Berliner Orchester aufgeführt hat. – Die andere Verzierung findet sich an einer Säule im Rang.
Für heute die letzte Collage, eine kleine Spielerei mit einer Säulenskulptur.

Es gibt eine Fortsetzung, wahrscheinlich am 20. März.
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Vor langer Zeit habe ich dort ein Konzert besucht und darüber eine etwas ausgefallenere Geschichte geschrieben:
“Ich sehe gern Musik“
Ich füttere auch Flugtiere …
na gut, gerade keine Vögel, das machen schon so viele andere – ich habe mir die vom Aussterben bedrohte CHM = ClaraHausMotte ausgesucht. Obwohl ich stundenlang für euch auf der Lauer gelegen habe mit meiner schussbereiten Kamera, habe ich sie nicht erwischt. Dafür hat es mich um so mehr kalt erwischt – als ich nämlich das Ergebnis ihrer Fresssucht feststellte.
Einen Pullover habe ich leichtsinniger Weise gleich entsorgt, ohne alle Löcher dokumentarisch festzuhalten.
Doch bei diesem, meinem fast-Lieblingspullover, habe ich das gleich und sofort nachgeholt. Ich habe ihn nämlich im Schweiße meines Angesichtes vor Jahren mit vier sich ständig verheddernden Wollknäulen SELBST gestrickt, nicht wie sonst, selbst gekauft. In dieser Zeit schrieb ich allerdings “Gedult ” auch noch richtig mit d am Ende.
Das hier sind nur zwei Futterstellen, die die Motte / Motten hinterlassen haben.
Hier überlegen Pullover und Clara noch gemeinsam, ob sie Schadensbehebungbegrenzung versuchen oder nur noch das große runde Entsorgungsbehältnis in Frage kommt.
“Motten” in der Lunge habe ich zum Glück nicht, woher die für den Kleiderschrank kommen, weiß ich nicht genau – aber die für diese Kollage kamen mir aus dem Internet zugeflogen.
Als dann die strenge Domina Clara für das Aus plädierte, ballte der Pullover seine linke Faust und protestierte – heftiglich – doch es nützte ihm nichts. Er ist inzwischen Geschichte oder besser Historie.
Aber wie heißt es doch so schön im Clara-Sprichwort: Wie zerronnen, so gewonnen. Der Sohn griff einmal in den Kleiderschrank – meine wenigen Kilo Gewichtszunahme ließen mehrere Pullover zu kurz werden – und spendierte seiner Mutter gleich zwei wunderschön passende Pullover. Das schwarzrote Kunstwerk hat er mal von seiner Schwester gestrickt bekommen – zum Glück ist das keine Mottenwolle, denn er ist heil und gesund. Der andere ist von Heiko, den es seit 1996 nicht mehr gibt. Wie man sieht, ist der Pullover langlebiger.
WordPress-Marathon (6) – Thema Biografie
22.00 Uhr: Wichtige Ereignisse in der Biografie sind … :
(Da jetzt die Abendschwere kommt, habe ich jetzt mal ein prickelnderes Foto eingestellt, damit alle munter bleiben.)
Man kann ganz auf sie verzichten, nämlich auf die Vermählung, und stattdessen in trauter Zweisamkeit ohne Trauschein leben, also mehr oder weniger in wilder Ehe.
Viele machen es mindestens einmal im Leben, aber es gibt auch Spitzenreiter, die es zu sehr häufigen Wiederholungen bringen.
Hochzeit und Hochzeitsnacht – aber ihr glaubt jetzt nicht wirklich, dass ich euch daran beteilige? Nur so ein ganz kleines bisschen gibt es zu sehen, zu ahnen, zu phantasieren:
Jeder Geburtstag ist einmalig, aber mein 60. Geburtstag war kurz vor Mitternacht so etwas von einmalig daneben, dass das im Gedächtnis hängen geblieben ist. Ich bekam ein ganz “schmieriges ” Geschenk, nämlich einen “Polizistenstrip”, dem ich als Höhepunkt den zugegebenermaßen hübschen Hintern mit Bodymilk einschmieren sollte. – Das überließ ich dann einer der beiden Initiatorinnen dieses vollkommen unbrauchbaren Geschenks.
