Claras Allerleiweltsgedanken

Schokolade für Japan – oder: Helfen kann süß sein

20 Kommentare

Jeder, der mich länger, genauer und „überhaupt“ kennt, weiß um meine abgrundtiefe Abneigung gegen Schneeballaktionen und gegen Avards. In gewisser Weise ist das heute von jedem etwas – aber Frau muss auch mal über ihren Schatten springen können. Bevor sie die Schokolade genascht hat, klappt das bestimmt noch sehr viel besser als danach.


Da die Aktion schon ein paar Stunden läuft, werden die noch nicht beschenkten Blogs immer knapper – denn die meisten machen mit – nicht, weil sie sich keine Schokolade kaufen können, sondern weil sie wollen, dass die Firma „my swiss chocolate“ viele ihrer angesparten (Schokoladen-)Taler jetzt nach Japan schicken muss, damit dort geholfen werden kann. Schokolade brauchen die Japaner jetzt vielleicht nicht am allerdringendsten – oder doch, denn Schokolade macht Mut und gibt Kraft – und was bräuchten diese von allen Widrigkeiten gebeutelten Menschen jetzt mehr. – Mir hat Lucie eine Tafel aus ihrem Vorrat abgegeben.

Und so hat die Firma die SchokoVERschenkaktion verkündet:

  1. Wir verschenken mySwissChocolate Gutscheine (1 gratis Tafel inkl. Versand) an 10 Blogger unserer Wahl (dies ist nun bereits geschehen)
  2. Jeder der 10 Blogger kann nun wiederum Gutscheine an max 10 weitere Blogs verschenken. “Weiterschenken”  kann man, indem man in seinem Blog über die Aktion berichtet und 1-10 weitere Blogs benennt. Bitte informiere die von Dir beschenkten Blogs doch auch direkt wenn möglich, damit der Bloglauf nicht stockt.
  3. Ob ein Blog bereits “beschenkt” wurde, erfährt man hier in unserem Blog. Wir aktualisieren die Liste mehrmals täglich. Ein Blog kann nur 1 Gutschein erhalten (aber wie gesagt max. 10 Gutscheine virtuell weiter verschenken an weitere Blogs).
  4. Setzt bitte UNBEDINGT einen Backlink als Kommentar in unserem Blog zu Eurem Bericht – sonst erfahren wir ja nicht, an wen wir nachher all die Gutscheine versenden sollen

Unsere Spende:

  • Es gibt eigentlich keine Limitierung. Jede Art von Blog kann mitmachen bzw. beschenkt werden.
  • Die internationale Aktion startet JETZT und wird bis zum 31. März 2011 bis 12:00 Uhr mittags laufen.
  • Für jeden beschenkten Blog  spenden wir 2,00 CHF – mindestens jedoch 1.000,00 CHF.  Bei 1000 Blogs sind dies also  schon 2.000,00 CHF – die maximale Spenden-Grenze wäre bei 10.000,00  CHF erreicht. Zusätzlich erhält nachher jeder beschenkte Blog per Mail den Gutschein für eine (1) gratis Tafel inklusive Versandkosten selbstverständlich auch tatsächlich zugesendet.
    Die Geld-Spende geht an die nationale Glückskette, die derzeit für Japan Spenden sammelt

Als Aufgabe für die Empfänger steht also:

  • Logo kopieren und in Blogartikel einfügen
  • Text kopieren und in Blogartikel einfügen
  • eventuell was Eigenes schreiben
  • 1 – 10 Blogger benennen, an die man den Gutschein weiter schenkt
  • diese benachrichtigen
  • bei SwissChocolate einen Kommentar hinterlassen, dass man mitgemacht hat

Ich “beschenke” folgende Blogs mit einem Schoggi-Gutschein und hoffe sehr, dass dieser Schneeball ausnahmsweise mal zu einer Lawine wird, der alles überflüssige Geld aus den Kassen der Schokolade-Firma schwemmt. – Da der Stand der Verschenker-Firma nicht unbedingt immer ganz aktuell sein wird, kann es sicher zu Überschneidungen kommen. Jeder Blog darf nur einmal Schokolade essen – dann tut es mir Leid, dass ich nicht schnell genug war. – Hier sind alphabetisch gelistet meine (Geschenk-)Gutscheinempfänger:

So, wenn man alles fertig hat, ist das wirklich schon in Arbeit ausgeartet – aber ich denke, dass ist von meiner Seite aus das wenigste, was ich für diese Menschen tun kann.

Jetzt ist es genau 4.00 Uhr, ich bin fertig – mit dem Blog und auch mit den Tippfehlern! Wen ich ausgeschlafen bin, benachrichtige ich  alle Geschenkempfänger und gebe den Kommentar bei der Schoko-Firma ab.

