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Archiv für die Kategorie ‘Schöpfungsgeschichte’

Dank und Neuankündigung

18. September 2010 28 Kommentare

Herr Teddy empfahl eine Rapperkarriere,
d’rum springt Clara jetzt über diese Barriere.
Ich sage euch Dank für das Lesen bei mir,
zum Glück sind geblieben etwas mehr noch als vier
treue Leser und Schreiber von Meinung und Lob.

Es war nicht alles einfach – für euch nicht, nicht für mich,
doch jetzt ist es zu Ende. Ich freue mich fürchterlich.
Den Treuen hat’s gefallen, ich hatte meinen Spaß,
am Ende kommt der Himmel, für manche das grüne Gras.

Jetzt fängt was Neues an, das wird euch auch gefallen.
Ich fahre mit der Bahn, mir wird schon was einfallen,
um euch zu begeistern und Neues euch zu zeigen.

Von den vielen Fotos, davon zeig ich nur die besten,
sonst wär’s ne Bilderflut, wo alle drin ertrinken,

und das will ich nicht, drum sage ich jetzt tschüss.

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Das war die Hiphop-Variante meines Danks, jetzt kommt die für Erwachsene.

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Ich möchte allen meinen Leserinnen und Lesern herzlich danken, dass sie mir die Treue gehalten haben – denen, die von A – Z dabei waren, natürlich etwas mehr als denen, die bei “M” ausgestiegen oder erst bei “P” eingestiegen sind. Für beides wird es Gründe gegeben haben, wie da sein könnten:

  • Thema unbefriedigend oder zu nahe an heiklen Lebensauffassungen
  • Stil zu ausschweifend
  • Inhalt zu verworren und zu vielschichtig
  • Zeitfonds nicht ausreichend
  • Fotos zu Clara-bezogen
  • und
  • und
  • und.

Besonders möchte ich natürlich denen danken, die nicht nur fleißig gelesen haben, sondern das auch noch mit ein paar Worten und eigenem Senf dazu gezeigt haben, und wenn es einfach nur mit einem “Sternchen” war. Diese vielen Sterne am Firmament haben mir den Weg gewiesen, aber auch gezeigt, dass ich in meinem neuen Paradies nicht allein bin.

Es war dennoch nicht zu übersehen, dass einige aus der sogenannten Stammleserschaft weggeblieben sind – doch nach dem Motto

Wer A sagt, muss auch Z sagen

habe ich es bis zum bitteren Ende durchgezogen. Und hier könnt ihr die beteiligten Personen sehen.

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Ich habe nicht den Mut verloren und möchte meine zwei nächsten Individualprojekte ankündigen.

Durch Zufall hat mich mein Pensionärs-Brandenburg-Ticket nach Jüterbog verschlagen. Ich hätte immer gedacht, das ist eine Stadt, an der man vorbeifährt oder um die man einen Bogen macht – ich weiß nicht, warum ich so dachte – denn als ich einmal da war, habe ich das gleich ein paar Tage später wiederholt, denn sonst hätte ich euch nicht diese wunderbaren Sachen mitbringen können.

Ab 24. September heißt es also 5 Tage lang

Kommt Ihr  mit nach Jüterbog?

Ab 1. Oktober 2010 heißt es hier auf meinen beiden  Blogs viele, viele S-Bahn-Stationen lang

Im Dreisprung durch Berlin – ein S-Bahn-Projekt

Das Corpus delicti

17. September 2010 26 Kommentare

Hier ist das Objekt der Versuchung,

das an euch ein Ansuchen

hat: „Kommt mich doch besuchen,

damit ihr euch ein Exemplar meiner farbigen Brüder aussuchen

könnt. Dann wollen wir die Schnecke aufsuchen,

die inzwischen ein neues Zuhause nach Futter absucht.

Ich möchte gern bei ihr nachsuchen,

sie möchte mich doch wieder heimsuchen,

damit wir gemeinsam auf Suche

nach einem neuen Blog gehen können, um wieder jemanden zu versuchen

***********

Und jetzt zeige ich euch, wie ich mir vorstelle, wie ein irdischer Bräutigam aussehen könnte, der altersmäßig nach männlichen Vorstellungen  zu mir passen würde. (Ingrid und Gesa schnitten das in ihrem Kommentar so ganz leicht an).