Dieser Marathon wurde von Dreams of Shadow initiiert
Axel, George, Michail, Helmut,
ihr seht schon, heute geht es um Männer – um nicht ganz unbekannte Männer – um Männer, die Geschichte geschrieben haben – also nicht um meine Lebens(abschnitts)gefährten – obwohl in gewisser Weise schon, denn alle haben zu der Zeit gelebt bzw. leben bis auf A.S. noch, in der ich auch lebe.
Und damit das auch keiner vergisst oder versehentlich übersieht, hat man 1966 in Berlin ein sehr hohes und sehr glänzendes – weil nämlich rundherum mit verspiegelten Glasscheiben versehenes – Haus gebaut – mitten in Kreuzberg, ganz dicht an Berlin Mitte und der Mauer dran.
Wiki sagt:
Die Standortwahl des mehrstöckigen Gebäudes war eine deutliche Kampfansage des Verlegers und sein Fanal gegen das System der DDR.
Ca. 500 m weiter (Luftlinie) haben wir damals mit unseren beiden Kindern auf der Fischerinsel gewohnt. Ich kann diese Anekdote nicht vergessen, für die meine ca. 5jährige Tochter “verantwortlich” ist. – Mit allen Besuchern gingen wir auf das Dach unseres
20geschossigen Hochhauses, um die Umgebung zu genießen. Das Springerhochhaus war unübersehbar. Einer sagt mit ironischer Stimme: “Da wohnt ja der böse Springer”. Prompt stellte die Lütte die Frage: “Warum ist der Springer böse?” – Und irgendwer gab ihr wohl zur Antwort: “Weil der immer Enten in die Zeitung setzt”. – Leider hat das Kind danach nicht weiter gefragt, sondern den Rest ihrer Jugend gegrübelt, warum es böse ist, Enten in die Zeitung zu setzen. – Die Doppeldeutigkeit dieses Begriffs wurde ihr erst sehr viel später bewusst. – Aber sie hat es überlebt.
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Warum diese drei Männerköpfe “Väter der Einheit” benannt wurden, ist mir nur begrenzt klar, denn unter einem “Vater” stelle ich mir doch noch etwas anderes vor. Aber bei mir sind Vaterträume sicherlich recht unrealistisch, weil ich meinen nur vor der Erinnerungsschwelle kennen gelernt habe.
Aber das Gebäude wirkt einfach monumental, erschlagend – so, wie die 4 großen Buchstaben der Zeitung, die alles an richtigen Argumenten um sich herum erschlägt.
Schöner wäre, wenn der ursprüngliche Eulen-Geist des Ullstein-Verlages noch stärker zur Geltung kommen könnte, nicht so stark der unsägliche Schlagzeilen-Geist.
Alle Fotos lassen sich bei Bedarf vergrößern.
Ob das Gewissen der Redakteure eben so sauber ist wie die Außenscheiben dieses Hauses? Wiki schreibt über die immer wieder zitierte Zeitung mit dem Skandalabonnement:
Die BILD-Zeitung prägt bis heute stark polarisierend das Meinungsbild einer Millionenleserschaft und gilt als auflagenstärkste Zeitung Europas.
Armes Deutschland, wenn solche Zeitungen die auflagenstärksten sind.
11 BSuM – Friedrichshainer Köstlichkeiten

Heute gibt es hier in diesem Blog und vor allem im Fotoblog so viel zu zeigen, dass ich mir nur mit Collagen zu helfen wusste.
Der Volkspark Friedrichshain im gleichnamigen Stadtbezirk im früheren Osten von Berlin ist immer noch ein sehr attraktiver Park – nicht nur für die Leute, die in unmittelbarer Umgebung wohnen. Schon meine zwei Ableger sind dort in ihrer Kindheit Schlitten oder Ski gefahren, haben Tischtennis oder anderes gespielt. Manches Mal hatte ich das Gefühl, hier spaziert gerade ganz Berlin hoch auf den Bunkerberg. In längst vergangenen Zeiten war so eine “Berg”steigerei (es ist ein mit Trümmerschutt aufgefüllter Berg) von schönerem Erfolg gekrönt als heute – früher hatte man eine wirklich schöne Sicht auf die Umgebung, da die Bäume noch niedrig waren – heute kann man sich dafür stärker an den Abfallbergen überall “erfreuen”.
