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WordPress-Marathon (3) – Thema Kunst
16.00 Uhr: Kugel-Kandelaber-Kunst
Zu laufen, ohne eine Pause machen zu dürfen, ist ja schon Kunst – und beim Schreiben ist das jetzt hier so ähnlich, denn bis zum 12. Beitrag muss durchgehalten werden.
Kunst, die ersten Schritte auf schwierigem Terrain richtig zu setzen …
Aber auch die Kunst der Schmiede, Designer, Formgestalter, Handwerker und Könner, wie sie uns immer wieder im Alltag begegnet.
Clara und ihr Fahrrad auf dem Marktplatz in Waren (Müritz). Mit dem Künstler Franz Ulrich Poppe, der diesen Kugelbrunnen gemeinsam mit Werner Zimmermann und anderen geschaffen hat, durfte ich vor langer Zeit auf meiner Radtour ein sehr konstruktives und informatives Gespräch führen. – In der verlinkten Website, die sehr zu empfehlen ist, wird u.a. auch ein Minivideo gezeigt, wie der Brunnen aufgestellt wird. – Ich habe ihn noch in “Rohfassung” bei ihm stehen sehen. – Das Video zum Rakubrand finde ich sehr interessant.
Berliner Konzerthaus mit einem Kandelaber davor. -
Im Südgelände an der S-Bahn-Station Priesterweg ist ein Park, in dem viele skurrile und weniger skurrile Kunst ausgestellt wird. – Ich nenne dieses Foto die “Kunst der Buchstaben“
Das Hintergrundbild ist die A-Tür an der Stadtbiliothek in Berlin-Mitte. Gestaltet wurde sie von Fritz Kühn –
Dieser Marathon wurde von Dreams of Shadow initiiert
Im Dreisprung von Nord nach Süd (21/28) Priesterweg
Priesterweg
Der S-Bahnhof Priesterweg wurde Ende der zwanziger Jahre als einziger Teil der Bebauungspläne für das Schöneberger Südgelände im Rahmen des Chapman-Projektes realisiert. … … 1928 durch den Reichsbahnrat Günter Lüttich in der sachlichen Formensprache der Moderne errichtet, gehört die Anlage zu den ersten und auch stilbildenden Beispielen eines neuen Typus des Vorortbahnhofes. Die streng voneinander geschiedenen Funktionsbereiche des Empfangsbereiches artikulieren sich klar in einzelnen Baukörpern. Von grosser ästhetischer Qualität ist das Zusammenspiel ihrer blau-braun changierenden Klinkerschale mit einer an Bruno Taut erinnernden Farbigkeit insbesondere der Fenster und leicht expressionistischen Anklängen in den Details. Von der zweigeschossigen zentralen Halle des Empfangsgebäudes gelangt man über einen Tunnel zu den beiden Bahnsteigen. Ein gemeinsames flaches Schutzdach zieht sich dort über Treppenschacht und beheizbaren Warteraum. Alle Aufbauten sind in modernem Eisenfachwerk konstruiert und mit graublauen Fliesen verkleidet.
(Quelle: Architektur und Baugeschichte des S-Bahnhofs Priesterweg, Gruhn-Zimmermann, A.;)
Quelle: Blog: Die Kiezreporter
Heute werde ich euch mit viel Text verschonen (der graue Einschub hier oben ist nachträglich hinzu gekommen), denn über das einzig Sehenswerte an dieser Station – das Schöneberger Südgelände – mit seiner Metallkunst habe ich hier und hier schon mal berichtet. – Vielleicht ist ja der Bahnhof doch sehenswerter als ich dachte.
Auch die Lokomotive aus dem Fotoblog steht dort.
Auf dem Fotoblog gibt es was für Geburtstagskinder
Im Dreisprung von Nord nach Süd (1/28) Hennigsdorf
Hennigsdorf (Ehemals DDR)
ist eine kleine Stadt (25 Td. EW) im Nordwesten von Berlin, die schon zu Brandenburg gehört. Zu DDR-Zeiten war das Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf der größte Arbeitgeber in der Region, aber wegen der gebauten Lokomotiven war der Ort auch bekannt.
