Claras Allerleiweltsgedanken

Gay Games in Köln

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Köln vermittelt uns gerade den Eindruck, dass jeder nach seiner Fasson selig werden kann – ob das seine Religion, seine Hautfarbe oder seine sexuelle Orientierung betrifft. Ca. 10.000 Lesben und Schwule aus 70 Ländern zeigen, dass sie nicht alle „Launen des lieben Gotts“ sein können, sondern eine zu akzeptierende Gruppe der Menschen, wenn auch in der Minderheit.

Wunderbar, dass es solche Veranstaltungen gibt; noch wunderbarer, dass sie in einer Stadt stattfindet, in der die Bewohner so wie die aus Berlin auch nicht vor Schreck oder Ekel in Ohnmacht fallen, wenn sich zwei Männer küssen, wenn zwei Frauen eng umschlungen gehen, so dass jeder sehen kann, dass es mehr als eine übliche Frauenfreundschaft ist, nämlich Liebe.

Dieses Bild hatte ich ja schon in meinem Fotoblog gezeigt. Sicher ist die Frisur ausgeflipt und ungewöhnlich. Was aber nicht ungewöhnlich sein sollte, ist, diese Orientierung auch ohne Angst leben zu dürfen. In Afghanistan, Sri Lanka oder Südafrika birgt schon Händchenhalten ein Lebens-Risiko, weil es als „Sünde“ definiert wird. Sind diese Länder fanatich gläubig, kann es auch ganz schnell zur „Todsünde“ werden.

In einer Berichterstattung wird von einer 23jährigen Teilnehmerin aus Südafrika berichtet, die zur „Heilung“ erst von einem ihr bekannten Mann  in mehr oder weniger aller Öffentlichkeit erst bewusstlos geschlagen, dann mehrfach vergewaltigt und zum Schluss wie ein Sack Müll liegen gelassen wurde.

Die Polizei hatte bei der Anzeige nur ein verächtliches Lachen für sie übrig mit den Bemerkungen: „Vielleicht bist du ja jetzt geheilt!“

Und sie ist nicht die einzige, die solch eine schrecklichwahre  Story zu berichten weiß.

Und weil es so etwas in der heutigen Zeit noch immer gibt, finde ich, dass die ungewöhnlichen Blumen ihre Berechtigung haben.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

41 Kommentare zu “Gay Games in Köln

  1. Die Gay Games waren wirklich super. 😉

    Hier gibt´s einige Fotos:

    http://www.glanzbilder.org/2010/08/03/gay-games-cologne-2010-a-summary-in-pictures/

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    • Danke, du warst im Spam gelandet. Bevor ich auf „Kommentar genehmigen“ gedrückt habe, habe ich mir erst mal einige Fotos angesehen. Wirklich toll. Das, wo der junge Mann auf dem Rasen liegt und beide Hände mit gespreizten Fingern hochhält, finde ich göttlich schön!
      Danke, dass du dich gemeldet hast.
      Clara

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  2. Hier in Puerto Vallarta gibt es eine sehr „aktive“ Gay-Community: in der Südstadt, das ganz alte Viertel Vallartas, tragen sie massgebend zur wirtschaftlichen Belebung bei. Die Palette geht von Boutiquen, Kneipen, Restaurants, Friseur, Beautysalon und Ateliers bis hin zu Theater, Szene-Clubs und Hotels. Mittlerweile werden Gay Guides (Stadtführer) publiziert, die grossen Anklang finden. Die Veranstaltungen sind bisweilen schon legendär, wie die jährliche Carnival Parade durch die Altstadt. Hier gehören sie zum Stadtbild, zum Alltag. No hay problema!
    LG
    Vallartina

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    • In San Francisco und auch hier in Berlin gibt es diese Stadtviertel auch, hier ist es überwiegend Schöneberg. Beim lesbisch-schwulen Stadtfest wehen nur so die Regenbogenfahnen aus den Fenstern.
      Ein wenig überschattet die Gay-Szene ja die Frauen, die nimmt man meistens nicht so recht für voll, aber ich glaube, denen ist das auch egal, die freuen sich, wenn sie glücklich und zufrieden mit ihrer „Frau“ oder Geliebten in Ruhe gelassen werden.

