Claras Allerleiweltsgedanken


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Biss-Orgie verkommt zu Trauerspiel

… oder vielleicht doch  Hoffnungsstreif am Horizont?

Hier habe ich mich ja schon mal über das Thema in folgender Form ausgelassen:

„Besser beißen können oder lieber was zu beißen haben?“

(Muss man nur lesen, wenn man masochistisch veranlagt ist und etwas zur Elendsvergrößerung braucht!)

Da ich seit dem 17. August 2009 an diesem Implantat-Zahnersatz-Thema rumdoktere, fange ich den heutigen Post mit dem Sprichwort an:

Was dem einen sin Ul ist dem anderen sin Nachtigall

Ich interpretiere mal „Ul“ als „schlechte Ohren“ und „Nachtigall“ als „schlechte Zähne „, dann kann ich nämlich das Sprichwort ver-clären.

Was der Clara ihr Ul ist ihr gleichzeitig ihr Nachtigall„.

Fünf Wochen lang war die vierstellige Summe ( die vorn mit einer 4 beginnt) ihr Geld wert, dann fing die Chose an zu wackeln, was mein lieber Zahnarzt total negieren wollte.

Mir missfiel das sehr, sowohl das eine als auch das andere – dem Zahnarzt auch – aber ihm aus anderen Gründen als mir. Er sah seinen Profit wackeln, wenn er jetzt kostenlose Regressarbeit leisten muss, ich sah meinen fleischigen Speiseplan auf einen St.-Nimmerleins-Tag verschoben.

Nach der ersten Regressarbeit wackelte zwar nichts mehr, dafür tat alles  weh – die Implantate wurden zu stark belastet und die Kiefer auch. – Sicher wundert es niemand, dass ich das so auch nicht gewollt hatte.

Vielleicht lösen wir das Problem schneller als bis Mitte August 2010, denn ihr wisst ja, „Löwen“ brauchen Fleisch und keine Weichkost. Jetzt ist der Zahnarzt erst einmal nach Schottland gefahren – ich hoffe doch sehr, er hat sich nicht mit meinem Geld abgesetzt! – Aber die jetzt angearbeitete Ersatzlösung (alles neu, macht der August) sieht bisher hervorragend aus – nur kauen muss ich damit auch noch können.

Mein Wunsch ist eine Zeitungsmeldung folgenden Inhalts:

Am gestrigen Tag biss Clara H. aus Berlin-Lf. einen Mann, der ihr ihren Rucksack mit allen Papieren und mit allem wenigen Geld entwenden wollte, so kräftig in den Arm, dass dieser sofort die Flucht ergriff und in der Klinik mit einem Eigenfleisch-Transplantat das Loch gestopft bekommen musste. Er wird von der Firma „Titanimplantate = Lebensimplantate“ betreut.

Diese Leistung können auch Sie mit Transplantaten der Firma XYZ erreichen – vertrauen Sie unseren Fachleuten!

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Das Bild zum heutigen Tag heißt „Notdürftiger Ersatz“ . Ein Hilfsroller oder gar noch schlimmer ist eben auch nur hilfsweiser Ersatz!!


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Autofahren mit den eigenen Kindern …

in diesem speziellen Fall nur mit dem männlichen Part davon, der ja mit knapp 40 Jahren dem Kindersitz schon längst entwachsen ist und die Bezeichnung „Kind“ nicht mehr so richtig verdient.

Anmiert zu diesem Post, der schon ewig in Warteposition lauert, hat mich ein Post meines zweiten Kindes  über das Autofahren.

Zu mir als Autofahrerin sei gesagt, dass ich es seit 1973 aktiv betreibe und diese ca. 300.000 km unfallfrei hinter mich gebracht habe. Früher fuhr ich weitaus schneller und riskanter, inzwischen ruhiger und gelassener und vor allem in der Dunkelheit oder gar noch bei Regen sehr passiv und vorsichtig – da nützt ein Navi zwar viel, weil es den Streckenverlauf zeigt, aber eben nicht alles. Besonders zurückhaltend in unbekanntem Gelände!

An Engstellen bin auch ich diejenige, die die anderen zuerst fahren lässt, da ich ja Zeit habe, meist zumindest.