Glatze und Bauch sowieso, phlegmatisch, kaum noch einen Zahn im Mund, zeigt all und jedem den Daumen und registriert  meine Anwesenheit mit keinem Wimpernschlag. Und hochnäsig ist der Kerl bei seiner bodenlosen Schönheit auch noch!

Braucht frau so jemanden?

Da nehme ich doch glattweg lieber einen selbstgebackenen – dem kommt das Geld schon zu den Ohren raus. Lustig sieht er ja aus, ein reiner Kopfmensch scheint er auch zu sein – allerdings raucht er.

Besser klein und mit Zaster
als alt und mit Laster!

Keinen Einspruch, euer Ehren!

Paradies à la Clara (18 und Schluss)

16. September 2010 40 Kommentare

Wer die Geschichte noch einmal oder überhaupt im ganzen lesen möchte, kann das über den nebenstehenden “Paradiesbutton” machen. Ich habe jetzt die Fotos in klein eingefügt, damit man schneller sieht, wie weit es schon bergab gegangen ist mit der Welt.

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Eva hatte sich anlässlich ihres 65. Geburtstages in “Clara” umbenannt, weil der Name besser zu ihr passt als “Eva”, die Mutter des Menschengechlechts. Mit zwei Kindern und zwei Enkeln wäre sie da zu unproduktiv gewesen.

Wenn also eines nahen oder fernen Tages – nichts Näheres ist bekannt – der Schöpfer (an den ich in meinem tiefsten Inneren trotz oder wegen meiner katholischen Erziehung glaube – zu mir sagt:

So Clara, jetzt hast du genug Unfug angestellt auf dieser Erde. Hier oben bei mir ist gerade die Stelle der Hofnärrin neu zu besetzen: Lockt dich dieses Angebot nicht?

werde ich ohne Zögern meine sieben Sachen packen, meine Fotodatei hoffentlich nicht vergessen und in die Kutsche steigen, die mich zu meinem “himmlischen Bräutigam” (mal sehen, wer sich hinter diesem Namen wirklich versteckt)  bringt *grins*

(In meiner Kindheit hatte ich garantiert einen Wunsch nie:

Klosterschwester oder Nonne,

denn die Sache mit dem versprochenen imaginären himmlischen Bräutigam erschien mir schon – im zarten Kindesalter und bar jeglicher sexueller Erfahrung – zu suspekt.

Gefallen hat es euch offensichtlich, das zeigen mehr die Zugriffszahlen als die Kommentaranzahl(en) – doch ich kann euch auch sagen:

Mir hat es ebenfalls Spaß gemacht, das Fabulieren und Spintisieren, das Mischen von Dichtung und Wahrheit, das Raussuchen geeigneter Fotos. Die “Bloggerfestgeschichte ” und die “Froschgeschichte über Familie Breitmaul” http://chh150845.wordpress.com/geschichten/ waren die ersten Versuche, etwas über mehrere Tage lang zu erzählen. Und jetzt habe ich fast einen Monat lang erzählt, schwadroniert und meinen Phantasien freien Lauf gelassen.

Mit dem Ausdenken habe ich Anfang August angefangen, weil ich bei meiner Feier als “literarisch-optisches Bonmot” keine “abgestandenen bekannten Konserven” vorlesen wollte, sondern eine Neu”schöpfung”.

Und deswegen ist das ganze unter der Kategorie Schöpfungsgeschichte abgelegt.

Und tschüss – es schmort ja schon eine neue  Idee im Hinterkopf für eine neue BILD-Geschichte, sogar für zwei.

Die Kurzgeschichte “Kommt ihr mit nach Jüterbog” erzähle ich euch  ab 24. Sept. und die lange fängt am 1. Oktober an.

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Und wenn sie nicht gestorben ist,
dann schreibt sie hier noch weiter!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir am Ende der Geschichte einen Kommentar schreibt, ob es euch zu lang, zu kurz oder egal war. Allerdings denke ich, dass die letzteren eher nicht schreiben werden.

Kategorien:Clarageschichte, Schöpfungsgeschichte Schlagworte:

Paradies à la Clara (17)

15. September 2010 4 Kommentare

Ja die Welt, will sie nicht manchmal umarmt werden? Auch mit viel zu kurzen, viel zu unzulänglichen Armen?

