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Archiv für die Kategorie ‘Tiamat’

“Mama kommt, da muss ich noch …

10. März 2011 18 Kommentare

… ganz schnell erzählen, wie es mir während der Reise von Clara nach Essen und Bochum ergangen ist”,

schreit Tiamat ganz aufgeregt.

“Heute kommt doch meine Mama Sunny und holt mich ab, und dann kann ich nicht mehr mit dir Blödsinn machen. Dabei war das soooooooooo funny!!! Mama hat so etwas gesagt, dass jetzt meine Reisezeit zu Ende sei und sie sich jetzt erst mal um meine anständige Erziehung kümmern wolle.Ich ahne schon schreckliches, sicher muss ich auch in diese ekelhafte Drachenschule gehen, um fauchen, Feuer spucken und fliegen bis zur Vollendung zu lernen.

Ich nehme die kleine, traurige, junge Dame auf den Schoß und gemeinsam denken wir nochmal an ihre Abenteuer, die sie dort erleben durfte.

Zuerst waren wir gemeinsam in Bochum in einem wunderschönen Haus, wo der Garten so viele Verstecke bot, dass ich ständig und ununterbrochen auf der Suche nach diesem kleinen grünen Ungeheuer war. Da fauchte es mal hier, da funkte es mal da – und ich hatte meine liebe Not, die Ecke auszumachen, von wo der Ton herkam. Mit nur einem halbwegs richtig funktionierenden Ohr ist räumliches Hören nämlich eine schwierig zu lösende Aufgabe. – Dauerte es ihr zu lange, bis ich sie gefunden hatte, kam sie von ganz allein angeflogen und neckte mich.

In Essen gab es dann ein vollkommen anderes Abenteuer für sie zu bestehen. Wir waren kaum angekommen, hörte ich in der Küche ein Poltern und Rumpeln, dass sogar ich das nicht überhören konnte. Mir stieg die Zornesröte ins Gesicht, denn so wild musste sie es ja nicht gleich treiben. Aber die Frau des Hauses, meine Cousine, ist die Geduld und Langmut in Person – nicht zu fassen, dass wir verwandt sind miteinander. Sie wiegelte ab und leise und vorsichtig schlichen wir uns an die Küchentür.

Da lag sie nun, die arme kleine Drachendame – besiegt von einer Heerschar von Fröschen, die mit Quaken und Quarren auf ihr herumsprangen. Von allen Seiten wurde sie umklammert, gezwickt und “gefoltert”. Ich wusste jetzt, dass sie an dem Lärm unschuldig war, bot ihr Hilfe an, die sie auch dankbar annahm, und befreite sie von den Grüngesichtern.

Ich wollte ihr eine Pause im Bad gönnen – aber schon war sie wieder verschwunden, wahrscheinlich wollte sie sich verstecken. Alles, was rot ist, hat es ihr angetan, und so suchte ich sie an den im Bad reichlich vorhandenen roten Stellen. – Bei den beiden Igeln und danach mit den beiden Katzen hatte sie unsagbar viel Spaß.

So, und jetzt ist das Tiamat-Märchen zu Ende.

Kategorien:Fotoarbeiten, Tiamat, Von Unterwegs Schlagworte:

Auf welche Ideen kommt Frau …

8. März 2011 35 Kommentare

wenn heute Internationaler Frauentag ist oder wenn sie mal gerade keinen Computer hat. Sie postet natürlich etwas, was (nur) mit Frauen zu tun hat und schickt auch gleich noch die süße Drachendame Tiamat mit ins Rennen.

Über den Frauentag will ich mich jetzt nicht auslassen, das machen sicherlich andere besser als ich – aber auf der zweiten Idee werde ich jetzt rumkauen, denn ich konnte gerade neue Erfahrungen sammeln.

Also Frau macht:

  1. sie leckt die Küche, so dass wieder vom Fußboden gegessen werden könnte (so frau das will, aber sie hat Teller und Besteck)
  2. sie liest ein Buch statt Blogs
  3. sei putzt Fenster, da die zarte Frühlingssonne den Zustand der stark vernachlässigten Glasflächen deutlich zu Tage bringt
  4. sie telefoniert ausgiebig statt zu mailen
  5. sie kontrolliert Fernseh- statt Computerprogramme auf ihre Tauglichkeit
  6. sie liest Zeitung statt News oder Schlagzeilen auf dem Bildschirm
  7. sie lässt den Staubsauger statt des Feedreaders arbeiten
  8. sie erledigt lange liegen gebliebenen Schriftverkehr mit Institutionen
  9. sie besucht Freunde statt User
  10. sie geht schon gegen 1.00 Uhr statt erst gegen 4.00 Uhr ins Bett

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sie kocht ca. 15 Liter (3 große Töpfe voll!!!)  Soljanka, 2/3 davon entstanden auf Wunsch eines einzelnen Herrn, der am 15. März 40 Jahre lang atmet, isst, trinkt, lebt, lacht und überhaupt – längere Zeit davon unter meiner Obhut.

Wisst Ihr, wie viel “Langeweile” und Liebe im Spiel sein muss, um so viel Speck, Zwiebeln, Salami, Kassler, saure Gurken, Sauerkraut und Paprika zu schnibbeln und zu schneiden, um dann mit Brühe, Ketchup en masse, Gurkenwasser, Letscho und Gewürzen zu einer der schmackhaftesten Suppen zu verarbeiten, die ich kenne.

Meine Familie einschließlich meiner Mutter liebt diese Suppe heiß und innig – und offensichtlich ihr Enkel auch. Mit dieser im Osten so beliebtberüchtigten Suppe will er auf seiner Party mit ca. 60 Leuten ein wenig Ostflair aufkommen lassen, denn viele seiner Freunde und Kumpel haben diesen Geschmack noch auf ihrer Erinnerungszunge.

Ihr könnt ja mal raten, welche der 10 Punkte ich erledigt hätte, wäre der Computer lange genug weg gewesen. Aber da ich ihn schon nach 27 Stunden zurück bekam, blieben viele dieser Punkte als Planung.

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Jetzt will ich euch noch kurz in zwei Collagen zeige, wie es der kleinen Drachendame Tiamat unterwegs ging. Bei Lucie (hier zu sehen) ist sie vor Freude fast im Karree gesprungen, denn hier fand sie ständig und überall Spielgefährten und Freunde. Sie spielte mit einem Kranich, flog mit einem Schmetterling, soff und segelte mit alten Seebären, fürchtete sich vor dem geschlitzten Schaf, wollte sich im Vogelhaus einnisten, nahm brav zwischen Hund und Katze platz, verabschiedete sich am Bahnhof tränenreich von Lucie und … und … und

war auf dem Tisch beim Bloggertreffen mit dabei, aber nicht die Hauptperson.

Was Tiamat in Bochum und in Essen am Anfang meiner Reise bei meiner Verwandtschaft so erlebte, das erzähle ich später einmal.

helau helau helau – und keiner bringt mir einen Pfannkuchen (weiten Teilen der deutschen Bevölkerung unter dem verunglimpfenden Namen “Berliner” bekannt) mit Pflaumenmus und Puderzuckerglasur – mein Spitzenfavorit!

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