Kunst

Letzte lila Lieblichkeiten…

werden jetzt hier gezeigt, dann verlasse ich das Thema “Lila” für längere  einige Zeit.

Als Lenni mit seinem Besitzer kürzlich zu mir kam, konnte sich der Hund vor Freude gar nicht einkriegen. Da hier so viel lila ist, wurde Lenni auch eingefärbt.

2108 Lenni Balkon lila

 

Mit dem Überblick, den er sich auf diese Weise verschaffen konnte, war er offensichtlich nicht so richtig zufrieden – erst, als er sich selbst erhöht hatte und auf dem Schoß meines Sohnes saß, zog ein zufriedenes Grinsen über sein Gesicht und er beobachtet alles voller Aufmerksamkeit.2108 Lenni u Herr 45

Die Liege hat mein Sohn repariert – an die letzte Schwachstelle machte ich mich selbst. Vor Jahren hatte ich eine Schranktür entsorgt, weil der Platz zu eng war. Die Lücke sah dann so aus:

 

2108 Schrankwand Türlücke 48

Da lässt sich nichts beschönigen – das sieht einfach sch lückenhaft aus, jetzt, wo das Zimmer so viele Stunden am Tag genutzt wird. Also – aufgemacht zum Stoffmarkt am Maybachufer – dort einen wunderschönen Spielplatz entdeckt, von dem ich bald berichten werde – einen schönen weich fließenden Stoff auf dem Tisch gesehen – (einen Meter für einen Euro, da kann Frau gar nichts falsch machen) – und dann versucht, den Stoff zuzuschneiden. Alle Scheren versagten ihren Dienst – ich holte den elektrischen Scherenschleifer raus – und dann ging es mühsam cm für cm. Mit selbstklebendem Klettband befestigt und jetzt sieht es so aus.

2108 Schrankwand Türlücke 49

Beim Doppelkopfturnier am 16. bekam ich von den anderen einen Geburtstagsbonus eingeräumt, so dass ich mir trotz meines schlechten Punktestandes diese zwei lila Taschenlampen aussuchen durfte. Die große ist richtig gut und leuchtet finsterste Ecken aus.

2108 Taschenlampen

 

An meinem Geburtstag hatte ich ja Anna-Tag, den wir wunderbar miteinander geteilt haben. Sie hatte – sicher mir zur Freude – ein lila Gewand angelegt, denn auch ihre Lieblingsfarbe ist lila.

2108 Geschenk von Anna 63

 

Und dann habe ich von einem Freund noch einen wunderbaren Schirm mit einigem Drumrum geschenkt bekommen.

2108 Schmetterlingsschirm Fußmatte 78

Ich dachte mir, der ist viel zu schade für Regen und habe ihn erst einmal in meinem “Salon” aufgehängt. Doch wahrscheinlich wird er dort nicht hängen bleiben.

2108 Schmetterlingsschirm 91

Auf dem Balkon würde er zu schnell wegfliegen,  der Schmetterling.

2108 Lila Schirm auf Balkon

 

Die Überraschungen und die Geschenkeflut gingen weiter. Eine sehr aussagekräftige Ansichtskarte von dem einmaligen Jugendstilkaufhaus in Görlitz kündigten Überraschungen an. Als ich vorgestern spät abends aus Perleberg kam, war ein Umschlag von A*ma*zon im Kasten, obwohl ich nichts bestellt hatte. Inhalt war eine 50 x 50 cm große Kissenhülle im Grundton Dunkellila. Da ich keine Kissenfüllung in der Größe parat hatte, kam der Grundkurs in Bastelkreativität sofort und gleich zur Anwendung, ungeachtet der Uhrzeit. Ein großes Kopfkissen, das längst schon entsorgt werden sollte, wurde in wirklich mühevoller Nachtarbeit zurechtgestutzt. Mit allen möglichen Schneidwerkzeug wurde die sperrige Füllung beschnitten.

2108 Lila Kissen Füllstoff

Rausgekommen ist das – doch der Schirm wird keinesfalls auf dem Bett platziert werden, denn ich bin nicht der arme Poet, wie ihn uns Spitzweg zeigt, bei dem es ins Bett regnet. – Ich gestehe, dass ich mir selbst so ein Kissen aus verschiedenen Gründen nicht gekauft hätte, es mir aber sehr gefällt und es  sehr viel hübscher aussieht als das bisherige.

