Lesenswert?

Inhalt:

  • Helden und Heldinnen
  • Luxus – was ist das für mich?
  • Sparprogramm der Regierung
  • Hilfe, mein Balkon muss zum Frisör
  • Zukunft etwas nass, neblig und clärig
  • Es ist nicht schwer, jung auszusehen, es dauert nur täglich etwas länger
  • Noch kein Ostergeschenk, dann schenken sie doch ein Schlagloch
  • Die Kunst verändert die Platte
  • Was Leute so alles verlieren ICE verliert eine Tür
  • Blut in allen Schattierungen
  • Letzte Worte von …
  • Männer – lohnt sich da Streit – oder So fing unser Streit an
  • Regenbogenfamilien


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Helden und Heldinnen

Bist du vor 1980 geboren ?

Bitte weiter lesen !

Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun?

Aber du solltest trotzdem weiterlesen, um zu verstehen, warum die Pampers-Generation, zu der du ja auch gehörst, keine Helden hervorbringen wird!

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Wir sind Helden!

Warum ?

Wir saßen im Auto ohne Kindersitz, ohne Sicherheitsgurt und ohne Airbag!

Unsere Bettchen waren mit Farben voller Blei und Cadmium gestrichen !

Auch die bunten Holzbauklötze, die wir uns begeistert in den Mund steckten …

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger!

Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes – natürlich ohne Helm!

Der strampelte sich ab und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten !

Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe, Freunde der Eltern oder so.

Auch das Fahrrad (nicht Mountain-Bike!!) war meistens entweder zu groß oder zu klein !

Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen !

Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man das selber flicken konnte !

(Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummilösung …)

Wasser tranken wir aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen!

Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund !

Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten,…), keiner scherte sich um Kalorien – und wir wurden trotzdem nicht dick!

Wir tranken Alkohol und wurden nicht alkoholsüchtig!

Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank !

Wir verließen frühmorgens das Haus und kamen erst wieder heim, wenn die Straßenbeleuchtung bereits eingeschaltet war.

In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren -  und keiner von uns hatte ein Handy dabei !!!

Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen und niemand wurde deswegen verklagt. Niemand hatte Schuld – außer wir selbst.

Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamst du hinterher sogar (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Po!

Wir hatten nicht:

Playstation, Nintendos, X-box, 200 Fernsehsender, Videos, DVDs, Dolby-Surround-Sound, iPods, eigene Fernseher, PCs und Internet, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys …

Wir hatten Freunde !

Wir gingen einfach raus und trafen uns auf der Straße.

Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten.

Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln und gingen einfach hinein.

Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern!

Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr !

Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde !

Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten.

Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar!

Wir spielten Straßenfußball, und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit   Enttäuschungen umzugehen !

Und das ging auch ohne Kinderpsychiater!

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbeurteilung!!

Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit und wenn wir das vergaßen, konnte man in der Schule nichts kaufen !

McDonalds … Burger-King … Döner-Bude Snack-Bar … Imbiss-Stand … Pizza-Ecke…………….

Fehlanzeige !

Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuss!

Schulbusse?? Gab´s nicht!

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.

Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten.

Im Gegenteil:

Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!

Na so was!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

Geboren vor 1980!

Gehörst  D U auch dazu ? Gratuliere ! Wir sind HELDEN !

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Luxus, was ist das für mich?

Was ist Luxus? Sicher sieht die Erklärung dafür in meiner finanziellen Situation  anders aus als mit hohem Einkommen, bei dem man Schwierigkeiten hat, sein Geld auszugeben, oder gar bei zu erwartendem “Millionen”erbe. Zum Glück kann ich durch Kinderbetreuung und Mutters Konto “mein Einkommen” ein wenig aufstocken, sonst würde es gar nicht gehen.

Was verstehe ich in meiner momentanen Situation unter Luxus:

  • Dass ich mir diese 64 m² große 2-Zi-Wohnung als Einzelperson leiste, zumal wir mal 10 Jahre zu viert in 50 m² gewohnt haben; inzwischen ist die Miete mit 510,00 € für mich fast unbezahlbar, aber hier in der Nähe gibt es nichts annähernd preiswerteres
  • dass ich meinen Leon (Twingo) gekauft und behalten habe – er bedeutet Freiheit für mich, notwendig wäre er in Berlin nicht
  • dass ich mir für dieses Auto sogar noch eine Garage im Haus leiste, um nicht ständig putzen, waschen und kratzen zu müssen. (Aber die wird wohl als erste daran glauben müssen)
  • dass ich mir meine Hörgeräte für ca. 5.600 € und meine Zahnbehandlung für eine noch größere Summe leisten konnte – beides zusammen würde einen guten kleinen Neuwagen abgeben, aber nein, Clara steckt sich das Geld in die Ohren oder “schluckt” es runter.
    Blöd daran ist nur, dass auch der größte Luxus die richten Ohren und Zähne nicht ersetzen können.

