Claras Allerleiweltsgedanken

Im Dreisprung von Nord nach Süd (8/28) Schönholz

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Der erste Eindruck war: Trostlos und laut, denn im gefühlten Abstand von einer Minute (konkret waren es drei) flog ein Tegel ansteuerndes Flugzeug schon ziemlich tief und erzeugte mittelmäßig starken Lärm, so dass ich erst mal meine Hilfsohren leiser stellte.

Nachdem ich mich beim Fotografieren ziemlich dämlich angestellt habe, musste ich leider die 3×3-Minuten-Regelzeit überschreiten, denn

  1. fotografierte ich eine einzelne Heckflosse oder eine Tragfläche, weil ich auf dem Display nichts sehen konnte
  2. gaben im unpassenden Moment die Akkus ihren Geist auf
  3. hatte ich ohne Zoom fotografiert, so dass auch das beste Bearbeitungsprogramm da nicht mehr viel rausholen konnte.

Apropos Flugzeuge und Fluglärm: Fast alle bis auf die Leute, die unter Flugangst leiden, fliegen – mal mehr, mal weniger.

Meist ist es so, dass die, die mehr fliegen, auch mehr Geld zum Ausgeben haben. Und deswegen wohnen sie auch in vornehmeren Stadtbezirken von Berlin wie z.B. Zehlendorf. Und ei der Daus – da will doch der neue Großflughafen seine Flugzeuge genau über diesen Bezirk fliegen lassen.

Na aber:

Heiliger „Fluglärmian“, flieg anderswo, mach andre an!

Das Geschrei müsstet ihr hören: „Das ist laut, die stinken, die fallen manchmal runter! Und da spielen unsere Kinder, mit denen wollen wir doch in den Schulferien nach Südafrika fliegen zur Safari …. und, und, und.

Ich höre das deswegen so gut, weil ich auch in Zehlendorf wohne, leider aber die finanziellen Rahmenbedingungen un eingie wenige Tausender verfehle. Unsere Wohnungen hier in der Gegend gibt es für das soziale Mischklima.

Ich bin echt gespannt, wie es weitergeht in diesem Märchen: „Jeder will fliegen, aber keiner will Flugzeuge

Irgendwann hatte ich genug Flugzeuge für diese Collage, sah noch das wunderschöne Auto vom Nachbarblog und fotografierte noch ein paar Häuser, bevor ich mich zur nächsten Station trollte.

Die Dachterrasse war wunderschön, nur die Lage an der Straße nicht.

Die CDU scheint in Schönholz in einem recht desolaten Zustand zu sein und manche Leute scheinen von dem Straßengeschehen so die Nase voll zu haben, dass sie ihren Balkon zuwachsen lassen wie einen Urwald!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

11 Kommentare zu “Im Dreisprung von Nord nach Süd (8/28) Schönholz

  1. Aber Clara, iiiiich doch nicht 🙂 Ich habe das nur etwas „seltsam“ geschrieben 🙂 Viel Spaß noch.
    LG Ute

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  2. Danke für die guten Wünsche – außer natürlich viele schöne Fotos von ernsthaften Sachen sind natürlich wieder viele „Quatsch-Fotos“ entstanden. Clara hat sichließlich einen gutschlechten Ruf zu verteidigen.

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  3. Ach Margot – du triffst den Nagel, wie so oft – wieder mitten ins Gehirn hinein. So sind se, diese Menschen! – Mein Auto ist schon fast so laut wie ein Flugzeug, aber nur von innen, nicht von außen. Es ist kein defekter Auspuff, eben nur ein mieses Kleinauto, laut, lauter, am lautesten. Und dann rechts mein Nicht-Hör-Ohr, die arme Marianne ist schon ganz verzweifelt während der Autofahrt, weil ich immer so deppert gucke, wenn ich nichts verstehe.