Nach 37-jähriger Unterbrechung wurde am 15. Dezember 1998 der erste S-Bahnzug auch wieder am Bahnhof Hennigsdorf begrüßt.
1993 wurde eine Denkmalsanlage zu Ehren der 5000 Arbeiter, die am 17. Juni 1953 demonstrierend über Berlin-Spandau nach Ost-Berlin zogen, auf dem ehemaligen Dorfanger eingeweiht.
In den letzten Jahren war Hennigsdorf Drehort für Videos von Rosenstolz („Sternraketen“), Fettes Brot („An Tagen wie diesen“) und den Ärzten („Junge“). Zudem wurden in Hennigsdorf Aufnahmen zu einer Tatort-Folge und im alten Stahlwerkklubhaus Folgen der Fernsehserie Praxis Bülowbogen gedreht.
(Diese vorangesetzten Texte in grau sind einfach von Wiki abgekupfert und enthalten allgemeingültige Informationen)
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Kurz hinter der Stadtgrenze und damit kurz hinter der ehemaligen Staatsgrenze ist Hennigsdorf . Ortsteile davon waren zu Mauerzeiten nur mit Passierschein zu betreten. Schon von der S-Bahn aus erkennt das geübte Ost-Auge, dass es hier auf bekanntem Terrain ist – doch das wirkt nicht unsympathisch. Die bundesweit typischen Neubauten und Ladenketten, die nach 1990 kamen, können über diesen Eindruck schlecht hinwegtäuschen.
Am Bahnhofsvorplatz und in der Stadt mehrere Mahnmale – für die Opfer des Faschismus, für die des 17. Juni, für Kommunisten, für Kapp-Putsch-Teilnehmer – keines davon beschmiert oder zerstört.
Ein historischer Stadtkern mit einer wirklich schönen Fußgängerzone und ein Stadthafen, den die Havel bildet, lassen richtig beschauliche Momente aufkommen. Ein bezahlter Sprayer gibt in der Fußgängerzone einem hässlichen Trafohäuschen ein neues Kunst-Gesicht, und das ist vielfältig, gelungen und farbig. (Die Slideshow kann man anhalten, vorwärts und rückwärts laufen lassen, wenn man in den unteren Bildrand mit der Maus hineingeht.)
Die typischen WBS-7o-Wohnblöcke (5 Etagen ohne Fahrstuhl) wurden alle durch einen angebauten Fahrstuhlschacht qualitativ aufgebessert. Schöne Spielplätze davor machen Lust auf Wohnen.
Das neue Rathaus krankt ein wenig an Bedeutungslosigkeit, aber das alte im neogotischen Stil ist dafür um so schöner. Ein kleines Museum darin und lauschige Fenster ließen den Fotoapparat vor Begeisterung schnurren .
Mir fällt angenehm auf, die Stadt ist “schrillionenmal” sauberer als Berlin, die Kippen liegen wirklich im und nicht vor dem Mülleimer, Kehrmaschinen machen noch das, wozu sie gebaut wurden.
Ist Hennigsdorf die Stadt der Alten? Weil beschaulich und langsam? Selten so viele Rollatoren mit dahinter schiebenden Frauen gesehen.
Link zum Foto – das ist ein Fensterflügel der Eingangstür zum Projekthaus “Spinnennetz” – dort kümmern sich engagierte Leute um verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche.
An dem erhaltenen Grenzturm mit inliegender Ausstellung erschreckte mich der Grenzer besonders, als ich die steilen Stufen nach oben geklettert war. Bequem hatten es die Jungens während ihres Dienstes nicht, wenn ich mir die originale spartanische Ausstattung so anschaue!
Dieser Ausflug mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket ins Brandenburgische hat mir gefallen.
Kommt ihr mit nach Jüterbog? (4/5)
Da alles abgearbeitet, bleiben nur noch die Zunftzeichen (Fotoblog)
Irgendwie haben mich diese hübsch gestalteten Werbebotschaften des Handwerks oder anderer Dienstleistungserbringer schon immer zum Fotografieren gereizt.
Ich zeige euch nur einen Teil derer, die ich in Jüterbog gefunden habe. Und Jüterbog ist wirklich nur eine kleine Stadt – da könnt ihr euch ja denken, was es in dem Rest der Welt von Deutschland noch so gibt.