Sicher könnte ich noch mehr aufzählen. – Aber jetzt gibt es für mich auch Dinge, die ich mir trotz vielem Geld nicht leisten würde (sage ich jetzt aus meinem momentanen Verständnis heraus)

  • Uhren à la Rolex – die zeigen auch nur die Zeit an
  • Nobelkarossen – das heißt nicht, dass ich nicht gern ein leiseres, komfortableres und schnelleres Auto hätte als jetzt, aber das muss im Preisrahmen bleiben
  • Nobelkoffer gleich welcher Marke – ein Koffer muss für mich nicht 400,00 € und mehr kosten
  • Haus mit Grundstück – oder? Eine schicke Eigentumswohnung würde mir reichen
  • Designerbekleidung ausgefallener Art
  • Notizbücher der Nobelklasse, denn werden darin die aufgeschriebenen Gedanken besser? Mir reichen solche!
  • Handtaschen der göttlichen Art – die Arbeit, immer alle Sachen von der einen in die andere zu räumen, bliebe mir ja dennoch

Ich sehe schon, ich bin viel zu pragmatisch, um Luxus überhaupt genießen zu können.

Was ich mir bei sehr, sehr viel Geld tatsächlich leisten würde:

Eine Weltreise in angenehmer Gesellschaft. Diese/r Gesellschafter/in überwindet alle von mir nicht zu nehmenden Hürden oder räumt sie zur Seite

Habt ihr auch irgendwelche Luxusgedanken?

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Sparprogramm der Regierung

Und so sehen die beiden Hauptverantwortlichen, quasi die Verkünder der Diät-gleichen Sparmaßnahmen aus:

Frau Merkel, die gewollte, und nicht gekonnte Mutter der Nation, grinst uns alle verschämt-dümmlich an und denkt, dass wir es schon “fressen” werden, die Diät, die sie uns zubereitet hat, mit ihrem Guido,

der uns dummdreist und frech die Zunge rausstreckt. Er hat ja keine finanziellen Probleme – reich geboren – reich geblieben – was scheren ihn da die anderen!

Und der Finanzminister: Ein Pirat, auf einem Auge (das für die sozial Schwachen) blind, die Ohren sicherheitshalber etwas verknotet.

Das ist sie, zumindest ein Teil, unserer heutigen Regierung. Aber, wenn ihr mich fragt: Mit der letzten waren so viele nicht einverstanden, deswegen haben sie die jetzige gewählt. Mit der sind se nun auch wieder nicht einverstanden. Ich schwöre euch, mit der nächsten werden sie es auch nicht sein.

Sparmaßnahmen sind sicher nicht populär, aber sie müssten wenigstens gerecht aufgeteilt werden!

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Hilfe, mein Balkon muss zum Frisör!

Alle Jahre hatte ich alle Balkonkästen mit allen möglichen Pflanzen bestückt, musste dafür vorher fast alle Talerchen aus meinem Portemonnaie ausgeben, um dann  alle Nase lang welke Blütenblätter zu zupfen, alle Wassertanks  aufzufüllen und alle Augen voll Freude über die Blütenpracht gleiten zu lassen.

Hartz IV-Empfänger müssen sparen, zumindest reden sie immer davon. Also habe ich mir gesagt: Blumen gibt es dieses Jahr nur in den kleinen Pflanzschalen – in den großen, langen Kästen gibt es Rasen – nicht unbedingt englischen, sondern mehr so wie Wiese.

Gesagt, getan – in dem großen Eckladen gab es das:

Auf meinem Balkon gibt es zwar nur für einen Kasten in der Hälfte der Zeit Schatten – aber was für den Schatten gut ist, gedeiht auch in der Sonne, dachte ich mir.

Und recht hatte ich: Nach reichlicher Aussaat, guter Bewässerung und geduldiger Warterei sahen die Sonnenkästen recht gleichmäßig bewachsen aus, wohingegen der Schattenkasten aussah wie eine Landkarte – die schwarze Erde war das Wasser und das grüne Gras war das Land. – Jetzt wissen alle (Erdkundelehrer) Bescheid, wie traurig dieser Kasten aussah.

