Wohnung

Folien”liebe” trägt Blüten und Früchte

Im Schlafzimmer blühen jetzt ohne Wasser oder Dünger – passend zu den lila Schränken – diese lila Blütentöpfe. Inzwischen habe ich das in die Jahre gekommene Fliegengitter am rechten Fenster entfernt und die Scheiben geputzt – und alles sieht noch einmal so schön aus.

2507 Fensterdeko SZ 79

Da ich ja nicht so der große Kochfreak bin, brauche ich auch nicht so viele Küchenkräuter – eine Schale Basilikum auf dem Balkon reicht mir, die restlichen können im Schlafzimmer oder hier am Küchenfenster vor sich hin “wachsen”.

2507 Fensterdeko Kü 65

Im Wohnzimmer laden zwei Balkontüren und ein Fenster zum Bekleben ein – und ich konnte und wollte nicht widerstehen. Für die Mitteltür hatte ich mir zu meinen chinesischen Schriftzeichen und den vielen Steinen im Bad ein Stück Bambus mit Steinen und einer Orchideenblüte samt einer Blattranke ausgesucht. Laut Packungsbeschreibung sollte die Höhe 106 cm betragen und das “Kunstwerk” türbeherrschend wirken. – Ich habe es extra mal vom Prospekt abfotografiert.

 

2507 Prospekt 68

Als es dann an der Tür klebte, war es soooooooooo mickrig (82 cm Höhe), dass ich sofort ein Foto mit angelegtem Zollstock machte, um ein Argument im Baumarkt für die Rückgabe zu haben.

2507 Prospekt Realität

Und da wollte mir der Verkäufer bei 24 cm Differenz etwas von Toleranzen und Messungenauigkeiten erzählen. Wenn ich so für blöd verkauft werden soll (vielleicht, weil ja Frauen keinen handwerklichen Verstand haben dürfen), könnte ich fuchsteufelswild werden. – Ich diskutierte nicht lange und suchte mir stattdessen diese unteren Blumentöpfe mit Buchsbaumkugeln aus.

2507 Fensterdeko WZ 85

Für das Fenster kamen dann bald zwei kleine Orangenbäumchen und ein Oliventopf dazu – hier erst einmal durch das Fenster hindurch fotografiert.

2507 Windows Sticker WZ 91

Und da sie so schnuckelig aussehen, habe ich meinen beiden Hunden aufgetragen, gut auf sie aufzupassen, dass sie kein stehlfreudiger Nachbar diebt.

2507 Windows Sticker WZ Hunde 96

Das endgültig letzte Projekt (mehr Fensterscheiben habe ich nicht),  ist ein großes Mandarinenbäumchen für die zweite Balkontür geworden.

 

2507 WZ 42

Gibt es eine Therapeutin für Deco-Sticker-Erkrankte? Ich glaube, bei mir ist die Krankheit hochgradig vorangeschritten, wie die abschließende Collage aller Musterbeispiele zeigt.

2507 Collage

 

Lila-nicht-Liebende blättern schnell weiter …

denn sonst bekommen ihre Augen einen Schock.

Da mich ja sonst keiner lobt oder tadelt, muss ich das Ergebnis meiner Folienbezieherei aus dem Schlafzimmer noch schnell zu Papier Bildschirm bringen.

In mein Schlafzimmer gibt es noch einen Blick in groß im Fotoblog.

“Schnaps”ideen mitten in der Nacht …

Ich möchte betonen, dass das jetzt kommende Beispiel nicht für “senile Bettflucht” ausgelegt werden darf, denn damit hat es nichts zu tun.

Als ich vor genau 5 Tagen nach meiner geliebten “In-aller-Freundschaft-Serie” wieder mal im Sessel eingeschlafen war und einiges nach Mitternacht aufwachte, fühlte ich mich stark und unternehmungslustig. Es kam mir in den Sinn, dass der blaue Organza-Schal, der einzig und allein die Aufgabe hatte, die Rollos zu verdecken, schon seit längerer Zeit bereitwillig allen Staub speicherten. Wenn ich “längere Zeit” schreibe, dann meine ich das auch, was also nicht ein Jahr und nicht zwei Jahre bedeutet.