Die einen Kanaldeckel, die anderen mit Underfoot schon etwas höher – und Clara als Himmelhoch natürlich das, was man sieht, wenn man in den Himmel guckt: Zunftzeichen.
Und jetzt: Ist das nicht ein Rattenschiss? Nein, das ist ein Schattenriss!
Bis jetzt hat euch ja mein Ausflug nach Jüterbog gefallen, wie ihr geschrieben habt. – Morgen gibt es noch Nachschlag, denn ein bisschen was fehlt noch.
(Ich bin auf die Idee gekommen, weil ich mein Seniorenticket, das in ganz Brandenburg gilt, auch ein wenig nutzen möchte!)
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Und hier könnt ihr sehen, wie ich mich des Themas “Nur ein Blatt” von Frau Kunterbunt von der unernsten Seite aus angenommen habe.
Kommt ihr mit nach Jüterbog? (3/5)
Antikes – Lampen – Lokomotiven - Zunftzeichen
Jüterbog hat wohl eine besondere Beziehung zu den Lokomotiven, denn sonst gäben sie ihr keinen Namen und so ein unverkennbares Gesicht und spendierten ihr auch keinen Brunnen mit einer Lokomotive.
Wer diesen Zusammenhang rausbekommen möchte, kann das gern tun, ich möchte hier einfach nur neckische Fotos zeigen. Die wunderschöne Holzeisenbahn steht gleich auf dem Bahnhofsvorplatz und lädt zum Mitfahren ein. Vielleicht will die DB ihre Gäste nach einer saftigen Verspätung damit wieder etwas aufheitern.
Und wenn ihr euch das Gesicht von “Johanna” mal genau betrachet, dann könnt ihr erkennen, dass ihr Zahnbefund offensichtlich auch nicht der beste zu sein scheint. Deswegen: Spontane Sympathie und nur noch jemanden gesucht, die mich fotografieren konnte/wollte.
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Als mir via Internet-Telegramm-Expressbote zugetragen wurde, dass Frau Margot Freidenkerin heute Geburtstag hat, wurde gleich ein Blumenexpress losgeschickt und ein Witz extra für sie erzählt . Margot, mit nur guten Wünschen fährt dieser “Witzblumenexpress” zu dir.
Als Single auf dem Fahrrad unterwegs
Das Fahrrad sollte uns im Sommer 2004 auf dem teilweise sehr komfortablen Fahrradweg Berlin- Kopenhagen in diese schöne Stadt führen.
Wir, das waren eine Bekannte, mein Prinz Bär und ich. Und weil ich die Mitfahrerin nicht um Veröffentlichungsgenehmigung gefragt habe, setze ich ihr mal gerade einen Bärenkopf auf, passt so schön ins Terzett.
Von der Fahrrad-hinter-Fahrrad gefahrenen Strecke gibt es nicht viel zu berichten, da die gemeinsame Fahrt unmittelbar hinter der Fährüberfahrt Rostock – Gedser beendet war. Die Ansprüche an Quartiere, Gestaltung und sonstiges waren so unterschiedlich, dass es Stress gewesen wäre, gemeinsam weiterzufahren.
Allein war es auch nicht schlecht, die Kontaktaufnahme zu anderen erfolgt viel schneller und so etwas wie “Angst”, egal weswegen, habe ich relativ selten.
Die Quartierkosten in Dänemark ließen mich immer in leicht gestammeltem Englisch versichern, dass ich nicht das Hotel kaufen wolle, sondern tatsächlich nur eine Übernachtung wollte. – Da bei diesem Sauwetter kaum Touristen unterwegs waren, kam man mir tatsächlich des öfteren mit einer 50%igen Preissenkung entgegen – zumindest musste ich keinen Einzelzimmerzuschlag zahlen.