Das ist einer der sonnigeren Kästen, deswegen relativ gleichmäßig bewachsen. Aber seht ihr nun, dass er zum Frisör muss, alles wächst einfach so, wie es will, mal höher und mal niedriger. Also muss die Schere ran! – Die einzige Lücke habe ich mit einer Kugel bedeckt, um so ganz nebenbei auf dem Balkon immer meine Zukunft vorhersagen zu können – also, meine Zukunft ist lila.

Sicherheitshalber habe ich gleich noch ein paar weitere Kugeln deponiert – die Zukunftsvorhersage aus der einen kann mir ja vielleicht mal nicht gefallen.

Na, hier kann ich mir so viel Zukunft aussuchen, wie ich will, je nachdem, welche mir besser passt.
Vielleicht mache ich das ja mal für Geld, den Leuten ihre gewünschte Zukunft voraussagen – wenn ich dann in Rente bin, Millionen hinzuverdienen kann und langsam aus dem Silver-Blogger-Alter ins Gold-Blogger-Alter übergehe. Da habe ich dann die nötige Erfahrung!

Und nach dem “Frisör” sah der Balkon dann so aus:

Jetzt habe ich erst mal in die Lücken Blumen nachgesät – mal sehen, was am Ende rauskommt.

Ja, vielleicht machen sich einige Bio-Leute in Bloggershausen Gedanken, was ich denn so mit dem abgeschnittenen Gras machen möge?!?!?!?!?

Dafür halte ich mir extra ein Pferd auf dem Balkon und das wird immer gut gefüttert!

Aber wenn frau mal mit aufmerksamen Augen – die nicht durchs Regenwetter verwässert werden – durch die Gegend geht, sieht sie, dass manche Balkons viel dringender zum Frisör müssten – nur dort wäre Abschneiden schon wieder schade!

Beim ersten ganz besonders:..

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Zukunft etwas nass, neblig und clärig

Keine von diesen allseits bekannten

  • Wahrsagerinnen
  • Glaskugelbetrachterinnen
  • Pendel-in-Schwung-Setzerinnen
  • Handleserinnen
  • Quacksalberinnen
  • Kartenlegerinnen
  • Kaffeesatzleserinnen

und wie sie alle heißen mögen, diese

Zukunft-vorhersagenden-Zünfte,

würde wohl jemals mit diesen geschäftsschädigenden Attributen “nass” und “neblig” für ihre “Kunst” werben – die Kundinnen kämen nicht, wendeten sich entsetzt um  oder gingen zur Nachbar-Quacksalberin.

Nur Clara, die blogbekannte Alchimistin, ist anders. Ihr schwarzer Humor ist schon fast sprichwörtlich, die Wahrheit springt ihr förmlich aus dem Gesicht und sie kann es sich leisten – ihre Kundinnen kommen wieder.

Ihr einziges Wahrheitsfindungsinstrument ist die Kugel.

Im ursprünglichen Zustand kann man diese Kugeln hier sehen:

Hilfe, mein Balkon muss zum Frisör

In diesen Zauberkugeln kann sie u.a. sehen, dass vielleicht schon eine von euch, die jetzt die Kugeln kommentierend betrachtet, in Bälde eine Clara-Geschichte bekommt, mit der sie hoffentlich zufrieden ist.

Wenn es momentan vielleicht auch warm und trocken sein mag, so heißt es eben doch:

Die Zukunft ist nass und nebelig!

Sehen Sie doch selbst, meine Damen und Herren!

Sieht sie nicht dennoch wunderschön aus – unser aller verfeuchtete und vernebelte Zukunft?

Auf einem kleineren Zukunftsplaneten sind die Farben leuchtender – durch die Feuchtigkeit!

Und das ist Claras Zukunft – die gibt sie  nicht ab!

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Es ist nicht schwer

jung auszusehen, es dauert nur täglich etwas länger.

Wenn ich so überlege, was im Laufe der Jahre so alles zu der täglichen morgendlichen to-do-Liste hinzugekommen ist, finde ich es erschreckend.