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  3. NOch eine Antwort an dich.
    Diese Worte „den gibbet auch in quietscheentengelb oder schönes schwules pink *kicher* fand ich bei chinomso in einem Antwortkommentar, in dem es um die Rentnerporsche geht.
    Das sind so die ganz kleinen alltäglichen Boshaftigkeiten, wie sie nicht so schnell aussterben werden.

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  4. Elke, ich stehe ein wenig auf dem Schlauch, „Wie ich denke weisst du ja inzwischen.“ ich weiß nicht, was du meinst. Ist in Köln was passiert, hat es einen Übergriff gegeben. Ich gucke doch so ungern Nachrichten, weil es eine Ansammlung von Katastrophenberichten ist. – Ich hoffe und bete, dass es nicht so ist, weil ich es so wahnsinnig unfair finde, dass sich Leute das Recht nehmen, über das Leben anderer zu erheben.
    Ich würde so gern die Welt verbessern wollen – freue mich aber, dass sie hier wenigstens in Ordnung ist. – Und ich freue mich so wahnsinnig auf Oktober, alle die drücken zu können, die hier „in langen Schlangen“ bei mir kommentieren.
    Drückerlis von mir! Adressat: Elke promocia, Schweden irgendwo bei Stockholm in der Nähe

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  5. Margot, dein Wunsch hat sich schon erfüllt – bis Dienstag. Da muss er die neueren, dickeren Teile in die vier Implantate reindrehen. Es sind also nicht die Zähne, sondern das Zahnfleischt, was so höllisch wehtut. Dienstag gibt er mir eine Spritze – aber was wird sein, wenn die nachlässt. Skryptoria hat mir gesagt, ich soll mir Tramal geben lassen – aber ich denke, 2 normale Tabletten werden ausreichen, ich nehme sonst nämlich nichts an SChmerzmitteln.

    Also, hier ist „Frau Fasson“ – und ich bin im Moment nicht unglücklich, was ja auch schon was ist!

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  6. Ach, Clara, du hast den Artikel geschrieben, den ich eigentlich hätte schreiben müssen/können und nicht nur, weil die Gay Games in Köln sind. Aber leider habe ich genau dafür keine Zeit. Zu gerne hätte ich mich bei den Veranstaltungen ein bisschen umgeguckt, vielleicht auch Fotos gemacht. Bei der CSD-Parade war ich auch nicht.

    Davon abgesehen, ist es für mich völlig normal, dass Männer Männer lieben (oder Frauen Frauen). Und das ist kein Lippenbekenntnis, sondern Realität. Einer meiner Söhne lebt schon seit Jahren mit einem sehr netten Spanier zusammen und so werde ich wahrscheinlich irgendwann noch einen dritten Sohn dazu bekommen statt einer Schwiegertochter 😉

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    • Ingrid glaube mir, ich habe beim Schreiben viel an dich gedacht, da die Spiele ja in Köln sind – ich hatte fast gedacht, dass heute früh von uns beiden ein Post hier steht. – Hast du in der Stadt viel davon mitbekommen, wenn du schon nicht zu den Veranstaltungen konntest? – Ich habe lange Zeit gedacht, dass ich von meinem Sohn eventuell auch einen Schwiegersohn bekomme, aber da hbe ich mich geirrt – ich bekomme weder das eine noch das andere. Auch ich wäre damit nicht unglücklich geworden. Die gewünschten Enkel bekomme ich jetzt auch nicht, bis jetzt jedenfalls nicht. Der „Bengel“ wird immerhin schon 40. – Also, ich hoffe, ich habe dich gut vertreten!

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      • Du hast mich sehr gut vertreten, liebe Clara.

        Ich kann dir nicht mal sagen, ob in der Stadt viel zu sehen war. Ich war nur einmal kurz dort, um Sachen zu kaufen für die Küche des anderen Sohnes und da habe ich nicht rechts und links geguckt. Ich hoffe allerdings immer noch, dass ich ‚demnächst‘ mal Zeit für planloses Bummeln und Herumstreunen haben werde.

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  7. Das ist das Leben: bunt, pur und unverfälscht. Einfach nur leben. Und ich finde es klasse!

    Danke dir für den schönen Beitrag liebe Clara!

