Claras Allerleiweltsgedanken


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Geständnis

Geheiratet haben wir am Ostermontag. Diese Geschichte passierte an einem Pfingstmontag. Ihr seht, Gutes und weniger Gutes ist an den Montagsfeiertagen oft dicht beieinander.

Jetzt, da ich annehmen darf, höchstens für die drittschlechteste Mutter Berlins gehalten zu werden, will ich die alptraumverursachende

Theres-Clemens-Gänsehaut-Geschichte

dokumentieren.

Es begab sich an einem Abend Mitte der 70er Jahre, dass die Bewohner einer 6. Etage – insbesondere die weiblichen – auf der schon erwähnten Fischerinsel in helle Aufregung gerieten.

Das genaue Alter der Protagonisten will ich verschweigen, um nicht eine nachträgliche Klage wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zu riskieren. Andererseits: Die Sache ist nach 35 Jahren verjährt.

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Eines Abends folgten wir der Einladung zu einer Geburtstagsfeier, die mit Tanz auf einem Schiff veranstaltet werden sollte. Die Kinder freuten sich darüber, allein bleiben zu dürfen, denn da wurde der Beginn der Nachtruhe nicht so streng elterlich reglementiert. Der „seelische Reifegrad“ der Kinder, zumindest der des älteren, schien diese Entscheidung zu rechtfertigen.

Getroffene Vorsichtsmaßnahmen:

  • Streichhölzer zugriffssicher verwahrt
  • Gasherd gegen Elektroherd getauscht (Maßnahme, die der Vermieter für alle Hausbewohner ungefragt erledigte)
  • Fenster mit einem nach unserer Meinung sicheren Verschlussmechanismus versehen

Für alle anderen, plötzlich auftretenden Imponderabilien (ist das nicht ein Traumwort, diese Unwägbarkeiten des Lebens?) war die Nachbarin instruiert. Die Wohnung blieb unverschlossen, so dass die Kinder jederzeit auf den Flur konnten, wo noch 11 andere Familien wohnten.

Der heutzutage übliche Babysittermodus war total unbekannt und wurde von niemandem, großes Ehrenwort, von niemandem, den wir mit Kindern kannten, angewendet. Das Ängstlichkeitslevel der Mütter / Eltern war weitaus niedriger als heute.

Jetzt kann ich nur berichten, was sich abgespielt haben könnte, denn das Stückwerk, was ich im Nachhinein von Nachbarn und Kindern erfuhr, hat nie ein komplettes Puzzle ergeben.

Kinderzimmerdialog

„Theres, guck doch mal, ich kann ganz doll alles sehen, was da unten los ist“, ruft Clemens seiner großen Schwester zu.
„Das dürfen wir aber nicht, komm sofort  wieder runter, Clemens“, versucht die schon sehr vernüftige Theres ihren Bruder vom Schreibtisch zu locken, der so verführerisch unterm Fenster steht, dass man von dort einen fantastischen Überblick über das Geschehen auf Parkplatz und Straße hat. Clemens ist jedoch nicht bereit, seinen so selten genehmigten Ausguck widerspruchslos aufzugeben. Durch sein intensives Schwärmen schafft er es , seine Schwester ebenfalls auf den Tisch zu locken. Im alten Testament ist die Verführung weiblich, im neuen Hochhausleben dagegen männlich.

Was sehen Kinder normaler Weise, wenn sie vor den hohen Fensterbrüstungen stehen: Himmel, Wolken, Äste, Dächer!

Und jetzt: Autos, Motorräder, Menschen, Leben!

Als Theres ebenfalls Aussichtsposten bezogen hatte, freut sie sich und im kindlichen Übermut lösen sie die angeblich sichere Fenstersperre, öffnen das Fenster und spielen: „Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh …“ Offensichtlich haben sie dabei jedesmal ihre Beine zum Fenster rausgestreckt, damit auch wirklich jedermann ihre Schuhe begutachten kann.

Plötzlich meint Theres: „Guck mal, da drüben winkt uns jemand!“ (das: „ganz aufgeregt“ setze ich jetzt einfach mal in Gedanken hinzu). Freundlich winken beide Kinder zurück.

Auf einmal stellt Clemens fest, dass es jetzt richtig spannend wird. Mit Blaulicht und großem Tatü… fahren zwei große Feuerwehrwagen vor das Haus. Ursprünglich war er ja schon bereit, seinen Fensterplatz gegen seine Spielecke zu tauschen, weil es langsam langweilig geworden war – doch die beiden Feuerwehrautos versprachen neue Spannung.

Ich darf es mir jetzt nicht ausmalen, was so ein kleiner Kerl anstellen muss, um aus einem Fenster senkrecht nach unten gucken zu können – denn dort spielte ja jetzt die Musik.

Er sieht, wie mehrere Feuerwehrleue hektisch aus dem Auto springen. Einige rennen ins Haus hinein, andere breiten ein großes, dunkles Tuch aus, dass alle festhalten. Wäre ihm der Begriff „Trampolin“ schon bekannt gewesen, hätte er es womöglich ausprobieren wollen.