  • dem Kreislauf gut zureden, damit er weiß, es wird jetzt vertikal
  • Augen unter Wasser setzen – damit meine ich nicht Waschen, sondern “künstliche Tränen” in die Augen tropfen, damit die Liddeckel nicht knarren wie ungeölte Scharniere
  • Brille putzen, da diese Kunststoffgläser den Dreck anziehen wie gelbe Blusen die Sommerfliegen
  • Zähne und besonders sorgfältig die Implantate putzen
  • die richtige Feuchtigkeitscreme verwenden, die entweder Olivenöl, Hyaluronsäure, Gingko oder Ameisenblut von jungfräulichen Ameisen oder nichts davon enthält – denn der Zahn der Zeit nagt so oder so, und wenn Frau ihn nagen lässt, schont sie wenigstens ihren Geldbeutel
  • und so weiter und so fort, ich will nicht noch mehr Interna ausplaudern.
In größeren Abständen wollen

die Haare gefärbt, die Augenbrauen gezupft, die Haut verschönt, die Nägel gepflegt, der Körper bewegt, die Haare geschnitten, die verspannten Muskeln massiert, die Seele gestreichelt und die überflüssigen Pfunde abtrainiert werden nach dem Motto:

Alt werden will jeder, alt aussehen will keine(r).
Als üble Prognose könnte am Horizont auftauchen:

Die (künstlichen) Gelenke müssen gefettet werden, der Herzschrittmacher muss eingestellt,die Thrombose mit Spritzen verjagt,  der Diabetes muss mit Injektionen im Zaum gehalten, der Blutdruck durch die Einnahme bunter Smarties gesenkt, der Rollstuhl repariert, die Augen müssen durch künstliche Linsen durchsichtiger gemacht, die Schlabberfalten müssen hinter den Ohren festgenagelt werden und jeden Morgen darf gesungen werden:

“Wir sind die junge Garde …”

Kann mir mal bitte jemand sagen, wo ich für das alles die Zeit und vielleicht auch das Geld hernehmen soll?
Da muss ich ja glattweg in Rente gehen – aber Rentner haben ja noch weniger Zeit!- Also lasse ich mich durch jede Falte ehren und verzichte auf mindestens die Hälfte aller dieser schrecklichen Sachen!

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Noch kein Ostergeschenk?

Dann schenken Sie doch ein Schlagloch!

Keine Angst, Anna-Lena , ich mache dir jetzt nicht ernsthaft Konkurrenz – obwohl, wer weiß, vielleicht entscheidet sich doch die eine oder andere für meine Vorschläge. Wer hat schon so ein kleines, süßes Osterloch?

Zu Ostern, dem heiligen Feste, wird man es beim Eiersuchen aus vielen Gärten hören, das “Schatz, du bist mein allerliebstes Schlagloch!” oder auch “Danke für dieses entzückende Schlagloch!” – wenn sich denn unser Oberbürgermeister entschließen kann, es ganz schnell der thüringischen Gemeinde Niederzimmern gleichzutun.

Die Berliner Zeitung (welche denn sonst, eine andere kann ich vom Format her gar nicht bewältigen) meldete, dass o. g. Gemeinde ihre Schlaglöcher im Internet mit Erfolg verkauft.  Obwohl sich im Normalfall Schlaglöcher ob ihrer destruktiven Eigenschaften keiner großen Beliebtheit erfreuen – scheint das mit einem virtuellen Loch anders zu sein. – Wer schon alles hat, den kann man nur noch mit einem Schlagloch glücklich machen – Steigerung Wirbelsturm oder Stern ist lediglich noch machbar. Doch letzteres ist nicht mal gerade für 50,00 € zu haben.Es soll wohl Schlaglochanfragen aus Moskau, Griechenland und China gegeben haben. Jedes Loch kann der Besitzer mit einem individuellen Spruch versehen.

Ist doch toll: Hollywood hat Sterne, Berlin hat Löcher – dann allerdings zugestopfte, wenn alle Berliner ihr eigenes Loch kauften!

Also lasst euch animieren:

Hier das völlig urbelassene Schlagloch!

Urbelassen, Typ 2

Die Geschenkvariante erfordert einen etwas tieferen Griff ins Portemonnee.

Bitte, bitte bestell mich!

Und jetzt kommen die Einschränkungen, weil unser lieber Wowi leider nicht alles zulässt:

Dabei ist die Seerosenvariante so romantisch!

Diese Variante können sie nur wählen, wenn Sie das Schlagloch auf eigenem Gebiet haben

Greifen Sie zu, bei mir sind noch ein paar herrliche Schlaglöcher im Angebot.Richtig preiswert!

Warum habe ich dieses Potential nur nicht erkannt,  als ich  folgenden Artikel veröffentlicht habe? Dumm sind Berliner Omas eigentlich nicht, aber eben doch nicht geschäftstüchtig genug.