    Einen schönen Abend noch und liebe Grüße,
    Emily

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    • So ist es, Emily, bunt und pur und wir können daran teilhaben oder uns ausschließen. Aber wie ich uns alle hier kenne, entscheiden wir uns für die erste Möglichkeit!
      LG Clara

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  8. zu diesem Thema mag ich jetzt gar nix sagen. Denn ob Frau mit Frau oder Mann mit Mann oder Frau mit Mann oder Mann mit Frau, sind denn das nicht alles Menschen? Und ich lebe und ich liebe und jeder andere Mensch soll das auch. So einfach, gell Clara. Ja ich weiss, so einfach ist es eben nicht. Schade, denn so geht viel verloren, viel von der Liebe, viel von Selbstwertgefühl, viel von „einfachMenschsein“

    Ach Clara, ich grüsse Dich lieb und ich werde mich noch bei Dir melden. Vielleicht nicht heute, aber ganz gewiss an einem der kommenden Tag *biggrins*

    bisous, Martha

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    • Martha – Gott sei Dank ist dein „bisous“ dabei – ich hätte sonst gedacht, es ist eine andere Martha.
      Weißt du, mich stört bei dieser Intoleranz vor allem, dass die Kirche es ver“dammt“ oder es zumindest lange Zeit gemacht hat, die doch eigentlich die „Liebe“ predigen sollte.
      Wenn zwei liebende Männer oder Frauen ihr Zusammensein genau wie die anderen mit einer Ehe bekräftigen wollen, warum bekommen sie dann Rechte verweigert, die für die anderen selbstverständlich sind.
      Aber ich will ja überhaupt nicht meckern (man könnte fast denken, ich spreche für mich in eigener Sache, ist aber nicht so, aber ich war schon immer gegen Intoleranz, egal, von wem sie kam), in Deutschland ist ja alles schon ziemlich okay. Im dritten REich saßen sie noch mit dem „rosa Schwulenwinkel“ im KZ – jetzt muss wohl keiner mehr um sein Leben bangen, vielleicht mal eine ganz große Ausnahme bei einer Prügelei.
      Na, dann *biggrins* zurück, liebe Martha, ich schaue „stündlich“ (stimmt nicht) in meinen Kasten!
      LG von Clara

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      • Liebe Clara,

        oh, warum hättest Du mich ohne mein bisous nicht erkannt? Vielleicht hocke ist jetzt irgendwo auf einer meiner Leitungen, oder ich bin tatsächlich zu dumm, um das zu erkennen. Und ja, ich weiss doch, dass Du nicht stündlich in Dein Postfach schaust, ich habe Dir ja auch gesagt, dass es in den nächsten Tagen sein wird.
        Und ja ich habe Dir wieder zu erzählen, sie war ja heute ganz ohne Voranmeldung hier.

        Bisous, Martha

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        • Ach Martha, das war natürlich etwas übertrieben, dass ich dich nicht erkannt hätte – aber ich glaube, du hast einen anderen „Gravatar“ bekommen. Bei mir ist sowieso alles anders bei WorPress seit kurzem. – Nein, Martha es war so ein üblicher Clarascherz, aber ich war über dein „biggrins“ so erstaunt.
          Ich freue mich, von dem Besuch zu hören bzw. natürlich zu lesen. – Also, du stehst auf keiner Leitung und es ist alles okay!
          GAnz lieb drückt dich Clara

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  9. Ich möchte jetzt keine Werbung machen, liebe Clara, doch schau dir das mal an. Kurios wie es ist, ist das irgendwie einer meiner Lieblingsbeiträge in meinem Reisetagebuch, weil es zeigt wie „krank“ vermeidlich intelligente Menschen in ihren Denken sein können.

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    • Charlotta, das ist so ein tolles Beispiel für die Borniertheit, die auch in der heutigen Zeit nicht ausgestorben ist. Die Eltern taten ja so, als wenn Rio R. Pest, AIDS und Cholera gleichzeitig hätte und sich diese Krankheiten über Musik ausbreiten könnten, vor denen sie ihre Tochter bewahren wollen.
      Aber du bist ja im Arbeitsleben vielleicht noch eine „verfemtere Randgruppe“, die es noch weitaus schwerer hat als die Homosexuellen.
      Hattest du schon Glück mit der Wohnung?
      LG Clara