Spätestens jetzt haben die beiden diensthabenden Schutzengel wahrscheinlich ganz schnell Verstärkung angefordert, denn beide Kinder sahen gespannt, wohl doch ein wenig unruhig, den Männern entgegen, die plötzlich in der Wohnung standen. Es hatte kurz und  heftig an der Wohnungstür geknallt – ein Knall, wie ihn eben so ein abgesprengter Türzylinder von sich gibt – und da waren sie, die Feuerwehrleute, die hektisch in das Haus hineingerannt und sechs Treppen nach oben gestürmt waren. Im Hintergrund sind in der geöffneten Wohnungstür viele der Nachbarsleute zu erkennen. Ich vermute mal einfach so, dass einige Frauen feuchte Augen haben.

Wo sind denn eure Eltern?„, fragte einer. Wahrheitsgemäß, wie das Kind erzogen wurde, antwortet es: „Die sind tanzen.“

Ja aber, warum ist denn das Fenster offen?“, muss wohl einer recht fassungslos gefragt haben. Und auch da konnte ihn Theres „beruhigen“: „Das lassen unsere Eltern immer offen, damit wir frische Luft bekommen!“ Nur erzählte sie nicht, dass dieses Fenster im Normalfall mit einer Sicherung verschlossen war. (Den Mechanismus der Kippfenster wie heute gab es im Osten nicht.) – Also auf jeden Fall: Erstickt wären sie nicht!

Die Feuerwehr will die Kinder in Obhut nehmen, doch eine Nachbarin verhindert das und packt sie zu ihren beiden Kindern dazu.

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Als Clara und Hannes nach Haus kommen, das aufgebrochene Schloss und den Zettel der Feuerwehr vorfinden, sind die Alpträume der nächsten Wochen vorprogrammiert.

Die aufmerksamen, winkenden Nachbarn von Gegenüber, die den Feuerwehreinsatz initiiert hatten, wurden mit Blumen und Sekt „überschüttet“.


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Geschichte in Arbeit

Psssst, seid mal ganz still!

Dann könnt ihr hören, wie Claras Gehirnwindungen knarren – da muss doch gleich mal was mit einem Alsterwasser (für die Nordländer) oder mit einem Radler (für die Südländer) geschmiert und gekühlt werden.

Clara ist schwanger!

Die Eltern-Familie besteht aus einer Grundmutter (Clara) und neun Leihmüttern, die ihr genetischen Beistand geleistet haben.

Zum Glück haben Ultraschalluntersuchungen ergeben, dass es nur eine Geschichte ist, die sie – nicht in ihrem Uterus – sondern in ihrem Gehirn umherträgt. Schließlich wollen all die guten Ratschläge der Mütter

Martha, Sunny, Rosenruthie, Seelenbalsam, Eva Felicity…,  Anna-Lena, Freidenkerin, Sabina Farbenreich und Andrea Katzenchaos

beachtet werden. Na, wenn das nicht eine echte Regenbogenfamilie ist, dann weiß ich nicht, welche sonst.

Die Geburtsanzeige wird lauten: Kommentargeschichte

Aber dann hat sich Clara ja noch ein Eigentor geschossen, in dem sie eine zweite Geschichte angeboten hat. Die Gewinnerin Seelenbalsam hat Stichworte geliefert, die aussprechbar, nachvollziehbar und irgendwie kompatibel gemacht werden können. Bei chinomso hätte ich es mir gleich denken können, denn sie hat ja schließlich „Nüsse“ und keine Stichworte angekündigt. – Ich gebe euch nur eine Kostprobe: „Lederhosenpflegemittel“ – das kann man ja gar nicht in einem Atemzug aussprechen.

Wenn also hier irgendwann mal wochenlang „Blogpause“ steht, wisst ihr, ich knabbere an chinomsos Nüssen.


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999! … 1000! Kommentare!

Das ist ja so etwas von süß, liebe Seelenbalsam – du wirst es nicht, nicht glauben wollen, aber du bist mit deinem „Kommentargedicht“ wirklich  die echte „999“ geworden. Was machen wir denn nun?

Clara hat ja schon vorher die „Nerven verloren“, weil es so lange dauerte und hat von den betreffenden Leuten, die davor waren, ein Stichwort abgefordert, was inzwischen auch bei mir eingegangen ist.

Wenn du aber gern eine Seelenbalsam-(chinomso)-Geschichte allein für dich haben möchtest, dann schickst du mir einfach 5 Stichworte, von denen ich mir dann 3 raussuchen werde, weil… (siehe nachfolgender Text). –

Ich denke, die Nummer 1000 = chinomso sollte sich ein wenig an dem Preis beteiligen dürfen und mir auch 5  Stichworte schicken – aber bitte per Mail, damit hier nicht ein allgemeines Gehirnwindungsknirschen entsteht.