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Die Kunst verändert die ”Platte”

Als ich heute nachmittag in (geheimer) Briefkasten-Mission unterwegs war, die im weitesten Sinne noch immer mit der Wichtelei zu tun hatte, dachte ich so an das Hochhaushexchen und wie es in seinem Blog der Platte ein Loblied singt.
Dabei habe ich mich an ein paar Fotos erinnert, die ich voriges Jahr von einem sogenannten WBS-Bau gemacht habe. WBS 70 war einer der bekanntesten DDR-Wohnungsbauten und durfte mit Sondergenehmigung auch 6geschossig ohne Fahrstuhl gebaut werden. Tja, die Mütter mit Einkaufstaschen und Kind auf dem Arm mussten kein teures Geld für Fitnessstudios ausgeben, wenn sie in den obersten Etagen wohnten.

Das Haus hat vollkommen glatte Außenfassaden, lasst euch durch nichts täuschen – es ist alles aufgemalt – bis hin zu den Schatten der Vögel -  mit anderen Worten, es ist alles nur “gefälscht”. (Beim Vergrößern der Fotos sieht man die Details viel besser). Es gibt kein Dach, es gibt keine Dachauafbauten, keine Menschen, die aus den Fenstern gucken – es gibt lediglich Balkons, die aus der geraden Front hervortreten.
Auch sonst sind viele Plattenbauten ästhetisch schön gestaltet worden. Ich hätte früher auch lieber am Stadtrand in einer solchen Plattenbauwohnung gelebt als 10 Jahre zu Viert in einer 49 m²-Wohnung.

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Was Leute so alles verlieren

  • Jeder verliert mal seine(n)  Schlüssel / Handy / Regenschirm / Uhr / Liebsten
  • Viele verlieren bei Gammelfleischskandalen den Appetit
  • Manche verlieren ihr Gesicht – und finden es manchmal wieder, wenn sie Glück haben
  • Einige verlieren ihr Gedächtnis, aber das bleibt dann meist verloren
  • Alle verlieren am Ende ihr Leben
  • Ich habe heute beim Zahnarzt die Contenance verloren, als mir der Herr Doktor nach 20 Jahren Treue, die ich ihm quer durch Berlin gehalten habe, erklärt, dass er wohl doch nicht der richtige Zahnarzt für mich sei, nur weil er an der 4.200,00 €-teuren Zahnprothetik jetzt auf eigene Kosten vieles / alles nachbessern muss. 6 Wochen war alles okay: dann wackelt alles, kein vernünftiges, geräuschloses Abbeißen mehr. Seine Worte: „Sie wollten doch, dass die Zähne vorgerückt werden, da müssen Sie sich jetzt nicht wundern, wenn die Hebelwirkung zu groß ist.“- Ich schwöre, hätte ich zubeißen können, ich hätte es getan. – Das Geld hat er in der Tasche. Am Ende war er dann doch zur Kooperation bereit. Hat mich ganz schön viel „Kinderstube“ gekostet. -

    aber nur

  • Ein ICE  verliert in voller Fahrt eine Tür.

Das Leben wird wirklich immer lebensgefährlicher. Früher bekam man mal ne Backpfeife um die Ohren, heute eine ICE-Tür! Mann oh Mann.

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Clara Himmelhoch, schreiben Sie einen Abituraufsatz mit folgendem Thema „siehe oben“. – Und Clara schreibt, nicht ganz so lang und ausführlich, wie ein Aufsatz ausgefallen wäre, sondern in An-Punkten zusammengefasst. Kannst du gucken:

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Blut in allen Schattierungen

Blut ist ja nicht nur einfach rot, es kann blau, sauerstoffreich oder -arm, zyklisch, trunken oder sonst noch so alles  sein, worüber ich mir mal so meine Gedanken gemacht habe.