Also holte ich eine Leiter, stellte sie (mit Hilfe eines kleinen Büchleins über Naturheilpflanzen) trittsicher auf und machte mich an das Lösen von Stecknadeln und der eigentlichen Metallringe, die die Schlaufen hielten. Hustenattacken unterbrachen ab und an den Arbeitsfluss.

Der Unterschied von vorher und nachher ist nicht sooooooooooo gewaltig, aber ich zeige es trotzdem mal.

2007 Gardine alt Montage Rand

 

Die “Folienseuche” breitet sich aus

Dieser Bericht ist nicht nur für interessiertes Fachpublikum – andere, nicht Renovierungswillige, werden auch ihren Spaß beim Lesen haben.

Die nun optisch veränderte 46jährige prahlte mit ihrer neu erworbenen Schönheit,

1907 Schrankwand WZ

so dass die bedeutend jüngere Dame im Schlafzimmer richtig neidisch wurde. Obwohl ERST schlappe 33 Jahre jung, ließen sich auch bei ihr schon so einige Schwachstellen erkennen. Vor ca. 10 Jahren hatte sie sich einer generellen Farbbehandlung unterzogen, all ihre holzimitierten Teile gegen weiß oder dunkelgrün eingetauscht. Aber alle Schönheit ist endlich – der Lack platzte an mehreren Stellen ab. Alle beschädigten Türen taten sich zusammen und riefen laut im Chor: “Wir wollen Auch! Wir wollen auch!” – als Clara das Gebrüll im Schlafzimmer vernahm, erkundigte sie sich nach dem Grund. Sie trat mit der Führung der Türen in Verhandlung und man einigte sich auf die Erneuerung von 4 grünen und 4 weißen Türen. Was weiß war, sollte weiß bleiben, doch was grün war, sollte NICHT Grün bleiben.

Folie war schnell besorgt, leider gab es die Wunschfarbe nicht in matt oder leicht strukturiert, sondern nur in Hochglanz, was den Reiz der Arbeit um vieles erhöhte.

1907 1 Ursprung SZ

Links und oben kann man den ursprünglichen grünen Originalzustand sehen. Das linke Foto muss wirklich schon längere Zeit her sein, denn jetzt fülle ich den Spiegel besser aus als hier :-) – Die auf die Türen geklebten Spiegelfliesen waren mit Jahrtausendkleber befestigt, denn ich hatte beim Gebrauch von Spachtel und Hammer mächtig Angst, dass plötzlich ein explosionsartiger Splittterregen niedergeht. Ging er zum Glück nicht, dafür war der Lack bis auf die Grundfesten weg.

1907 2 Folienarbeit

So, jetzt seht ihr, dass ich mich für LILA entschieden habe – und es noch nicht eine Minute bereut habe. Auf dem Balkontisch in gemütlicher Arbeitshöhe ließen sich alle Kanten sauber bekleben. Der Fön wurde zu meinem Lieblingsarbeitsgerät, der tatsächlich viel richtete, was meine Finger ver”beulten”

1907 3 erste Erfolge

Eine Tür ist fertig. Diese hier habe ich im eingebauten Zustand beklebt, doch das machte sich nicht so gut, ständig über den Fußboden zu robben. Deswegen habe ich die nächsten ausgebaut. Doch baut mal eine Tür mit ihren blöden Scharnieren wieder ein, wenn ihr nur mit 2 Händen ausgestattet seid, obwohl eine dritte für die Taschenlampe und Nummer 4 und 5 für Schraube und Schraubendreher gebraucht werden würden. Gut – Problem Lampe kann man lösen, wie ihr an meinem Foto erkennen könnt. Und zum Halten der Tür kam mir die Idee, Bücher zu miss-brauchenverwenden und die Tür auf ihnen so abzustellen, dass sie einbaufähig ist. Blinkfeuer oder Clementina  – spätestens hier erwarte ich ein Tätschel von euch!!!!

1907 4 Auslaufschwierigkeiten

Die letzten beiden Türen machten noch einmal so richtig Ärger. Eine baute ich aus – beim Wiedereinbau klappte der Bücherturmtrick nicht, da sie in Augenhöhe befestigt ist. Da half nur der Ruf nach einer Nachbarin – denn von dem Kauf eines magnetischen Schraubendrehers, der den Kopf der Schraube hält, konnte ich nur träumen.

