Claras Allerleiweltsgedanken

Man kann 50 Jahre verheiratet sein …update

16 Kommentare

… und immer noch Spaß miteinander haben,

von anderen Sachen mit „S“ will dieser jugendfreie Blog nicht berichten, aber er könnte … und wie …

Der Tag der goldenen Hochzeit ist nun schon 10 Tage vorüber – mein Glückwunsch kam pünktlich. Dieser Post wollte warten, bis das „junge Paar“ wieder aus Mallorca zurück ist.

So saht Ihr am 20. August 1961 aus:

50 Jahre später darf ich Personen hoffentlich unverpixelt zeigen, denn kaum jemand könnte so noch nach euch suchen – ein wenig habt ihr euch doch schon verändert, aber nicht negativ. Ich wollte eure hübschen Gesichter nicht verunstalten.

Ich durfte damals mit dabei sein bei eurer Feier und habe unter anderem dabei richtig tanzen gelernt, nicht so steif wie in der Tanzschule. Das Kleid war aber wohl das gleiche, denn beides fand im gleichen Jahr statt. Das gelbe, sehr schöne Kleid hat unsere gemeinsame Oma genäht, liebes Cousinchen.

Man könnte glatt glauben, es ist auch ein Hochzeitsfoto von mir

Eure Hochzeit hat mich davor bewahrt, den Schrecken des Mauerbaus sofort in vollem Umfang zu erkennen, denn in Oberschlesien war ich von deutschen Nachrichten ziemlich abgeschirmt.

Ich wünsche euch beiden weiterhin noch sehr viel Freude miteinander, und die bei bestmöglicher Gesundheit.

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Das Haltbarkeitsdatum der Ehe von anderen Clarafamilienmitgliedern ist offenbar sehr viel schneller abgelaufen.

  1. Derdiedaseine heiratet sicherheitshalber gar nicht erst
  2. Derdiedaseine  heiratet und wird nach 2 Jahren Witwe/r
  3. Derdiedaseine heiratet und lebt nach den magischen 2×7 Ehejahren getrennt und geht auseinander
  4. Derdiedaseine ist verheiratet und lässt jetzt alle hoffen, dass es auch länger und besser gehen kann
  5. Derdiedaseine ist seit über 50 Jahren verheiratet – für Außenstehende allerdings in einer Qualität, in der ich keine 3 Jahre Tisch und Bett und mehr miteinander teilen möchte.

So ist das Leben und so ist das Eheleben. Es ist, wie es ist.

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Gerade habe ich einen Witz gelesen, der gut zu dieser Problematik passt:

Paar im Bett.
ER: „Ach sag mir doch die drei Worte, die Liebende für immer aneinander binden!“
SIE: „Ich bin schwanger!“

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

16 Kommentare zu “Man kann 50 Jahre verheiratet sein …update

  1. Gelbes Kleid, würde dir sicherlich heute auch noch ganz gut stehen, aber nein – wir wollen mal nicht vom Weg abkommen. Schön siehste aus – 1961 – aber heute doch auch noch!
    LG von der Iris

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    • Ich glaube, gelb würde heute zu meinen „gebleichten“ Haaren zu blass wirken – es sie denn, du würdest mir einen deiner wunderschönen Eisvögel – z.B. den blauen – als Deko im Haar herumfliegen lassen, da wären alle von mir und dem Kleid abgelenkt.
      Ich fand mein Tanzstundenbild blöd und habe es eigentlich nur als Joke eingestellt – aber ich sehe, treue Leserinnen lassen sich durch nichts verschrecken.
      Können wir nicht mal wieder schnattern?
      Herzlichst Clara

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  2. Der junge Mann neben mir – aus einer strammkatholischen Familie meines Heimatortes – ist nach der Wende richtig aufgestiegen und Bürgermeister oder zumindest so etwas ähnliches geworden. Da hätte ich auch Karriere machen können!

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  3. „Immer nur du!“, „Niemals ohne dich!“ – denn dieses langweilige „Ich liebe dich“ wird er doch wohl nicht gemeint haben, oder?????

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  4. Ich auch, und deswegen habe ich ihn noch schnell später dazugeschrieben, weil er so gut passte.
    Diese beiden bleiben weder wegen Geld noch Zwang noch sonst was zusammen, sondern, weil sie sich wirklich toll verstehen, immer noch gegenseitig veralbern und wegen ihrer tollen Tochterfamilie.