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      • Ich habe etwas gefunden, das ich mir gern ansehen würde, deshalb werde ich Montag noch mal zu der Wohnungsgesellschaft gehen. Nicht gerade groß (38m²), doch toll gelegen: In einer 30er Zone, doch 20m weiter ist die Haupstraße mit Ärzten, Apotheken, Discountern, also alles was man im Alltag benötigt. Toll auch, dass sie nicht in der Stadt selbst ist, sondern endlich in einem daran angegliederten und trotzdem zentralen Dorf. Ich hoffe, ich kann sie sehen. Noch besser wäre, wenn sie auch passend wäre.
        Du, ich kenne übrigens auch hörgeschädigte und andere Homosexuelle mit Behinderungen und die sagen, dass sie es wegen ihrer Orientierung noch einmal schwieriger haben. Deshalb denke ich, dass man nicht per se sagen kann, dass Menschen mit Behinderung es per se schwerer haben als Homosexuelle, weil ich glaube, dass diese Leute, die ich da kenne es auch ohne Behinderung total schwer hätten.
        Ein Semester über mir saß eine Reha-Studentin, die das Studium wegen einer Atemwegserkrankung finanziert bekommen hat. Sonst hatte sie keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Diese Frau war lesbisch. Und UNAUSSTEHLICH. Weißt du warum? Sie ist zwar über den Campus stolziert und richtig mit ihrer Orientierung kokettiert (das war nervtötend), privat jedoch, musste sie sich außerhalb ihrer Familie verstecken. Wenn sie bei ihrer Freundin auf der Arbeit anrief musste sie sich für deren Schwester ausgeben, weil die Freundin sich in ihrer Stadtverwaltung nicht outen durfte (sonst vermutlich Job weg). Wenn man diesen Druck hat, ist es glaube ich um einiges schwerer als den Druck zu haben wegen einer Behinderung keinen Job oder nur schlechte zu bekommen.
        Wenn ein Mensch mit Behinderung keinen Job bekommt, dann ist das ganz oft von außen verschuldet. Weil ihm keiner eine Arbeitsstelle geben will wegen Vorurteilen.
        Wenn eine Lesbe/ein Schwuler keinen Job bekommt wegen Vorurteilen, dann heißt es oft ganz schnell „eigene Schuld“, weil dann von außen gesagt wird, sie/er hätte sich ja nicht outen müssen. Was totaler Quatsch ist. Doch bis die Menschen so weit sind um wirklich kapiert zu haben, dass die sexuelle Orientierung kein Grund ist jemanden zu meiden wird das noch ein paar Jahrzehnte dauern.
        Ich habe eine gehörlose Freundin, die auch mit einer Frau zusammenlebt und sie hat zwei Jobs. Für jeden Job muss sie einen anderen Namen angeben (hat auch so einen Doppelnachnamen, das geht also), sonst könnte sie die nicht halten. Die eine Stelle hat nämlich sehr mit ihrer Orientierung zu tun (da leitet sie eine Jugendgruppe), wenn das bei der anderen bekannt werden würde, wäre sie die los.

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        • Ach Charlotta – erst einmal ganz, ganz großes Daumendrücken für die Wohnung. Sicher sind 38 qm kein Palast – aber wir haben zu DDR-Zeiten 10 Jahre lang zu viert in 50 qm gelebt. Und du bist ja noch jung. – Die Lage scheint mir so viel besser als die in der Pampa hoch sieben zu sein.
          Ansonsten, Mädel, du nimmst mir ja alle Illusionen, dass Deutschland so tolerant ist Randgruppen gegenüber. Vielleicht sind wir hier in Berlin da wirklich sehr verwöhnt.
          Andersherum: In der DDR hatten auch fast alle Angst, ich habe mir fast nie Angst machen lassen und meine Meinung sehr oft relativ offen geäußert – und siehe da, mir ist auch nichts passiert.
          Ist die in der Stadtverwaltung (bei der sich immer die „Schwester“ meldet, nicht ziemlich unkündbar? Die würde garantiert nicht ihren Job verlieren – aber vielleicht steht sie innerlich gar nicht selbst zu dieser „weiblichen Liebe“. Die Kollegen würden sich kurze Zeit das Maul zerfetzen, und dann wäre (vielleicht) gut. – Ich war in solcher und anderer Beziehung schon immer mutig!
          Ich drücke dir die „Wohnungs-Daumen!“