Warum das Schloss sich nicht mehr schließen lässt und warum die Folie sich noch einmal kräftig klebrig vertüdelte, das weiß nur der Himmel – und der sagt nichts.

Die fertigen Ergebnisse zeige ich euch später.

 

Ein Herz für alleinerziehende “Mütter” …

hat Clara schon immer gehabt, aber jetzt erneut entdeckt. Im Rahmen der mittelprächtigen Umbauarbeiten an Schrankwänden und dergel holte sie ein vor Jahren in den Keller gebrachtes Teil wieder nach oben, ersetzte es durch ein in der Wohnung unpassend herumstehendes blaues Regal, schraubte die Tür ab und ergänzte das Regal im Schlafzimmer um eine weitere Möglichkeit, Ordner unterzubringen. In diesen kann man benötigte Papiere oft stundenlang suchen, weil man sie versehentlich falsch abgeheftet hat.

Auf diese Weise entstand ein neues, großes Wohngeschoss – die sogenannte “belle etage”. Ich sammelte alle alleinerziehenden Mütter in der Wohnung ein, lud sie ein, hier ganz preiswert zu wohnen und zeige euch, in welcher Einträchtigkeit sie sich dem Foto stellen.

Die beengte Ausgangssituation war diese: (Das ganze Jahr Weihnachten neben der Nase zu haben, kann krank machen)

1707 Plüsch Bären

Jetzt wurde Weihnachten ins Erdgeschoss ausgelagert – und der Affe muss das Gold bewachen. :-)

1707 Plüsch Affe zieht um 90

Offenbar wurde dennoch viel Blattgold von den Kugeln gestohlen, denn viele sind einfach nur durchsichtig.
UND DAS IST AUCH GUT SO!

Der einzige, der weit weg ausgelagert wurde, war der Tiger. Sein Käfig im Hochhaus musste weit weg von den Bärenkindern sein, damit der sie nicht aus lauter Liebe auffrisst.

1707 Tiger zieht um 91

Um mal bei den ganzen Räum- und Tieraktionen zu bleiben: Für die Hunde wurde ein Möbel returniert, damit sie besser aus dem Fenster schauen können. Es gefällt ihnen ausnehmend gut.

1707 Plüsch Hunde ziehen um 94Und jetzt endlich die alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern:

Im Fotoblog sieht man die exzellente Wohnlage noch besser.

1707 Plüsch Bären ziehen um 93

1707 Bärenmüttercollage

Und jetzt, bei letzterem vermute ich ganz stark, dass es “Vater mit Sohn” ist – nicht Mutter mit Kind.

1707 Bärenmutter 44

Aber bei letzter Abbildung bin ich mir sicher, dass es eine Mutterfigur ist, aber keine aus dem Bärenreich.

1707 Marienfiguren 14

Die große Madonnenstatue stammt von meiner ersten großen Liebe – die zweite ist aus dem Erbgut meiner Mutter. Ich habe Maria Asyl gewährt.

 

 

Soll ich oder soll ich nicht? – Mit neuem Foto!

Meine weiße Schrankwand ist so alt wie mein ältestes Kind – und das wird in diesem Jahr 46. Da ich dieses Möbelstück so liebe, habe ich sie schon auf die verschiedensten Arten verändert, aufgehübscht und einmal sogar gestrichen. Ursprünglich war sie um 1,20 m länger, doch dieses Stück musste zugunsten von Computer- und Druckertisch weichen. – Die Wand war 1968 ein Sondermodell einer ganz kleinen Firma, die ich kein einziges Mal in einer anderen Wohnung gesehen habe. Und das war bei DDR-Möbeln eine große Leistung, denn es gab so ein paar Standardhersteller wie Möbelwerke Hellerau, die man in jeder dritten Wohnung fand.

2906 Schrankwand 43

Die oberen Schrankwandteile sind noch vernünftig und bieten viel Platz, aber bei den unteren Teile ist vor allem die Oberfläche ramponiert. Verschiedenste Gerätefüße haben ihre Abdrücke hinterlassen – auf gut deutsch: Der Lack ist ab :-).

