Claras Allerleiweltsgedanken

TTU = Teuflisch-tierischschöner Urlaub (1)

12 Kommentare

Damit ich euch meinen Kurzurlaubsbericht nicht erst im September bringe, muss ich mal von meiner Regel „Ein Post pro Tag“ abweichen, denn das Lexikon ist schon lange terminiert. Außerdem – wie passend – dort dreht es sich auch um den Teufel, was für ein Zufall! Und den Seitenblick in die beiden Fotoblogs müssen nur Hartgesottene oder Insider tun.

Als ich losfuhr, gab es ein wenig Chaos – die Bundesbahn hatte es nicht geschafft, reservierte Plätze zu kennzeichnen – also gab es am Hauptbahnhof mächtiges Gedränge, als die einen mit den großen Koffern rein in den Wagen wollten und die von den angeblich freien Plätzen Verjagten mit den großen Koffern raus aus dem Wagen wollten – so sorgt die Deutsche Bahn immer wieder für Bewegung und Aufregung. – Das Programm für die Rückfahrt war ähnlich bewegungsintensiv. Kurz vor Einfahrt des Zuges wurde – natürlich unverständlich – durchgesagt, dass die Wagenreihung genau in umgekehrter Reihenfolge ist – also rannten die mit Plätzen im Wagen 1-3 nach hinten und umgekehrt. – Man gönnt sich doch sonst nichts.

Meine erste Station war das Gartenparadies von Gettorf – in der Nähe von Kiel. Von dort berichten regelmäßig Frau gzi-notiert und Herr Rund-um-Kiel. Dass ich mit „Wunschessen“ verwöhnt wurde, ist ja schon durch die (Blogger-)Welt gegangen, aber eben so wurde ich mit Fotomotiven verwöhnt. Keine unangebrachte Vorfreude – die zeige ich hier nur ganz, ganz sparsam, nur passend zum Posttitel.

Herr Hund Anton eröffnet den tierischen Bilderreigen, unter den sich auch ein Teufel gemischt hat. Letzterer hat die Sage begründet, dass er mit einem Stein den Turm der um 1300 erbauten Kirche zertrümmern wollte. Er schoss daneben, aber durch den Luftzug wurde der Kirchturm schief. – Meine Variante: „Clevere Bauleute – sie haben sich verplant, schoben aber diesen Fehler dem Teufel in die Schuhe!“ Vielleicht ist mir deswegen der (arme) Teufel immer so sympathisch, weil er für alles, was schief geht, herhalten muss.

Anton war immer lieb, nett, schwanzwedelnd und vor allem gehorsam!

Ob ich den Teufel hier tröste oder mit ihm ein Komplott bespreche, weiß ich leider nicht mehr – aber er hat mir gefallen! Aber nicht, dass mir jemand schreibt, ich hätte den Teufel unsittlich berührt!

Als ich mir die Fotos von den neuen Schuhen genau ansah, wurde ich stutzig. Ob es doch ein Teufelsschuh ist, wo ihm alles hineingeschoben wird? Ich meine das wegen dieser (Teufels-)Kralle auf dem Bein – seeeeeeeeeehr verdächtig!

Aber der Titel heißt "Jung-Frauen-Schuh" - das kann doch nichts mit dem Teufel zu tun haben?!?

Im Garten „fauchte“ mich ständig ein Ganterich an – ob der mich nicht leiden konnte?

Zur Strafe für sein Fauchen habe ich ihm meinen "Hut" aufgesetzt und aus ihm ein Mädchen gemacht!

Der Besuch in Gettorf war kurz, aber herzlich. In der Landeshauptstadt wurde vom Auto aus ein wenig sightseeing gemacht, ein wenig „Kunst“ fotografiert und der Optiker verschaffte meiner Gastgeberin durch zwei neue Brillen ein „teuflisch gutes Aussehen“ – in Verbindung mit den pfiffig kurzen Haaren richtig schnuckelig, wenn ich als „Verniedlichungsverachterin“ das mal so sagen darf.

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Dann wurde ich (sicherheitshalber) in mein nächstes Urlaubsquartier gebracht – der liebe „Tom“ schickte uns genau richtig und ein frisch gebackener Kuchen erwartete uns auf der vor kurzem fertig gewordenen Terrasse bei meiner Freundin. – Und schon ging es mit den Tierereien weiter!