Wenn aber dann der ungeduldige Sohn daneben sitzt und Bemerkungen der aufgeführten Art macht, war ich schon nahe dran, ihn mitten auf der Strecke aussteigen zu lassen.

Bemerkungen wie

  • Du hättest dir lieber einen neuen Aluklapproller als ein neues Auto kaufen sollen!
  • Willst du hier den morgigen Tag abwarten?
  • Wenn du weiter so auf der Autobahn rumstehst (stockfinstere Nacht, kaum ein Auto unterwegs, 90 zugelassen, 80 gefahren), musst du dich nicht wundern, wenn dir gleich einer in den Kofferraum guckt! Anhalten auf der Autobahn ist verboten!

An alle kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich sie eine wie die andere entbehrlich fand.

Sicherlich fährt er gut Auto, aber nach meiner Einschätzung fährt er auch wie ein Henker Auto – typisch männlich. Inzwischen ist er ruhiger geworden. Er ist ja schon mit 17 ohne Führerschein mit einer Rennpappe gefahren – er hat in dieser Beziehung kaum etwas ausgelassen, was nicht erlaubt war. Seine Unfälle halten sich in Grenzen, aber es sind entschieden mehr als meine.

Zu rücksichtsvoll und defensiv sollte man sicher nicht fahren, weil das andere zu falschen Reaktionen verleiten kann – aber immer so fahren, wie man es gerade kann und wie man sich fühlt!

Söhnchen, du kannst jederzeit zu mir „faule Socke“ oder „krummer Hund“ sagen, da würdest nur symbolisch ein paar hinter die Löffel bekommen, aber als „schlechte Autofahrerin“ lasse ich mich nicht abstempeln, von dir nicht!

Als mein Sohn meinte, ich sollte mir einen „Roller“ kaufen, hat er doch nicht etwa an so etwas gedacht?


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Gemeinsam 1994 in’s Wasser gehen (1/2)

… könnte natürlich jetzt bei sommerlichen Zeiten und diesen tropischen Temperaturen  eine durchaus natürliche, sehr angenehme  Sache sein, die in allen Seen und Meeren Deutschlands, Europas oder der Welt stattfinden könnte, ohne dass es eine Zeile im Blog erforderlich machte.

Wenn Clara aber an einem 1. Mai  bei 8 ° C Wassertemperatur unfreiwillig, förmlich zwangsweise ins Wasser der Hamburger Außenalster geschickt wird, ist das mehr als unangenehm und für mich berichtenswert.

Wenn dann einige Monate später ein erneuter Versuch unternommen wird, dieses „Ertränkungsmanöver“ in den einströmenden Fluten der Nordsee in dem schönen Badeort St. Peter Ording zu wiederholen (die Presse war vor Ort und wird berichten), könnte doch eine gewisse Skepsis aufkommen: Steckt hier Methode dahinter?

Methode nein, „Dummheit“ ja.

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Und wie ging die Ertränkungsaktion vor sich?

Die Außenalster ist groß, tief und nass und zu frühlingshaften Zeiten auch noch kalt.

Der Segel“meister“ Heiko L. und seine vollkommen ahnungslose Elevin Clara H. wollen auf einer Conger-Jolle (so ziemlich das lökrigste, was es unter den Jollen gibt) ansegeln, also die Saison eröffnen.

Ich verlangte nach einer Schwimmweste, worüber Heiko leicht spöttisch  lächelt, sie mir aber gibt. Da ich nicht vollkommen segelunerfahren war, bemerkte ich vor dem Ablegen (alt)klug, das Schott zum „Laderaum“ doch besser zu schließen. Auch hier nur ein mitleidiges Lächeln des „Kapitäns“, diesmal allerdings ohne die Sache auszuführen.

Und noch so einen belächelten Vorschlag mache ich, nämlich die Persenning (Abdeckplane) an Land zu lassen, da sie ja unterwegs nicht gebraucht wird. Doch der „kluge“ Käpt’n belässt sie im Laderaum, dessen Luke …, na, ihr wisst schon.