An eine schöne Episode in Dänemark erinnere ich mich. Wir hatten uns ein Privatquartier ausgesucht – mir reichte der Komfort, ich fand die Leute – ein altes Ehepaar - sehr nett, aber meine Mitfahrerin kam aus dem Naserümpfen gar nicht mehr raus, weil u.a. die Dusche für 3 Zimmer gemeinsam und somit auf dem Flur war. Sie flüchtete für 70,00 € ins Hotel. – Auf dem Rückweg – ich hatte wohl keinen trockenen Faden mehr am Leib – wollte ich wieder dort übernachten. Der Mann erkannte mich zuerst gar nicht – aber als er das tat, hing er alle meine Sachen im Heizungskeller auf, warf die Heizung an und die Frau musste alles auftischen, was sie zu essen im Kühlschrank hatte. – Ich war gleich wieder mit dem dänischen Schietwetter ausgesöhnt und blieb zur Belohnung zwei Nächte zahlender Gast!
Der Rückweg auf deutschem Gebiet führte mich durch den wunderschönen Ort Waren an der Müritz. Von der Hinfahrt kannte ich die unverschämt hohen Übernachtungspreise und der Beutel war ziemlich leer. Also wollte ich gegen 17.00 Uhr Waren verlassen, um in einem kleinen Dorf mein Nachtlager aufzuschlagen.
Mein Weg führte mich zum “Blauen Haus” – eine bekannte Keramikwerkstatt. Was ich dort sah, gefiel mir so ausnehmend gut, dass ich mich gar nicht trennen konnte. Ein Mann sprach mich an, den ich für den Gärtner hielt. Er bemerkte mein Interesse und fragte mich etwas aus. Ich zeigte deutlich mein Interesse, mich mit dem Keramiker zu unterhalten. – Noch eine Weile ließ er mich zappeln – dann stellte er sich vor – er war es selbst nach dem Motto:
“Der Gärtner ist immer der Künstler … “
Im Moment fehlte ihm die Zeit für ein ausführliches Gespräch, er vertröstete mich auf 16.00 Uhr. – Waren bot genügend Abwechslung. Auf dem Marktplatz, auf dem sein berühmter Brunnen steht, lud mich auch dieser Stuhl mehr oder weniger zum Sitzen ein.
Und flugs stand ich wieder in diesem keramischen Zauberparadies mit all den Kugeln, Fischen, Gefäßen usw. usf.
Als ich immer häufiger auf die Uhr schaute, weil meine Zeit zur Weiterfahrt drängte, erkundigte er sich nach dem Grund meiner Eile. Offen und ehrlich wie ich so bin, erzählte ich von den überteuerten Übernachtungspreisen und meiner Finanzsituation, denn ich war gerade arbeitslos geworden.
Der Sinn der weiteren “befragenden ” Unterhaltung seinerseits blieb mir ein wenig verschlossen. Ob ich allein unterwegs sei? Ja! Ob ich denn keine Angst hätte? Kaum! Ob ich denn nicht auch Lust hätte, mich noch ausführlicher zu unterhalten? Sicherlich!
Ergebnis: Er bot mir kostenlos sein Gästezimmer an, dass nur von den zu Besuch kommenden Kindern genutzt wird, freute sich bei einem mehr als anregenden Gespräch am Abend über Abwechslung aus der Hauptstadt und bereitete mir am nächsten Morgen ein gutes Frühstück. Ich schlief – nach all den Anstrengungen der langen Radetappe – wie ein Engel und hätten nachts irgendwelche Versuchungen vor der Tür gestanden – ich hätte sie verschlafen.
Am Morgen suchte ich mir einen im Rakubrand entstandenen Fisch aus, der immer noch einer meiner schönsten Reiseerinnerungen ist.
Das ist er:
Und die Keramikwerkstatt ist hier im Netz zu finden und im Fotoblog sieht man einen Löwen auf dem Marktplatz in Waren, der wie dumm einen Brunnen umkreist.
Der, die oder das Schnecken-Post
Zu diesem Artikel wurde ich durch die zahlreichen Schneckenfotos angeregt, die bei Paradalis und Frau Kunterbunt in mehrfacher Ausfertigung als auch bei Gedankenkrümel und Sunny zu bewundern waren. Bei Frau Kunterbunt musste ich grinsen, da der Zweitname meines Enkels der gleiche ist, ohne dass er eine Schnecke, aber auf jeden Fall genau so hübsch wie dieser Herr Schneck ist.
Ihr verzeiht, dass ich – wie schon so oft – die Schneckerei ein wenig anders darstelle.
