Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 11

An dem schönen 2×11=22-Tag kommt Post Nr. 11 – das habe ich wirklich gut hinbekommen. :-) Heute haben der Löwe und die anderen Skulpturen-Tiere wie Adler und Phantasietier aus Eberswalde  ihren Tag – oder auch nicht.

0410 AW Collage Skulpturen

Die Kunst und besonders die Kunsttiere sind aus Eberswalde gar nicht wegzudenken. Da hockt ein goldener Adler vor der Apotheke und passt auf, dass ihn keiner klaut. – Der Ratskeller wartet mit einem besonders schönen immergrünen Baum auf und auf der Wiese vor einem sympathisch wirkenden  Altersheim steht eine Figur, die ich nicht deuten kann. – Und auf der Wiese im Stadtpark stand ein Riesenvogel, dem dumme Jungen eine Zigarettenschachtel in den Schnabel gesteckt hatten. Kunst und Dummheit oder Unverschämtheit sind also manchmal ziemlich dicht beieinander.

Was ich aber sehr gut deuten konnte, sind die vielen Löwen, die mir überall in der Stadt begegneten. Bei dem einen konnte ich nur denken “Der kotzt reihert im Strahl” – wer weiß, vielleicht hatte er einen guten Grund. 2210 AW Löwencollage 2

Den mit den Lockenwicklern vor dem Friseur fand ich besonders lustig.

Und dann kam mir noch ein Schild vor die Linse und ich dachte: “Genau! Das ist es!” Genau für den heutigen Tag – als Geburtstagsfoto für diese Bloggerin, die sich heute rumtreibt, hoffentlich viele gute Erlebnisse hat, die sich dann im restlichen Jahr(hundert) fortsetzen mögen.

2210 we can do it

Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 7

Weil es so schön ist, bin ich noch ein wenig im Familiengarten geblieben. Es gibt nicht nur wunderschöne Spielplätze dort, es gibt nicht nur einen Aussichtsplattform-Kran dort, es gibt nicht nur Pflanzen und Themengärten dort – nein, es gibt auch Künstler dort, die ihre Werkstatt vor Ort haben. Mir ist dieser “Metallkünstler” besonders aufgefallen, dessen Namen ich mir – wie immer – wieder nicht notiert habe. Doch seht euch einfach seine Werke an. Und ich schwöre und gelobe, oben rechts das ist nicht der kirchliche Adlige aus Limburg, auch wenn er ihm ähnelt. Vielleicht ist er es dennoch – es könnte ja sein, dass er in jungen Jahren Modell gestanden hat, um sein Studium zu finanzieren. – Dieser hier schmeißt nicht das Geld, das ihm gar nicht selbst gehört und das er auch nicht selbst erarbeitet hat, mit vollen Händen in … in die Badewanne, in den Garten, auf das Dach, um seinen eigenen Luxus zu erhöhen, sondern er guckt einfach nur skeptisch im Atelier herum.

UPDATE: Dank der fleißigen Recherchearbeit von Frau tonari (ganz, ganz lieben Dank, Britta, dass du trotz Reisevorbereitungen noch meine “Hausaufgaben” machst, ich habe mich jetzt auf der Künstler-Webseite ausgiebig umgesehen) kann ich jetzt ergänzen, dass der Metallkünstler Eckhard Herrmann heißt und 1949 in Finowfurt geboren wurde. Und da nicht alle immer alle Kommentare lesen, schreibe ich hier die von frau Tonari gemachten Ergänzungen extra in den Beitrag hinein.

Die erste Plastik heißt “Windsbraut“, ist 3,50 m hoch und hat einen eingebauten Grill, was ich besonders lustig finde.

Der Kopf mit Brille heißt schlicht und ergreifend nur “Herr Dr.“, was also meiner These über den promovierten Herrn Dr. aus Limburg nicht zwangsläufig widersprechen muss. :-)

Frau tonari sagt, dass “Die Ameise” auch aus der Werkstatt von Eckhard Herrmann im Familiengarten stammt, obwohl ich sie so auf die Schnelle nicht bei ihm rumkrabbeln sah.

Wohingegen das “süße” Wildschwein auf den Namen Borstel hört, so es hört, doch nicht in der Herrmannschen Kunstwerkstatt das Licht der Welt erblickte, sondern von Peter Fritzsche so rund und gesund in die Kunstwelt gesetzt wurde. Dennoch ward ihm ein “bewegtes” Leben beschert. Trotz seines Lebendgewichtes von über 50 kg wurde es wegen seines wertvollen Rohstoffs Bronze von Dieben aus seinem Sockel gerissen und verschleppt – aber zum Glück blieb ihm das Einschmelzen erspart, denn den Dieben wurde ihre Beute zu heiß. So konnte Borstel auf seinen Platz im Familiengarten zurückkehren und wurde jetzt an vier seiner Füße fest im Boden verankert.