„Dummes Geschwätz von Greenhorns, muss Segeloldie nicht drauf hören!“ – diese Gedanken müssen Heikos graue Zellen gewälzt haben.

Also Leinen los – schöner Wind, schöne Böen, schöne Fehler von der Jollenelevin.

Wie es kam, dass der Kapitän plötzlich im Wasser schwamm statt an der Pinne zu sitzen, das Boot zuerst auf die Seite kippte und später ganz herumrollte, so dass es mit dem Mast im Schlamm steckte, kann ich leider weder nachvollziehen noch genau beschreiben.

Meine Erinnerungen an diese Momente: „Sehr kalt und sehr nass!“

Da lange Jahre vorher ein guter Freund unserer Familie beim Ansegeln ertrunken war, weil er einen Mitsegler zurückholen wollte, der ans Ufer schwimmen wollte, spielte sich bei mir ungutes Kopfkino ab, zumal auch die vorher so vehement eingeforderte Schwimmweste durch die darüberliegende Vliesjacke zu gut geschützt wurde und sich nicht automatisch mit Luft füllte.

Plötzlich sah ich den am Steg so lachenden Kapitän hektisch nach untergehenden Sachen tauchen, aber sowohl seine Tasche mit den Wohnungsschlüsseln als auch die Persenning waren schneller auf dem Grund als er zupacken konnte.

Meinem bibbernden Elend machte die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) mit einer warmen Decke ein Ende, nachdem sie mich aus dem Wasser gezogen hatten. Zitternd konnte ich zusehen, wie Heikos Boot, das übrigens den leicht irreführenden Namen „Einer geht noch“ trug, gedreht wurde und wie die Männer über die offene Luke  den Kopf schüttelten.

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Dieses war der erste Streich (des gemeinsamen Ins-Wasser-gehen), der zweite folgt sogleich (genau in sieben Tagen).

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Diesen dummen Spruch: „Und wenn sie nicht …, dann segeln sie noch heute“ kann man ja hier schlecht anbringen.

Aber wenn Heiko jetzt nicht dem himmlischen Fährmann zur Hand ginge, wäre es vielleicht zu solch ähnlichen Situationen gekommen, wie auf dieser Fotomontage zu sehen ist. – Die Kleideraufnahmen sind alle mit Selbstauslöser fotografiert. Diese Einstellung im Apparat und die richtige Position für die Kamera zu finden – das waren Herausforderungen der besonderen Art, bei diesen Temperaturen!

Das Kleid, das ich mir wegen übergroßer Hitze und tropfenden Schweißes heute gekauft habe, wollte Frau Doktor sehen. Bitte, voila!


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Memory of Heiko-Man is memory for me …

Nur für Heiko-Kenner oder sehr Neugierige. Hier habe ich für diesen für mich so ungewöhnlichen und bedeutsamen Mann eine lebensfrohe Geschichte zu seinem Todestag geschrieben – nämlich die etwas ungewöhnlichen Umstände, unter denen wir uns kennen gelernt haben.

Bin ich abergläubisch? Vielleicht ein wenig.

Am 12. saß ich auf meinem Balkon und las Zeitung. Gerade rechtzeitig, um es zu seinem heutigen Geburtstag zu posten, las ich einen sehr freudig stimmenden Artikel. Es waren die näheren Umstände, die mich glauben ließen, es wäre ein Wink von oben, dass auch er mich nicht vergessen hat.

Der Artikel „Rettendes Blut“ handelt von einer Frau, die mit 53(!) ihre fast todbringende Diagnose erfährt. Nach Jahren des diagnostischen Rumprobierens  wird festgestellt, dass ihr nur eine Knochenmarkstransplantation bzw. Stammzellenspende helfen kann. (Das hätte ich bedingungslos gespendet, so es geholfen und gepasst hätte)

Ein Spender ist gefunden, der zufällig Heiko heißt. (Die Namen sind nicht von der Redaktion geändert) Und als diese Behandlung bei einer Berlinerin auch noch im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf ausgeführt wurde, das Krankenhaus, in dem er bei der versuchten, angefangenen  Chemo so gelitten hat, konnte ich nur noch an einen Gruß von ihm glauben.

