Claras Allerleiweltsgedanken


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365 mal „Die Sendung mit der Maus Clara“

Foto: Erstellt mit dem Programm PhotoFunia

Sender CLA 1

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Für mich bedeutet dieses eine Jahr „Senden mit Clara“ nicht Zahlen von Posts, Kommentaren, Zugriffen oder Blogs – alles reichlich, alles ausreichend  – nein, für mich bedeutet Bloggen hauptsächlich die Möglichkeit, Kreativität und Phantasie zu entfalten. Das, was ich zuvor im stillen Kämmerlein für einen kleinen Kreis von Beschauern vor mich hingefriemelt habe, wird jetzt von mehreren belacht oder be-redet. Und dadurch wird (m)einem Blog erst der Odem des Lebens eingehaucht.

Und damit bin ich beim wichtigsten Grund meiner Bloggerei:
Ich will virtuellen oder realen Kontakt zu Mitbewohnern des Mehrgenerationenhauses von Bloggershausen haben, wie ich es in meiner „About-Seite“ nenne. Allein in den Weiten des unendlichen www’s wäre Klein- oder Groß-Clara einsam und verloren, dann könnte sie auch Notizbücher vollweinen mit Lebensbeichten oder ähnlichem.

Historie:
Den Tag meines ersten Posts bei Blogspot kann ich nur in etwa ahnen, da ich es nirgendwo aufgeschrieben habe – ich weiß, es war Anfang Dezember. Bei der Aussiedlung des Blogs zu WordPress im März ging einiges schief. Der genaue Tag ist mir deswegen auch egal, euch hoffentlich auch. – Fremd war mir von Anfang an nicht viel, da ich schon einige Zeit gelesen hatte. Sicherlich wurden im Laufe der Zeit viele Sachen perfekter, einfacher, klarer.
Der Anfangsblog hatte die Bezeichnung

„Himmelhoch jauchzend – total normal – zu Tode betrübt“
kurz: „jauchzend-normal-betrübt“ als URL.

Aus dieser Zeit kommt der Name „Himmelhoch“ – der Avatar ist eine grüne Pflanze. – Dieser Blog existiert noch für besondere Fotos, die auf schwarzem Hintergrund besser aussehen.

Clara“ kam dann irgendwann als Vorname hinzu, da ich nicht immer mit meinem „Familiennamen“ angeschrieben werden wollte.
Freidenkerins Wichtelpostkarte war die Grundlage des neuen Avatarbildes. Die URL  des jetzigen Blogs entstand aus lauter Dusseligkeit, weil ich nicht wusste, dass man diese nicht mehr ändern kann. – Allmählich setzte ich „Clara“ als Markenzeichen ein und verpasste ihr einfach „Allerleiweltsgedanken„, die sie manchmal sogar hat.

Als ich meinte, dass Fotos einen besseren Platz verdienen, kam der Fotoblog „Claras unbestechliche Kamera“ hinzu, der aber weniger aus exzellenten Fotos, als aus geschickt verunstalteten Fotomontagen besteht . Ob alles so bleibt mit den drei Blogs, weiß ich immer noch nicht, aber ich weiß, dass hier was weniger wird.

Von denen, die am Anfang kommentiert haben, sind (leider) einige auf der Strecke geblieben, weil entweder die gegenseitigen Sympathien oder die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausreichten. Ab und an riefen einige meiner halbfrechen Worte oder Fotos auch schon mal Pädagogen auf, sich in ihrer Freizeit mit meiner Erziehung oder meinem Seelenheil zu beschäftigen, wofür mich mich natürlich bedanken möchte, auch wenn ich das vom Prinzip her vielleicht auch schon alleine kann.

In Blogspot hat am 14. 01.  2010 podruga, die zum Glück auch heute noch dabei ist, den ersten Kommentar  abgegeben zu „Entbindung vor 40 Jahren„. Der Wortlaut:

interessant ist das! schon das wort entbindung ist fast aus dem sprachgebrauch verschwunden. überhaupt hat sich in den letzten jahrzehnten viel geändert. zum glück für meine generation. was bin ich dankbar, dass es geburtshäuser gibt!
meine kinder hatten/haben auch keine haare. ich bin aber auch in diese beflaumten, kleinen glatzen so was von verliebt!

Dicht auf folgten chinomso und Anna-Lena. Leider wurden die Kommentare bei der Umsiedlung nicht übernommen.

Eine große Freude habe ich jetzt vor kurzem erfahren – da hat sich ein anonymer Leser geoutet – als nicht mehr anonym. Es muss davon noch einige mehr geben, was ich anhand meiner Zugriffszahlen vermuten kann. Es bleibt jedem überlassen, wie er hier schnupfelnd liest – offen, geheim oder mal so / mal so. Hauptsache – es gefällt.

Gegenwart:
Vertraut sind mir viele geworden durch das, was sie über sich schreiben oder wie sie schreiben, aber einige von ihnen sind mir regelrecht ans Herz gewachsen, auch wenn ich sie noch nie persönlich in den Arm nehmen konnte. Die, bei denen ich das konnte und gemacht habe, die sind mir wichtig geworden. Ich kann nur sagen:

Es gibt für mich liebe BloggerInnen, liebste MitschreiberInnen und allerliebste Posts-in-die-Welt-SetzerInnen – und das alles natürlich mit Kommentaren gewürzt. Danke euch allen und ich bitte euch, dass das so bleibt!

Clara, die überall – ob hier mit Pseudonym oder im echten Leben mit ihrem Alias CHH – als bunter Hund bekannt ist, kann nur das Foto aus dem Tier-Alphabet etwas abgewandelt einstellen und sagen:

Ich bleibe euch erhalten – und das soll nur indirekt eine Drohung sein. Ich muss doch jeden Tag von neuem wissen, warum ich eine DSL-Flat bezahle.

In diesem Blogjahr werde ich 66 und man wird immer noch über mich singen können: „66 und kein bisschen weise, aus gehabtem Schaden nichts gelernt“. Also müsst ihr und mein Hund nachsichtig mit mir sein – ihm habe ich das schon ein wenig erleichtert.

Man sagt ja, um sein Leben vollendet gelebt zu haben, muss man ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und ein Kind zeugen / gebären.
In steter Pflichterfüllung  habe ich ein Bloghaus gebaut, dort das Fotoblogkind zur Welt gebracht und nun – last but not least – habe ich in viele von euch den Baum des Tieralphabets gepflanzt, damit er wachsen und gedeihen soll und jede Woche üppig Früchte trage.

Und jetzt gehen wir zum lustigen Teil über, es kommt der Kinderkanal von Oma Clara, schließlich haben die Fernseher meiner Kinderzeit wirklich so ausgesehen.

                                                                             Foto: PhotoFunia

Der Tisch ist gedeckt, ich bitte euch ins Speisezimmer, (ab 17.30 Uhr zu betreten) welches sich in Claras Zweitwohnsitz befindet:

Solltet ihr nicht auf mich gehört haben und doch selbst ein paar Leckereien mitgebracht haben (wie das bei meinen exzellenten *grins* Kochkünsten immer angebracht ist), dann habe ich in der Küche ein kleines Büffet (ca. ab 18.00 Uhr zum Sturm freigegeben) aufgebaut – dort könnt ihr alles abstellen und dann euren kulturellen Beitrag *grins* aufführen.

Danke schon mal für alles!