Claras Allerleiweltsgedanken


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„Totschlag im Affekt“ wäre geringer bestraft worden

… und genau in so einer Stimmungslage war ich gestern.

Gestern war ich bei dem Orthopäden, der vor ca. 10 Wochen mit der Diagnose „Wurzelkompression C6“ den ganzen Therapieweg in Umwege gelenkt und damit verzögert hat.

Wahrscheinlich hat es sein ärztliches Ego mächtig gekratzt, dass ich durch googeln und die neurologischen Kollegen durch Fachkenntnisse zielsicher zu der richtigen Diagnose kamen und sich auch noch wagten, ihm  Therapieempfehlungen zu geben. Die anempfohlene Schiene – von deren Empfehlung ich nur weiß, weil ich mir den Befund vom EMG selbst abgeholt und natürlich durchgelesen habe – verunglimpfte und verweigerte er weiterhin.

Gestern bot er mir eine Kortisonspritze ins Ellenbogengelenk an, um den Nervus ulnares zu beruhigen. Als ich mit ihm diskutieren wollte, weil ich im Netz schon pro und contra gelesen hatte, verwies er darauf, dass noch viele andere Patienten auf ihn warten. Also entschloss ich mich dafür! – Aber irgendwie kommt er mir mit seiner Strombehandlung, seiner Salbe und seinen Tabletten immer vor, als wenn er sein Medikamentenbudget schonen möchte oder mit einem Schrotgewehr nach Löwen schießt.

Schon bei der Autofahrt zurück und den ganzen Abend hätte ich ihn würgen können. Was vorher nur gekribbelt hatte und gefühlsarm war, fühlte sich jetzt an die prickelndes totes Fleisch, das überhaupt nichts mehr spürt. – Hätte er dieses vorausgesagt, wäre ich nicht so beunruhigt – aber so entstand leichte bis mittelschwere Panik bei mir.

Jetzt, nach 18 Stunden, ist es zumindest wieder ähnlich wie vor der Spritze – nicht etwa besser, aber auch nicht wesentlich schlechter.

Ich bereite mich moralisch schon auf eine OP vor, die ich aber nicht von seinem Praxiskompagnon ausführen lassen möchte. Das ambulante OP-Zentrum ist in Stahnsdorf bei Berlin und ich müsste mir dann für diesen und evtl. auch für andere Tage einen Chauffeur besorgen, denn öffentlich kommt man schlecht hin. – Wäre das nicht ein „würdiges“ Selbstgeburtstagsgeschenk an mich??? Viel früher als Mitte August möchte ich keinen Termin und bekäme ich sicherlich auch keinen.

Jetzt gehe ich wieder „ruhigstellen“ – Und tschüss!

Euch allen wünsche ich für die kommenden Tage – ob als christliches Pfingsfest oder als weltliche Feiertage genossen – Feude, Ruhe und freudemachende Begegnungen.