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Ein Liebesdrama
Die Schnecke, die liebt eine Frau,
das sieht man wirklich ganz genau.
Sie schleimt sich kriechend an den Platz
und gibt der Liebsten einen Schmatz.
Als Frau erkennt, wer um sie wirbt,
wird sie sofort zu Stein und stirbt.
Das macht der Schnecke gar nichts aus,
sie dreht sich weg und geht ins Haus.
Sie lauert auf die nächste Braut,
die um die Ecke kommt, und schaut
aufs neue wieder lüsterlich
wo sie kann schleimen, fürchterlich.
Sie kriecht deshalb von Blog zu Blog
und stürzt dabei nicht ab, frohlock!
Die darstellenden Personen sind da und da zu sehen (bitte in der vorgegebenen Reihenfolge anklicken):
Im Berliner Untergrund (5) Tram
Sollten mir nicht noch weitere spektakuläre Bilder vom Berliner Untergrund vor meine Mini-Cannon kommen, dann ist erst mal Schluss mit dieser Serie.
So unendlich schön sind die Fotos vielleicht nicht, da natürlich auch diese durch das Blitzlicht verspiegelt sind – doch mir kam es nicht auf den künstlerischen, sondern mehr auf den informativen Wert an.
Mit diesen Stromabnehmern fuhren in meiner Studienzeit die Busse in Dresden. Immer wieder mal musste der Fahrer aussteigen und mit einer langen Stange den Abnehmer vom Netz trennen, da sich was verhakt hatte.
Görlitz, die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, verfügte auch über eine Straßenbahn. Eine Fahrt kostete 0,20 M, also 20 Pfennig. Im Grunde genommen sah sie so ähnlich aus, nur der Stromabnehmer war schon dieser zusammenklappbare Bügel, wie er hier später gezeigt wird.
....Und so kennen wir sie doch noch – bevor sie durch die (hochmodernen) Wagen der sogenannten Tatrabahnen ausgetauscht wurden, die sogenannten Niederflurstraßenbahnen, in denen man wie im D-Zug von vorn nach hinten durchgehen kann.
Als wir wieder ans Tageslicht steigen wollten, drückte ich meiner Wunschenkelin den Fotoapparat in die Hand und heraus kam das:
Und zuguterletzt gab es noch auf der Treppe ein Streifen-Bild
Und tschüss! Wer wirklichen Prunk in der U-Bahn erleben will, der muss z.B. nach Moskau fahren. Eine der vornehmen, älteren Stationen sieht so aus:
Im Berliner Untergrund (4) Eisenbahn
Die S-Bahn und die Busse habe ich in den letzten beiden Folgen gezeigt. Ich bleibe auf dem Bahnhof Klosterstraße, der auf der Linie U2 ist und von der man zum Nikolaiviertel und zum Roten Rathaus laufen kann.
Die Atmosphäre auf dem ersten Bild ist doch anheimelnd – irgendwie gemütlicher als unsere heutigen Bahnhöfe.
Ich kenne sie noch aus meiner Kinderzeit, diese Wagen, die an jedem Abteil eine Tür hatten, vor allem aber die, bei denen man im Freien einsteigen musste und auch die Übergänge von Wagen zu Wagen nur sehr spärlich überdacht waren. Und Holzklasse war Ehrensache – dafür war kein einziger Sitz von Sprayern verziert.
Und da ist sie ja wieder – die von so vielen geliebte Dampflokomotive mit ihren typischen Geräuschen. – Und was macht man für ein Geräusch, wenn man einen ICE nachmachen will?
Ich könnte schwören, dass ich in meiner frühesten Kindheit in solchen Zügen noch gefahren bin.
Weiß jeder auf Anhieb, was der Buchstabe D beim D-Zug heißt? Ohne nachzugucken?
Im Berliner Untergrund (3) S-Bahnen
Wenn ich mir die ganzen Fototafeln an den Wänden des U-Bahnhofes Klosterstraße, dicht am Alex, so ansehe, stelle ich fest, dass Busse, S-Bahnen, Straßenbahnen und Eisenbahnen gezeigt werden – doch kein einziger U-Bahn-Wagen.
