Claras Allerleiweltsgedanken

Für Frau tonari

22 Kommentare

Eine Ansichtskarte liegt mit vielen ihrer Geschwister in einem Ständer, zeigt ihr buntes Gesicht, wird hier oder da mal in die Hand genommen und manchmal, so das Glück es so will, auch gekauft. Letzteres passierte kürzlich auf einer der schönsten kanarischen Inseln, da dort eine besonders schreibeifrige, ja ich möchte fast schon sagen – schreibwütige – Touristin unterwegs war.Viele, viele dieser mit südländischen Motiven, großblättrigen Bäumen und zauberhaften Blumenmotiven verzierten Karten wurden von ihrem Ansichtskartenständerschicksal erlöst, in liebevoller Kleinarbeit mit blauen Buchstaben verziert und mit einer bunten Briefmarke beklebt via Germany oder oder oder geschickt.

Im allgemeinen kann eine geschriebene Ansichtskarte sehr verschiedene Schicksale erleben.

  1. Die Karte wird aus dem Briefkasten genommen, der eine, ziemlich lieblos hingeschmierte Gruß ist in weniger als einer Minute gelesen, das Kartenmotiv ist nichtssagend – also wird gleich der danebenstehende Papierkorb mit den zerrissenen Überresten gefüllt.
  2. Frau holt die Karte aus dem Kasten, stellt fest, dass Verwandtschaft X oder Bekanntschaft Y im Land Z Urlaub machen, das auch wirklich kundtun wollen und erzählen so das, was glückliche Urlauber von ihrem Urlaub zu berichten haben. – Da Frau keine Ansichtskarten sammelt, kommt auch diese Karte in Bälde in den runden Restsammelbehälter.
  3. Frau öffnet den Briefkasten und holt voller Erstaunen – das ist jetzt wirklich nicht übertrieben – voller Erstaunen eine Karte raus, die schon vom Herkunftsland sofort den Absender verraten würde – aber nicht genug, auch die Schrift ist ihr sofort vertraut. Frau freut sich wirklich ehrlich, dass durch eine Wichtelaktion ihre Adresse gerade in diese Hände gelangt ist. – Doch nochmehr freut sie sich, als sie liest – und vor allem einen Satz liest – doch davon später.
    Und so eine Karte schafft es sogar in meinen Blog und bekommt zwei Bilder spendiert und eine Geschichte.

Der erste Satz lautete: „Heute ist mir Santa Clara erschienen.“

Britta, dass es einen St. Claus gibt, habe ich schon mal gehört, aber dass ich mir jetzt auch das „Santa“ schon verdient habe, ist ein klein wenig zu viel der Ehre. Könnte es etwa so ausgesehen haben? Woher weißt du, dass Weihnachtsfrau meine zweite Natur ist? *grins* (Das habe ich nicht über PhotFunia gefriemelt, sondern mich selbst zum Verkleiden bequemt!)

Und im Normalfall bringen Weihnachtsfrauen und -männer ein Geschenk mit. Für dich hat er Blumen mitgebracht, aber die hat er dort versteckt.

Danke nochmals, ich habe mich wirklich gefreut und herzlich gelacht.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

22 Kommentare zu “Für Frau tonari

  1. Realistisch und doch Augenzwinkernd, Deine Betrachtungen über die Urlaubs-Postkarte. Und Deine „Weihnachtsfrau“ ist einfach nur zum knuddeln :))
    Schönen Sonntag und lieben Gruss-moni

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  2. Nette Grußkartengeschichte. Und spannend! Wie es wohl weitergeht?

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  3. Liebe Bärbel, das Kompliment mit dem Nikolaus nehme ich gern an, denn St. Claus ist ja wohl mehr der Nikolaus als der Weihnachtsmann. Und das mit dem Hl. Franz von Assisi musst du mir näher erläutern. Ich bin zweimal im Leben einem Mann gefolgt – und keiner davon hieß Franz, das wüsste ich! – Das mit den Ansichtskarten ist reine Wahrheit, nichts als die Wahrheit. – Von den Blogwichtelaktionen stehen hier noch welche rum. Aus Margots Karte habe ich mir sogar meinen Avatar gebastelt. – Also, ich kann auch lieb sein zu Ansichtskarten.