Ich bin jetzt auf die Idee gekommen, diese beiden unteren Teile durch eine schwarze TV-Kombination zu ersetzen. Weiß wäre blöd, da es zu verschieden wäre. Beim ersten Gang durch Ikea fiel mir dieses Teil ins Auge:

2906 Unterteil 34

Die Maße stimmen in der Breite, aber nicht in der Tiefe. Die jetzigen Möbel sind 60 tief, dieses Teil nur 49 – wie fülle ich den verbleibenden Spalt aus, damit nicht immer alles “hinten runter fällt”? Kann ich ohne weiteres die Beine weglassen, um sie auf das vorhandene Metallgestell der alten Schrankwand zu stellen? – Bei so viel ungelösten Fragen und der damit verbundenen Arbeit habe ich vielleicht doch keine Lust – sondern lasse die Oberfläche der alten Schrankwand nur mit einer schwarzen Folie beziehen.

Ich habe mir einige Videos zum blasenfreien Aufbringen von Möbelfolie angesehen – nass soll es ja wohl besser klappen als trocken. Dennoch traue ich es mir nicht alleine zu, vor allem das an- und abstöpseln der Technik soll ja so passieren, dass ich nachher auf dem schwarzen Bildschirm wieder bunte Bilder sehen kann und unter den großen Hörern auch was höre. – Es gibt doch im Netz Agenturen, wo (hoffentlich) handwerklich begabte Leute ihre Dienste anbieten. Könnt ihr mir da weiterhelfen?

Dass dieses Prinzip meiner uralten Schrankwand noch heute gebaut wird, konnte ich an diesem Foto sehen, dass ich auch bei Ikea gemacht habe. Nur die Fernseher waren damals noch nicht so groß und auch nicht so bunt.

2906 SW Ikea 26

Manchmal, aber wirklich nur manchmal, ist es doch Mist, wenn ich für alle Probleme allein zuständig bin.

Hier kommt noch ein Beweisfoto. Der Sohn, der jetzt einiges über 40 ist, und nicht nur einen Hund hat, steht hier ganz stolz mit seinem neuen Roller vor der ebenfalls noch fast neuen Schrankwand. Da war sie noch weiß, glatt und unversehrt.

2906 Sohn mit Roller

Claras nostalgische Kleinkunst

  1. Was hier an den Fotos “Clara” ist, lässt sich mit scharfem Blick erkennen – hier oder im Fotoblog.
  2. Was hier an den Fotos “Kleinkunst” ist, lässt sich mit ein wenig gutem Willen erkennen.
  3. Und was hier auf den Fotos “nostalgisch” ist, wird nicht jedem, doch manchem bei genauem Betrachten und Denken an alte Zeiten klar werden.

Alle Fotos sind aktuell auf meinem Balkon entstanden. Als dieser durch die neue Auslegeware so total sein Gesicht zum positiven hin verändert hatte, kamen Nachfolge”investiotionen’” wie ein neuer Sonnenschirm auf mich zu. Und dann bekamen die “Vögel” einen besseren Ausblick.

Aber seht doch selbst: Im Sommer ist das mein drittes Zimmer – wahlweise Speisezimmer, Sonnenbank, Frischluftbar, Augentrost

1106 Balkon Auslegeware

Ob frau die Vögel als Kunst oder Kitsch bezeichnet, ist mir in diesem Fall egal – sie machen sich prächtig in dem dunkelgrünen Pflanzgefäß – und dahinter kann man schon die Clara lauern sehen und die Nostalgie blitzen. – Das Gute ist, die Vögel brüten – sie brüten auf Halbedelsteinen. Wenn es alles Edelsteine geworden sind, wandere ich nach Mallorca zu den Reichen und Schönen aus und freunde mich mit der Fast-Tanzqueen an *grins*

1106 FB Nostalgische Clarakunst 73

Für Schlecht-Gucken-Könner wie mich gibt es jetzt noch eine Vergrößerung von der Clara(Kunst), der Vogelfeder und der Nostalgie, die vielleicht auch ein bisschen eine Ostalgie sein kann.

1106 Nostalgische Clarakunst

Aber Clara hat ja auch noch einen Klar-Namen, der wird auch gezeigt, ausnahmsweise mal.

1106 Nostalgische Clarakunst 75

 

 

Warum in die Ferne schweifen, …

… wenn das Gute Grüne liegt so nah?

Wie das auf dem Fotoblog aussieht, zeige ich euch natürlich auch da.