Oben saht ihr ja schon den kleinen verfressenen Pinguin, der den Mund etwas voll genommen hat. Das gleicht der Elefant wieder aus – alles Wasser, dass er im “Bauch” hat, spuckt er im Sommer aus – die kleinen Kinder darunter juchzen und jubeln.
Einiges davon wird im Fotoblog erläutert oder vergrößert gezeigt.
Dieser Wasserlauf – entfernt soll er wohl an japanische Gärten erinnern – hat dennoch Romantik, aber eben Friedrichshain-Romantik, und die ist etwas rauer als japanische – mal von der allgemeinen rauen Berliner Romantik ganz abgesehen.
Out of topic – Klassentreffen
Ich dachte, ich hätte alles längst vergessen, vergeben, verarbeitet – doch seitdem die Einladung hier an der Pinnwand hängt, kamen alle Erinnerungen zurück.
Ich sehe mich – schon im Gymnasium und schon nach Mauerbau - in Gedanken vor diesem “Tribunal” stehen, in dem u. a. V. E. und W. G. über mich richten sollen. Sie gehören einem Gremium an, dass moralisches, besonders aber politisches Fehlverhalten von Mitschülern be- und verurteilt.
Von mir wird verlangt, Farbe zu bekennen – und diese Farbe konnte nur rot und sozialistisch sein – ich dagegen weigere mich und lasse mich eher aus der FDJ streichen = rausschmeißen und riskiere einen Rauswurf aus der Schule. Und diese beiden dunkelroten Socken sitzen da und versauen höhnisch Lebenswege, Zukunft, Pläne, indem man die sogenannte “Kaderakte” mit unschönen Schmutzflecken versah.
Niemals wäre ich so unklug zu behaupten, dass die beiden später Mitarbeiter der Staatssicherheit geworden sind. Ich weiß auch nicht, ob man schon unter 18 Jahren IM = Inoffizieller Mitarbeiter sein konnte. Auf jeden Fall weiß ist, dass die beiden freiwillig und unbedenklich Informationen weiter gegeben haben, die nicht in die Ohren der Stasi gehörten.
Sie, meine ehemals beste Freundin, scheut sich nicht, Interna zu denunzieren, die in jugendlichen Nächten diskutiert wurden. Vielleicht hätte sie es geschafft, mich von ihrem Weg der Lebensgestaltung zu überzeugen, wenn … ja wenn sie mir nicht als erstes eine sehr, sehr gute Freundin ausgespannt hätte und dann zweitens nicht das oben zitierte Tribunal angeführt hätte.
Vielleicht habe ich mich ja geirrt??? – dachte ich bis zum Klassentreffen vor ein paar Jahren. Ich brachte es nicht übers Herz, zu V.E. zu gehen und sie gut, böse, ironisch, wütend oder überhaupt irgendwie zu begrüßen, mein Hals war zu – also ignorierte ich sie. Doch sie, die inzwischen eine Wende von der dunkelroten und atheistischen Socke zur frommen Kirchenperson hinter sich hat, begrüßte alle außer mich. Ich sah das als ein indirektes Schuldeingeständnis, kann mich aber auch irren. – Dieses Mal werde ich ihr meine Blogvisitenkarte in die Hand drücken und mit freundlichstem Lächeln sagen: Ich habe dir heute einen Post gewidmet. (Das ist Vorsatz, ob ich es fertigbringe, kann ich erst nach dem WE sagen) Für ihn habe ich natürlich gleiches vor. – Irgendwann muss ich ja mal meine Vergangenheit bewältigen.
