Claras Allerleiweltsgedanken

Vertreibung aus dem Paradies (12)

15 Kommentare

Und ich meine jetzt nicht „das Fußballparadies“ aus dem wir ja auch etwas unsanft vertrieben wurden.

Ich meine auch nicht das biblische Paradies, denn das ist mir im Grunde genommen auch ziemlich egal.

Nein, ich meine das „Paradies einer Hartz-IV_Empfängerin“. Jetzt werden mehrere ein wenig verstört gucken, wie man diese Zustände als paradiesisch bezeichnen kann. Kann bzw. muss ich, denn da gab es bei dem wenigen Geld wenigstens noch einige Vergünstigungen: GEZ umsonst, Monatskarte für einen akzeptablen Preis, freien Kunstgenuss in staatlichen Museen und Bibliotheken und vielleicht noch einiges mehr.

Jetzt ist das Geld minimal mehr, alle Vergünstigungen haben sich in Luft aufgelöst, dafür habe ich als „Ausgleich“ ab August eine um 60,00 € höhere  Miete zu verkraften, so dass ich jetzt über 500 für eine 2-Z-Whg zahle .

Und daher kommt der Postname „Die Vertreibung aus dem Paradies

Die nächsten Folgen werden heißen: Paradies à la Clara

Und hier der Link zum Fotoblog

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Heute kann man noch wo anders wildern und entdecken gehen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Vertreibung aus dem Paradies (12)

  1. Margot, die könnte meinetwegen auch 700 kosten, wenn ich dazu dann 1200,– Rente bekommen würde, wäre alles in Ordnung. – Ich meine nur diese Diskrepanz: Die Ämter aller Arten, die irgendetwas zahlen sollen, setzen bei einer Person einen Betrag von 378,00 an – in München wird dieser Betrag dann aber auch sicherlich höher sein, kannst ja mal in deinen Bescheid gucken. Für diesen Preis bekommst du aber nur ein Wohnklo mit Durchgangszimmer. –
    Aber wir lassen uns nicht verdrießen!

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  2. Knallhart, wie man aus dem Paradies vertrieben wird, liebe Clara. Dann halte ich mal kräftig die Daumen für deinen Minijob.
    Die Mieten sind hier auf dem Land etwas günstiger. Ich bezahle für eine 64 qm-Wohnung 460 Euro. Aber wie du richtig sagst, Auto + Benzin muss man wieder dazurechnen, um in die nächstgrößere Stadt zu kommen. Nirgendwo wird einem etwas geschenkt.
    LG Ute

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    • Das mit dem Rausschmiss aus dem Paradies finde ich schon ok, es war ja detailgetreu angekündigt und im Falle des Vollzugs auch angedroht – also darf sich jetzt keine beschweren, und Evaclara tut das auch nicht, sie ist recht realistisch!

      Ute, wenn es in dieser kleinen Stadt alles gibt, muss man ja nicht in die größere fahren. Aber ich hätte meine Mutter und alle Betreuungskinder in Berlin, meine Hobbys – ich säße nur im Auto. – Vorläufig abgelehnt.

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  3. Habe ich ja Glück: Mit 55 kann ich schon keinen Schlaganfall mehr bekommen.
    Das mit den Kids liegt mir wirklich. Das habe ich jetzt gerade mit meiner echten eigenen Enkeltochter gemerkt – die kennt mich ja so gut wie gar nicht, aber sie hat ständig gelacht, wollte immer an meine Hand und hat so heftig protestiert, dass nur der Große bei mir schlafen durfte, dass gleich für den nächsten Besuch was ausgemacht wurde. Sie wollte unbedingt bei mir bleiben. Da habe ich mich sehr darüber gefreut.
    Wohnung: So um die 45 qm wäre bezahlbar, aber da gehe ich lieber arbeiten und pflege meine Mutter noch ein wenig, damit ich an ihrem Geld partizipieren kann.
    Tagesmutter beim Jugendamt ist wirklich unrentabel, bei einem Kind kommst du in etwa auf einen Stundenlohn von 3,00 €. Da ich aber mein eines Schneckchen so mag und sie mich liebt wie sonstwas (sie hat überhaupt keine Oma), mache ich es dennoch weiter, wir haben nur unter der Hand die Stunden ein wenig reduziert, da ich nicht ihren Schlaf bewachen muss, wenn noch ein 15jähriger Bruder in der Wohnung ist.

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  4. Jetzt geht ja die Sache erst richtig los, denn jetzt steht Eva auf eigenen Füßen und muss sich mit ihrem Adem in ihrem neuen Leben außerhalb des Paradieses zurechtfinden!

