ist bei Oma Clara auf der einen Seite gar nicht sooooooo leicht, aber auf der anderen Seite doch leicht, weil sie alles dafür tut, dass die beiden AnwärterInnen diesen Titel und diese Trophäe erringen können.
Stellt euch einen Minigolfplatz vor – da kommt so eine quietschfidele Oma mit ihren zwei Enkeln und alle drei wollen spielen. Bei dem fast 10jährigen und bei der älteren Dame *grins* ist der Platzbesitzer ja auf Anhieb gewillt, Schläger rauszurücken. – Aber was soll er mit dieser Lütten machen, die mit ihren 5 Lebensjahren keinerlei Bedingungen für diesen Golfplatz erfüllt? – Weder altersmäßig noch größenmäßig. Solche kleinen Schläger hat er gar nicht. Aber die Ballkönigin in spe ist wild entschlossen, mit uns zu spielen und nicht wieder wie beim Tischtennis nur Zuschauerin und „Beifallklatscherin“ für den Bruder zu sein.
Ganz bereitwillig und wissbegierig nahm sie Instruktionen über Körper- und Schlägerhaltung und Schlag- und Führungshand entgegen. Die ersten Versuche gingen mit viel Schwung am Ball vorbei – aber bald hatte sie den Bogen raus und der Ball bewegte sich. – Nach kürzester Zeit bewegte sich der Ball nicht nur, nein, er rollte zielsicher auf das Loch zu.
Ganz bereitwillig legte sie ihn nach Fehlversuchen wieder auf den Ausgangspunkt. – Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis sie mit ihrer Spielweise die Aufmerksamkeit des Platzbesitzers eroberte. Er kam, gab Hinweise und das Kind wurde von Bahn zu Bahn besser, kräftiger, schneller und zielsicherer. Ihm blieb im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke weg. Sie hatte die Sache mit „Weg“ und „Ziel“ sehr schnell begriffen.
Der Bruder staunte nicht schlecht, mit wie viel Schmackes seine kleine Schwester die Bälle auf ansteigenden Bahnen mit einem Labyrinth ins Loch schmetterte.
Aber er machte seine Sache auch recht gut und war bei sehr schwierigen Bahnen stolz wie ein Spanier, wenn der Ball das Loch getroffen hatte. Es ist gar nicht so leicht, einen Ball auf einer wellenförmigen Erhebung ins Loch zu lancieren. – Geht doch mal wieder Minigolf spielen, damit ihr wisst, wovon ich rede.
Süß war, als sie zu ihm sagte „Du darfst nicht so breitbeinig dastehen und der Ball muss genau in die Mitte!“ – Na, wenn sie nicht zugehört hat – wer dann.
Eleven durften bei dieser Bahn auch seitlich an dem Hindernis vorbeischießen, zukünftige Ballkönige zielen erst durch die hohle Gasse und dann ins Loch – aber manchmal dauert es einen Schlag länger, was aber auch nicht tragisch ist.
Und wie das aussieht, wenn meine beiden als Strichmännchen (bitte nicht Strich-Junge oder Strich-Mädchen denken oder schreiben) lässig locker die Schläger schwingen und am Ende mit stolz geschultertem Schläger vom Platz gehen, könnt ihr euch hier bei der Gudrun ansehen.
Als Abschluss wurde eine Runde Tischtennis gespielt – was gegen das Minigolfen ja richtige Erholung war. Aber da beiden Kindern dieser Platz so unheimlich viel Spaß gemacht hat, waren wir gleich zweimal dort – und es waren Fortschritte bei der Lütten zu sehen.
So, jetzt habe ich euch genug erzählt über die sportliche Ertüchtigung der Clara-Enkel – jetzt wird wieder über etwas anderes erzählt, geplaudert und gebloggt.