  • Hat frau blaues Blut, ist entweder Sauerstoffmangel angesagt oder ihre Herkunft ist vornehmerer Art – in erstem Fall 112!
  • Hat frau fleckiges Blut auf einem Bettlaken hinterlassen und muss dieses deutlich herumzeigen, muss sie alle glauben machen, sie sei als Jungfrau in die Ehe gegangen. Gut, wenn der zweite im Bett um die Wahrheit weiß.
  • Hat frau frühpubertäres Blut im Slip, denken altjüngferliche Lehrerinnen, es sei eine Blinddarmreizung, dabei ist es die erste Menstruation.
    (Bei mir war es leider umgekehrt, die Lehrerin dachte an die erste Mens und geschwollen ist immer mehr der Appendix. Der fast geplatzte Wurmfortsatz machte einen (erfolgreichen)  Extraschutzengeleinsatz notwendig)
  • Bleibt das zyklische Blut jeden Monat aus, haben das Transpirieren und der Farbwechsel vielleicht noch kein Ende, aber die Angst vor ungewollter Gravidität sollte allmählich abebben.
  • Hat frau trunkenen Alkohol im Blut (oder war das  umgekehrt?), sollte sie Autos und rote Ampeln meiden wie der Leibhaftige das Weihwasser.
  • Hat frau überschnelles Blut in den Adern, dann war der Drogencocktail evtl. zu stark und zu auffällig.
    Heißt Frau dann auch noch Pechstein – wo nomen ja gleich omen sein könnte – verschafft sie monatelang unseren „total verarmten“ Herren Juristen Lohn und Brot.
  • Hat frau pumpendes Blut im Kreislauf, sollten Butter, Nikotin und Coffein  gedrosselt und all der gesunde Kram wie Sport, Obst, Gemüse und weiteres gesteigert werden, um aus einer Hypertonie vielleicht eine Hypotonie zu zaubern.
  • Hat frau fehlende Blutkonserven bei einer OP, kann sie schlimmstenfalls nahtlos vom Anästhesieschlaf in den Dauertiefschlaf übergehen. Also vorsorgen, besonders bei ausgefallenen Blutgruppen, notfalls mit Eigenblutspende.
  • Hat frau eine ausgefallenere Blutgruppe wie da Null und dann auch noch den nichtpositiven Rhesusfaktor auf ihrem Notfallpass stehen, erfreut sie sich bei den Blutspendeinstituten größter Beliebtheit.
  • Hat ein Baby nach der Geburt rhesusfaktorverseuchtes Blut in seinem Körper, weil es von der entsprechenden Mutter (siehe einen Punkt darüber) abstammt, kann „Christopher 123″ vom ADAC zum Einsatz kommen, um dieses Baby in ein Neugeborenenzentrum zur Austauschtransfusion zu fliegen. Dort wechselt es von gelb auf rosé so schnell, dass frau erfreut zuschauen kann.
  • Sollten weder Papa noch Mama die gleiche Blutgruppe haben und der genetische Fingerabdruck auch nur mit dem der Mutter übereinstimmen, dann kann sich das Kind (evtl. )  vielleicht später mal nach seinem biologischen Vater auf die Suche machen.
  • Sollte sich pfützenhaftes Blut neben einem Unfallopfer ausbreiten, helfen nur die 112,  das Institut für Blutspendewesen  und die Gewissheit, dass das jetzt nicht das Ende gewesen ist.
  • Hat ein Kind ein blutendes Knie (beliebig gegen alle Körperteile auswechselbar), hilft zu 80 % ein Pflaster mit Comicfigur o.ä., zu 10% Ablenkung und zu 10 % Trost.
  • Gefriert einem mal das verschreckte Blut in den Adern, dann schnell den Fernsehkanal von Krimi auf Musikantenstadl schalten, damit es sich dann dort vor Ärger überhitzen kann.
  • Verkrustetes Blut in beiden Mundwinkeln kann nur heißen: Fest auf den Tampon beißen und mindestens 2 Stunden Nikotin und Coffein meiden
  • Blutverschmierte Lippen können bedeuten, dass sich Dracula gerade diese leckt  und sagt: „Jungmädchenblut löscht doch immer am besten den Durst“ (Anna-Lena)

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Letzte Worte

können ja ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wer sie sagt:

… des Tankwarts: Hat mal jemand Feuer?

... des Chemikers: Und jetzt vermischen wir diese beiden Flüssigkeiten!

… des Bergsteigers: war gar nicht teuer, dieses Seil!

… des Beifahrers: Rechts ist frei!

… des Fahrlehrers: Und nun parken sie dort vorn an der Kaimauer ein!

… des Metzgermeisters: Wirf mir mal das große Messer zu!

… des Briefträgers: Braver Hund!

… des Fluggastes: Guck mal, wenn ich auf meinem Handy die 3 drücke, geht das Fahrwerk raus!

… des U-Boot-Matrosen: Ich kann nun mal bloß bei offenem Fenster
schlafen!

… des Maurers: Mir fällt da gerade was ein!