In den Jahren zuvor hatte ich schon zweimal erfolglos versucht, aus einem Saatband in den Balkonkästen Pflanzen heraus zu kitzeln – ohne Erfolg. Jetzt lag die letzte Tüte wie so ein Ladenhüter bei mir in der Schublade. Mit Misserfolg rechnend, legte ich das Band doppelreihig in einem Kasten aus. In dem anderen hatte ich schon drei Pflanzen – aber bedenkenlos wurde weiterhin Saatband verbuddelt.

Und wie es nicht anders sein kann – es wuchste, wachste und wochste (“wichste” habe ich mal sicherheitshalber weggelassen, sonst bekomme ich noch ein Anti-Tätschel -  und alle Kästen sind voll und hoch bewachsen – eigentlich für meinen windigen Balkon viel zu hoch. Ich habe Holzspieße gekauft und rundherum einen Draht zum Abstützen gespannt.

Wenn das nicht grün ist, dann habe ich eine rot-grün-Schwäche!

Doch jetzt will ich die Überschrift noch ein wenig abwandeln.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.

Lenni hat es hinter sich, ist inzwischen schon recht munter, kommt so recht und schlecht mit dem Kragen zurecht, das Futter wird ihm gereicht – also die Schüssel gehalten, damit der Kragen nicht stört – aber alles zusammen, macht er einen guten Eindruck. – Als ich eintraf, schlief er noch tief und fest, aber mit offenen Augen, warm mit einer Decke eingepackt, damit er nicht zu viel Körperwärme verliert. – Ich zeige euch einfach mal paar Fotos. Im Fotoblog sind die großen Bilder, hier nur die Collage.

Als er so allmählich wieder zu sich kam, wollte er aufstehen, aber es blieb bei einem freundlichen Schwanzwedeln, besser mit der Rute schlagen, und einer Zuckung in den Beinen. Dann wurde wieder geschlafen. Herrchen ging dann einkaufen und ich bewachte weiter den Hund. – Aufgestanden ist er dann, als Herrchen wieder zurück kam. – Ich finde es wunderbar, wie sich die beiden schon aufeinander eingespielt haben.

Eine Herausforderung jetzt für die “Tütenzeit” – die Ohren sind von Milben befallen und müssen täglich gesäubert werden. Da soll er mal machen, der HundeHerr oder HundeHalter.

Das eigene Heim …

kann ein Eigenheim oder eine Wohnung sein!

Auf jeden Fall sollte es etwas mit einem “Dach” darüber sein, denn sonst wären wir ja ob-DACH-los. Heutzutage verwendet man den Begriff “Obdach” kaum noch, doch deswegen werden es nicht weniger Wohnungslose, weniger Leute, die auf der Straße leben – nein, ich habe das Empfinden, es werden eher mehr.

Doch keinen politischen Artikel über die Folgen von Armut und soziale Spekulationen möchte ich jetzt hier schreiben, sondern mal ein paar Beispiele zeigen, wie das Gegenteil aussieht – nämlich, wenn man ein Dach über dem Kopf hat.

Lenni, der von allen sehr geliebte Sohn-Hund, ist gerade vor einiger Zeit in ein eigenes Haus eingezogen. Dieses Haus ist so praktisch, dass es auch im Auto aufgebaut werden kann, so dass der kleine Kerl nicht von Koffern und Taschen erdrückt werden kann.

Zugegeben, es ist nur ein Ein-Zimmer-Haus ohne Toilette und Bad, aber Hunde lieben ja eh nicht so das Wasser und der Freigang ersetzt das WC. – Wachsen darf der Kerl allerdings auch nicht mehr – aber er fühlt sich Lenni-”Pudel”-wohl darin.

WC-los, auf dieses Problem wurde ich kürzlich bei einem Afrikatag auf dem Alex aufmerksam. Unvorstellbar:

40 % aller Menschen leben ohne Toilette.

