Claras Allerleiweltsgedanken

Vertreibung aus dem Paradies (9)

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Tja, da sind sie nun, die beiden Kerle. Eine Zeit lang mag das ja recht unterhaltsam gewesen sein, diese Männergespräche über Autos, die es noch nicht gab, über Faußball (zu dem einfach die Mannschaftskameraden fehlten), über das Häusle baue (genug Platz, also quasi preiswertes Bauland, gab es ja genug im Paradies), übers Saufen, über Sex – halt – Sex?!?!?!?!? Richtig, da war doch noch was. Doch dazu gehören doch meistens zwei, wenn es richtig Spaß machen soll. Mehr auch nich, aber auch nicht weniger.

Woher nehmen und nicht stehlen? Kurzzeitig hatte der Erschaffer den Gedanken, einen zweiten Mann zu erschaffen – das wäre dann eine perfekte Skatrunde. Aber andersherum wusste er auch, dass die katholische Kirche viele Jahrhunderte später die Homosexualität sehr verteufeln würde – so sehr, dass seine Anhänger es alle heimlich machen werden und vor allem heimlich mit minderjährigen Abhängigen, damit es nicht so schnell rauskommt.

Allmählich fängt Adam an zu ningeln und zu betteln – immer nur paradiesische Zustände wird ja auf die Zeit auch langweilig.

Also beschließt der große Schöpfer, den ganzen Akt nochmal zu versuchen. Als verbessertes Grundmaterial soll jetzt nicht Sand dienen, sondern organisches Material – eine Rippe von Adam.

Damit er nicht so wehleidig jammert bei der Entnahme, bekommt er eine Portion Tiefschlaf spendiert. Vorher durfte er noch Wünsche äußern nach Haarfarbe, Größe und Körperkonstitution. Er enschied sich für groß, schlank und feuerrothaarig, damit er seine Gespielin in den Weiten des Paradieses schnell wiederfindet, falls sie sich mal verstecken wollte.

Und jetzt ab über den Fotobloglink zum Bild!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

13 Kommentare zu “Vertreibung aus dem Paradies (9)

  1. Der Bauplan sah vor: Rippe war Pflicht und alles andere war Kür, konnte also nach Wunsch abgeändert werden.

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  2. Gut, dass du so verallgemeinernd mitdenkst, liebste Tina – da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Ich habe mich erst mal auf dieses Erstmodell konzentriert, der hat schon Schwierigkeiten genug gemacht.
    Aber du hast recht – diese im Paradies zum ersten Mal erfüllte Wunschvorstellung- und -äußerung hat schlimme Kreise gezogen.
    Mann, alt, hässlich, krank, aber reich wünscht von allem das beste, und das möglichst noch in mehrfacher Ausfertigung!

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    • Schade eigentlich – jetzt hatte ich so schön viele Kommentare, doppelte Kommentare, erklärende Kommentare, verweisende Kommentare – und nun sind sie wieder zusammengeschmolzen auf – weniger! – Drück und weg! CC

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      • Für solche „Analphabeten“ musst du das schon so schreiben:
        „Bla|blupp|palaver|zeux|und|so|du|weißt|schon|nö.“

        Bei mir an der Ecke hängt ein Schild, auf dem steht in Großbuchstaben: „EUROPALETTEN“
        Nicht nur kurzzeitig dachte ich verwundert, warum jetzt Europas Letten in irgendeiner Form verkauft werden sollten.
        Alles klar?

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      • Mit diesem schönen Wort habe ich ja noch gar nicht rumphantasiert!

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  3. Aha, groß, schlank und rothaarig. In meinen Apfel hätte Adam wohl nicht gebissen – aber das kommt ja erst später 🙂

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  4. Ich lese aus dem Ganzen, dass ‚Gott‘ auch so seine Fehler macht bzw. nach dem trial-and-error-Prinzip vorgeht.

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