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    • Aber liebe Bärbel, ich schreibe mich doch mit „C“ wie Clara – deswegen will ich mit der nichts am Hut haben. Nicht sauer sein, aber ich will nicht Nonne oder so ,,,

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    • „Haare wachsen lassen, runterlassen“ – das war bisher immer nur eine Rapunzelsache für mich, nicht eine der heiligen Barbara. Wen wollte die denn in ihr Verlies einschmuggeln?

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  4. Wäre aber nicht unbedingt ein „Wohlfühlkostüm“ für mich – ich schenke Kindern lieber unverkleidet was.

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  5. Pingback: Tonari kann´s nicht lassen

  6. Na ich glaub mir erscheint jetzt auch gleich was *grinsüberbeideohren* das ist ja wohl das schärfste Foto was ich je von dir gesehen habe :mrgreen:

    LG Alex

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    • Sehr geehrte Frau Alexandra Kunterbunt,
      über Leut-Innen in Dienstkleidung macht man sich nicht lustig, die haben es auch nicht leicht.(vorsichtshalber *grinsgrins*, damit du es nicht ernst nimmst)
      Sie werden am Montag sehen, wie ich darauf reagiere!
      Hochachtungsvoll

      Clara Himmelweihnachtsfrau

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  7. Ich roll mich ab! :-))))))) Kommst Du mit Deinem Schlitten denn auch mal nach Düsseldorf geflogen???

    Liebe Grüße
    Bina

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    • Sehr geehrte Frau Sabina Boddem,
      leider muss ich Sie enttäuschen. Die Einsatzpläne und Flugrouten haben sich geändert und unsere Weihnachtsfrau Clara ist nur für Berlin zuständig.
      Bei rechtzeitiger Anmeldung können Sie diese allseits gefragte Komikerin für nächstes Jahr buchen.

      Hochachtungsvoll
      Die Weihnachtsfraueinsatzzentrale

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      • Sehr geehrter Weihnachtsfrauservice,

        kann ich die werte und in Berlin hoch geschätze Dame, Clara Himmelhoch, auch noch im Januar für meinen 50-Jähriges „Bina-in der-Welt-sein“ buchen?? :-)) Vielleicht auch nur virtuell, denn sie hat so himmlich kreative Ideen!

        Hochspirituelle violette Grüße
        Sabina Maria Theresia Boddem 😉 (so nun kennst Du alle meine Namen)

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        • Ihre Anfrage ist in die nähere Auswahl einbezogen worden, da sie die zweiten Vornamen mit der Clara-Tochter teilen, und das hat sie mild gestimmt. – Sie müssten mal mit ihr Mail-, Facebook- oder Telefonmäßig Kontakt zu ihr aufnehmen!
          Der Weihnachtsfrauservice

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  8. Danke, Lucie, dass du es auf den Bart schiebst!
    Wir versuchen es!
    Nächtliche Grüße eine Stunden später!

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  9. Da ich schon was gegen Männer mit Bart habe – wieviel mehr noch gegen Frauen.

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  10. In Kürze wirst Du bei mir sehen können, in welcher Form Du mir erschienen bist 😉 Mit dem dezemberlichen Geschenkebringdiernst hattte es allerdings nichts zu tun 😆

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  11. Julchen, ich war vorgestern in P., habe mir das Kostüm von dem Weihnachtsmann geborgt, habe mich fotografieren lassen und das Ergebnis: siehe oben.
    Leider wurde die Zeit zu knapp, so dass ich nicht bei dir vorbeikommen konnte. – Ich staune auch, wie gut mir das Kostüm „passt“. Nur sehe ich ein wenig aus wie eine Schildkröte ohne Hals.

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