Was mag das nur zu bedeuten haben, dass die BVG das wichtigste Verkehrsmittel der Berliner ausgelassen hat? – Weil es sich zu wenig verändert hat? Weil es ab und an darin brennt? – Ich weiß es nicht.
Jedenfalls das zweitwichtigste (kommt natürlich drauf an, was man vor der Nase hat und wo man hinwill) ist die S-Bahn.
An den Bildern kann man sehen, dass es Jahre gab, da konnte sie sich nicht entscheiden, ob sie rot sein wollte oder gelb - und das meine ich nicht politisch! Berlin war noch nieeeeee gelb – und das möge bitte auch so bleiben, dass nur die Sträucher und Blumen gelb blühen.
Die S-Bahn – ohne sie wäre Berlin nur das halbe Berlin. Deswegen ist ja auch gut nachvollziehbar, welches Chaos ausbricht, wenn die S-Bahn verrückt spielt und einfach nicht fährt, unregelmäßig fährt, mit verkürzten Zügen fährt. So lieb kann man gar keinen Nachbarn haben, dass man ihn so dicht auf dem Schoß haben möchte.
Und dann überlegen die Oberbosse, ob sie die Preise bei dem veranstalteten Chaos senken oder erhöhen sollen?
Wie man sieht, die BVG musste einen festen Sponsorenvertrag mit der Zahnputzmittelindustrie gehabt haben, denn hier werben auch die S-Bahnen für geputzte Zähne. – Heute ist keine Werbung auf den Wagen, nur manchmal dürfen Sprayer planmäßig verschönern (und das sage ich jetzt bewusst, dieses Wort, denn Streetart kann ja auch schön sein, wie wir gesehen haben.)
Zwischen 1930 und 2010 muss den S-Bahn-Designern nicht so wesentlich viel Neues eingefallen sein, denn kaum jemand würde stutzen, wenn so ein Wagen vorfährt – es sei denn, er ist nicht besprayt, Scheiben nicht zerkratzt und Holzbänke – das würde dann doch auffallen.
So in etwa ist sie auch heute noch – Veränderungen sind wohl mehr technischer als optischer Art.
Dass die S-Bahn mal gelb gewesen sein soll, daran kann ich mich nicht erinnern, allerdings bin ich auch erst seit 1970 in (Ost-)Berlin.
Im Berliner Untergrund (2) (Busse)
Es gibt ja u. a. diese Bauernregel:
Ist der Mai kühl und nass
füllt’s dem Bauern Scheuer und Fass.
Doch muss er soooo kühl sein, muss das “Nass” förmlich in Schnüren vom Himmel fallen? Nein, nein, nein.
Was ist die allgemeine Bloggergemeinde an dem Füllstand von des Herrn Bauer seinem Fass interessiert (jetzt springen alle mitlesenden Deutschlehrer ob der fatalen Grammatik im Karree und wollen gleich den virtuellen Rotstift zücken. Gemach, ich kenn’ das mit dem Dativ und dem Genitiv sein’ Tod.)
Also bleibt mir – bei diesem Wetter und bei dieser politischen Großwetterlage - nichts anderes übrig als in den Untergrund abzutauchen.
Das vorige Mal war ich fotografisch auf der Fischerinsel, meiner Berliner Lieblingsheimat.
Steigt man dort in die U-Bahn und fährt eine Station in Richtung Alexanderplatz, lohnt sich schon wieder das Aussteigen. Für Kinder und Erwachsene ist anschaulich dargestellt, wie sich die Berliner Verkehrsmittel in den letzten Jahren (geringfügig) verändert haben. Die Station heißt Klosterstraße. An den beiden Bahnsteigenden kann man ein altes Stellwerk sehen und den Führerstand (darf man das sagen? Ach ja, im Westen heißt es ja auch Führerschein – nicht Fahrerlaubnis, was ich ausnahmsweise mal passender fände!) eines Triebwagens.
Aber mich fragt ja niemand.
Heute zeige ich Euch nur Busse: Auf dem ersten Foto (s.o.) gibt es (extra) einen Kanaldeckel für Frau Tonari.