Die jetzt inzwischen kerngesunde Seniorin hat durch die Transplantation die Blutgruppe gewechselt und hat jetzt die von Heiko.

Spender und Empfängerin standen sofort in anonymem Kontakt mit Briefen über das DRK (direkt ist 2 Jahre lang nicht erlaubt). Kaum war diese Sperre aufgehoben, telefonierten sie miteinander. Dann lud Frau Hanni Kohl ihren Lebensretter samt Lebensgefährtin zu einem Wochenende mit vielen kulturellen Höhepunkten ein. Bianca, die  „frisierende“ Lebensgefährtin, wollte unbedingt den Salon von Udo Walz besuchen, was dieser nicht nur gestattete, sondern zu einem besonderen Erlebnis für Bianca gestaltete.

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Doch nun zu dem Geburtstagskind:

Mensch, du wärst ja jetzt schon ein „alter Mann“ mit deinen heute 68 Jahren – na verziehen, ich bin ja auch nicht mehr die Allerjüngste.

Für eine Sache möchte ich mich bei dir entschuldigen: „Dass du mir zuliebe die Sache mit der Chemotherapie auf dich genommen hast, deswegen mehr leiden musstest, aber nur ganz wenige Tage bis Wochen länger gelebt hast – vielleicht auch gar keine.  Ich hätte dich nicht so betteln sollen.“

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Das Leben ist auch in aussichtslosen Situationen nicht aussichtslos!


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Update 5 zur Doppelkopfgeschichte

Hier oder mit dem Link in dem  Kasten auf der rechten Seite könnt Ihr lesen, wie es mit unserer Geschichte weitergeht.

Herr Teddy hat sich als Mitschreiber mit seinem zweiten Beitrag ehrenvoll verabschiedet, nicht ohne seinen Nachschreiberinnen noch ein „dickes Ei“ gelegt zu haben *grins*

Obwohl er es doch war, der in einem Kommentar bemerkte, dass es ihm zu stark in Richtung „Oma-Geschichte“ geht, lenkt er nun wiederum das Fahrrad von Papa Jochen geradewegs zum Haus von Oma Feli, bestärkt also den Omatrend. Und dann deutet er ein Geheimnis an, worüber sich die anderen den Kopf zerbrechen können. Na, mir wird schon was einfallen – und dann, nach mir die SintDoppelkopfflut.

Aber was rede ich lange, lest doch selbst, in welche Verwirrung er mich gestürzt hat.

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Damit ich besser über das Rätsel des Weiterschreibens grübeln kann, geht es im Fotoblog „chinesisch“ zu.


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Herr Ober, bitte Bestellung annulieren

„Ja, meine Dame, was wünschen Sie?“

„Ich möchte gern die Bestellung rückgängig machen, die ich vor ca. 10 Minuten aufgegeben habe!“

„Und was war das bitte, meine Dame?“

Octopussalat für alle hier im Blog. Und das ist jetzt nicht mehr aktuell, Paul hat zwar lange gebraucht, bis er sich durchgesetzt hat – aber letztendlich haben sich die dunkelblauen Spanier, bei denen allerdings auch nichts mehr an Flamenco erinnerte, gegen die bolzenden, tretenden, gelbkartigen  Käsefüße durchgesetzt!“ Das mit den „Holzschuhträgern“ ist ja wahrer geworden, als mir lieb war. Die Jungens haben ja richtig zugetreten.

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Richtig schön fand ich das Spiel nicht. Ich hatte mich schon auf meine Lieblingsdisziplin, das Elfmeterschießen gefreut, doch so ist es auch gut. Hauptsache meine Vorhersage stimmt!


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Spielten im Finale Toreros gegen …

Edamer Käserollen,

wäre ich, Clara, – obwohl nicht Vegetarierin – unbedingt für die Käserollen, die gewinnen sollen, da ich diesen blutigen Kämpfen keinen Lustgewinn zuschreiben kann.

Da ich aber meine, es spielen

Flamencotänzer gegen Holzschuhträger,

vote ich für den wunderschönen Flamenco und bin für seinen Sieg. Na, dann schau’n wir doch mal.

Ich habe mir heute erst mal ein Kleid – passend zur Kutsche – gekauft.