Jetzt kann ich auch ergänzen, dass der im ersten Beitrag über Eberswalde gezeigte halbe Stier “Europa und der Stier” heißt und ebenfalls von diesem Künstler ist.

1410 Collage Metallkunst

Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 5

Hier auf dieser Collage schlendere ich durch die Stadt und lasse verschiedene Sachen auf mich wirken. Offenbar war das “Säckel für Kultur” nicht vollkommen leer, denn an verschieden Stellen der Stadt merkt  man, dass Künstler mit der Materie Holz spielen durften.

Der Glockengießermeister, der diese schöne Glocke geschaffen hat, lebt nicht mehr, aber sein Werk, doch leider kann es auf der Erde weniger Wirkung zeigen als im Glockenstuhl.

1010 Collage Sehenswürdigkeiten

Und auch die Baumeister und Kirchenerbauer, die mit den schönen roten Backsteinen diese Wunderwerke der Backsteingotik oder auch einfach nur Stadtmauern erschaffen haben, leben nicht mehr – aber wir haben Freude an dem, was sie uns hinterlassen haben.

Holz als Spielmaterial …

und roter Backstein. Das beides zusammen genommen und man kann an tausenden Stellen sein – aber ich war am Grunewaldturm im Berliner Stadtteil Grunewald.  Dieser beweist schon eine ungeheure Trutzhaftigkeit und überzeugte mich sofort von seiner Solidität. Diesen Turm bekam der Kaiser 1899 nach seinem Tod zu seinem 100. Geburtstag geschenkt. – Auf die Aussichtsplattform in 36 m Höhe bin ich dieses Mal nicht geklettert – Erinnerung an die heißen Tage: Es war mir zuuuuuuuuu heiß.

2809 Grunewaldturm Collage

Der Turm ist zu hoch für die Entfernung, von der man ihn aus fotografieren kann – deswegen wird er bei mir immer schief. Ich schwöre, ich war nicht in Pisa und das ist nicht dieser berühmtberüchtigte Turm.

Im Bereich um den Turm hat sich ein Holzbildhauer niedergelassen – seine Werkstatt ist direkt vor Ort. Seine Kunstwerke sind in der näheren und ferneren Umgebung zu sehen – einige habe ich euch mitgebracht.

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Der Fuchs gefällt mir am besten – aber nur aus dem Grund, weil ich da genau weiß, dass es ein Fuchs sein soll. Bei den Schnabeltieren tippe ich bei dem einen auf einen Specht, bei dem anderen auf einen Adler? Geier? Raubvogel – das ist richtig!

2809 Holztiere Collage

Lustig finde ich, dass im Fotoblog heute auch gerade drei Holzdelphine durch das Becken schwimmen.

Denkmal-Foto-Flut aus Berlin

2607 Collage Denkmal Bauakemie

Unter den Linden – das kennen fast alle. Ein Stück daneben ist die “künstliche Bauakademie” – das Gebäude, das nur aus bedruckten Zeltplanen und aus einem natürlichen Gerüst besteht. Und genau dort stehen die Denkmäler, die ich heute zeige.2607 Collage Denkmal Mosaik Bauakademie

Besonders schön fand ich die Bank, die aus schönem Marmormustersteinen gefertigt war, und das Denkmal, das rundherum viele Reliefs aus dem Berliner Arbeitsleben hat.

2607 Collage Schinkel Bauakademie

2607 Denkmäler Bauakademie 59

Schön sind sie, diese holden Maiden.

2607 Denkmäler Bauakademie 60

Und dass ich diese Zapfen mag, die oben auf Pfeilern sitzen, das habe ich auch schon öfter zum Ausdruck gebracht.

Im Fotoblog habe ich mir besonders schöne Fotos ausgesucht, um sie in groß zu zeigen.

Angermünder Steine – aus dem Fotoblog

Für alle, die sich die wunderschönen Steine schon dort angesehen haben, die können gleich wieder wegklicken. Da ich aber gemerkt habe, dass nur sehr wenige diese gelungene Steinbearbeitung gesehen habe, zeige ich sie noch einmal hier. Die Texte allerdings wiederhole ich nicht.