Wie man deutlich sehen kann, haben die Berliner Verkehrsbetriebe schon damals mit “geputzten Zähnen ” Geld verdient. – Der letzte von 1962 muss im Berliner Osten gefahren sein, denn dort gab es eine Zeitung ND = Neues Deutschland. Sie war das Presseblatt der SED, um darin ihre Meinung unter das Volk streuen zu können. – Diese Zeitung war – natürlich nur vom Format her – eben so unhandlich wie heute die Morgenpost oder der Tagesspiegel – einfach Verkehrsmitteluntauglich, da sie immer gleich der Nachbar im Gesicht hatte – beim Umblättern.
Im Berliner Untergrund (1) Kunst
Ich habe mich von Tonari und von Elke inspirieren lassen und bin selbst abgetaucht. Einiges habe ich im Kasten, aber wir fangen jetzt gaaaaanz langsam an:
Was lag näher, als mich erst mal in der Nähe der Fischerinsel umzusehen. Schließlich spielen dort fast alle Clemens-, Theres- und Familiengeschichten, denn wir haben dort von 1970 bis 1985 gewohnt, erst in der 6 in der 6. und später in der 5 in der 16. Etage. In 15 Jahren wird einem so eine sympathische Gegend sehr vertraut. Der U-Bahnhof Märkisches Museum war allerdings damals noch nicht so künstlerisch gestaltet.
Einmal holten wir Besuch vom Bahnhof ab und vergaßen vor lauter Schwatzen das Aussteigen. Plötzlich ließ sich die Zweijährige aus dem Kinderwagen vernehmen: “Hier müssen wir aussteigen”. Die ovalen, markanten Bahnhofsschilder machten auch für solche Krümel ein Wiedererkennen leicht.
Ein sachkundiger Mitleser hat in seinem Kommentar eine Ergänzung gemacht, die ich hier einfügen möchte:
Bei diesen künstlerisch gestalteten Reliefs handelt es sich um Stadtpläne von Berlin aus ganz unterschiedlichen Zeiten. Die Gestaltung des Bahnhofes mit diesen Bildern/Reliefs sowie auch den historischen runden Deckenleuchten erfolgte bereits 1987 anläßlich der 750-Jahr-Feier von Berlin, also noch bzw. schon zu DDR-Zeiten. Die Stuckreliefs sind von den beiden Künstlern K.-H. Schäfer u. U. Jörke. Es sind alles Stadtpläne Berlins aus unterschiedlichen Jahren. – Nach der Wende wurde der Bahnhof zum zweiten Mal saniert u. bekam die heutige Form.
http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnhof_Märkisches_ Museum
Ich liste alle Bilder jetzt als Galerie auf, beim Draufklicken werden sie größer.
Ganz in der Nähe ist das Märkische Museum (lässt sich vom Stationsnamen leicht schlussfolgern) mit dem Bärenzwinger der Berliner Stadtbären Schnute und Maxi, das nachgemacht-historische Nikolaiviertel mit wunderschönen Zunftzeichen und natürlich das Rote Rathaus (Wowi ist aber fast immer auf Reisen) ist nicht zu vergessen mit dem Neptunbrunnen davor.
Doch das sieht man alles nur, wenn man wieder auftaucht aus dem Untergrund.
Kunst im Park
Am Berliner S-Bahnhof Priesterweg erstreckt sich parallel zu den Gleisen ein wunderschöner Naturpark. Es ist ein ehemaliges Bahngelände mit einem Drehkreuz für Lokomotiven, damit sie auch in ihren richtigen Schuppen fahren können. Die Natur hat sich inzwischen alle Bahngleise untertan gemacht. Außerhalb der angelegten Wege ist Naturschutzgelände, damit die seltenen Tier- und Pflanzenarten nicht von trampelnden Menschenhorden gestört werden.
In den alten Lokschuppen haben alternative Künstler ihre Werkstatt und werden von der Stadt gefördert, indem ihnen Werkzeug zur Metallbearbeitung zur Verfügung gestellt wird.
Bei wunderschönem Sonnenschein freuten wir uns gleich am Eingang über den wunderschönen verrosteten Turm, den man beim Vorüberfahren von der S-Bahn aus sehen kann.
Wir waren der Meinung, dass die Künstler doch ein wenig “schlampert” sind – hätten die die Stühle nicht etwas ordentlicher wegstellen können?