Findus, der Salonlöwe, konnte sich nicht entscheiden: Fauche ich oder schmuse ich?

Als ich mich mal irgendwann wegen seiner dreckigen Pfoten gegen das Kuscheln auf meinem Schoß entschied, krallte er sich durch die Hose so fest an mein Bein, dass ich die Spuren heute noch sehen kann.

Der „Sofawolf“ war da schon gesetzter und außerdem als Schoßhund völlig ungeeignet, wenn man nicht im Klub der Bein-Gewichtheber ist.

Der Hund, das brave Mädchen, war für unser tägliches Lauftraining zuständig – aber bei mir schreitet der Verfall momentan ungebremst voran: Neben dem linken Arm, der ja noch keineswegs geheilt ist, fing jetzt die rechte Hüfte an zu schmerzen – wahrscheinlich als Ausgleichsprogramm.

Die Mahlzeiten spielten sich folgendermaßen ab:

Beim Frühstück hatte ich zwei Möglichkeiten: Wollte ich mein Essen mit den Fliegen ...

teilen oder bevorzugte ich dafür den Kater zum sogenannten „Katerfrühstück“? Freiwillig hat er seinen Platz nieeeeeeeeeee geräumt!

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Und damit es nicht zu lang und langweilig wird und die Bilderflut euch ertränkt, gibt es morgen den zweiten Teil.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

12 Kommentare zu “TTU = Teuflisch-tierischschöner Urlaub (1)

  1. Liebe Clara, wie schaffst du es nur, so nett mit dem Teufel zu sein?
    Mir fehlt da jedes diplomatische Feingefühl…

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    • Siehst du, liebe Stefanie, bei mir ist es genau umgekehrt – mir fehlt das diplomatische Feingefühl im Umgang mit den Engeln – die sind mir so fremd, so gut, so übermenschlich – der Teufel ist so menschlich.
      Einen ganz, ganz lieben Gruß an dich von mir

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  2. Marianne, da hätte ich aber eine 10-schwänzige Fliegenklatsche haben müssen – der ganze Tisch war übersät von diesen ekelhaften Sch…hausfliegen, dick wie sonstwas, eklig wie …
    Frau hat es mit ihrer Tischgesellschaft nicht leicht – da war mir meine Freundin doch die liebste zum Frühstück!

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  3. Danke – du darfst morgen weiterschmunzeln – du weißt doch, dass mir Lachen unheimlich wichtig ist. Viele sind klug genug, aber nicht humorvoll genug, so dass bei ihnen das Lachen zu kurz kommt.
    LG von CC

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  4. „Eine Teufelskralle am Bein, ooooh was steht dir denn da noch bevor???“ – wahrscheinlich irgendwann mal der direkte Ritt in die Hölle, um den Herrn mal zu besuchen und kennen zu lernen.
    Die Menschen haben alle Persönlichkeitsschutz, die darf ich nicht so zeigen.

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  5. Gesa, ich glaube, da unterscheiden sich unsere Vorlieben ein wenig. Mit den Gänsen könnte ich mich arrangieren, aber ich habe Ganter immer nur fauchend erlebt – vielleicht wollten sie immer alles das verteidigen, was ich ihnen gar nicht wegnehmen wollte.

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  6. Sehr tierisch ging’s da offensichtlich wirklich zu. Aber vielleicht ganz gut, dass weder der Ganterich noch der Teufel selbst allzu lebendig waren.
    Lieben Gruß
    Elke

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    • Elke, ich glaube, ich hätte mich vor dem Ganter-ich mehr gefürchtet als vor dem Teufel, weil ich an letzteren nicht so recht glaube, den ersten aber in meiner Kindheit als Stadtkind bei einem Landurlaub als sehr unangenehm kennen gelernt habe.
      Lieben Gruß zurück von
      Clara

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  7. Das war ja wirklich ein tierischer Urlaub, liebe Clara. Wie immer nett berichtet. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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  8. Herrlich erfrischend dein Bericht, liebe Clara.

    Liebe Grüße von der Gudrun

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