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Im Januar 2010, als ich anfing zu bloggen, habe ich mich viel mit meiner DDR-Vergangenheit beschäftigt. Wer Lust hat, kann hier die Beurteilung lesen, die in meiner Kaderakte ruhte – und mir wurde klar, warum ich keinen Studienplatz bekam:
/abiturbeurteilung-aus-der-ddr/
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Diesen Post hatte ich schon fertig, bevor sich hier in Bloggershausen wieder einmal die Wogen überschlugen. Doch jetzt ziehe ich meine Erkenntnis daraus:
“Eine große Entwicklung zum Positiven haben wir in den letzten 50 Jahren nicht unbedingt durchgemacht”.
Urlaubsfamilienerinnerungen – Teil 9
Heute ist ein besonderer Tag – zumindest hier in der Berichterstattung. Es hat sich mehr oder weniger zufällig ergeben, dass ich bei meinem Urlaubsgeplaudere jetzt in Bochum gelandet bin, einer Stadt, in der ein Teil der mütterlichen Familie lebt. Da können wir uns gleich alle zusammen hinsetzen und feiern. Wer Bescheid weiß, weiß Bescheid – und das reicht aus. Die schönen Blumen aus Onkels Garten gibt es im Fotoblog.
Hier gibt es ein paar andere Sachen aus Bochum:

Erst mal ein paar Eindrücke aus dem Westpark, in dem auch die Jahrhunderthalle steht. Dort war früher nur Industrie – heute sind da Industriereste, aber viel Freizeitaktivitäten.
Es gibt auch noch andere, sehr moderne Kunst, aber da muss man etwas Phantasie haben, um sie zu entdecken.

Geschmückt mit einer Dahlie aus A. Garten – ist auf jeden Fall die Blume ein Kunstwerk der Natur, wenn schon nicht die Fahrradständer

Hier in dieser bayrischen Kneipe gibt es nicht nur ein wohlschmeckendes Eisbein, sondern auch viel bayrisches Löwenequipment – und eine Uhr, die rückwärts geht.
Und jetzt hänge ich mich bald an mein hochmodernes Telefon, um … ja eben, um …
Der Berliner kooft jerne in der Markthalle IV
Erinnerung und Nostalgie sind es, die mich beim Besuch der Markthalle am Alexanderplatz befielen. Und genau das passt doch zum heutigen Allerheiligen – Erinnerung an Verstorbene.
Eine richtige Markthalle ist es gar nicht mehr, obwohl es einmal eine recht bekannte und gut bestückte war. So direkt am Alexanderplatz, dem bekannten Aushängeschild der Hauptstadt der DDR – gekrönt noch vom dickbäuchigen Fernsehturm – (den und andere Fotos könnt ihr im Fotoblog sehen) hatte sie natürlich den guten Ruf der DDR zu verteidigen. – Was machte sie aber wirklich??? Sie schürte den Neid der Besucher aus den anderen Bezirken (damals hießen die nicht Bundesländer, sondern Bezirke – und waren fast so zahlreich wie jetzt die Bundesländer, aber eben nur fast.
Jetzt haben sich die Betreiber der Halle auf die Fahnen geschrieben, die DDR und ihre Produkte hochzuhalten – und das finde ich auch gut so. Nur weiß ich nicht, ob die Begeisterung sehr hohe Wellen schlägt, wenn jemand ein OSTPAKET bekommt.
Mit den Begriffen auf dem nächsten Foto kann wirklich nur etwas anfangen, der die Sachen jahrelang in der “Kaufhalle” gekauft oder auch nur gesucht hat, weil es sie gerade wieder nicht gab.
Nicht alles davon konnte man kaufen – den Konsum und das Centrum-Warenhaus konnte man nur betreten, bei GENEX sich was wünschen oder im Intershop was kaufen – oder auch nicht – UND UND UND bei der Komplexannahmestelle konnte man seine Komplexe abgeben – die wurden dort gewaschen, gereinigt und gebügelt – und dann bekam man sie so gut wie neu zurück
Oder hier die Milchtüten. Lacht nicht, aber viele Mütter haben diese Tüten ausgewaschen und als Tüten für die Schulbrote ihrer Kinder genommen. Mit Rohstoffen wurde mehr gespart als heute. – Und spannend finde ich die aufgedruckten Preise – die galten überall, ob Kleinstadt oder Großstadt – alles war überall gleich billig oder gleich teuer – von den Schmiergeldern für Seltenprodukte mal abgesehen.