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  5. Ach, du aufmerksame Frau Wortfeile und die sich daran anschließende Emily: Ich habe meine Schlunzigkeit im Text jetzt gerade gerückt. Der zeitliche Zusammenhang ist wirklich rein zufällig und es hätte mich als H IV (Hartz IV nicht HIV) genau so getroffen, denn ich zahle schon seit Ewigkeiten die Differenz von den erstatteten 378,– zu den realen 450,–. Ich weiß nicht, was den beim Amt für eine Wohnung für 378,00 vorschwebt – wahrscheinlich Tiefparterre Ofenheizung Hauptstraße nach vorn raus und Nordseite ohne Balkon – oder eine 1-Z-Whg.
    Ich hatte ja schon erwogen, ins Umland zu ziehen – effektiv wäre da eine Wohnung billiger, aber auch 15 qm kleiner + Umzugskosten + höhere Sprit- u. Fahrtkosten.
    Ich muss es erst noch sacken lassen. Aber ich habe vielleicht einen Minijob!

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    • Ist ja auch keine Entscheidung, die man sich so leicht macht. Ich drücke dir die Daumen für den Job. Was willst du denn machen liebe Clara?

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      • Na das, was ich recht gut kann und vor allem, was mir Spaß macht: 2 Mädchen betreuen, 2 u 4 Jahre jung, einen Tag fest von 14.00 bis ca. 22 Uhr und den Rest variabel. Die Eltern sind beides Professoren, einer bei Nürnberg, die Mutter hier an der FU. – Bis jetzt sieht alles recht gut aus, schau’n wir mal.
        Liebe Grüße und nochmals: Lass die Mumien, wo sie sind, das gäbe sonst großen Ärger – aber, was wolltest du auch mit einer Mumie, die riechen so streng!

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    • liebe clara,

      ich drück dir schon mal ganz doll die daumen für den minijob. bis wann werden sich denn die professoren entscheiden? hast du eine ahnung?

      ich weiß, wie schwer es ist, eine passable wohnung unter 400 € in leipzig zu finden. ich habe selbst über ein jahr gesucht und dann ist zufällig ein freund umgezogen, und ich habe das glückslos gezogen. ich habe viele wohnungen gesehen, die zwar weiter oben, dafür auch irre schlecht saniert waren. man hätte sehr viel selber machen müssen. und meistens lag dann auch noch irgendein ekliger, fleckiger teppichbelag drin *brrrr*.

      hab einen schönen abend und danke für deine anderen infos. ich meld mich morgen mal dazu. heute ist extremchillen angesagt ;-).

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      • Du bist beim „extremchillen“. – Am Mittwoch gehe ich schon das erste Mal hin, ich denke, wir werden einen Monat „Probezeit“ machen oder 6 Wochen und dann müsste es laufen, wenn es läuft. Ich bin vollkommen guten Mutes, weil die mir so etwas von „vom Himmel geschenkt“ wurden (Theologieprof. – na, wenn das kein Gottesgeschenk ist) wurden und genau zum richtigen Zeitpunkt kamen, das kann kein Zufall sein.

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  6. Interessiert mich ebenfalls muss ich gestehen …

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  7. ich verstehe nicht ganz, warum deine miete sich erhöhen sollte, weil du keine hartzerin mehr bist. weil du sie jetzt selbst zahlst? hat ja vorher auch was gekostet oder liege ich da völlig falsch?

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  8. Das ist sicherlich ein feines Dasein, das Leben im „GEZ freien Raum“ nur monetär zu beleuchten und erleben. Ich würde eher die Aufblähung der Programme der ARD bei gleichzeitiger Reduzierung der musikalischen Bandbreite (Blues= tot in D) kritisch….aber…zurück zum Wetter…da ist immer Geld da..in der Republik der „Dienstleister“, da, wo das Wetter wurscht ist und der BDI & Co Erdbeben verboten haben…+ Mother Earth hält sich dran!
    Und der Markt auch. Billigeres als Berlin gibt es als Hauptstadt doch nicht?
    Komm nicht mit Moldau….Moskau?

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    • Hallo und welcome auf meinem Blog. – Über das Fernsehprogramm wollte ich heute nicht so recht diskutieren, obwohl die Aussagen möglicherweise den Tatsachen entsprechen. Ich treibe mich mehr hier als auf dem Fernseher rum.
      Von den deutschen Großstädten gehört Berlin sicher noch zu den preiswertesten – aber entsprechend ist auch das Lohngefüge. In Hamburg oder München werden wirklich höhere Gehälter gezahlt.

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