Claras Allerleiweltsgedanken


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Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon = das E

Engpasssyndrom

(toll, mit den vielen s in der Mitte!) Achtung, Brüder und Schwestern aus der „Bananenrepublik“ – aufgepasst, hier geht es um alte Zeiten!

Eine besonders in Ländern mit Mangelerscheinungen verbreitete Wirtschaftskrankheit. Mal betraf der Engpass die Bananenlieferung, mal waren es die Damenkleider in violett und Größe 38, die nicht geliefert werden konnten, aber sehr oft waren es auch die Papiertaschentücher oder das Toilettenpapier, was nicht in gewünschter Menge vorrätig war.

Die davon Betroffenen verbrachten einen großen Teil ihrer Freizeit damit, in Schlangen zu stehen, Verkäufer zu Bück-Aktionen zu überreden oder zu überlegen, was sie gegen was tauschen könnten. Das Stehen in der Schlange war nicht so bunt und lustig wie diese hier anzusehen – es kostete einen großen Teil der Frei- oder Arbeitszeit. Die Westschwestern und -brüder haben sich immer darüber mokiert, dass wir in der Arbeitszeit einkaufen gingen – ja – danach gab es ja viele Sachen nicht mehr. – Das Schlangestehen war aber sehr gut dafür geeignet, neue „Wirtschaftskontakte“ zu knüpfen – falls der oder die Stehende ein kommunikativer Mensch war.

Und denkt jetzt bitte ja nicht, dass die Krone bedeuten soll, in diesen beschriebenen Ländern sei der Kunde König gewesen – das fällt mir ja sogar heute noch schwer zu behaupten – auch heute wollen die nur mein Bestes von mir – mein Geld.


Zu DDR-Zeiten: Tausch von blauen Hunnis gegen zartgelbe Fliesen? Doch woher den begehrten West-Hunni bekommen???

Deswegen war diese Erkrankung sehr oft mit der V…-Allergie verquickt, aber die behandle ich eben erst unter „V“.

Ein Engpass in den Blutgefäßen ist oft Folge von Völlerei oder zu ausgeprägter Charakterschwäche mit Rauchen und zu viel essen (siehe da!)

Ein wirklich natürlicher Engpass = einer, der in der Natur vorkommt, kann sehr schön aussehen.

Durch dieses kleine Loch wurden die begehrten Artikel wie Aal oder Ananas oder "Alleswasessonstnochnichtgab" durchgereicht - nur so viel, wie durch das Loch passte!


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Für (Zar) Peter, den Großen, zum Geburtstag

Wenn Mann am 24. Juni 1941 geboren wurde, dann wird er heute folgerichtig 70 Jahre alt oder jung – das vermag ich hier nicht so recht zu sagen oder zu entscheiden. Da wir uns seit 1973 kennen und zwischendurch schon mal – immer schön zeitlich versetzt – ernsthaft darüber grübelten, ob wir es miteinander für eine jeweils zweite eheliche Bindung probieren sollten, sind wir uns sehr vertraut, so dass Alter das geringste Kriterium ist, was wir am anderen beobachten. –

Hier überlegen wir 1983, ob miteinander „gut Kirschen essen“ wäre. 

Aus heutiger Sicht sehe ich das Scheitern dieser Überlegungen so: „Wir waren beide zu intelligent – aber in vollkommen entgegengesetzter Richtung, aber zu wenig klug, um eine Partnerschaft zu meistern.

Für etwas möchte ich Dir, auch im Namen meiner damals noch sehr jungen Kinder danken. Du hast uns die Welt des Segelns erschlossen – zuerst auf einem 20er Jollen-Kreuzer auf dem Berliner Müggelsee, später dann auf einem richtigen handfesten Segelboot auf dem Scharmützelsee dicht bei Berlin.

Der Lange lässt sich von den Eleven schippern

Deine Töchter und mein gemischtes Pärchen, die zum Glück im gleichen Alter waren, haben oft gemeinsam Unfug auf dem Boot getrieben, aber auch ernsthafte Fortschritte in der Kunst des Segelns gemacht und mehr oder weniger ihre Liebe für diesen Sport entdeckt. Bei meinem Sohn ist wohl der Segel-„Virus“ auf den fruchtbarsten Boden gefallen. Mir dagegen war die Segelei entweder zu langweilig, zu bewegungsarm, zu gefährlich (es gab mehrere nennenswerte Unfälle an Bord) oder zu „kodderig“ gewesen. War der Wellengang auf dem Bodden zu heftig, opferte ich Frühstück oder andere Mahlzeiten den Fischen. – Vielleicht war meine fehlende Liebe zur Segelei der Hauptgrund, weshalb es zwischen uns nicht klappen konnte.

