Claras Allerleiweltsgedanken


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Im Berliner Untergrund (1) Kunst

Ich habe mich von Tonari und von Elke inspirieren lassen und bin selbst abgetaucht. Einiges habe ich im Kasten, aber wir fangen jetzt gaaaaanz langsam an:

Was lag näher, als mich erst mal in der Nähe der Fischerinsel umzusehen. Schließlich spielen dort fast alle Clemens-, Theres- und Familiengeschichten, denn wir haben dort von 1970 bis 1985 gewohnt, erst in der 6 in der 6. und später in der 5  in der 16. Etage. In 15 Jahren wird einem so eine sympathische Gegend sehr vertraut. Der U-Bahnhof Märkisches Museum war allerdings damals noch nicht so künstlerisch gestaltet.

Einmal holten wir Besuch vom Bahnhof ab und vergaßen vor lauter Schwatzen das Aussteigen. Plötzlich ließ sich die Zweijährige aus dem Kinderwagen vernehmen: „Hier müssen wir aussteigen“. Die ovalen, markanten Bahnhofsschilder machten auch für solche Krümel ein Wiedererkennen leicht.

Ein sachkundiger Mitleser hat in seinem Kommentar eine Ergänzung gemacht, die ich hier einfügen möchte:

Bei diesen künstlerisch gestalteten Reliefs handelt es sich um Stadtpläne von Berlin aus ganz unterschiedlichen Zeiten.  Die Gestaltung des Bahnhofes mit diesen Bildern/Reliefs sowie auch den historischen runden Deckenleuchten erfolgte bereits 1987 anläßlich der 750-Jahr-Feier von Berlin, also noch bzw. schon  zu DDR-Zeiten. Die Stuckreliefs sind von den beiden Künstlern K.-H. Schäfer u. U. Jörke. Es sind alles Stadtpläne Berlins aus unterschiedlichen Jahren. – Nach der Wende wurde der Bahnhof zum zweiten Mal saniert u. bekam die heutige Form.
http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnhof_Märkisches_ Museum

Ich liste alle Bilder jetzt als Galerie auf, beim Draufklicken werden sie größer.

Ganz in der Nähe ist das Märkische Museum (lässt sich vom Stationsnamen leicht schlussfolgern) mit dem Bärenzwinger der Berliner Stadtbären Schnute und Maxi, das nachgemacht-historische Nikolaiviertel mit wunderschönen Zunftzeichen und natürlich das Rote Rathaus (Wowi ist aber fast immer auf Reisen) ist nicht zu vergessen mit dem Neptunbrunnen davor.

Doch das sieht man alles nur, wenn man wieder auftaucht aus dem Untergrund.