*************

14.00 Uhr

April hat dort angefragt, ob man nicht auch auf den Schokoladengutschein verzichten könnte, damit 2,00 CHF zusätzlich überwiesen werden.
Sie wollen am Ende eine Abstimmungsliste einstellen, wo man wählen kann:
Gutschein oder Zusatzgeld für Japan.
Obwohl ich gern Schokolade esse, wäre mir Geld für Japan die angenehmere Version. Vielleicht können so die 10.000,00 auf 20.000,00 CHF = ca. 14.000 Eus erhöht werden.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

20 Kommentare zu “Schokolade für Japan – oder: Helfen kann süß sein

  1. Pingback: Spenden für Japan « Der Herr Teddy und das Zwiebeleis

  2. Liebe Clara, an dieser Stelle möchte ich dir mal ein wenig Zuspruch schenken! Ich habe deinen Beitrag gelesen und meine sämtlichen Schoki-Vorsätze über Board geworfen – für einen guten Zweck kann man sich ja ruhig bei einer solchen „Werbung“ beteiligen. Ganz ehrlich: Es ist doch einfach nur LOGISCH, dass die Schokoladefirma zuerst in aller Munde sein möchte, bevor sie Geld für Japan spendet. Die Geldspende ohne Blogaktion würde von niemandem bemerkt werden und wenn sie das als Marketingstrategie verwenden möchten (über die Motive lässt sich natürlich auf alle Fälle streiten – im Endeffekt zählt für mich aber nur das Resultat!!!), dann muss das doch auch von jemandem bemerkt werden. Ich sage dazu: Na und? Wir als BloggerInnen können quasi gratis etwas Gutes tun. Soll doch der Name der Schokoladefirma genannt werden – ist für mich vollkommen ok – solange ich dafür etwas Gutes tun kann. Ich meine: Dagegen sein ist immer leicht. Sich zurücklehnen und sagen: Ich mache da nicht mit. Aber im Ernst, geht man dann stattdessen auf andere Art und Weise Geld spenden? Nicht, dass ich behaupten würde, dass man das nicht vorhat, aber im Alltag gibt es soviele Dinge, die einen von dem guten Vorhaben ablenken und dann ist es vergessen und die zwei Euro/Franken,… wurden nicht gespendet. Als Blogger etwas Gutes tun… ich meine, das tut doch niemandem weh und so kann die Zeit, die man hier im Internet verbringt auch mal sinnvoll verwendet werden, mit unseren Worten alleine helfen wir Japan nämlich auch nicht. (und nein, das war gerade überhaupt nicht böse gemeint!!!) 🙂
    Kurz und gut – Clara, ich danke dir für das posten dieser Aktion und werde ganz ausnahmsweise von meiner Schokoladediät absehen und mich daran beteiligen. 😀
    Dicke Umärmelung, deine Martina

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    • Martina, das was ich jetzt sage, ist 100%ig ernst gemeint: „Ich hatte beim Lesen fast Tränen in den Augen. Danke“
      Herzlichst
      Christine Clara, und für dich ganz lieb CC

      Ich bin ganz glücklich, dass ich dich hier im Netz kennen gelernt habe.

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  3. Nein, es gibt andere Möglichkeiten, als mit der Katastrophe in Japan Werbung für Schweizer Schokolade zu machen!!! Ich bin da absolut dagegen.
    Lieben Gruß
    Elke

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    • Elke, du magst ja durchaus recht haben und jede soll das für sich entscheiden (können). Ich für mich habe mir gesagt: „Besser als überhaupt nichts zu tun von meiner Seite, ich kann mir keine großen finanziellen Spenden leisten – aber so habe ich das Gefühl, ein wenig dazu beigetragen zu haben, dass eine größere Summe nach Japan geht.“ – Die Reklame ist mir dabei egal.
      Lieben Gruß für dich!

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  4. Für alle:
    April hat dort angefragt, ob man nicht auch auf den Schokoladengutschein verzichten könnte, damit 2,00 CHF zusätzlich überwiesen werden.
    Sie wollen am Ende eine Abstimmungsliste einstellen, wo man wählen kann:
    Gutschein oder Zusatzgeld für Japan.
    Obwohl ich gern Schokolade esse, wäre mir Geld für Japan die angenehmere Version. Vielleicht können so die 10.000,00 auf 20.000,00 CHF = ca. 14.000 Eus erhöht werden.

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  5. Liebelein, Dein unzweifelhaft gut gemeintes Engagement in allen Ehren, aber:

    Was dieser Anbieter abzieht, empfinde ich als ungeheuerliche Frechheit. Und ich finde es erschreckend, dass mal wieder (vermutlich) Tausende darauf hereinfallen. Wenn der Schoko-Mokel tatsächlich Japan und den dortigen Menschen was Gutes tun wollen würde, hätte er sofort gespendet. Stattdessen nutzt er die Gutmütigkeit und Leichtgläubigkeit von Bloggern aus, damit für seinen eigenen Laden möglichst günstige Werbung gemacht wird. Schlimmer noch: Damit versucht er scheinbar, das unfassbare Unglück von Millionen Japanern gezielt zu seinem Vorteil auszunutzen. Wie schäbig geht es denn noch?!