Damit das Erinnerungsvermögen auch von ein paar Fotos unterstützt wird, habe ich in alten Alben gekramt – leider waren die Fotos schon ein wenig vergilbt, aber das müssen wir jetzt alle hinnehmen – dafür sind es echte Zeitzeugen. – Erst die Mannschaft, dann der Kapitän.

Zuerst kommt die Planung der Route - der Junior ist ganz eifrig dabei

Der Junior nimmt die Aufgabe an der Pinne sehr ernst

Zur allgemeinen Freude bei diesem Wetter: Land in Sicht!

(Der) Smutje hat Pause!

Was es dieses Jahr zu wenig regnet, hatten wir damals zu viel

Der Kapitän unter Segeln und "unter Verantwortung" - denn er muss für die Mannschaft mitdenken

Der Kapitän auf Landgang

Seitdem du dich um das von deinen Eltern ererbte Grundstück mit einer Akribie kümmerst, die Produkte entstehen lässt, die lässig das nächste Jahrtausend noch überdauern werden, hast du deine Berufung gefunden. Mit unnachahmlicher Sach- und Fachkenntnis entsteht fast alles in Eigenarbeit, deren Reihenfolge ich wahrscheinlich genau umgekehrt gemacht hätte. Das Innenleben des Hauses ist nach wie vor ein Stiefkind gegenüber solchen Großprojekten wie Carport (mindestens für die Unterstellung eines LKWs geeignet) oder Zaun, der von dir seit ca. 3 Jahren kreiert wird. Jedes andere Wort dafür wäre schnöde Untertreibung. Sicherlich werden das die 70 schönsten und die 70 sichersten  Zaunmeter im Ort werden. Inzwischen  kommst du auch trockenen Fußes durch das sich auf Knopfdruck öffnende Tor mit dem Auto unter das Carport.  Du machst mit stoischer Gelassenheit alle Arbeiten allein, die lässig locker 3 Leute über einige Jahre ausüben könnten- aber dein Hirn ist immer ausgelastet, deine Hände sind immer beschäftigt und dein Ausgeglichenheits- und Zufriedenheitslevel dümpelt in den den oberen Regionen herum. Und wer kann das schon von sich immer behaupten. Für Aufgaben ist noch über Jahre gesorgt und die Ideen zur Verwirklichung werden dir schon nicht ausgehen – das wünsche ich dir.

Deine Nichtenenkelkinder (in Ermangelung eigener) mögen die Familienschaukel noch einige Zeit okkupieren und dich ab und an mal auf andere Gedanken als Arbeit bringen. Vielleicht bringt irgendwann mal Konstantin das Werk vom Opa zu Ende.

Der Pinienzapfen - das Zeichen des Hauses - und die Familienschaukel

Im Fotoblog gibt es noch was von unserem letzten Besuch am Scharmützelsee zu sehen: Erinnerung 1, Erinnerung 2, Erinnerung 3 und Erinnerung 4.


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Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon = das D

Dämlichkeitssyndrom

Die Herren der Schöpfung könnten jetzt denken, sie blieben von diesem verschont, weil der Anfang so weiblich klingt. Irrtum, auch das männliche Geschöpf wird befallen – und bei ihm heißt diese Erscheinung auf keinen Fall „Herrlichkeitssyndrom“. –

Vielleicht hat das kommende Bild nichts damit zu tun, dass Männer auch dämlich sind – aber die Art, wie sie ihr Unterhemd ausziehen, kommt mir schon immer ein wenig „eigenartig“ vor. Als ich diesen Pfau auf der Pfaueninsel beobachtete, dachte ich, der will jetzt auch sein Unterhemd ablegen *grins*. Sein Gebalze um eine der fünf Schönen in seiner Zuchtstation war schon schön und rührend anzusehen.

Näher in Richtung „dusselig“ oder „dämlich“ ist es, wenn einer erst unmittelbar vor der „vierten Flasche“ merkt, dass er maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die medizinische Flasche schon im Anschlag lauert. Einfach sich bei Flasche 2 etwas zurückhalten, da die so viele ungesunde Ingredienzen (dieses zauberhafte Wort konnte ich nur mit Hilfe des Fremdwörterbuchs schreiben) enthält und Flasche 3 etwas stärker reduzieren, dann wäre der Bauch nicht so Bier-geformt und der Verstand erst recht nicht. (Bild aus dem Netz)

Sehr oft ist das Dämlichkeitssyndrom nur ein Anfall, der nach kürzester Zeit wieder vorüber ist, doch manche leiden tatsächlich ein ganzes Leben daran – nur das gute ist, sie merken es meist nicht.

