Claras Allerleiweltsgedanken

Von einem, der auszog, … die Eier auszubrüten (2)

21 Kommentare

(Einleitung zu dieser Geschichte und wichtige Bildnachweisrechte bitte hier nachlesen.)

Vorfreude ist die schönste Freude – und deswegen gibt es erst noch einiges Allgemeines, bevor ich zu dem Konkreten komme.

In Brandenburg – nicht zu weit weg von Berlin – könnt ihr in dem Ort Petersdorf, Ortsteil Jacobsdorf, an der Straße folgendes Schild sehen

Noch jetzt – Jahre später nach der Wildgänsegeschichte – ist dieses Tier mehr oder weniger Markenzeichen der Galerie, denn eines der fünf Geschwistertiere flattert hier bildlichsymbolisch über „ihre Galerie“. – Ich habe Karl vor mehreren Jahren kennen gelernt, als mich eine Freundin zu einer Ausstellungseröffnung mitnahm. Ich war sofort von der „Urigkeit“ des Ambientes und der Herzlichkeit des Gastgebers begeistert – u.a. auch von seinem selbstgebackenen Kuchen. Leider kann ich euch kein Gegenwartsfoto zeigen, denn gerade diese bei einem Besuch im Mai 2011 entstandenen Fotos habe ich aus Dusseligkeit gelöscht. – Ein Fachmann stellte sie mir größtenteils wieder her, aber eben nur „größtenteils“.

Betritt man das Galeriegelände, so hat man das Gefühl der Weite und Großzügigkeit – offenes Land grenzt an das Galeriegelände und lässt das Auge wohlwollend in die grüne Landschaft streifen – so man der Galerie in der grünen und nicht in der weißen Jahreszeit einen Besuch abstattet. Ein Hauch von Kunst der etwas voluminöseren Art umweht den Besucher und Holz als Gestaltungsmaterial liegt überall herum und ist nicht zu übersehen.

Ob es echte Mauerteile sind, die hier "verkünstlert" wurden, mag ich nicht zu entscheiden - aber lustig sieht der so präsentierte Apfel schon aus

Das Material des Galeristen Karl Witzleben, der inzwischen selbst schon zum Künstler geworden ist, ist Holz – Holz in klein, Holz in groß, Holz für Sitzmöbel der gröberen Art fürs Freie und Holz für kleinere und größere Kunstwerke.

Die Sitzmöbel sind zum Teil sehr apart und haben ein wirkliches Gesicht – könnt ihr mir glauben. Wollt ihr es sehen?

Jetzt erst einmal genug gesagt zum Galeristen und Künstler Karl Witzleben – jetzt ein paar Worte zu diesem Karl, der sich im Jahr 2002 anschickte, Papa zu werden. – Ich denke, in diesem Jahr haben sich Tausende von Männern angeschickt, Vater zu werden – zumindest haben sie es immer und immer wieder geprobt und geübt und trainiert und und und.

Doch wohl kaum einer von ihnen wollte Papa von Gänsekindern werden – konkret von Wildgänsen, wie es Karl so plötzlich und unerwartet einkam, als er von einem Fischer im April 2002 die fünf verwaisten oder verlassenen Gänseeier in die Hand gedrückt bekam.  Also nahm er sie mit nach Haus und erledigte des Rest der Brutzeit in der Wärme seines Bettes und seiner Achselhöhle.

Dieses Foto entstand am 12. April 2002, als der „zukünftige Gänsepapa“ mit den Eiern schläft – oder zumindest so tut, als wenn er schläft – denn wenn ein Fotograf da ist, wird er kaum in echt und ehrlich schlafen.

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Weiter geht es am 25. August, denn den 24. August beansprucht das Schmiedekunstprojekt.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

21 Kommentare zu “Von einem, der auszog, … die Eier auszubrüten (2)

  1. Gesa, morgen gibt es „den Inhalt der Eier“ – also die Küken zu sehen. Natürlich alles mit wo wenig Bildern wie nur möglich, weil ich diese Mengenbeschränkung auferlegt bekam.
    Schöne Zeit wünscht dir Clara

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  2. Gleich duck und weg: Haben sie dir einen Zahn hineinoperiert, dass du jetzt eine dicke Backe hast? – Schön kühlen und wird stündlich besser – meist jedenfalls.
    Zum Glück waren es nur wenige Bilder, die nicht mehr reparabel war – und ausgerechnet sein Portraitbild. Dummheit muss bestraft werden – wenn ich die auch so dämlich lösche. –
    Deinen Anruf habe ich erst heute registriert – ich war zwar noch nicht im Bett, aber mit Kopfhörern und einem spannenden Film hermetisch abgeriegelt.