Den Stadtplan, der rechts unten durchschimmert, hebe ich noch heute aus Nostalgiegründen auf.
Ehrenwort von allen Ostlern: Wer kennt diese Schleuder und diesen Schnellkochtopf NICHT??
Was eierte das Ding immer auf seinem aufgeblasenen Gummiring einher. Und wehe, man vergaß ein Wasserauffanggefäß darunter zu stellen – Überschwemmung!
Ihr könnt euch den Osten bzw. seine Produkte vergrößern – ich wollte mir das zu Haus in ganz groß begucken können.
Mit diesem farbigen Panoramafoto von Berlin verabschiede ich mich von euch – nur für heute. Aber aus der Markthallenserie verabschiede ich mich für immer – denn das war heute die fünfte und letzte. Wer Interesse hat – immer am Donnerstag in der letzten Zeit.
Der Berliner kooft jerne in der Markthalle II
und fuhr früher dazu gern mal in die Ackerhalle.
Erste Berliner Markthalle ist da zu sehen.
Zu DDR-Zeiten war diese Halle bekannt dafür, dass man dort Sachen mit weniger Anstehen als anderswo bekam – es muss so ähnlich zugegangen sein wie im Film “Paul & Paula” – diese Kaufhalle in der Singerstraße wurde ja der Mär nach auch besser beliefert als andere, weil Paula so schön war. – Vielleicht hatten die damals auch eine Hallenchefin.
Jetzt ist die Halle zwar in ihrer äußeren und inneren Schönheit wieder hergestellt, aber sie hat ihren “Markthallencharakter” verloren. Es gibt keine Stände mehr (oder zumindest kaum), sondern R*E*W*E hat alles aufgekauft oder angemietet, ich glaube eher ersteres. Außerdem gibt es eh überall zu viel Angebot und zu wenige Käufer – also ist sie wohl nicht mehr so interessant wie während der Mangelwirtschaft.
(Diese Collage lässt sich vergrößern.)
Ideen – mal die, mal die
Out of topic – neugierige Ideen:
- Von Vodafone habe ich es schriftlich, dass ich bei der nächsten gravierenden Störung außerplanmäßig kündigen und zu einem anderen Anbieter gehen kann, ohne bis Mai 2014 abwarten zu müssen. – Geht doch!
- Ernsthafte Frage: Haltet ihr die Beschneidung moslemischer und jüdischer Jungen aus religiösen Gründen für Körperverletzung – ähnlich der Beschneidung der Mädchen in afrikanischen Ländern ?
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Ideen sind die Höhepunkte der menschlichen Gehirntätigkeit – denn einfach so vor uns hindenken, das können wir immer und immer machen. Aber um einen Geistesblitz zu produzieren, dazu müssen sich unsere grauen Zellen ganz besonders anstrengen. Ich habe mir mal erlaubt, die Ideen in konkrete Kategorien einzuteilen.
Architektonische Ideen
Die wunderschöne Universität in Helmstedt – dort hat der Architekt sich wirklich austoben können auf dem Reißbrett – und alle Bauarbeiter haben geholfen, diese wunderbare Idee Gestalt werden zu lassen
Bunte Ideen
Bei Karstadt gibt es eine Abteilung, in der es alles gibt, was man braucht, um zu basteln, zu malen, zu bauen und Selbstgefertigtes herzustellen. Ich finde, dass dieses Plakat sehr dazu einlädt, sich in der Abteilung umzusehen.
Erfrischende Ideen 
Diese findet man in schön und groß im Fotoblog.
Kreative Ideen
Auch dieses ist im Fotoblog zu sehen und zu lesen.
Technische Ideen
Am Anfang sah ich diese schwarzweißen “Symbole” nur auf den Busfahrplänen, doch jetzt sind sie nicht mehr wegzudenken. Auf den online gebuchten Fahrkarten sind sie – und der Fahrkartenkontrolleur scannt sie im Zug, ob ich auch die richtige Clara Himmelhoch bin. – Neue Handys können sie scannen und sind dann gleich mit der Website verbunden, die sie haben wollen – oder auch nicht haben wollen. – Dieses ganz große steht einfach nur so da, das kann keiner scannen.