Motto:

Hast du keine anderen (Arme), dann musst du eben die nehmen, die du hast, es wird schon irgndwie gehen. – Und dann umarmt dich die Welt (vielleicht) zurück!

Tja, Eva hat vielleicht keine Welten bewegt, keine wissenschafltichen Forschungsergebnisse der Nachwelt hinterlassen, hat noch nicht einmal die Hochschulbank gedrückt, hat vieles falsch, manches aber auch richtig gemacht – kurzum, sie hat nur diese eine Welt, die sie umarmen kann.

Und wer möchte, stelle sich so auf dieser Erde auf, dass er nicht runterfällt.

Paradies à la Clara (16)

14. September 2010 8 Kommentare

Eine große Freude am Horizont tauchte auf, als das älteste Kind den Auftrag “… und mehret euch …in die Tat umgesetzt hatte. Ein strammer Bub bevölkerte das Nach-Paradies und machte alle um sich herum glücklich. Eva konnte leider den so von ihr gewünschten Omarechten und -pflichten kaum nachkommen, weil die “Entfernung” so groß war.

So wuchs der Bub ein wenig fern von ihrer Anwesenheit auf. Bei Treffen schätzte er jedoch die Faxen und Späßchen, die Oma Eva mit ihm machte, sehr und bewahrte sie erstaunlich lange in seinem Gedächtnis auf.

Auf dem Foto seht ihr Oma Eva mit ihren beiden Enkelkindern. Der Bub ist ein sehr kluger Junge und freut sich über alles, was es zu entdecken und neu zu erfinden gibt.

Das einige Zeit später hinzugekommene Töchterlein hat mit seiner fröhlichen, unbeschwerten Art das unbedingte Potential dazu, die Oma um den Finger zu wickeln oder ihr sogar ein wenig auf der Nase rumzutanzen, was sie aber lächelnd passieren lässt.

Paradies à la Clara (15)

13. September 2010 12 Kommentare

Nachdem EvaClara die Kinder in die Welt hinaus geschickt hatte, stellte sie fest, dass es ganz schön ruhig um sie geworden war, viel zu ruhig für ihren Gechmack. Freunde und Bekannte konnten  manchmal mit ihrer etwas aufgedrehten Art wenig anfangen. Mit denen, die um ihre Freundschaft buhlten, konnte sie wenig anfangen – also wurde sie ein wenig zum Einzelgänger – als “Einsiedler” kann man es noch nicht bezeichnen.

Sie schaute sich um in ihrem Leben, was sie so erreicht hatte und ließ die gesundheitlichen Macken dabei mal bewusst aus dem Spiel.

Oft genug hatte sie schon ihre Neugier im Paradies bereut – war dieser eine Apfel wirklich den ganzen Ärger wert gewesen? – War die Trennung von Adam wirklich nötig gewesen? Wäre da nicht mehr Kompromissbereitschaft besser gewesen?  – Hätte sie die Kinder so weit weg in die Welt hinaus “schicken” oder lassen sollen? – Wäre es besser gewesen, sich einen neuen “Adam” zu suchen, um mit ihm das Alter zu genießen? Nach dem einen unglücklich ausgegangenen Versuch beharrte sie auf ihrer Unabhängigkeit !

Fragen über Fragen, die sie sehr oft bewegten, wenn sie grübelnd auf ihrem Balkon saß. Da sich beim Grübeln ja bekanntlich die “Katze in den eigenen Schwanz beißt”, beschloss sie, jetzt alles so zu nehmen, wie es ist – mit allen Unzulänglichkeiten und allen Imponderabilien (des Lebens).

Die Wiese war eben nicht mit vierblättrigen Kleeblättern übersät – aber dreiblättrige sind auch schön anzusehen! Dafür gab es ab und an auch andere Blumen zu sehen.

Und wenn sie anderen Leuten Geschenke bereitete, bekam sie meist einen netten Brief in dieser Flimmerkiste und einen Lacher zurück.

Paradies à la Clara (14)

12. September 2010 11 Kommentare

Die Lebensuhr von Eva lief nach dem Motto (der früheren DDR Uhren  “Ruhla-Uhren sind die schnellsten der Welt”) immer weiter:

Was du heute kannst besorgen, leg dich hin und mach’ es morgen!