    Sicher hast Du Verständnis dafür, dass ich keinesfalls Teil dieser Werbekampagne sein werde, die einzig und allein dem Wohl des Schokoladenvertickers dient. Immer mehr Anbieter gehen offenbar gezielt dazu über, mit der Blödheit potentieller Kunden zu spielen und sie zu ihrem eigenen Vorteil anszunutzen. Beispiele gibt es schon viele. Dieses ist nur ein weiteres.

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    • JaNein = Jein, liebe Skryptoria. Du hast sicher recht mit deiner Meinung über die Schoko-Anbieter – sie hätten ihr Geld schneller, direkter und unspektakulärer an Japan weiter reichen können. Auch die Summe von 10.000 CHF = ca. 7.000,– Eus, zahlen die aus der Portokasse, dennoch kann es einen guten Zweck erfüllen.
      Ich glaube nicht, dass die mit ihrer Aktion einen Kunden wirklich gewinnen – sie kommen mal kurzzeitig ins Gerede und in den Mund, wenn nämlich die Schokolade gegessen wird.
      Was hat Tsch… oder Jac… mit seiner Kaffemaschinen-Verschenkungs-Aktion für einen (positiven) Wirbel verursacht. Als eine keine Maschine bekam, wurden viele andere mobilisiert, um das noch zu bewerkstelligen. – Ist okay, aber im Grunde genommen war das einzig und allein Werbung für die Firma.
      Und hier ausnahmsweise habe ich mich beteiligt, akzeptiere es aber immer und von jedem, wenn er da nicht mitmacht und sich nicht beteiligt.
      Ich mag dich trotzdem, ganz doll und überhaupt, liebe SPS!
      Liebe Grüße von Clara

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    • Ich muss leider skriptum & skryptoria Recht geben.

      Unsere Tochter arbeitete in der Werbung, hat sogar ihre Ausbildung dort gemacht.
      Und ich kann euch sagen, sämtliche Aktionen wie Preisausschreiben etc. laufen nur um Adressen und Daten zu sammeln.
      Eine Woche geht es um Hundefutter, andere um Waschmittel und eine weitere um Autopflege und daraus wird ein Profil erstellt…

      Aber ich bin eh ein absoluter Feind vom Schneeballsystem,
      denn kassieren tun nur die ganz oben stehen…

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      • Meine Adresse werden sie nicht bekommen, da ich nach Möglichkeit auf die Zusendung des Gutscheins verzichten werde – aber die werden die Gutscheine eh nur per Mail versenden, glaube ich – mit einem Code darauf so ähnlich wie bei den Fahrkarten.
        Trotz allem – etwas für Japan zu tun gefällt mir besser als nur „nein“ zu sagen.

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  6. Ja siehst Du, da war meine mail zu spät… 😉 Aber schön, dass Du mitmachst.

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    • Werbung hin – Werbung her. Bei der Kaffeewerbung für Tsch… schlugen die Wellen doch auch nicht so hoch – oder doch, habe ich es nur nicht so mitbekommen. Dieses Mal habe ich mir ausnahmsweise mal gesagt: Egal, wie das Geld nach Japan kommt, Hauptsache es kommt.

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  7. Schwachsinn!
    Warum nehmen die Schoki-Heinis nicht ihre 10.000 Franken und schicken sie gleich nach Japan? Und das Geld für die verschenkten Tafeln an die Viralblogger könnten sie noch oben drauf packen.

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    • Sehr geehrter Herr Scherm (so fange ich selten einen Kommentar an),
      vom Prinzip her haben Sie natürlich Recht und Werbung war noch nie mein Ding, auch Kettenmails und Schneebälle nicht. Aber ich schwöre Ihnen, diese Firma wird durch diese Aktion kaum Kunden dazu gewinnen, höchstens von Tausenden in den Mund genommen werden – zumindest beim Schokolade essen.
      Ich hätte Ihren Kommentar ohne das darüber stehende „Schwachsinn“ als weitaus weniger polemisch empfunden. – So könnte ich es bei Böswilligkeit auch als Angriff gegen mich sehen – aber heute bin ich nicht böswillig! Ich weiß, dass ich hier und heute nicht schwachsinnig bin.
      Mit freundlichen Grüßen
      Clara Himmelhoch
      PS: Jeder Euro, der auf irgendeine Art und Weise in Japan landet, ist dort richtig und gut!

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      • Wenn er denn ankommt….

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      • Also die Argumentation Jeder Euro, der auf irgendeine Art und Weise in Japan landet, ist dort richtig und gut! ist ungefähr auf dem Niveau von Kernkraftwerke interessieren mich nicht, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!

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        • Vielleicht tauschen Sie mal für 10 Tage Ihren warmen, weichen, satten Platz in Deutschland mit drei Japanern im betroffenen Gebiet (denn der Platz, den Sie hier haben und einnehmen und das Essen, das Ihnen zur Verfügung steht, reichte dort lässig für drei) – vielleicht wünschten Sie sich dann mehr solcher „naiv denkenden Menschen wie mich“ . – Nicht, dass Sie aus Versehen mal vom hohen Ross fallen, das kann Rückgratbrüche zur Folge haben – es sei denn, es kann nichts brechen. – Vielleicht besser naiv als untätig oder geizig.

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