2007 FB Doppelwhopper

2007 FB Findlingsskulpturen 06 1024

2007 FB Findlingsskulpturen 15 1024

2007 FB Findlingsskulpturen 30 1024

2007 FB Findlingsskulpturen 34 1024

2007 FB Findlingsskulpturen 65 1024

2007 FB Findlingsskulpturen 68 1024

2007 FB Korsett 46 1024

2007 FB Pferd u Reiter

2007 FB Verlorene Zeit  1024

Brandenburg erkunden – Angermünde 2

Gleich zu Beginn: Im Fotoblog gibt es sehr schöne Fotos von Findlingsskulpturen.

Heute geht es hier und im Fotoblog um Steine, um sehr alte Steine, um sehr große Steine – sogenannte Findlinge. Aus diesen Steinen haben verschiedene Künstler Skulpturen gestaltet und die stehen dann am Mündesee und an anderen Stellen in der Stadt – sie sind schön anzusehen, auch wenn ich die Titel nicht immer auf Anhieb verstand.

1907 Collage Findlingsskulpturen

Meine Bezeichnung “Doppel-Whopper” für das linke Bild in der unteren Reihe wird jeder auf Anhieb verstehen, nur hat es der Künstler nicht so genannt.

1907 Collage Findlinge

Hier dachte ich unten links natürlich an das berühmte englische Vorbild “Stone henge abgespeckt”, was ich noch nie gesehen habe – aber der Künstler begnügte sich mit einem schlichten “Tor”

1907 DoppelWhopper

In manche Steine waren Worte eingemeißelt, aber die konnte ich zum Teil sehr schlecht erkennen, die Kamera machte sie z.T. deutlicher.

Die Engelfotografin von der Schlossbrücke

0306 Schlossbrücke Skulptur CollageZuerst wollte ich schreiben: Die “Engelmacherin” – aber das hatte ja zu Zeiten meiner Großmutter eine vollkommen andere, immer traurige Bedeutung. Es waren die Frauen, die Unterbrechungen bei schwangeren Frauen vornahmen, die aber nicht immer glimpflich verliefen – oft verblutete ihnen die Frau auf dem Tisch und ein Engel musste dann das weitere Werk vollenden.

0306 Schlossbrücke Skulptur Collage 2

Symbiose von ‘Kunst als Laterne’ und ‘Kunst als Engel’. Sowohl die einen als auch die anderen verstanden ihr Handwerk. – Und ich verstehe meines und stelle noch Fotos in den Fotoblog.

Gedacht ist dieser Post für meinen “Engel”, der schon seit vielen Jahren entweder dort oben rumfliegt oder da unten mich vergessen hat, weil das Zerstreuungsangebot so groß ist. Hallo du, lieber Hael, wer weiß, wozu es gut war, dass wir nur drei Geburtstage gemeinsam gefeiert haben, wer weiß, was danach eingetreten wäre …

Das sind übrigens diese so lange ausgelagerten Figuren auf der Berliner Schlossbrücke, die erst lange nach dem Krieg wieder an ihren Platz zurückkehrten. Hier gibt’s noch einen Link zu Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlo%C3%9Fbr%C3%BCcke_%28Berlin-Mitte%29

Berlin ist Groß-Venedig …

vielleicht nicht so nah am Untergang durch Überflutung dran wie Venedig, aber zumindest so bekannt, wenn auch nicht so romantisch – eben so dreckig und … und … jetzt kommt es …. mit mehr Brücken als diese bekannte Karnevalsstadt. Das erzählen zumindest immer die “Gondoliere” der Berliner Weißen Flotte, wenn sie mit den Gästen durch die vielen Brücken fahren. Bei manchen muss man schon echt aufpassen, sonst “Kopf ab” oder zumindest “Kopf mit großer Beule dran”. Hinstellen ist da nichts – nur Kopf einziehen – wird aber vorher angesagt.

Eine dieser Brücken will ich euch heute zeigen – nahe am Schloss, wie schon ihr Name sagt:

Die Schlossbrücke, die natürlich prompt Schleusenbrücke heißt

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Clara, Clara, bloß gut, dass du wenigstens noch lesen kannst – da versuchst du den Leuten nur bedingt ein X für ein U vorzumachen. Aber in Schlossnähe ist sie wirklich.

2905 Schleusenbrücke Collage

Auf jedem dieser schön gestalteten Medaillons ist eine andere Szene aus der bewegten Berliner Geschichte gezeigt – in solider Handarbeit. Diese Fotos zeige ich euch im Fotoblog.