Claras Allerleiweltsgedanken

Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon – das P

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Die Photographitis

Eine unter Bloggern sehr, sehr weit verbreitete Krankheit, die höchst virulent ist. Eine schreibt etwas von einem neuen Fotoapparat – eine andere liest es – die Saat fällt auf fruchtbaren Boden. Ein Geschäft wird aufgesucht, der passende Apparat gekauft und fortan ist wieder eine Bloggerin für die Umwelt verloren, da sie nur noch hinter einem schwarzen-grünen-roten… Apparat zu finden ist.

In der Praxis müsst ihr es euch in etwa so vorstellen:

Alle fotografieren, fotografieren und fotografieren noch mal.

Die Endung -itis weist ja noch auf einen akuten Prozess hin, mehr oder weniger eine „Entzündung“, die abheilen kann.

Sind die Betroffenen jedoch von ihrem schwarzen Guckkasten gar nicht mehr zu trennen, so ist der Zustand chronisch geworden und man spricht von einer „Photographose“ – in unendlicher Mühe und Kleinarbeit wird der Apparat immer und immer wieder vor das Auge geführt, um mit Linse X oder Objektiv Y oder Filter Z das Objekt von vorn, von hinten, von oben, unten, rechts und links zu fotografieren. – Wenn ich nicht alle begutachten muss, dann soll es mir recht sein.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

15 Kommentare zu “Claras leicht boshaftes Gesundheitslexikon – das P

  1. Etwas liegt mir hier noch einmal am Herzen zu sagen: Ich beschreibe keine „Krankheiten“, denn mein Lexikon heißt ja „Gesundheitslexikon“ – wenn, dann sind es Abweichungen, leichte, ganz leichte Abnormitäten (wer immer auch festlegen mag, was normal ist und was nicht), kleine Schrullen, Spleens und wie sie alle heißen mögen!

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  2. Interessanterweise war es bei unserem Besuch im Botanischen Garten eher die Clara, die ihre Knipse in die Blüten steckte und nicht genug von zweideutigen Aufnahmen bekommen konnte 😉
    Libe Clara, ich denke, der Photographievirus hat dich auch schon erwischt. Du weißt es nur noch nicht oder verdrängst es hervorragend 😆

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    • Du meinst, ich bin in der sogenannten „Inkubationszeit“? –
      Da bei mir schon immer das Motiv wichtiger war als die hochwertige Qualität, fotografiere ich sicher auch und bestimmte Motive vielleicht einmal mehr als notwendig – aber ich brauche nicht so lange dafür, da ich mit Automatik draufdrücke und das Vergrößern des Ausschnitts zu Haus am Computer erledige.

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  3. Kann man die vom iPhone wirklich unter „ernstzunehmende“ Fotos einreihen? Mein Handy macht so grottenschlechte Fotos, die sind sogar als Bild für das Telefonverzeichnis zu mies – aber das ist auch schon ein relativ altes Handy!

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  4. Dies hier scheint ein großes Krankenhaus zu sein. Ich geselle mich gerne dazu. Nun krabbelte ich heute nachmittag 2 Std. in der größten Hitze bergauf und bergab und hatte dabei ständig meine cam in der Hand. Hätte ich sie in den Rucksack gepackt, wäre das krabbeln leichter gefallen 🙂 Neiiiin, geheilt möchte ich nicht werden, aber ich trete gerne einer Selbsthilfegruppe bei 🙂

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    • Ute, Krankenhaus wäre zu streng – Selbsthilfegruppe vielleicht zu wenig – sagen wir mal, hier ist die Gruppe für betreutes Wohnen Fotografieren. Je nach Schweregrad der Sucht werden die „Süchtigen“ unterschiedlich betreut.
      Die mit den Kompaktkameras haben den meisten Ausgang, damit sie sich vielleicht noch ein wenig mehr infizieren und auf eine große Kamera umsteigen.

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      • Die mit den Kompaktkameras haben aber auch die kleineren Zimmer und keinen so guten Service wie die mit den großen, oder????