… des Türstehers: Hier kommen Sie nur über meine Leiche hinein!

… des Radfahrers: Ich hatte aber Vorfahrt!

… von Tarzan: Wer hat die Liane geölt?

… der Putzfrau: Und nun noch das Balkongitter!

… des Elektrikers: Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert!

… des Bergwanderers: Das ist der Weg nur für Geübte!

… des Marathonläufers: Neue Bestzeit!

… des Topterroristen: Bombenstimmung hier! (Freidenkerin)

… des Alkoholikers: Einer geht noch, einer geht noch rein … (s.o.)

… des (herzkranken) Liebhabers: Ich komme! (s.o.)

… des Fallschirmspringers: Diese Wolke nehm’ ich noch! (skryptoria)

… des Bischofs Mixa: Oh Herr, sollte ich je einmal im Leben geprügelt  oder gelogen haben,

Und Claras erste Worte nach dem Übertritt könnten sein:

Bloggerhimmel? So unbunt, so langweilig? Gefällt mir nicht. Ich möchte  in die Bloggerhölle, die stelle ich mir  viel spannender und virtueller vor!

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Männer!?! Lohnt sich da Streit?

So fing unser Streit an…

Meine Frau gab mir einen Hinweis zu ihrem Geburtstagsgeschenk. Sie  sagte: „Es muss rot sein und muss innerhalb von 10 Sekunden von 0 auf 100 gehen“. Daraufhin kaufte ich ihr eine rote Waage.
So fing unser Streit an…

So fing unser Streit an…

Meine Frau schaute sich im Spiegel an und war überhaupt nicht zufrieden mit dem, was sie da sah: „Ich fühle mich schrecklich, ich finde mich alt,  dick und hässlich…. ich brauche jetzt wirklich mal ein Kompliment von dir“.
Ich antwortete: „Dein Sehvermögen ist ausgezeichnet“.

So fing unser Streit an…

So fing unser Streit an…

Meine Frau und ich waren eingeladen zu einem Klassentreffen. Einer der Männer war komplett betrunken und trank ein Bier nach dem anderen.  Ich fragte meine Frau, ob sie ihn kannte. „Ja klar“, sagte sie seufzend: „Wir waren lange zusammen und als wir uns getrennt haben,    hat er angefangen zu trinken und hat nicht mehr damit aufgehört“.
Ich sagte: „Wer hätte gedacht, dass er immer noch am Feiern ist“.
So fing unser Streit an

So fing unser Streit an…

Im Supermarkt fragte ich meine Frau, ob wir eine Kiste Bier für  € 25 nehmen können. Sie sagte nein und ohne mich zu fragen, kaufte sie eine revitalisierende Gesichtscreme für € 15. Ich sagte ihr, dass die Kiste Bier mir viel mehr als die Creme helfen würde, sie hübsch zu finden.
So fing unser Streit an…

So fing unser Streit an

Vor einigen Tagen fragte ich meine Frau, wo wir unseren Hochzeitstag  feiern sollen. „An einem Ort, wo ich schon lange nicht mehr war“,  antwortete  sie.  Ich habe dann vorgeschlagen, in der Küche zu feiern.

Na, und den Rest kennt ihr ja – sollte man solche Männer in den orangefarbenen Behälter mit der Aufschrift „Für alle corpus delicti“ entsorgen oder haben sie mit ihrem Realismus recht?

und mit ihm: Ab in die Tonne!

(Nur die Öffnung etwas erweitern oder als „Sperrmüll“ daneben  stellen)

Ich habe bei meinen Videos eines über Männer gefunden, was gut hier dazu passt.

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Regenbogenfamilien

was für ein schönes Wort! Ist es aber auch ein schöner Zustand? Für die Eltern sicher, denn sie haben es sich ja so gewünscht. Für die Kinder auch?

Für zwei Mamas oder zwei Papas

Angeregt wurde ich zu diesen Überlegungen durch einen Artikel von Silke Janovsky, der am 17. April in der Berliner Zeitung erschienen ist.

Ich stelle mir Clara als Kind vor, aber bitte in der heutigen Zeit – denn in der damaligen wären solche Familienzusammenstellungen kaum denkbar gewesen.

Hätte ich lieber zwei Väter gehabt, zwei Mütter, das klassische Vater-Mutter-Modell oder nur eines davon, also nur einen Vater oder nur eine Mutter? Die allerletzte Variante davon hatte ich ja. – Da ich nie einen Vater kannte, würde ich jetzt spontan für zwei davon plädieren, um alle meine Entzugserscheinungen auf einmal zu kurieren und therapieren!