Eva war “alt” geworden, gut zwei Drittel ihres Lebens hatte sie hinter sich. Manchmal war sie auch müde, wollte nicht immer die gleichen Pflichten erfüllen müssen. Deswegen schickte sie ihre Kinder in die Welt – mit dem gleichen Auftrag, mit dem sie und Adam in Unehren aus dem Paradies entlassen worden waren:

Wachset und mehret euch und macht euch die Erde untertan!

Wie es geht, hatten sie den Kindern gezeigt, jetzt waren die an der Reihe und Eva wollte ein wenig die Früchte ihrer Arbeit genießen.

***********

Und hier ist ein Dankeschönlink, in dem es nicht um miese  Evatechnik, sondern einzig und allein um nicht installierbare Clara-Technik geht, weil ja Clara heute aus dem Uhrenzeitalter raus und schon seit langem im Computerzeitalter angekommen ist.

Paradies à la Clara (13)

11. September 2010 6 Kommentare

Eva(Clara) neigt ja ein wenig zum Hellsehen, zum Spökenkieken, wie die Nordländer so sagen.

Warum hat sie an diesem 11. September des Jahres XXXX vor Christi Geburt nur so ein komisches Gefühl in der Magengrube? – Sie spürt ein riesengroßes Unglück viele, viele tausende Jahre später, dass durch die Schlechtigkeit der Menschen hervorgerufen werden wird. Sie träumt von dicken, schweren Behältern, die sich mühelos in die Luft erheben und in ihrem Bauch Menschen und Obst, Motorroller und Kleidungsstücke transportieren. Sie gibt sich keine Mühe, für diese Dinge einen Namen zu erfinden, denn es sind ja nur spekulative Träume.

Aber diese schrecklichen Detonationen spürt sie als Migräneanfall der allerschlimmsten Sorte.

Paradies à la Clara (12)

10. September 2010 12 Kommentare

So langsam gewöhnten sich alle an das Leben ohne Mann, ohne Papa, ohne Gärtner, ohne Ernährer, ohne ohne ohne!

Wenn die Kinder mal zu faul waren und sich nur bedienen lassen wollten – also leben wollten wie zu ehemaligen paradiesischen Zeiten, als ihnen die gebratenen Tauben in den Mund flogen – da hatte Eva ein ganz wunderbares Bild für sie auf die Häuserwand gemalt, das könnt ihr euch dort ansehen.

Und schon hatte sie die liebsten, nettesten und fleißigsten Kinder – denn sooooooooooo wollte keines von ihnen aussehen. Sie wären damit die einzige Ausnahme unter lauten schlanken Kindern gewesen und in der Schule sicherlich ausgelacht worden.

Und wer will schon von den anderen nicht gemocht werden?

Paradies à la Clara (11)

9. September 2010 14 Kommentare

Jetzt, mit dem schnellen gelben Roller, konnte sie schon mal die Wochenmärkte abgrasen, um preiswertes – bitteschön nicht billiges sagen – Obst aufzutreiben. – Wie schnell sich das Leben außerhalb des Paradieses entwickelt hat, darüber konnte sie nur staunen. Wahrscheinlich war da schon vorher vieles da, wovon sie nur in ihrem abgekapselten Paradies nie was erfahren haben.

Aber die Zeiten, wo sie sich unter einen Erdbeer-, Himbeer- oder Kirschbaum stellen konnte und zugreifen, bis sich der Magen vorwölbte – die waren vorbei. Jetzt musste jedes Pfund oder gar Kilogramm hart erarbeitet werden. – Im Paradies musste man sich nicht mühsam nach Erdbeeren bücken oder von Himbeersträuchern zerkratzen lassen – nein, nein, dort war alles besser geregelt!

Also kaufte sie Kirschen nur noch paarweise – für jedes Kind ein Paar.

Paradies à la Clara (10)

8. September 2010 20 Kommentare

Die Zerwürfnisse wurden immer stärker, so dass Adam und Eva beschlossen, von nun ab getrennte Wege zu gehen. Das geschah nicht im Bösen, aber gemeinsam schafften sie es nicht mehr.