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        • Ute, das kommt aufs Personal an. Es gibt welche, die sympathisieren mit der einen Gruppe und folgerichtig gibt es welche, die neigen zur anderen.
          Die Zimmer werden ausgelost!!!!

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  5. Da haben wir ja wieder eine Gemeinsamkeit – ich schwöre und gelobe, ich werde mir nieeeeeeee eine richtige Kamera zulegen, da habe ich viel zu wenig Ahnung von richtiger Fotografie, außerdem wäre mir dieser Fotorucksack mit dem ganzen Zubehör viel zu schwer. – Allerdings sollte meine Kompakte immer einen Sucher haben, weil ich in der Sonne oft auf dem Display nichts erkennen kann – und dann muss der Sucher das Motiv retten.
    Mit der jetzigen Canon bin ich vom Prinzip zufrieden – bisschen schneller könnte sie sein – aber ich bin ja auch nicht mehr die schnellste!

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  6. Liebste minibar, der für mich wichtige Kern deiner Aussage liegt im allerletzten Satz verborgen. – Es ist schlecht, eine gemeinsame Besichtigung zu planen, wenn ein Teil der Mannschaft „um Stunden“ zurück ist, weil sie in irgendwelchen Blüten drin stecken, um das 97. Makro von dieser Pflanze zu machen oder vollkommen im Gras flach liegen, weil underfoot der Ameisenhaufen Klappe die 37. abgelichtet wird.
    Das ist eben der Vorteil der Kompaktkameras – dort drückt man drauf oder man lässt es – geht alles ziemlich schnell. Und wenn man allein auf Fototour ist, dann kommt die Große – so Mann oder Frau hat!

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    • Bärbel, zwischen „stehen bleiben mit Automatikmodus bei Kompaktkameras“ und „stehen bleiben im manuellen Modus mit Spiegelreflex und Objektivwechsel und und und“ liegen Welten von mindestens zwei bis fünf Minuten dazwischen.
      Ich lege meine größere Sorgfalt ins Bearbeiten, wenn es bei der Motivauswahl nicht so geklappt hat.

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  7. Stimmt, Marianne, das hätte auch zum „P“ gepasst – aber irgendwie ist mir die Sache mit den Pixel immer noch nicht so völlig klar – da hätte ich mich zu sehr auf Glatteis bewegt.
    Ich sage immer, dass jede fotografieren kann, bis die Speicherkarte platzt – aber vielleicht müssen nicht alle im Computer gespeichert und noch viel weniger gezeigt werden, da das Interesse der Umwelt an eigenen Fotos eben nicht immer 100% ist.
    Ich habe mir die 2 Fotos von dir unter dem Aspekt, den du in der Mail geschrieben hast, nochmal angesehen – Du bist doch so gut wie gar nicht zu sehen, verdeckt durch Arm oder weggedreht.
    Danke, ich habe gut geschlafen!

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  8. Ich hatte mich sicherheitshalber schon ins Bett verzogen, als der Artikel erschien, um nicht von eurem Zorn getroffen zu werden. – Jetzt begreife ich erst (zu dieser Tageszeit bin ich noch nicht die Hellste), dass der befürchtete Zorn mehr dem „Clärchen“ gilt als der Aussage: Du Schelmchen.
    Ich gönne euch allen von Herzen eure schönen Fotoapparate, denn sonst hätten wir ja hier in Bloggershausen nur Buchstaben zu lesen und keine Bilder zu sehen.

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  9. Endlich mal eine Krankheit – die ich auch mein eigen nenne – die nicht weh tut.*lol*
    Jau solche Krankheiten liebe ich, die restlichen würde ich gerne entsorgen.
    Dir wünsche ich ein tolles und schmerzfreies Wochenende ♥

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    • Vielleicht kannst du ja (ver)handeln gehen: Du bietest an, dass du von dieser „Krankheit“ gern ein Kilo nehmen würdest und dafür ein Kilo andere abgeben möchtest. – Versuch macht klug – manchmal reicht ja schon die Ablenkung von einer Krankheit, dass man sie nicht mehr als so unangenehm empfindet.

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