Kennen manche aus ihrer Kindheit noch das “Klo halbe Treppe tiefer” oder das Plumpsklo auf dem Land – aber es gab eines, wir mussten nicht erst  irgendwelche Büsche suchen. Wer nähere Informationen sucht: http://www.germantoilet.org

Ich sage es ganz krass: “Menschenwürde bedeutet auch, Zugang zu Toiletten zu haben

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Wer auf Wohnungssuche ist – auf dem U-Bahnhof sah ich diese lustige Anzeige einer Wohnungsbaugesellschaft. Da habe ich gleich noch ein zweites Mal hingesehen und den Apparat gezückt:

Tja, aber was ist, wenn einem jemand das Haus streitig macht, wenn Hausbesetzer genau in dem Haus wohnen wollen, wo der Hausbesitzer gewinnbringende andere Absichten damit verfolgt. Nicht immer ist es so harmlos wie hier auf dem Foto. Ich habe Anfang der 90er Jahre in´m Friedrichshain die Hausbesetzerkämpfe in der Mainzer Straße hautnah miterlebt. Bürgerkrieg war ein sehr passender Ausdruck dafür, die Luft war undurchdringlich von Tränengas. Wenn auf einen Hausbesetzer 10 Polizisten kommen, ist man schon geneigt, seine Sympathie den Hausbesetzern zuzuwenden.

Einige dieser Hausbesetzer wurden dann zu rabiat und schmissen nicht nur mit Dachziegeln, wie dieser hier vielleicht machen könnte, sondern mit Molotowcocktails und anderen. Ich denke, einige von ihnen werden wohl einige Zeit später ein Gitter vor ihrem Fenster gehabt haben.

Könnt ihr euch noch an den Artikel erinnern, in dem ich das Verschwinden eines Biotops bedauerte?  Auf dieser Baustelle sieht es jetzt so aus:

Zwei der geplanten 4 Doppelhäuser sind schon aus den Grundmauern raus. Das erste Mal im Leben bin ich richtig froh, dass ich nicht wohlhabend bin, um mir so eine Doppelhaushälfte kaufen zu können. Es sah schon auf  dem Bauplan sehr eng aus, aber die Wirklichkeit ist ja so viel schlimmer. Die noch fehlenden 2 Doppelhäuser werden wahrscheinlich auf das Nachbargrundstück aufgepfropft. Die nach vorn wohnenden haben beste Straßenlage mit Superverkehr, die nach hinten haben ihre Nachbarn – aber das ist alles nicht mein Problem. – Stellte ich mir die Frage: “Möchtest du ein eigenes Haus?” – so habe ich die schon seit eh und je mit “nein” beantwortet.

Und wenn alles mal drunter und drüber geht mit dem wohnen und dem ganzen Drumherum, dann sieht das so aus wie im Fotoblog:

Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum …

Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum,
du bist so herrlich anzuschau’n.
Du dienst nicht nur zur Sommerszeit,
nein auch im Winter, wenn es schneit.
Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.

 ... wie bunt sind deine Tassen.
 Du stehst nicht nur zur Hitzezeit,
 nein auch zur kalten Kaffeezeit.
 Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum,
 du bist mir sehr von Nutzen.

Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum,
du stehst in meinem Küchenraum.
Ich brauch’ dich täglich ab halb zehn,
für einen Kaffee, schwarz und schön.
Oh Tassenbaum, oh Tassenbaum,
du bist auch herrlich anzuschau’n.

Als ich in meinem Ohr diesen Gleichklang von Tannenbaum und Tassenbaum hörte, konnte ich gar nicht anders, als euch zum Einläuten und zum Ausläuten der Feiertage ein wenig auf andere Art die Weihnachtsstimmung nahe zu bringen.

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Ach übrigens, ich wäre früher gern Ärztin geworden, vielleicht sogar Chirurg. – Also lege ich jetzt einmal im Jahr (oder seltener) eine perfekte Unterhautkreuznaht bei einer Gans, um zu üben. – Die Gans war im übrigen hervorragend nach ihrem 24stündigen Salzwasserbad und braten im durchsichtigen Bratschlauch.

Weniger hervorragend war, dass wie alle am Heiligabend eine saftige Mieterhöhung im Kasten hatten – bei mir um 70,00 Öcken = 20 %, so dass ich jetzt für meine Zweizimmerwohnung 578,– bezahlen soll, wohingegen meine Rente mal gerade 250 höher ist. – Das hat mir ein wenig die Feiertage verhagelt. Im Jahr davor hatte ich schon eine 21%ige Erhöhung, und jetzt sind es genau 20 %. Ich weiß nicht, ob die ehemaligen Sozialwohnungen auch diese 30 % in 3 Jahren einhalten müssen bei der Erhöhung.  Das Haus ist jetzt aus der Sozialförderung raus.