Tierische Ideen
Wenn ich so ab und an durch den Zoo streife, dann kommt mir auch mal der Elefant als “großes Tier” entgegen. Das passt doch zu den “erfrischenden Ideen”, denn der Elefant versucht, sein Gehege zu fluten.
Vandalistische Ideen
Das sind von all den hier aufgezählten Ideen wirklich die blödesten – deswegen werde ich sie hier nicht weiter ausmalen.
doch was haltet ihr von
Vergangenheitsideen
die helfen im Moment auch nicht so doll weiter. Aber ich habe für mich herausgefunden, dass ich mich manchmal doch wie ein Einwanderer in dieses Land fühle. Wer mit über 40 Jahren sein Land und damit seine Wurzeln verliert, weil es aufhört zu existieren, muss nicht unbedingt das neue, das dafür eingesprungen ist, als das seine anerkennen. Vielleicht fehlt mir deswegen jeglicher Patriotismus bei der Fußballeuropameisterschaft. Das Finale steht ja noch bevor. Ich schreibe diesen Post am 23. Juni – da ist gerade klar, dass D im Halbfinale ist. – Was ich an dieser Fußballmannschaft so gut finde, ist, dass sie so multikulturell und multinational ist. Polen, Türken und Afrikaner schießen für uns Tore, das finde ich gut. – Ich habe fast Angst, “gesteinigt” zu werden, wenn ich zugebe, dass es mir so etwas von egal ist, ob D gewinnt oder verliert. Immer und immer denke ich – je mehr Schwierigkeiten in diesem Land auftauchen: Das ist nicht mein Land. Die DDR hatte ich mir zwar auch nicht ausgesucht, aber da bin ich aufgewachsen, habe meine Ausbildungen gemacht, meine Kinder erzogen und gleichgesinnte Freunde gehabt. Trotz aller Schwierigkeiten war es mein Land.
Hätte ich nicht so zeitig meine Arbeit verloren, wäre die “Liebe” zur Bundesrepublik jetzt vielleicht ein wenig größer – doch so ist einfach nur Politikverdrossenheit da, die kein richtiges Ventil findet – hier im Blog schon gleich gar nicht, denn es sind ja nur sehr wenige, die einen ähnlichen Weg gegangen sind – und die meisten waren bei der Wende viel jünger als ich.
Und deswegen kommen zum Schluss noch ein paar
Zündende Ideen
damit ich und ihr wieder auf andere Gedanken kommt.
Werbung – aber nicht in eigener Sache – oder doch?
Was erwartet man allgemein von Werbung??? – Wahrscheinlich inzwischen nicht mehr viel, sondern eher weniger.
Ich denke, es wäre nicht zu viel verlangt, wenn man erwartet, zumindest positiv angesprochen zu werden. Das muss ja nicht gleich heißen, dass man zum Kaufen verlockt oder verführt wird. – Wenn ich so manche Werbung sehe, komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass wir 40 Jahre lang im Land mit dem Zaun drumrum nichts verpasst haben, dass es keine gab. Wir wurden nicht von “top seller” verlockt, was nicht jeder versteht – das “top seller” meine ich, “Verkaufsschlager” würde sich zu blöd anhören, außerdem stimmt es wahrscheinlich auch nicht. – Und, nicht zu vergessen, unsere Umwelt wurde nicht durch die täglich und tätlich verstopften Briefkästen belastet. Außerdem sorgten ja unsere fleißigen Jungpioniere (den Thälmannpionieren wurde diese Altstoffsammelaktion schon zu blöd) dafür, dass das Altpapaier zu barem Geld und somit oft zu Schleck(er)eis umgewandelt wurde. “er” in Klammern, weil es ja keine Schleckerfilialen gab – alle Drogerien sahen bei uns schlecht bestückt aus, dafür mit großen Fächern unter dem Ladentisch.