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          • Du, ich habe diese Frau auch nie wirklich für mit sich selbst im Reinen gehalten. Das hat sich meines Erachtens auch darin gezeigt, dass sie so UNAUSSTEHLICH war. Ich vermute, das war der ganze Druck, den sie von innen hatte und nicht raus lassen konnte/durfte. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da musste ich meine doppelte Staatsangehörigkeit aus Sicherheitsgründen verschweigen. Nun habe ich jedoch leichten Akzent und jedes Mal, wenn ich darauf angesprochen wurde, musste ich mir eine Ausrede einfallen lassen und „Nein, ich bin nicht Ausländerin“ sagen. Und war ständig gereizt. Ich weiß also, was so ein Druck sich zu verstecken mit einem machen kann. Nun gab es das AGG in den 90ern noch nicht, also wäre es legitim gewesen mich zu der Sache, die ich damals gemacht habe mit der Begründung „Wir wollen keine Ausländer in unserem Verein“ nicht zuzulassen. Das ist ein ganz ähnlich Druck.
            Und doch, ich glaube, ihr in Berrlin habt ein wenig Aisnahmezustand. Eine Freundin lebt in Wedding. Sie hat keinerlei Behinderung ioder gesundheitliche Beeinträchtigung, sieht jedoch etwas anders als der Normalbürger aus. Deshalb hat sie jahrelang keine Arbeitsstelle bekommen, in Berlin fällt sie weniger auf, da hat sie eine.

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            • Das mit der größeren Freiheit für Berliner – damit hast du unbedingt Recht. Das war auch schon zu Ostzeiten so – den Berlinern ging es nicht nur versorgungsmäßig immer besser, auch sonst! – Aber ich glaube, das ist das einzige Privileg, das ich genieße.

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  10. wir können im vergleich zu anderen ländern, übrigens gehört auch china dazu – wie sollte es auch anders sein, zwar über mehr toleranz reden, aber die grundsätziche akzeptanz anderer lebensformen sehe ich nicht. wenn es nicht mittelalterlich wäre, würden manche doch homosexuelle heute noch öffentlich an den pranger stellen. und das widerliche daran ist diese doppelmoral, diese scheinheiligkeit mit der teilweise öffentlich dagegen argumentiert wird, dann aber wiederum mißbrauchsfälle jahrelang gedeckelt werden. wasser predigen, wein saufen.

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    • Komm her Mädel – ich trinke zwar nicht supergern Wein, aber mit dir würde ich jetzt sofort eine Flasche öffnen und mich ganz gemütlich auf den Balkon setzen, denn der Regen hat wieder aufgehört. Weder bei dir noch bei mir habe ich den Eindruck, dass wir öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken – nein, wir machen es eher umgekehrt, denn wenn es nach uns ginge, soll es gerade Benachteiligten und Minderheiten besser gehen.
      Frau Wortfeile, nimm Platz und stoße mit mir an!

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      • ich muß noch ne weile nüchtern bleiben… und außerdem trinke ich sowieso kaum einen tropfen. neulich war ich von einem bier strunzdicht ;-). für ein virtuelles prost reichts aber *stößchen* :grin:.

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  11. Huch, ist mein Kommentar von vorhin gar nicht bei Dir angekommen?

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  12. Das Thema ist ja sehr alt. Und ich sage nur dazu:

    Jeder Mensch darf und muss sogar so leben, dass er glücklich ist!

    Eine Einschränkung gibt es dabei: Es darf nicht auf Kosten oder unter Machtmissbrauch zum Übel des Nächsten werden. Darunter fällt ganz klar, Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und andere Abartigkeiten, was Sexualität betrifft.

    Wenn zwei Menschen verantwortungsbewusst etwas aus Liebe oder „einfach nur“ aus sexueller Lust wollen, dann können sie tun und lassen, was ihnen Freude dabei bereitet und dazu stehen. Ich muss das ja nicht nachvollziehen oder mitfühlen können.

    Und, Homosexuell sein, ist für mich natürlich, weil es in der Natur des Menschen vorkommt. Es ist nicht normal, weil Normen von Menschen gemachte Regeln sind, die das leider noch häufig genug ausschließen. Und ich bin in allem, was ich tue lieber ab und an lieber natürlich als normal.

    Wie kann etwas abartig sein, wenn zwei Menschen sich lieben und Sex miteinander haben? Und selbst, wenn es „nur“ Sex ist, dann ist da auch in Ordnung so.

