Claras Allerleiweltsgedanken


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Regen-Bogenbuntes Straßenfest

Vor längerer Zeit habe ich schon mal über Regenbogenfamilien gepostet.

Doch heute war ich mitten im Geschehen des regenbogenbunten Treibens drin. Leider hat beim Lesbisch-Schwulen-Stadtfest – besser bekannt als  „Motzstraßenfest“ – das Wetter dem ersten Teil des Wortes besondere Ehre gemacht. Es war außerdem noch lausig kalt, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich beim Frisör aufzuwärmen.

Dieser nette „Udo Waltz“ hat mich doch tatsächlich überredet, meine dünnen langen Haare farblich zu verändern und durch Schneiden zu kürzen. Hier also erstmal die Ausgangssituation:

Irgendwie tun sie mir ja leid, diese schönen, so mühsam gewachsenen Haare. Aber was soll’s, no risk, no fun.

Als er mir anbot, eine Dauerwelle zu machen, kringelten sich nicht nur meine Haare vor Lachen – als ich seinen Vorschlag sah, wollte ich stehenden Fußes weglaufen.

Wer sagt, das diese Frisur mir steht, wird 3 Leserunden gesperrt mit roter Karte!

Die nächste Variante ist etwas gekürzt und die Haarfarbe passt so gar nicht zum Outfit – also habe ich das outfit kurzerhand ausgezogen – Opfer müssen gebracht werden.

Ich überlege hin, ich denke her – nein, so halblang gerötet möchte ich dann auch nicht rumlaufen. Dann lieber wieder richtig kurz, wie sie lange Jahre getragen habe – und vor allem mit ein paar Fäden von meinen silbernen Naturhaaren – das gefällt mir und so verlasse ich vieles erleichtert (in mancherlei Hinsicht) den berühmten Salon.

Kaum bin ich raus, begegnet mir doch eine Gruppe junger Frauen. Diese lassen mich bedauern, dass ich mir in meinem Alter nicht mehr jede verrückte Frisur leisten kann, auch nicht jedes Tattoo. Schade eigentlich!

Danke für’s fotografieren dürfen!

Aber die schönste aller schönen Frisuren gibt es auf meinem Fotoblog.

An diesem Tag war es ja so kalt und so nass, dass wir vom Straßenfest geflüchtet sind und stattdessen ins Museum für Völkerkunde gegangen sind. Dort zeigte man als Kontrastprogramm zur Fußballweltmeisterschaften (momentan kracht es hier um mich herum – das vierte Tor ist gefallen; was machen die denn, falls wir ins Finale kommen sollten? Da fällt hier alles zusammen!)  eine Ausstellung über vodou – Kunst und Kult aus Haiti.

Aber der Sonntag war auch in Berlin wieder schön – also ging ich nochmals hin. Lohnende Ausbeute.

Heute zeige ich euch nur noch diese Bilder:

Ihr wisst sicher, dass die schönsten jungen Damen beim CSD und beim Motzstraßenfest junge Männer sind – mit Figuren und mit Beinen, dass Frau vor Neid blass werden kann.

Aber sie genießen dieses Anders-Sein auch!