Oder einfach nur deswegen, weil ich diesen tollen Artikel gelesen habe? Zwei Männer, beide Mitte 40, einer Professor, einer Architekt, leben seit Jahren mit vier Pflegekindern (3 Jungen von 18, 17 und 14 Jahren) und einem Mädchen von 15 Jahren als toll und komplikationslos funktionierende Familie in einem Riesenhaus mit Garten zusammen. Der Benjamin (6 Jahre) ist das leibliche Kind des einen Vaters, der in einem Haushalt von 2 Müttern zur Welt gekommen ist, dort auch die Woche über lebt, aber sehr oft seine “Väter” und seine “Geschwister” besuchen kommt.

Wie würde Clara in der heutigen Zeit entscheiden, wäre sie Mitte 20? Bliebe es bei dem typischen “Vater-Mutter-Kind(er)”-Modell? Gäbe es Alternativen? Mit oder ohne Kinder? Alleinerziehend? – Alles müßig, ich bin wenige Jahr(zehnt)e älter.

Vielleicht ist das Leben gar nicht so kompliziert, vielleicht machen es nur die Menschen dazu!

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st-West-Erfahrung

Zu dem Artikel von tonari und dem Kommentar von chinomso habe ich eine Ergänzung zu machen.

Es ist Mitte der 90er Jahre. Gleich nach der Vereinigung fing ich in einer westdeutschen Unternehmensgruppe an zu arbeiten. Alle meine bisher er-lernten oder er-studierten Berufe konnte ich dort für meine Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Unsere Gruppe war im Haus und in allen Niederlassungen bekannt wie ein bunter Hund.

Irgendwann ergab sich an der Rezeption ein Gespräch über Ost und West. Ich: “Hier in dieser Firma habe ich ja  den Reigen der Arbeitskräfte aus dem Osten  angeführt, ich war die erste nach dem Mauerfall!” Daraufhin erst einmal ein kurzer Moment betretenes Schweigen. Dann fängt die Rezeptionsdame an, schallend zu lachen: “Sie, Frau Himmelhoch! Das ist der beste Witz, den ich je gehört habe. Sie doch nicht, jede andere, aber doch nicht Sie. Dazu sind Sie viel zu pfiffig!” (oder ähnlich)

Meine Halsschlagader schwoll auf das Doppelte – mindestens. Ich wusste, dass der Personalchef mich im Jan. 1991 mit geschmatzten Händen eingestellt hat, weil er so viel Gehalt sparen konnte im Vergleich zu den anderen Damen auf ähnlichen “Plätzen”, aber  mit schlechterer Ausbildung. Und jetzt bekam ich hier indirekt bestätigt, dass man mir meinen “Ost-Stempel” noch nicht einmal glaubte.

Ich überlegte lange nach einer passenden Antwort. Ob passend oder nicht, jedenfalls “würgte” ich dann hervor: “Wie, die aus dem Osten schielen alle und haben einen Buckel, damit man sie auch gleich erkennt? Und blöd sind sie auch! Oder wie meinten Sie soeben Ihre Bemerkung?” – Es war ihr sehr peinlich, der Rezeptionsdame.

Gleich nach meiner Einstellung – ich muss sagen, ich hatte einen phantastischen Chef – habe ich diesem jungen, promovierten Philosophen seinen “Ostzahn” gründlich und ohne Betäubung gezogen.

Er zu mir: “Frau Himmelhoch, wenn alle so wären wie Sie, könnte ich mich mit den Leuten aus dem Osten anfreunden!”

Meine Gegenfrage: “Wie viele kennen Sie denn wirklich aus dem Osten, dass Sie meinen, sich eine solche repräsentative Aussage erlauben zu dürfen?”

Er nahm nicht übel, ich nahm nicht übel – und wir arbeiteten  wunderbar zusammen. Ich habe bei ihm bestimmt viel Ost-Sympathie wachsen lassen. Leute aus dem Osten mussten immer improvisieren, da sie nicht auf das vielfältige Angebot in den Geschäften zurückgreifen konnten. Das übt und macht erfinderisch.

Nach 6 Jahren verließ er leider die Firma und ich bekam einen Gruppenleiter, der war dümmer als die Polizei erlaubt. Wer mich kennt, weiß durch diese Aussage, welche Konflikte damit an meinem Arbeitshimmel aufzogen.

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