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  4. Hallo Gesa, in Berlin finde ich es nur so kurios, weil die Standortbestimmung schon vor Jahren stattgefunden hat – nur hat sich keiner über die Flugrichtungen bei Start und Landung genau informiert. Jetzt – wo es zu spät ist – schreien die reichen Zehlendorfer /Dahlemer Zeter und Mordio. Mal sehen, was wirklich am Ende rauskommt.

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  5. So sind se, die Bloggerinnen: Ich zeige einen zugewachsenen Balkon und sie erkennen an den Lampen die Pizzeria, wo es was Leckeres zu essen gibt.! – Hier in Peine gibt es ununterbrochen was Leckeres zu essen! Jetzt geht es gleich nach Hannover!

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  6. schönholz ist – von norden kommend – nach wilhelmsruh der erste bahnhof, wo die bahntrasse die trennung zwischen ost- und westberlin bedeutete. die harte kante ist geblieben: verlässt man den bahnhof westwärt, steht man in reinickendorf (in einem ziemlich lausigen teil davon). östlich der bahn beginnt schönholz, ein ortsteil von pankow. direkt neben der bahntrasse verläuft übrigens der „berliner mauerweg“ (http://www.berlin.de/mauer/mauerweg/index/index.de.php.), auf dem es sich ganz vorzüglich radeln lässt.

    liebe clara, du bist nach westen marschiert! (wer will es dir verübeln :-)).
    nach osten läufst du etwa zwei minuten bis zur schönholzer heide, eines der großen und wunderschönen waldgebiete pankows. direkt daneben liegt das ehrenmal schönholz, eine riesige anlage zum gedenken der gefallenen sowjetsoldaten, die etwas verkommen ist, aber unbedingt einen besuch wert. in der heide selbst ist ein soldatenfriedhof mit gedenktafeln der gefallenen pankower. in schönholz tobte im mai 1945 die schlacht besonders heftig. ansonsten ist schönholz nicht groß erwähnenswert. hinter der schönholzer heide beginnt niederschönhausen, dort wird es schön. in den neunzigern lebte ich dort zwei jahre, der s-bahnhof schönholz war in der zeit mein s-bahnhof. und am bahnhof ham se mir mein rad geklaut, die deppen…

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    • ps: lies mal bitte hier: http://www.maingold.com/293/paperblog/
      weil ich gerade rechts bei dir den button entdeckt habe…

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      • Danke, podruga, ich habe den Artikel gelesen. Am Anfang lief alles so ab, wie dort auf der Seite beschrieben, also offensichtlich ein Standardverfahren. Nur ich habe nicht so sehr nachgehakt, weil der „Bauchmiezelungseffekt“ stärker war als der „Misstrauensfaktor“ – vielleicht hätte er das sein sollen. Ich werde zu Haus nochmals drüber nachdenken.
        LG von Clara

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    • Podruga – es stellt sich jetzt immer stärker raus, dass ich alle Bahnhöfe nochmal abklappern werde, um auch „das andere“ zu sehen, was mir beim ersten Mal entgangen ist. Meist habe ich mich instiktiv entschieden und nicht bewusst nach Ost oder West. Aber dieses Ehrenmal interessiert mich schon. Irgendwie taten mir die russ. Soldaten immer ziemlich leid, da die doch wohl sehr schlechte Bedingungen im Krieg hatten.
      Liebe Grüße von Clara

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  7. liebe clara,

    der balkonurwald gefällt mir bestens. ich sehe auch immer zu, daß ich auf der terrasse blickschutz habe, da ich den präsentierteller nicht so mag. und nun also auch endlich dieser cdu-schaukasten mit dem verknautschten inhalt. ist mir in l. auch schon öfters aufgefallen, daß die parteien ihre öffentlichkeitsarbeit nur kurz vor den wahlen ausgiebigst pflegen. dann treten sie massiv auf und werden wie lästige fliegen.

    und ich bin froh, daß die urlaubszeit vorbei ist. bei uns kreisen nämlich auch die flieger nachts über den hof, das sorgt für unruhige nächte. bedenke bitte, ich hab kein hörgerät, daß ich leiser drehen kann.

    herzlichst,
    frau w.

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