Tja, jetzt ist guter Rat teuer – jetzt war Eva für die Versorgung der Kinder allein zuständig. Am meisten Sorgen bereitete ihr die Nahrungsbeschaffung, denn Supermärkte gab es außerhalb des Paradieses noch nicht. Alles war sehr weit auseinander gelegen, so dass es keine andere Alternative gab als die Beschaffung eines Fahrzeuges.

Ein Auto war noch nicht erfunden, zumindest der 4-Takt-Benzin-Motor ließ noch ein wenig auf sich warten.

Also kam nur so etwas wie ein Laufrad in Frage, das eine gute Ladefläche für Einkäufe hat und gut abzuschieben geht.

Paradies à la Clara (9)

7. September 2010 12 Kommentare

Muss nicht, kann aber, und unter nicht-paradiesischen Umständen immer öfter, kommt er, der Streit unter Partnern, Eheleuten oder wie man Adam und EvaClara nun mal bezeichnen will. Sie hatten sehr schwere Lebensbedingungen, das noch nicht erfundene Geld – hier in Form von tauschbaren Utensilien – reichte vorn und hinten nicht, da die lieben Kinder die erarbeiteten Ressourcen zum Teil selber aufbrauchen mussten, um groß, stark und klug zu werden.

Und wie sieht dann der Himmel aus, wenn zu Haus der Haussegen schief hängt? Genau! So:  Wolkenhimmel

Kategorien:Schöpfungsgeschichte Schlagworte: ,

Paradies à la Clara (8)

6. September 2010 7 Kommentare

Viel Mühe hatte es gekostet, sich das kleine Stück Erde, das ihnen zur Verfügung stand, halbwegs so wohnlich einzurichten, wie sie es sich vorstellten.

Sicher, war im Paradies alles einfacher gewesen, aber hier konnten sie ihre eigene Kreativität ausleben. Im Paradies wohnten sie in gewisser Weise “möbliert zur Untermiete” – und jetzt gestalteten sie jeden Tag – zumindest fast jeden Tag – ein neues Stück ihrer Welt und waren brav dabei – wie schon öfter erwähnt – sich die “Erde untertan zu machen.” - und das auch am Bildschirm .

Das Stück “Bildschirm” hätte ich natürlich abschneiden können, aber ich wollte euch doch mal an meinen schönen Hintergründen teilhaben lassen.

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Den Link zum Fotoblog habe ich euch schon oben gezeigt, aber hier habe ich auch noch einen “Colorierten Link“, damit ihr alle sehen könnt, was aus einer Rose wird, wenn man sie beschneidet – sie wird blasser und farbloser!

Kategorien:Schöpfungsgeschichte Schlagworte:

Paradies à la Clara (6)

4. September 2010 10 Kommentare

Als es lange genug geregnet hatte, verbreitete sich wieder ein strahlend blauer Himmel über das Land.

Nach einigen Tagen machte die Familie einen Ausflug in das satte Grün der Umgebung. Plötzlich schrieen zwei der Kinder ganz jämmerlich und fürchterlich – von weitem war nur zu sehen, dass sie hingefallen waren.

Beide wunderten sich, denn eigentlich waren die Kleinen hart im Nehmen, oft genug stritten und kampelten sie sich, bis bei dem einen oder dem anderen eine Beule wuchs, eine Schramme blutete oder gar ein lockerer Zahn  rausfiel. Deswegen wunderten sich die Eltern über das ungewöhnliche Gebrüll.

Sie liefen los und entdeckten etwas, was sie vorher noch nie gesehen hatten. Überall auf der Wiese standen hohe, dunkelgrüne Pflanzen – wie vorher. Nur hatten sie jetzt lange, spitze, harte Stacheln – wie vorher nicht.

Sie blühten gerade und sahen wunder, wunderschön aus.Sie waren sehr schön!

Dieses Foto hatte eine Nachbarin von den Pflanzen gemacht

Sie waren sich einig, dass dieses Un-Kraut nur eine neue Strafe von dem Herrscher des Paradieses war. Vielleicht war er der Meinung, sie sollten arbeiten und nicht spazieren gehen.

Link zum Foto:

Paradies à la Clara (5)

3. September 2010 13 Kommentare

Lange Zeit war Sommer, Sonne, herrlichstes Wetter – wie im Paradies. Ab und an mal paar Regenwolken, damit der heimische Brunnen nicht so belastet wurde. Also alles easy.