An dem Weg, der früher mal das Gleis war, sieht man rechts den Wasserkran, an dem die Lokomotiven getankt haben.
Wo ein Wasserkran ist, sollte eine Lokomotive auch nicht weit sein. Kinder staunen immer wieder, dass ihre Großeltern mit solchen Ungetümen von A nach B gefahren sind – und ein wenig Kind Gebliebene erinnern sich, was sie doch für herrliche Geräusche gemacht haben, die alten Dampflokomotiven.
Auf Aprils Blog, vor allem jedoch in all den vielen Kommentaren, ist zu sehen, dass ich mit meiner Lokomotivenbegeisterung nicht allein bin.
Doch nun zur Kunst. Vorsicht, da fällt gleich was runter!!!!
Was das alles sein soll, muss sich jede selbst ausdenken, ich habe nur eine Sache einwandfrei erkannt:
… denn dieses Tortenstück hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir doch in dem kleinen Café etwas pausieren könnten. Ich schenke es dem gestrigen Geburtstagskind, da sie das Geständnis ablegte, nicht die große Bäckerin vor dem Herrn zu sein.
Frisch gestärkt ging es auf Kunsttour weiter:
Der Uhu, das Käuzchen oder die Eule (ich weiß nie, was was ist) war dann endlich wieder zu erkennen und hat uns freundlich zugenickt, als wir an ihr vorbeikamen.
In meinem Fotoblog gibt es ein paar Ergänzungen, die vielleicht auch sehenswert sind.
Sandkastenspiele für Erwachsene
Seit Jahren wird in Berlin eine schöne Tradition gepflegt: Die Sandsation. Auf ein großes Gelände unweit des Hauptbahnhofes wird tonnenweise spezieller Sand aus einer Brandenburger Sandgrube angefahren. Er zeichnet sich durch eine besondere Körnigkeit aus, so dass er sich besser verdichten lässt.
Erwachsene Männer und Frauen melden sich, treten miteinander in den Wettstreit und am Ende kürt eine Jury die schönste Sandplastik des Jahres. Diese kann eine Gemeinschaftsarbeit oder ein Einzelstück sein.
Für mich immer wieder erstaunlich, wie diese wunderschönen Ergebnisse menschlicher Spielfreude auch Wetterunbilden überstehen, sogar ein Orkan ist mal relativ schadlos über das Gelände gefegt.
Ich habe drei Jahre lang Fotos gemacht – vom Jahr 2009 will ich einige Beispiele zeigen. Ich weiß, dass im Moment “Underground-pictures” gefragt sind, aber ich habe es gestern nicht mehr geschafft.
Berlin – East Side Gallery
In der Nähe der wunderschönen Oberbaumbrücke, die früher den Osten vom Westen trennte und heute die Stadtbezirke Friedrichshain (Ost) und Kreuzberg (West) zu einem zusammenwachsen lassen soll, befindet sich die East-Side-Gallery. Es ist die östliche Seite des “Antifaschistischen Schutzwalls” lies “Mauer”, die gleich nach Mauerfall von den verschiedensten Künstlern bemalt wurde. Es gibt auf jeden Fall viel zu sehen, ob immer Schönes, vermag ich nicht zu sagen, dazu fließt in meinen Adern zu wenig Künstlerblut.
Die meiner Meinung nach schönsten, auf jeden Fall aber die bekanntesten, zeige ich in meinem Fotoblog. Hier könnt ihr euch verschiedene Gemälde als Bildergalerie ansehen. Durch Anklicken werden die Bilder – wie immer – vergrößert, so dass man Details viel besser erkennen kann.
Im Laufe der Jahre hatte der Zahn der Zeit ganz schön viel Farbe von den Bildern genagt. Als das 20. Jubiläum des Mauerfalls nahte, wagte man nicht, solche verwitterten Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Viele Künstler stellten die Schönheit ihres Werkes wieder her. Manchmal wurde das auch von anderen übernommen, da die Originalkünstler z. T. nicht mehr lebten.
















































































