2108 Lilacollage

Als dann am nächsten Tag das zweite Päckchen mit der Kissenhüllenfüllung und damit auch die Aufklärung über die Bestellerin kam, improvisierte ich wiederum gleich und sofort. Endlich kommt der bisher ungenutzte Kopfkissenbezug zur Verwendung. Es schaut so aus:

2108 2 lila Kissen 09Ich empfange gern Besuch – ich habe auch gern Übernachtungsbesuch. Doch macht euch keine falschen Hoffnungen: In meinem lila Salon lasse ich euch nicht schlafen, das ist meiner!!!!

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Last but not least kommt noch der Besuch einer Ausstellung von Elvira Zimmermann zur Sprache. Ich kenne sie vom wöchentlichen Doppelkopfspiel. Ich kam in den Raum und mir fiel sofort ein Bild auf, das perfekt in meinen lila Salon passen würde. Doch zum Glück fielen mir mehr Argumente dagegen ein als dafür – und so fuhr ich ohne dieses wunderschöne Bild nach Hause – hatte allerdings 5 grüne Scheine gespart. Und meine Bärengalerie kann an ihrem Platz bleiben – denn die würde nicht unter das tolle Bild passen.

2108 FB Bild E. Zimmermann 50

Auch im Fotoblog konnte ich es mir nicht verkneifen, in lila zu schwelgen.

Partielle Amnesie …

befällt mich schon ab und an – und natürlich immer öfter, je mehr Tage sich auf meinem Lebensbuch abgespielt haben.

Diese Fotos von dem wunderschönen Musikerdenkmal sind von mir am 9. Februar fotografiert worden, das sagen mir die EXCIF-Daten. Doch leider sagen sie mir nicht, WOOOOOOOOOOOOOO ich das aufgenommen habe. Ich sollte doch diese Funktion auf meinem Fotoapparat nutzen und eine Sprachdatei zu einem Foto hinzufügen, wenn ich mich 4 Monate später schon an nichts mehr erinnern kann. – Wahrscheinlich kann man oder frau über Bildersuche fündig werden, aber ich finde da immer nichts.

Die Sache mit diesen und anderen Fotos vom September 2013 war sowieso etwas eigenartig. Ich hatte Mitte Juni etwas Fußballfahnenmäßiges fotografiert und wollte es auf den Rechner laden. Nichts, wirklich nichts zu finden. Stattdessen Fotos von meiner Mutter nach dem Tod und eben diese von einem Ausflug. Ich frage mich immer noch, auf welchem Winkel der Speicherkarte haben sich diese Fotos so lange versteckt???

Egal, jetzt zeige ich sie euch:

1107 Musikerdenkmal 87

Fast alles, was in der Musik- besonders in der Komponistenwelt – Rang und Namen hat, wird hier auf und mit diesem Denkmal geehrt.

1107 Musikerdenkmal 84

Der goldene Siegerkranz setzt allen Ehrungen noch die Krone auf – und deswegen zeige ich sie im Fotoblog besonders deutlich.

1107 Musikerdenkmal 85

“Stadtführung” als Kategorie zu wählen, wenn ich noch nicht einmal weiß, aus welcher Stadt das Foto ist, finde ich ein wenig gewagt, aber so bin ich eben.

Fahren oder fliegen …

DAS ist hier die Frage, nicht “Sein oder Nichtsein” – das interessiert doch heute niemanden mehr.

0707 Lilienthal Denkmal 10

Wenn ich jedoch den Herrn Otto Lilienthal – den man übrigens auch noch auf zwei Fotos im Fotoblog betrachten kann – mit seinen gewaltigen Flügeln, seinem tollen Körper mit allen notwendigen Attributen so sieht, da würde ich mich doch glattweg fürs Fliegen entscheiden. Allerdings war es zu seiner Zeit noch lebensgefährlich.

0707 Lilienthal Denkmal 12

So einen Himmel mit diesem Wetter hätte ich ihm gewünscht, denn da hätte er in seiner Nacktheit nicht gefroren.

0707 Lilienthal Denkmal 13

Lang, lang ist’s her – 2

So, jetzt sind wir also schon den dritten Tag auf Fototour in Görlitz, denn den Beitrag aus dem Fotoblog habe ich natürlich dazugezählt. – So eine altehrwürdige Stadt wie Görlitz darf an einigen Stellen auch ein wenig marode sein – das gehört einfach dazu.

2706 Alte Ziegelmauer 65

Doch jetzt zu Sachen, die wirklich ansehenswert sind, z.B. die vielen Brunnen. Morgen kommen im Fotoblog auch noch Fotos davon. – Dieser Engel hockt in der Steinstraße, dicht am Demianiplatz – und machte auf mich einen – vorsichtig gesagt – eigenartigen Eindruck, wie er sich so das Wasser durch die Finger rinnen lässt.