Ich habe beobachtet, es ist für kluge Leute entschieden einfacher, sich dumm zu stellen —- na, na eben als umgekehrt.

Clara, die hier gerade versucht, sich klug zu stellen!

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Jetzt habt ihr einen Tag Pause, denn morgen kommt eine Gratulation für einen lieben Freund.


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Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon = das C

Charakterschwäche

Im Gegensatz zu vielen anderen Schwächen ist sie schwer heilbar, wenn das Leiden länger als 30 Jahre besteht.
Sie ist besonders ausgeprägt in Verbindung mit Süchten wie da sind Wein = Alkohol, Weib und Gesang oder  Computer, Spielautomaten und Zigaretten. Die wirklich harten Drogen wie Kokain, Heroin und ähnliches lasse ich ganz bewusst außen vor, da möchte ich mich nicht dazu äußern.

So lange ein Mann seine Frau nicht als Wetteinsatz verloren hat und das Haus nicht gepfändet wurde – gibt es noch einen Weg zurück, bei sehr viel Charakterstärke.
Aber: Der Mensch kann nicht immer stark sein, er muss auch zu seinen Schwächen stehen. Denn bekanntlich heißt es ja:

Alkohol und Nikotin,
rafft die halbe Menschheit hin –
doch nach gutem altem Brauch

stirbt die andre Hälfte auch!

Hier seht ihr einen Alkoholsüchtigen, der alles dafür tut, um an seinen „Stoff“ zu kommen!

Wenn die Sucht etwas stärker fortgeschritten ist, müssen die Geschütze auch größer werden, vielleicht so: (Foto aus dem Netz)

Es stellt sich mir wie so oft die Frage:
Lieber intensiv und kurz oder gesund und lange, aber langweilig???


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Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon = das B

Blasenkrankheit

Wenn du das Bedürfnis hast, 3 Liter zu pinkeln, kannst dir aber nur 3 Tropfen mit Müh‘ und Not und knirschenden Zähnen (vor Schmerzen) abpressen, dann bist du blasenkrank – entweder Reiz-geblast oder Bakterien-geblast oder Blut-geblast.

Therapie: Heiße Gedanken und ein heißes Bad so oft wie möglich + Heizkissen und warme Füße.

Das ist mal eine ganz andere Darstellung, wie eine „Blasenruptur“ = gerissene Blase aussehen kann. Oder was haltet ihr davon, dass es ein Blasensprung  kurz vor der Entbindung ist?
(Ganze Kaugummipakete mussten verschlissen bzw. zerkaut werden, um diese Fotos in den Kasten zu kriegen!)

Letztere Krankheit -nämlich eine blutige Blase – kann jedoch auch dadurch entstehen, dass du die neuen Schuhe einfach zu lange und zu unbesorgt = unbesockt getragen hast – da sind die Schmerzen dann nicht mit einem heißen Bad zu beheben, und sie sind vor allem nicht unterhalb des Bauchnabels zu finden. Sollten sie dennoch unterhalb des Bauchnabels sein, hat die „blutige Blase“ eine noch andere Ursache, aber die gehört dann mehr zum Gynäkologen als zum Urologen. Die mehr sexuellere Auslegung dieser Krankheit wird hier nicht behandelt – da wenden sich Betroffene bitte an ihren befreundeten Arzt oder eine erfahrene Freundin. – Alles ganz schön kompliziert.

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Was hingegen die Bläserkrankheit betrifft, fällt die mehr in das Spezialgebiet eines Musiktherapeuten. Ich sage nur: Wer die Backen richtig aufbläst, kann auch einen kräftigen Ton fahren lassen.

Die Fotos hat mir jemand zur Verfügung gestellt, der mein Projekt von Anfang an mit Rat und Tat und Fotos begleitet hat.

Zu sehen ist, dass der Patient zu Beginn seiner „Erkrankung“ noch sehr sehr fröhlich aus der Wäsche oder aus seinem Gewand guckt. Er weiß nicht, was er seiner Lunge so alles antut damit, indem er mit seinen kräftigen Blastönen die Umwelt erfreut oder verschreckt – je nach Umwelt unterschiedlich.

Die richtige Bezeichnung wäre "Blaskrankheit"

Und über die ernsthafte Erkrankung eines Lungenemphysems o.ä. will ich hier auch nicht schreiben, weder ernsthaft noch witzelnd, dazu ist die Sache zu ernst.

Also dann bis morgen!