Eines Abends dräuen dunkelste Wolken am Himmel – fragende Gesichter  der Kinder. Und plötzlich ein greller Blitz, dem ein ohrenbetäubender Knall folgte. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie die Kinder im Haus, in ihrem Zimmer und in ihren Betten lagen – alle mit der Decke über Ohren und Augen.

Nun trösten sie mal Kinder, wenn sie selbst nichts über die Gefahr wissen, die sie zum ersten Mal heimsucht.

Blitzableiter! – Wieviele Generationen später leben Sie denn?

Auto als Faradayschen Käfig nutzen! – Und wer erfindet für die Familie erst mal das Auto?

Doch allmählich ließen Blitz und Donner - diese zwei Wortschöpfungen hatten sie gerade neu geprägt – in ihrer Intensität nach. Es war nichts passiert und der begleitende Regen hatte wunderbar ihren Park getränkt.

Gemeinschaftlich beschlossen sie, dem Naturschauspiel den Namen Gewitter zu geben und sich daran zu erfreuen, wenn die Blitze die Umwelt taghell erleuchteten.

Dem Donner konnte besonders EvaClara nichts abgewinnen – der war zu nichts nutze und war einfach nur laut.

Für die Zukunft konstruierte Adam eine ganz tolle Sache: Ein Eselthermometer!

Ungeheuer hilfreich und Lieblingsthermometer der Kinder!

Und diese Zeilen fand ich so passend zu meiner Geschichte, damit ihr alle wisst, wofür der “Regisseur” die Gewitter erfunden hat:

Ein Camper saß zitternd in Bitz
und guckte auf den nächsten Blitz.
Es ging nicht ums Zittern,
es sollt ja gewittern
fürs Feuer, das war ja der Witz!

Gefunden habe ich diese Zeilen da: Zynaesthesie

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Paradies à la Clara (4)

2. September 2010 23 Kommentare

Als die Behausung fertig war, machten sich die Außerparadiesischen – das waren Lebewesen, die es dort schon vorher gegeben hatte,darüber lustig, dass an allen Fenstern Gitter angebracht waren. EvaClaras schwache Nerven konnten das nicht ertragen und so änderten sie das noch einmal ab. Am Ende gab es zur Feier der Haustaufe mit dem Namen Villa Kunterbunt ein großes Fest und alle wurden eingeladen. Jetzt bewunderten sie das Haus vorbehaltlos. Hätten sie das nicht getan, wäre EvaClara fortan auf diesem Kritikohr taub gewesen – eine ihrer leichtesten Übungen.

So nach und nach kehrte allmählich der Alltag ein. Das Hauptproblem war die Nahrungsbeschaffung. Im Paradies hatte das ja schlaraffenlandähnliche Züge – das Essen wuchs einem förmlich in den Mund. Und jetzt – nichts wuchs, zumindest nicht von allein, wo man nicht vorher im Schweiße seines Angesichtes das Land urbar gemacht hatte, etwas angepflanzt und dann geerntet hat.

Der Adam, dieser grundfriedliche Mensch, der keiner Fliege was zuleide tun konnte, sollte jetzt Tiere töten, damit die Familie was zwischen die Kiemen äh Zähne bekommt. Apropos Kiemen, mit den Fischen ging es noch am besten – er fing sie und Eva musste sie ausnehmen und zubereiten.

Als er dann endlich auch gelernt hatte, Hirsche und Bären zu töten, weigerte sie sich jedoch, zur Abschussstelle hinzukommen, um das Tier auszunehmen.

Sie schenkte ihm ein scharfes Messer (das hatte sie klugerweise aus dem Paradies an der Auslasskontrolle vorbeigeschummelt) und damit zerlegte er die Beutetiere in handliche Mittagsportionen.

Adam beim Angeln könnt ihr hier sehen.

Kategorien:Familie, Schöpfungsgeschichte Schlagworte: ,

Paradies à la Clara (3)

1. September 2010 22 Kommentare

Nach längerer Wanderung entschieden sie sich für einen Ort, aus dem später ein Land wurde, dass man Deutschland nannte – weil es so schön in Kindersprache als “Schland” auszusprechen war.

