Claras Allerleiweltsgedanken

Im Dreisprung von Nord nach Süd (20/28) Südkreuz

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Südkreuz

Der Bahnhof ist ein Fern-, Regional- und S-Bahnhof im Berliner Ortsteil Schöneberg (Bezirk Tempelhof-Schöneberg). Der Bahnhof wurde 1901 als Bahnhof „Papestraße“ eröffnet. Ende der 1990er-Jahre wurde begonnen, die Station im Rahmen des Pilzkonzeptes vollständig neu zu errichten. Der Neubau wurde am 27. Mai 2006 in Betrieb genommen und dabei in Bahnhof „Berlin Südkreuz“ umbenannt. (Wikipedia)

Zu diesem Bahnhof – so belebt und frequentiert er auch sein mag – bin ich zweimal hingefahren bzw. ausgestiegen, da mir nichts so richtig geeignet erschien, dieses oder das andere Blog zu zieren.  Allein schon dieses Überangebot an Schildern auf dem ersten Foto ist bei mir oft die Ursache, dass ich gar nichts finde, weil ich eben den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.

Weil dieser Bahnhof Südkreuz heißt, nachdem er lange, lange Zeit bei den Berlinern als „Papetraße“ bekannt war, haben sich Herr Mehdorn und sein Personal befleißigt gefühlt, südliches Flair zu verbreiten und die Ankommenden mit einer Palme zu begrüßen.

Dem alten General Pape hat man zwar den Bahnhof weggenommen, aber man hat ihm seine Straße gelassen. Dort ziehen gerade finsterste Regenwolken auf – d.h., ich kann bald nicht mehr fotografieren.

Natürlich gibt es über ganz Berlin und ganz Deutschland verstreut Backsteinbauten – welche in rot, was wohl die meisten sind, aber auch welche in gelb oder weiß.

Was ich euch jetzt zeige, kann ich noch nicht einmal sagen, was es genau ist oder war – ich fand nur diese roten „Flachbauten“ mit den weißen Fensterverzierungen sehr schön anzusehen.

Ganz zum Schluss will uns dieses „Hanselchen“ einen angenehmen Einkauf wünschen, denn der Bahnhof hat mindestens so viele Shops, Geschäfte und Läden wie er Gleise hat – oder mehr – oder weniger. Ist mir auch egal!

Im Fotoblog findet ihr auch noch ein Bild.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

19 Kommentare zu “Im Dreisprung von Nord nach Süd (20/28) Südkreuz

  1. Das alte Backsteingebäude mit Weiß sieht sehr schön aus. Das könnte eine alte Fabrik sein. So hat man die früher gebaut; hier gibt’s auch noch sowas.

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  2. Und wenn es dir dann dort zu kalt, zu zugig und zu langweilig ist, dann rufst du an, dann hole ich dich ab, denn 4 Stationen weiter wohne ich ja schon!

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  3. Gesa, ich fahre auch öfter Auto als Bahn – aber wenn ich mal wieder so richtig dick und fett im Stau stehe, dann denke ich manchmal wehmütig: „In der Bahn könntest du dich jetzt wenigstens bewegen!“
    Ich wünsche euch eine staufreie Anreise nach Berlin!

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  4. Das Backsteinhaus gefällt mir sehr gut. Was habt ihr nur gegen den Bahnhof. Sieht doch sauber aus. Allerdings kannte ich natürlich den Alten nicht 🙂 Ich mag Bahnhöfe mit Shopmeile. Gerade bei dem von Clara gezeigten Wetter ist es doch schön, im Trockenen bummeln zu können. Vom Leipziger Bahnhof bin ich übrigens total begeistert. Mal sehen, was mit unserem Stuttgarter in Zukunft wird. 🙂
    LG Ute

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    • LiebUte, wir haben nichts gegen Shopmeile im Bahnhof, wir wollen nur Abwechslung haben – die Shopmeile im Bahnhof Südkreuz soll nicht fast gleich aussehen wie die am Bahnhof „Kreuzsüd“ und die in „Krüdseuz“ sollte sich auch ein wenig abheben.
      Gucke dir den Bahnhof Görlitz an und dann können wir – hoffentlich – gemeinsam schwärmen.

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  5. das einzige, was mit heute hier gefällt, ist die Palme ;-))

    bisous, Martha

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    • Martha, ich weiß noch nicht einmal genau, ob es wirklich eine echte ist – man wird ja heutzutage überall vera…lbert.
      Drück dich, die Mail an dich liegt angefangen auf Halde und ich treibe mich überall bei anderen Sachen rum, gleich muss ich wieder Kinder hüten gehen und dann zocken: Doppelkopf spielen.
      Lieb drück von Clara

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  6. Tina, was ist das für eine abartige Antwortzeit? Haben wir gerade Vollmond?
    Beim Laufen mag das ja ungestraft noch möglich sein – blöd kann es nur beim Autofahren sein. Es gibt ja wohl Untersuchungen, dass auch bei Verkehrsschildern so etwa 40 % übrflüssig bis irritierend sind. – Natürlich lernt man, selektiv zu gucken, aber im Alter dauert es dann etwas länger. – Und noch länger dauert es bei den alten Herren, die immer mit Hut fahren, da ist die Sichtweise eingeschränkt. Deswegen gehe ich nur mit Stirnband, was ich mir in kritischen Situationen über die Augen ziehen kann, damit „mich keiner sieht“ *grins*