Doch wenn ich von der Werbung eher abgestoßen als angezogen werde, dann hat sie nach meiner Meinung ihren Zweck verfehlt. Davon nur ein Beispiel, das mich schon graust, hier in groß zu sehen:
Manchmal kann Reklame eine echt “runde Sache” sein, wo keine Fragen offen bleiben:
Schmier mich hier ein, schmier mich da ein, ich habe doch überall Sonnenbrand!
Noch eine Möglichkeit für Reklame: Sie ist lustig! Und das ist für mich die beste! – Dennoch hoffe ich, dass ich dort nicht einkaufen muss. Die obere Reihe sieht doch noch größenmäßig normal aus.
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Und jetzt noch was anderes. Vor kurzem wurde im Rahmen des Uhrenprojektes eine großflächig tätowierte Rückenuhr gezeigt. Über Geschmack und Schönheit lässt sich nicht streiten. Um nichts in der Welt möchte ich jetzt Tattoos in den Kultstatus heben und meine drei kleinen bräuchte ich auch nicht unbedingt. Das eine hat nicht das erfüllt, was es bringen sollte, das andere ist überflüssig – aber mein drittes liebe ich, vielleicht deswegen, weil ich dafür so gelitten habe. Es war förmlich eine Tattoo-Geburt. Ich muss es nur zeigen, wenn ich will (rechter US außen, 15 cm oberhalb des Knöchels), aber ich stehe immer noch dazu. Ich habe die Diskussion auf diesem Blog mit amüsiertem Staunen verfolgt. Manchmal denke ich, Bloggershausen ist ein katholisches Mädchenpensionat und alle sind so brav, dass sie kaum Verständnis für die Ausgeflippteren dieser Welt aufbringen können. Tenor: “So etwas macht man nicht”. “Grins” kann ich da nur sagen – man oder frau macht es eben doch manchmal und hat keine Angst, dass es im Alter vollkommen unansehnlich aussehen wird. Die Bevölkerung von Bloggershausen weicht damit stark von der (Berliner) Bevölkerung ab.
Viiiiiiieeeeel älter und schrumpliger kann meine Haut kaum werden – und ich habe einen unnachahmlichen Vorteil: “Nach Tod durch Naturkatastrophen sind Leute mit Tattoos besser zu identifizieren.”
Im Fotoblog zeige ich eine künstlerische “Werbung” – der Name des Künstlers dieser schönen Holzkugel war so versteckt, dass ich ihn nicht gefunden habe – dennoch möchte ich sie euch zeigen. Zwei oder mehr werden sie wiedererkennen.
Autospielereien *** W
Das “W” ist ein schwacher Buchstabe in der Autoindustrie – aber auch ein schwacher Buchstabe bei meinen Fotos. Bis auf eines sind heute alle Fotos geborgt oder geschenkt – muss auch mal sein.
Im Klartext – es gibt keinen Hersteller mit W, den ich hier anführen kann. – Halt, es gab mal in der DDR ein Auto mit W – den Wartburg, aber der Hersteller war: “VEB Automobilwerk Eisenach”. (Die kleine Grafik habe ich mir bei Wikipedia geborgt. )
Mein treuer Freund G. hat von seinem Oldtimer-Wochenende auch was mit W mitgebracht – nämlich einen 311er Wartburg und einen Wolga – die Dienstwagen aus der Russerei für unsere DDR-Bonzen und für Direktoren der Betriebe.
Der scheint ja noch ganz normal zugelassen zu sein. Der hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel

Ein Foto davon habe ich mir bei pixelio entliehen und ihr könnt es im Fotoblog ansehen.
Hier kann ich euch nur ein “Winterauto” anbieten. Ich kann jetzt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Postes noch nicht wissen, ob es am 23. Mai eine Hitzewelle gibt und ihr euch an der Kühle dieses Autos von Herzen erfreuen könnt.
Und wenn nicht, dann schreibt einfach in den Schnee: “CLARA IST DOOOOOF”












