 

2706 Brunnen Görlitz Engel 76

Ich hatte das Gefühl, er ist so dünn, dass man ihm durch die Rippen pusten konnte.

2706 Brunnen Görlitz Engel 78

Das “Gegenstück” dazu scheint mir diese Figur zu sein, die mit voller Kraft aus ihren Nüstern das Wasser speit.

2706 Brunnen Görlitz 15

Nun wieder zur Architektur, für die Görlitz so berühmt ist. – Ein heftiges Streitobjekt der Vergangenheit war das Jugendstil-Kaufhaus am Demianiplatz. Es wurde zuletzt von K*a*r*stadt geführt, doch dann geschlossen. Die Görlitzer haben wohl seine Wiedereröffnung erkämpft.

2706 Görlitz Kaufhaus 71

Von außen an der Fassade lang fotografiert:

2706 Görlitz Kaufhaus 69

In der Altstadt wäre fast jedes Haus ein Foto wert, doch das wäre langweilig. Hier nur eines. Details daraus hatte ich schon gezeigt. – Es ist eine Schule. Ich weiß nicht, ob Görlitzer Schüler sorgsamer mit der Vergangenheit umgehen als Berliner – hier wäre es sicher schon besprayt und schlimmer.

2706 Architektur Görlitz 88

Ich sehe gerade, das ist heute der Post der Hochkantfotos, aber was kann ich dafür, wenn der Engel so lang und dünn und groß ist?

Wolltet ihr schon immer wissen, wo die EU ihre Butterberge lagert???

2706 Butterberg

In einem hübschen Restaurant an der Neiße, das sich “Obermühle” nennt. Aber sie geben davon reichlich an ihre Gäste ab. Und damit das alles ganz gerecht zugeht, wacht dieses Tier mit Weisheit und Verstand über die Verteilung.

2706 Garten Eule 59

 Zum Schluss noch die gleichen Fotos als Galerie, wenn sie sich jemand lieber so ansehen möchte.

Wenn im Rathaus nicht Hoffest gefeiert wird -

sondern “Tag des Ehrenamtes” – dann sieht dieses neugotische Gebäude von innen wunderschön aus.

1106 Rotes Rathaus 99

Das Gewölbe hat fast etwas Sakrales an sich.

1106 Rotes Rathaus 97

Die Fenster unterstreichen den kirchenähnlichen Charakter noch. – Auch die Absperrung ist liebevoll gestaltet.

1106 Rotes Rathaus Türgriff 96

Und wie so oft müssen über allem die Löwen wachen.

Im Fotoblog gibt es die schöneren, weil größeren Fotos.

Sind das die gefürchteten Betonköpfe …

aus Politik und Wirtschaft? Oder nur die aus dem Wedding. Als ich nach dem Besuch in der Druckerei ein wenig schlenderte, liefen standen sie mir im Weg.

1505 Graffitti Wedding 64

Und ganz privat sagen sie: “Hallo, Heiko! Die uns da gerade fotografiert hat, denkt an dich!”

Fassaden kann man verzieren …

1. Mit Wandmalereien. Davon hatte ich ja schon einige rasante Beispiele hier im Blog.
http://chh150845.wordpress.com/2012/03/24/illusion-versus-realitat/
2105 Schiff  Kunst Malerei2z.B. das durch das Haus gefahrene Schiff (Charlottenburg, Wintersteinstraße 20; Gemälde ist von Gerd Neuhaus) oder die Generationen, die sich an einem Giebel vereinigen.

2105 Teltow 41
Ich finde es immer so interessant, wenn ich genau hinsehen muss, was ist Illusion, was ist Realität.

2105 Hauswandmalerei 73

2105 Hauswandmalerei 74

 

2. Mit Buchstaben – diese hier finde ich ein wenig schwer lesbar

2105 FB Buchstaben an Hauswand76

oder
3. Mit lebenden Menschen – mir würde vor Angst das Herz stehen bleiben, wenn ich so an der Häuserkante hocken müsste.

2105 Bauarbeiter 89

 

Ein Klassentreffen wirft seine Schatten hinterher

Die Fotos im Fotoblog sind nach meiner Auffassung sehenswert.

Und was ist jetzt noch für hier übrig?

Wir alle hoffen, dass sich die Türen zueinander nicht wieder für 30 Jahre schließen

Wir alle hoffen, dass sich die Türen zueinander nicht wieder für 30 Jahre schließen

Die Innenhöfe sind immer wieder eine Überraschung wert

Die Innenhöfe sind immer wieder eine Überraschung wert

Ich wusste gar nicht, dass Jesus in die Bäcker-Gilde gegangen ist. - Ich finde den Namen unpassend und unangebracht, aber vielleicht bin ich zu empfindlich.