    Wütend macht mich, dass in der Pornografie sich diejenigen an lesbischem Sex aufgeilen, die aber gegen Lesben, wenn sie sich wirklich lieben, wettern. Das sind dann oft Männer, die den Sex wollen, aber nicht ertragen können, wenn wirklich Liebe im Spiel ist, weil sie dann nämlich an ihre Verlustängste kommen und keine Macht mehr haben.

    Aufregen kann ich mich auch über Sprüche, wie „Zwei Frauen lasse ich ja noch gelten, die kommen ja auch häufig genug in Pornos vor, aber zwei Männer, das geht gar nicht…“ Aber, in Wirklichkeit haben Menschen, die so was äußern, manchmal entweder ganz andere Fantasien, die vielleicht für andere wirklich eklig sind oder unterdrücken ihre eigenen Fantasien.

    Menschen, die ungewöhnlich leben, konfrontieren den anderen mit ihren eigenen Gefühlen. Sie stellen den sog. „Normalen“ in Frage und, das macht dem „Normalen“ Angst.

    Ich könnte nun an dieser Stelle Romane schreiben, weil …

    Mein Leben war zu bunt … und das ist gut so. Mehr sage ich nun nicht mehr.

    Ganz lieben Gruß und viel Sonne für ALLE Menschen, in der Hoffnung, dass es endlich eine Welt gibt ohne Doppelmoral, Scheinheiligkeit und …, sondern, dass alle das leben können, womit sie glücklich sind. Dann gäbe es auch weniger unterdrückte Gefühle, die in Abartigkeiten ausarten.

    Und Homosexualität ist eine ganz natürliche Art und Weise zu leben und zu lieben oder vielleicht auch „nur“ Lust zu haben auf …

    Und in keiner Lebensform darf man den anderen zu etwas nötigen. Wenn also jemand mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, darf das nicht auf alle Homosexuelle beziehen, denn Heterosexuelle, die nötigen und missbrauchen gibt es auch !! Nur, wenn sog, Außenseiter auffallen, dann sind es gleich alle? Menschen, die übel über … reden, sollten sich wirklich mal mit ihren eigen Schattenseiten auseinandersetzen!

    Nochmal, lieben Gruß
    Sabina

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    • Ach, liebe Sabina, ich danke dir ganz, ganz sehr für deine so offene Anatwort.
      Einiges davon hatte ich ja schon als Antworten bei anderen geschrieben. Natürlich klammere ich die wirklich gesetzlichen Abartigkeiten aus – ich könnte den „Menschenfresser von Rothenburg“ auch nicht zu den zu akzeptierenden Sexualpraktiken zählen.
      Das mit dem „aufgei….“ an zwei Frauen hatte ich auch gerade erwähnt – wir alle hier scheinen eine ähnlich tolerante Auffassung zu haben.
      Vielleicht ist manches auch eine Sache der Gewöhnung. Anfangs habe ich auch etwas irritiert geguckt, wenn Männer so intensiv miteinander geschmust haben, bis ich zu der Auffassung kam: „Warum nicht, sollen sie doch!“
      Danke und ich grüße dich ganz lieb!

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  13. Liebe Clara,

    ich möchte Dir einfach nur für diesen so ernst- und wahrhaftigen Beitrag danken.

    Zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis zählen auch Homosexuelle. Von einem Schwulen, mit dem ich aufgewachsen bin, weiß ich noch, wie er verachtet wurde, weil er anstatt mit Autos eben mit Puppen spielte. Vor allem die Jungs waren grausam zu ihm. Er hat dann eben auch fast nur noch „Mädchen-Freunde“ gehabt.

    Und heute? Sind wir erwachsen und immer noch befreundet. Er ist ein wundervoller, tiefgründiger, intelligenter Mensch.
    Ist doch egal, wie jemand „tickt“! Der Mensch ist, was zählt.

    Ganz tiefsinnige Grüße heute von
    Coralita.