Platz gab es ja auf der Erde unermesslich – die Baugrundstücke waren noch nicht so knapp wie heute. Deswegen nahmen sie sich einen riesengroßen Park, bauten gegen die wilden Tiere da draußen einen stabilen Zaun drumherum und beschäftigten sich u.a. mit dem Auftrag “Wachset und mehret euch”. Und ganz nebenbei machten sie sich dabei die Erde untertan. Dass sie dabei schwitzten, war eine Selbstverständlichkeit, und das nicht nur beim Essen.

Und heute wieder den Link zum Foto.

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Und hier gibt es noch einen anderen Link für ein ganz, ganz liebes Geburtstagskind, aber auch für Ute, die meinen Leon doch mal als ganzes Gesicht lachen sehen wollte.

Paradies à la Clara (2)

31. August 2010 14 Kommentare

Ja, da standen sie nun mit Sack und Pack vor der Paradiestür – ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Ahnung, wie es weitergehen soll.

Adam guckte immer ein wenig hilflos auf Eva (Clara), die ihm das alles eingebrockt hatte. Sie guckte recht kampflustig. Letztendlich waren sie jedoch gemeinsam der Meinung:

Kommt Zeit, kommt Rat – vielleicht auch Rad, damit sie ihr Gepäck ein wenig besser transportieren können.

Erst einmal mussten die beiden Kleinen versorgt werden. Es ist schon so lange her, hießen die nicht Kain und Abel? Jetzt hängen sie jedoch noch hilflos und unselbständig an Mutters Rockzipfel.

Umwelt erhalten – da mache ich mit!

30. August 2010 20 Kommentare

Wie es in echt funktioniert, weiß ich nicht – aber zumindest hört es sich gut an, dass eine Organisation sich dafür einsetzt, dass als Ausgleich für die stromfressenden Server pro Blog ein Baum geplanzt werden soll. Und da Adam und EvaClara das in der nächsten Zeit auch immer wieder machen werden, passt es gut in diese Paradiesgeschichte hinein!

Nur, es sind nur 1000 im Angebot – das kann doch nicht weit reichen bei dieser Menge an Bloggern, weltweit!

Aber vielleicht habe ich ja Glück und bekomme meine Robinie, wie ich sie mir gewünscht habe! Der Link funktioniert in der Sidebar.

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Da sich viele eines gewissen Misstrauens nicht erwehren können, zeige ich jetzt ein paar Fotos, wie ich vor einiger Zeit bei einer Türkeireise mit allen aus unserer Gruppe einen echten Baum gepflanzt habe.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kategorien:Schöpfungsgeschichte Schlagworte: ,

Paradies à la Clara (1)

30. August 2010 9 Kommentare

Da half kein Diskutieren, Flehen, Verhandeln, Versprechen – der oberste Paradiesbesitzer war ob dieses Fehltritts so erzürnt, dass es nur noch hieß: Sachen packen und raus. Der Ausgang war also eine Einbahnstraße geworden. Damit sie das nicht vergessen, unsere zwei Sünderchen, kam an jede Tür irgend so ein Erzengel mit Schwert gestellt, mir fallen nur der Gabriel und der Michael ein. …. Nein, nein, Eva will jetzt keine anderen Namen mehr hören, sie hat die Kerle noch sooooooooooooooooo im Hals stehen, wenn sie nur daran denkt.

Tja, und dann waren die beiden das erste Mal in freier Wildbahn, dort, wo sie sich im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brot verdienen sollten. Dieses unwirtliche Stück Erde sollten sie sich jetzt untertan machen!

Inzwischen verfügten Adam und Eva über zwei  Kinder, denn im Paradies gab es ja keine Nöte mit Ernährung, Spielplätzen,  Kindergeld. KITA-Plätze waren nicht nötig, da überall genügend kleine Engelchen rumhopsten, die bei Bedarf mal auf die lieben Kleinen aufpassten.

Der Eindruck vom ersten außerparadiesischen Tag:

Verdammt heiß, hart und steinig hier – und nirgendwo was zu trinken.Ich glaube, das wird ein hartes Stück Arbeit! Adam ist vor lauter Schreck gleich zu Stein geworden!

Und die Geschichte verabschiedet sich jetzt von der Übermutter Eva und geht auf die Titelträgerin über. Im Hintergrund seht ihr einen dieser Torwächter, die über die Eingangspforte zum Paradies wachen!

Tschüss, liebe Eva, es hat Spaß gemacht mit dir!


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