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  5. schön, ein schönes Paar – und in kurz geheiratet, ich meine, der Rock ist kurz. Aber ich erinnere mich an ein Hochzeitsfoto meiner Eltern und da hat meine Mutter auch so einen Rock, ich denke, früher war das in.
    Und ja, Du siehst auch wirklich schön aus – und ich darf sagen, Du hast Dich auch gut gehalten, im Gegensatz zu mir. Ich denke, ich bin eine andere Frau. Na vielleicht ist das das Leben, dass das mit sich gebracht hat.
    Ich grüsse Dich lieb und wünsche Dir eine gute Zeit, bisous meine liebe Clarabella, Martha

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    • Liebes, du hast mich ja immer nur auf Bildern gesehen – natürlich habe ich die, wo ich so dolle zerknittert aussehen, vorher gebügelt *grins*
      1961 war das in Oberschlesien sicher so, denn ihre Schwester hat 1964 auch im kurzen Kleid geheiratet – bestimmt nicht aus Geldnot. Beide wollten vielleicht ihre hübschen Beine zeigen.
      Dieses Cousinchen war ja erst 19 bei der Hochzeit. Sie hat immer gesagt, ich werde mal mollig, ich muss zeitig heiraten, damit mich noch einer nimmt.
      Aber Martha, sollte deine Aussage zu deinem Äußeren stimmen, musst du bedenken, dass du es viel, viel schwerer hattest als ich.
      Auch jetzt – meine Enkel, mein Blog und ich – was brauchen wir mehr??? *grins*

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  6. Ich kenne hier auf dem Dörfchen viele, die eben nur nebeneinander herleben. Man trennt sich nicht. Das macht man nicht. Meine eigene Mutter dachte noch genauso.
    Hochachtung vor denen, die Ihre Zuneigung erhalten haben. Ich denke, das ist ein Stück harte Arbeit, auch an dich sellbst.
    Glückwunsch den beiden.

    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Gudrun, das ist eben das schöne bei denen – sie machen nie den Eindruck, als wenn ihr Zusammenleben auf harter Arbeit beruhen würde. Ich glaube, alle beide haben eine Riesenportion echten Humors, denn sonst hätten sie die vielen Krankheiten und andere Widrigkeiten früher in Polen gar nicht überstehen können.

      Gudrun, freu dich an deiner wunderschönen Tasche und nimm sie einfach als Geschenk, ohne gleich zu grübeln, was du … Ich bin zwar kein Taschenfreak, aber sie ist einmalig schön.
      Clara grinst und grüßt

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  7. Wie ich kurz schrieb, war der Hochzeitstag der 20. August. Und sie haben nicht groß gefeiert (was ich sehr vernünftig finde, denn in diesem Familienverband wird ständig und ununterbrochen gefeiert), sondern sind mit der Tochterfamilie (zwei sonnigwonnige größere Enkelkinder) nach Mallorca gefahren.

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  8. Geduld und Toleranz – ich glaube, die haben sie alle beide – und immer noch viel Liebe und Verständnis. Ich kenne im näheren Umfeld noch zwei Ehen, die schon hatten oder bald feiern werden – aber da ist es nur noch ein nebeneinander herleben mit mehr Konflikten als Verständnis – und mit viel Abgestumpftheit. – Vielleicht hat ihnen auch ihr Glaube geholfen, denn beide leben ihren katholischen Glauben.
    Ich konnte mir dieses „bis dass der Tod euch scheidet“ bei meiner Eheschließung nicht vorstellen.

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  9. Herzlichen Glückwunsch deiner Cousine unbekannterweise zur goldenen Hochzeit.
    Ich durfte mit einer lieben Freundin vor kurzem deren diamantene Hochzeit feiern.
    Dein Tanzstundenbild ist klasse. Du warst (und bist) ein hübsches Mädchen.

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    • Ute, entschuldige bitte, wenn ich widerspreche. Nicht „fishing for compliments“ will ich machen, aber wahrscheinlich sieht sich jeder anders. Boshaft würde ich sagen: „Schiefmäuliger Knopfaugenbär“ – liebevoll: „Clara, bring doch mal bisschen Leben in dein Gesicht. Ansonsten: Damals ein „Mäd-chen“ – heute eine erwachsen gewordene Made *grins*
      Das Foto ist also wirklich plusminus 50 Jahre alt.

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  10. Warum nicht reisefreudig – sie ist 69, er 72. Er war sein ganzes Leben lang Steiger / Obersteiger im Kohlebergbau, was natürlich unheimlich die Gesundheit ruiniert. Deswegen hat er schon mehrere OPs hinter sich.
    Ich glaube nicht, dass wir Ähnlichkeit haben, denn das untere Foto bin ja wirklich ich bei meinem Tanzstundenabschlussball.
    Ich richte es ihnen aus – bzw. ich hoffe, dass sie es selbst lesen, denn ich habe ihnen extra Bescheid gesagt.

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  11. Eine gewisse Ähnlichkeit ist unverkennbar; ich dachte auch erst, du seist es. Und dann diese Korallenkette; die hatte ich früher auch mal.

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    • Ich glaube, ich habe hier ein wenig Verwirrung gestiftet mit meiner unklaren Textaussage. Oben, die Braut, ist meine absolute Lieblingscousine, die jüngere Tochter vom Bruder meiner Mutter. Ihr Mann ist heute noch so ein Witzbold wie damals.
      Auf dem unteren Foto – auf dem Foto mit der Korallenkette – das bin wirklich ich, aber nicht bei (m)einer Hochzeit, sondern bei meinem Tanzstundenabschlussball.
      Oder ich habe eure Kommentare falsch verstanden.

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