Claras Allerleiweltsgedanken


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Schluck den Ärger nicht runter …

und die Tabletten auch nicht…

möchte ich nach den Erfahrunge der letzten Woche sagen. Jeder kennt doch den blöden Spruch: „Das soll dir im Halse stecken bleiben!“ – ich denke, ich werde ihn endgültig aus meinem Wortschatz streichen.

Vorgeschichte:
Durch willentlich und fachmännisch entfernte Mandeln und unabsichtlich entferntes Zäpfchen bei einer total verpfuschten Operation ist in meinem Mund sehr viel Platz entstanden – und ich spreche noch nicht mal  von dem durch Zahnschwund entstandenen Platz. Nein, ich meine einfach diese Hamstertaschen am weichen Gaumen – schnell versteckt sich da mal was, was nicht den Weg via Speiseröhre in den Magen wandern will.

Vorige Woche versuchte eine halbe Tablette dieses Versteckspiel mit mir – doch ich „fand“ den Schlingel und hustete sie aus.

Die nächste – ein glatter, runder Dragee – spielte dieses Spielchen am Samstag vormittag mit mir, wo außer Notärzten nichts erreichbar ist. Da keine Atemnot und keine Schluckunfähigkeit bestand, quälte ich mich einfach mit diesem Fremdkörpergefühl herum.

Heute oder jetzt besser gesagt gestern nahm ich meine Johanneskrautdragees – damit ich nicht immer so hippelig bin – ganz brav in einem Löffel Joghurt. Zwei flutschten und rutschten geradewegs nach unten – und der dritte … nistete sich ein. Im Laufe des Tages habe ich eine Tablette gemörsert und als Krümel geschluckt, aber mit Dragees ist das schlecht.

Ich hatte die Schnauze so voll (im doppelten Sinn des Wortes), dass ich doch zum Notarzt fuhr, das Gefühl war zu unangenehm. Hätte ich gewusst, was der mir für die 10,00 € Zusatzgebühr alles „bietet“, ich wäre zu Haus geblieben. Der Service bestand in folgendem:

  1. Schnelle und fast direkte Behandlung, aber es war auch schon nach 23.00 Uhr
  2. Einen schicken, jungen Arzt im Praktikum (oder so ähnlich), der sich bei allem, was er tat, bei mir entschuldigte
  3. Eine genaueste Mundhöhlenbegutachtung
  4. Ein betäubendes Nasenspray, damit er das Nasenendoskop schmerzfreier (nicht schmerzlos) einführen konnte
    und last but not least
  5. die Einführung einer Speiseröhrensonde oder wie dieses ekelhafte Ding auch heißen mag. Ich wusste nicht, ob ich würgen, beißen, schreien oder das Abendbrot zu tage fördern sollte.

Er hat sie in den Abgrund gestoßen, aber das Reizgefühl im Hals ist immer noch da. – Jetzt muss ich mich an diesen 5 Punkten erfreuen und endlich ins Bett gehen, denn es ist 03.15 Uhr.

Guten Morgen!