Allerdings wird es ein wenig dauern, denn erst einmal muss die Gemeinschaftsgeschichte erdacht, „erstunken“ und „erlogen“ werden,  wollte natürlich sagen, erdichtet, ersonnen und erphantasiert werden.

Schnauf!!!!!!!!!!!!!


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Zukunft – nass, neblig, etwas clärig

Keine von diesen allseits bekannten

  • Wahrsagerinnen
  • Glaskugelbetrachterinnen
  • Pendel-in-Schwung-Setzerinnen
  • Handleserinnen
  • Quacksalberinnen
  • Kartenlegerinnen
  • Kaffeesatzleserinnen

und wie sie alle heißen mögen, diese

Zukunft-vorhersagenden-Zünfte,

würde wohl jemals mit diesen geschäftsschädigenden Attributen „nass“ und „neblig“ für ihre „Kunst“ werben – die Kundinnen kämen nicht, wendeten sich entsetzt um  oder gingen zur Nachbar-Quacksalberin.

Nur Clara, die blogbekannte Alchimistin, ist anders. Ihr schwarzer Humor ist schon fast sprichwörtlich, die Wahrheit springt ihr förmlich aus dem Gesicht und sie kann es sich leisten – ihre Kundinnen kommen wieder.

Ihr einziges Wahrheitsfindungsinstrument ist die Kugel.

Im ursprünglichen Zustand kann man diese Kugeln hier sehen:

Hilfe, mein Balkon muss zum Frisör

In diesen Zauberkugeln kann sie u.a. sehen, dass vielleicht schon eine von euch, die jetzt die Kugeln kommentierend betrachtet, in Bälde eine Clara-Geschichte bekommt, mit der sie hoffentlich zufrieden ist.

Wenn es momentan vielleicht auch warm und trocken sein mag, so heißt es eben doch:

Die Zukunft ist nass und nebelig!

Sehen Sie doch selbst, meine Damen und Herren!

Sieht sie nicht dennoch wunderschön aus – unser aller verfeuchtete und vernebelte Zukunft?

Auf einem kleineren Zukunftsplaneten sind die Farben leuchtender – durch die Feuchtigkeit!

Und das ist Claras Zukunft – die gibt sie  nicht ab!


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(K)ein fauler Trick …

um die Anzahl meiner Kommentare zu fördern!

Meine 999. Kommentatorin (die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass es ein Mann ist, strebt gen 0,5 und meine eigenen Antworten zähle ich ab jetzt auch nicht mehr mit) bekommt von mir eine

Geschichten-Belohnung.

Ihr redet mir – inzwischen mit Erfolg – ein, dass euch meine Geschichten gefallen und auch zum großen Teil zum Schmunzeln bringen. Das ist mir Ansporn genug

Bei Nummer „999“ lasse ich jetzt ganz einfach mal außer acht, dass ich bestimmt die Hälfte dieser Kommentare mit meinen eigenen Fingern auf dieser meiner eigenen Tastatur getippt habe, vorher auch noch mit meinen eigenen grauen, eher ja Silber-Blogger-Gehirnzellen –  ausgedacht habe.

Das Lob von Claudia (siehe „About“) muss ja schließlich wie im Faust „täglich neu erobert“ werden.

Lange Rede – gar kein Sinn!

Die 999. bekommt von mir eine Mail, auf Wunsch kann das auch öffentlich passieren. Dann darf sie sich mindestens 5, höchstens 10, Stichworte ausdenken, aus denen ich dann mit hilfe meiner o.g. Zellen eine Geschichte ersinne.

Je weniger diese Schlagworte miteinander harmonieren, korrelieren (ist keine Schweinerei!) sympathisieren, desto länger werde ich brauchen, eine veröffentlichungswerte Geschichte zu basteln.

Bei meinen Wunschenkelkindern, mit denen ich das desöfteren als Gute-Nacht-Geschichte veranstaltete, sahen die Stichwörter in etwa so aus:

Ein rosa, sprechender Elefant mit nur einem Ohr, der fliegen kann

Ist doch klar, wenn man schon damit gestraft ist, dass man ein Ohr verliert und zusätzlich mit der Farbe rosa gezeichnet ist, bekommt man vom lieben Gott als Ausgleich die Flugeigenschaft geschenkt – und damit sich der Elefant auch ordnungsgemäß bedanken kann, muss er sprechen können, denn Gott kann nicht elefantisch. – Noch Fragen?

Die „Lust- und Mitmachmeldungen“ zu diesem Post zähle ich gleich mit, ich hoffe nur, dass wir nicht gleich die magische Zahl erreichen!

Typisch, jetzt habe ich einfach vorausgesetzt, dass ihr Lust habt! Habt ihr doch, oder etwa nicht?

Wenn nicht,  erfinde ich mir meine Geschichte eben weiter selbst! Bäh!

Es wird nicht zu lange dauern, die Zahl ist bald erreicht!