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  7. Genau so geht es mir ja auch, liebe Elke, mit den Schildern, meine ich.
    Mit der Bauweise bin ich im Zweifel: Wie sollten heutige Architekten planen und bauen? So wie im 19. Jahrhundert? Würde vielleicht auch etwas eigenartig wirken. Was bin ich froh, dass ich nicht Architektur studiert habe, sondern jetzt – wie wir alle – über die Sünden der Architektur mich aufregen kann. – Na, sitzt du schon auf gepackten Koffern?
    Bis bald sagt Clara

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  8. Ich muss der Rosie Recht geben. Ich bin jeden Tag zwei Mal am Bahnhof Südkreuz. Morgens husche ich nur schnell von der Regio in die Ringbahn, nachmittags muss ich meist etwas auf meinen Heimatzug warten und habe deshalb den Bahnhof schon ganz gut erkundet. Furchtbar! Vereinheitlichung und Amerikanisierung überall, selbst der kleine Dönerladen von früher gehört jetzt einer großen Kette.
    Die Architektur ist schrecklich unpersönlich und sieht aus wie inzwischen jeder große Bahnhof in Deutschland. Außerdem zieht es gerade im Winter an allen Ecken und Enden, besonders wenn man am Regio-Gleis steht wird man ordentlich durchgeschüttelt oder pitschenass. Der alte Pape-Bahnhof war zwar nicht mehr ansehnlich und wahrscheinlich auch viel zu klein für den zunehmenden Verkehr, dafür hatte er aber einen gewissen Charme.

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    • Dass es dort zieht wie (10 Eimer voll) Hechtsuppe (wieder eine Redewendung für Coralita), ist mir auch schon aufgefallen. Bei U-Bahnhofen denke ich manchmal, dass dieser Effekt beabsichtig ist für Gefahrensituationen mit Qualm und Rauch. Aber vielleicht würde das dann gerade das Feuer anfachen. – Egal wie, ich finde ihn auch nicht schön, finde mich aber inzwischen wenigstens zurecht, so wie im Hauptbahnhof auch. Dort ist es ja abenteuerlich, von Gleis tief (Regio) bis Gleis hoch (S-Bahn) umzusteigen. Die Glasfahrstühle finde ich am Hauptbahnhof toll.

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  9. Liebe Clara, ja, diese neu gestalteten Bahnhöfe sehen überall gleich aus: cool und praktisch, dazu mit jeder Menge Shops und Fast-Foods-Ketten versehen, die auch wieder überall gleich sind. Ich persönlich finde es nicht so schön, dass alles ( sogar die Deko) so vereinheitlicht wird, ich mag lieber die alten Bahnhöfe mit Charme, die holzbestuhlten, charmanten Bistros und die altertümlichen Zeitungsläden dort.
    LG von Rosie

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    • Liebe Rosie, ich mit meinem fiesen Orientierungssinn finde manchmal Rationalisierung und Vereinheitlichung gut – z.B., wenn ich beim gleichen Discounter an einer anderen Stelle den Kaffee auc dort finde, wie bei meinem Stammladen. Sonst kann ich nämlich dieses Such- und Nicht-finde-Spiel bis zur Unendlichkeit spielen.
      Rosie, extra für dich werde ich jetzt gleich einen Extrabeitrag mit einem traumhaft schönen alten Bahnhof einstellen, du kannst gespannt sein. Ich hoffe, dass ich Fotos finde.
      Lieb grüßt die Clara

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  10. das bild mit den düsteren wolken, was du hier so verkleinert zeigst, sieht auch gigantisch aus. der flachbackstein gefällt mir auch. liebe clara. ich bin mal kurz nach der umbenennung versehentlich am südkreuz ausgestiegen. ich wußte üüüberhaupt nicht, wo ich war, denn ich erkannte den bahnhof nicht als ehemalige papestraße wieder. und auf meinem stadtplan war er auch nicht eingzeichnet. ich finde, trotz des db-fernbahnhofs wirkt diese umsteigeplatz extrem unbelebt und unwirtlich. kann aber auch an meinen durchstandenen schrecksekunden bis zur wiedergefundenen orientierung liegen ;-).

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    • Wortfeile, ich habe es gerade nochmals groß geklickt, dieses Foto, und wundere mich über den eienartigen Titel. Den Straßennamen „Ballonfahrerweg“ sollte man bei diesem Wetter schnell umbenennen, denn das könnte gefährlich sein.
      Ich denke, belebt ist er heute ausreichend, auch an die Umbennennung haben sich wohl alle Berliner, die diese Strecke nutzen, gewöhnt. Berlinreisende mit alten Stadtplänen könnten Probleme haben. Anfangs war es blöd, in der S-Bahn wurde „Papestraße“ angesagt und angezeigt, draußen stand „Südkreuz“, oder vielleicht war es auch umgekehrt. – Ich erinnere mich noch an die Riesenumwege während der Bauzeit. – Erst im Laufe der Zeit hat man ihn auch als Haltepunkt für Regional- und IC-Züge eingerichtet, vielleicht war das damals noch nicht so. – Die Breite der Bahnsteige erscheint mir aber dennoch ein wenig übertrieben, besonders oben an der Ringbahn. Da kannst du Volksaufmärsche stattfinden lassen – Demo gegen Herrn Mehdorns Nachfolger!

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