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    • Doch doch, zum Glück ist er nicht verloren gegangen – aber wie kannst du das arme WordPress aber auch so verwirren. Bekannt bist du als Coralita, aber wenn du als Coralita79 du uns auch noch dein Geburtsjahr (?) mitteilen möchtest, dann muss mein WP erst einmal ernsthaft überlegen, ob es solche jungen Leute hier zulässt *grinsgrinsgrins*
      Ich denke auch, dass Männer in mancher Beziehung mehr Probleme haben – bei Mädchen oder Frauen wird es oft nur belächelt oder gar als Objekt gesehen, dort mal ein bisschen „zuzusehen dabei“.
      Männer, die lieber künstlerisch Haare schneiden, Balletttänzer sein wollen oder anderes machen, was dem „starken Männerbild nicht entspricht, werden schneller beiseite gestellt als Frauen.
      Da gab es doch diesen wunderbaren Film von dem kleinen englischen Jungen, der tanzen wollte – Billie Idol (?). Ich weiß noch nicht einmal, ob er schwul war, da mir so etwas vollkommen egal ist – ich weiß nur, dass er sich mit seinem abwegigen Wunsch erst nach langen Schwierigkeiten in der Familie durchgesetzt hat.
      Danke, Coralita79!
      Hier funktioniert allerdings auch der Link zu deiner Seite nicht!

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  14. Hallo, meine liebe SPS, von dem schwulen Arbeitskollegen meines Exmannes und dessen Freund hatte ich ja schon mal geschwärmt.
    Für andere Länder und deren unmenschliche Regelungen möchte ich hier auch nicht die „Verantwortung“ übernehmen, mir reihct Deutschland. Sicherlich fragen wenige im Privatleben als erstes nach der sexuellen Orientierung eines anaderen. Hier ist man ja auch schon unheimlich weit damit – deswegen wird ja Deutschland so als Vorbildland gehandelt. Diesen Ruf haben uns sicher die offen oder versteckt offen schwul oder lesbisch lebenden Politiker, Schauspieler oder andere eingebracht.

    Aber es git wohl noch immer Gruppen wo es mit deutlichen Nachteilen verbunden ist, sich zu outen. – Es wäre wirklich immer und überall ein Vorteil, wenn die sexuelle Orientierung, die im gesetzlichen Rahmen liegt (Pädophilie oder andere wirkliche Abartigkeiten nehme ich natürlich davon aus, da ein pädophiler Erzieher wirklich falsch an seinem Platz wäre), nicht Grund für jegliche Diskriminierung bieten würde, denn kein Heterosexueller wird nach seinen Gepflogenheiten gefragt, die sich in seinen vier Wänden abspielen.
    Heute ist es schon besser mit den Schmerzen, die der Zahnarzt verursacht hat.
    Lieben Gruß von mir!

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    • Ich denke auch: Keine Gewalt gegen den anderen, keine Minderjährigen, keine Schutzbefohlenen – und alles andere findet seine Liebhaber. Ich habe auch gegen S/M nichts, möchte nur nicht einer dieser Buchstaben sein!
      Diese „Stern-Funktion“ ist ja wohl neu bei WordPress – dein Teil-Gesicht macht sich gut dort, danke – du bist die erste, die diese Funktion nutzt!
      Tschüss!

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  15. DAnke für deine Streichelei, bis Dienstag wird es helfen. – Ich hatte noch nie, wirklich noch nie Angst vor dem Zahnarzt, acuh wenn ich wusste, dass es unangenehm wird. – Aber vor Dienstag habe ich mehr Angst als Vaterlandsliebe. Da setzt er die neuen Einsätze in die Implantate ein, die dann drin bleiben soll. Das macht er dann mit Spritzen, weil er sie dann richtig mit einer Ratsche (wie aus einem Nuss-Kasten beim Werkzeugkasten) festziehen muss. An die Schmerzen danach, wenn die Spritze nachlässt, wage ich jetzt noch gar nicht zu denken. – Manchmal fällt es schwer, positiv zu denken – wie ich im andern Blog sage – August! Negativ!

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    • Mal sehen, ob ich es am Dienstag brauchen werde – aber ich denke, zwei ganz normale Tabletten (da ich so etwas sonst nie, nie, nie nehmen muss) dürften schon ihre Wirkung tun. – Jetzt, nachdem sie mir die Ursache genau erklärt hat, habe ich vielleicht eine bessere Einstellung dazu – ich muss die nur noch an mein Zahnfleisch weitervermitteln!

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  16. Nachteulchen I oder II sitzt hier mit schmerzendem Unterkiefer und kann gar nicht kklar denken. Der Zahnarzt hat heute an allen 4 Implantaten so rumgewirtschaftet, das mir alles, aber wirklich alles weh tut.
    Aber du hast mit allem recht, was du da oben schreibst.
    Gute Nacht sagt Clara

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