Ich wusste gar nicht, dass Jesus in die Bäcker-Gilde gegangen ist. – Ich finde den Namen unpassend und unangebracht, aber vielleicht bin ich zu empfindlich.

So verhutzelt, verholzt und unbeweglich wollen wir alle NICHT bei unserem nächsten Treffen sein.

So verhutzelt, verholzt und unbeweglich wollen wir alle NICHT bei unserem nächsten Treffen sein.

1905 Stadtbummel 91Ein Denkmal, dass an alle Kriegsopfer erinnern soll – denn die Soldaten waren wohl noch mit am unschuldigsten an den Gräueltaten dieser Zeit.

1905 Stadtbummel 90

Und jetzt sage ich tschüss und winke, winke – zumindest aus Görlitz! Ich zwinkere euch durch das B meines Geburtsnamens mit dem rechten Auge zu. – Görlitz war und ist schön!

1905 133 Christine

 

 

Kultur und Politik in Görlitz …

… etwas anders dargestellt

Görlitzer Kulturschänderin gesucht – läuft sonnenbebrillt herum!!!

1705 FB Brunnen

Anfang oder Ende der Frevelei??? Die Schänderin wurde ob ihrer auffälligen Jacke sofort identifiziert und von einem aufmerksamen Görlitzer der Presse gemeldet.

 

Auf dem Höhepunkt der Frevelei - von einer Klage wegen unsittlicher Berührung wurde Abstand genommen.

Auf dem Höhepunkt der Frevelei – von einer Klage wegen unsittlicher Berührung oder Beleidigung von Brunnen”heiligen” wurde Abstand genommen.

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Als diese Brunnenschänderin noch einen einwandfreien (politischen) Leumund hatte, stellte sie sich dem Volk zur Wahl als Bürgermeisterin. Das Ergebnis:

Görlitzer wollten keine “ausländische” Bürgermeisterin aus Preußen – nur Schlesier sind erwünscht! :-) Dabei hat sie doch oberschlesische Wurzeln. Aber Görlitz ist Niederschlesien – und das mit Überzeugung!!!

1705 Bürgermeister 25

Die “Monarchin” vor Ort :-) *grins* *haha*

Sie versicherte sich des Beistandes von Justizia

Als Bestechungsgeld für die Wählergemeinde wurden wohlschmeckende, schmelzende Kugeln unter das Volk verteilt.

1705 Eis

1705 Bürgermeister 27

Nachdem die Nichtgewählte den Wahlort verlassen hat, wird beobachtet, dass sie sich mit fragwürdigen Männergestalten in der Stadt herumtreibt.

1705 Bürgermeister 23

Macht sie Wahlwerbung für die nächste BürgermeisterInnenwahl? – Tröstet sie sich? – Lauter unbeantwortete Fragen.

Im Fotoblog gibt es zwei Fotos der neuen “Schulkleinodien

 

 

Vor 50 Jahren haben wir gebangt …

… und zwar genau hier in dieser Aula … ob der Abiaufsatz auch gut bewertet wird, ob alle Matheaufgaben lösbar sind und in welchem Fach wir in die mündliche Prüfung müssen.

1705 Schule Aula Deutschaufsatz

In einer Schulbroschüre fand ich die Aufsatzthemen von 1964:

  1. Hohe Anforderungen an sich selbst stellen ist die Voraussetzung für schöpferisches Tun (aus dem Jugendkommunique)
  2. Brecht: “Das Leben des Galilei” – Papstszene erläutern
  3. Gedanken zu dem Bild von Jürgen Wittdorf “Urteil des Paris”
  4. Der Dichter muss ein Kenner, ein Bekenner und ein Könner sein.

Ich habe diesen unseeligen Aufsatz so verdrängt, dass ich noch nicht erst mal weiß, welches Thema ich gewählt habe. Ich weiß nur noch, dass ich “nur” eine zwei bekam, damit in die mündliche Prüfung musste und dort bei “Mario und der Zauberer” offenbar auch die falschen politischen Schlussfolgerungen gezogen habe … denn die Eins in Deutsch aus den letzten 12 Jahren war dahin. Das einzige Fach, wo ich wirklich etwas konnte, wurde auch hier von der “Einstellung zur Sache” beeinträchtigt – aber ich habe es überlebt.

Hier im Fotoblog sind einige große Fotos zu sehen.