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  3. Hallo Clara,

    wir können uns sicher mal treffen. Im Moment ist es allerdings etwas ungünstig, da ich schon einige Termine habe. Aber mal sehen, vielleicht klappt es im September mal.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  4. Die Holzskulpturen sind sehr schön, ich mag so etwas.
    Karls Geschichte fängt ja vielversprechend an.
    Irgendwann meine ich hätte ich mal im Fernsehen gesehen, wie ein Mensch den Gänsen das Fliegen beibringt. Ob das dein Karl war, weiß ich leider nicht.

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    • Ich weiß es auch nicht, ob er es war – aber er hat es zumindest auch versucht und im Fernsehen hat man es anschauen können.
      „Mein Karl“ finde ich ja süß – mal sehen, ob er es mir gegenüber kommentiert.

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  5. Es tut mir echt so leid, dass so wenige Leser aus Berlin hier sind, denn ein Ausflug zu ihm lohnt sich wirklich.
    Ich denke, mehr war es die Rotlichtlampe, die die Küken in spe gewärmt hat – aber für den Fotografen ist die Achselhöhle fotogener als so eine profane Lampe.
    Die Mauerteile sind übrigens echt, wie ich inzwischen weiß – aber die Äpfel sind nicht aus Holz.

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  6. Und ewig lockt das Weib Ei.
    Ideen muss man haben, dann klappt das auch mit der Popularität
    und wie man sieht, der Karl hat es geschafft.
    Liebe Grüsse und einen guten Wochenstart

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    • Danke, danke – damals, als die Story in echt passierte, warb das Fernsehen sehr um ihn, da sie daraus eine Reportage machen wollten. – Allerdings habe ich keine Aufzeichnungen in irgendeinem Archiv oder beim RBB (nehme ich an, dass es den 2002 schon gab) gefunden.
      Danke für die Grüße, die ich gebraucht und dann zurück an dich geschickt habe.

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  7. Witzlebens Skulpturen – schaut man immer wieder gern an.

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  8. Ich finde es faszinierend, wie Karl seine Galerie lebt, gastfreundlich ist.
    Früher hatten wir in Leipzig am Kulkwitzer See einen Holzspielplatz, mit allerlei großen und kleinen Getier aus Holz. Meine Kinder haben den Spielplatz geliebt. Später wurde es zu aufwendig, das Holz zu pflegen und so verschwand er ganz langsam. Schade.

    Liebe Grüße von der Gudrun
    (ich freue mich auf eine Weiterführung der Geschichte)

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    • Ich glaube, jeder Mensch und Karl besonders hat ein positives Feedback sehr verdient, denn er hat diese Galerie aus dem Nichts geschaffen – ursprünglich war er mal Taxifahrer. Aber er hatte diesen Traum von der unendlichen Weite – sein Grundstück dehnt sich weit in die Landschaft hinein.
      Zum Glück gibt es in Berlin noch viele Holzspielplätze. Einen der neuesten und fast auch schönsten kannst du morgen sehen – mit Enkelchen.
      Danke für Weiterlesensfreudeerwartung!
      Lieben Gruß von mir

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  9. Er freut sich sicher über das positive Feedback!

    :-)))
    Danke, das war jetzt sehr nett geschrieben 🙂

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  10. Stimmt, würde ich auch!!!!!!!

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  11. Die Arbeiten sind wirklich super schön, sie gefallen mir sehr, liebe Clara!
    Und die Geschichte mit den Gänsekindern – das ist natürlich auch etwas für mich 🙂
    Ich freue mich auf weitere Fotos und Erzählungen 🙂

    Liebe Grüße
    Katinka

    PS. Steffi Graf? Aber meine Nase ist doch gar nicht so groß 😉

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    • Über das Lob seiner Holzarbeiten wird sich Karl sehr freuen. Er hat es mehr mit Holz als mit Computern und wird sich die Serie am Ende bei einem Freund ansehen, der sie für ihn „sammelt“
      Du musst dir nicht das negative in S.G. Gesicht raussuchen, sondern den sympathischen Gesamteindruck. Außerdem ist bei einem Gesicht genau von vorn über die Größe einer Nase so gut wie keine Aussage zu treffen. Deswegen werden ja auch Profilbilder als Erkennungsfotos gemacht. – Dich würde ich jedenfalls an dem sympathischen Lachen erkennen.

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  12. Na, was meinst du, was ich in den noch folgenden drei Beiträgen zeigen werde? – Ist die Frage damit beantwortet?
    Mir gefallen seine Holzsachen sehr sehr gut – die wirken aber nur im Garten oder in einem rustikalen Haus.

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