Claras Allerleiweltsgedanken


39 Kommentare

Jeden Tag (ein) Foto von Berlin – U

Was wäre der Berliner ohne seine U-Bahn? Ein vollkommen gefrusteter Mensch, der immer und überall zu spät kommt!!! Wenn die S-Bahn Achsenbruch hat, bei der Tram die Weichen vereist sind, die Busse aus dem Stau nicht wieder herausfinden – die U-Bahn zieht – größtenteils unterirdisch, wie es sich für ihren Namen gehört – ihre Bahnen, oft pünktlich, relativ preiswert und sehr oft überfüllt.

Die Scheibenkratzereien und Sitzbeschmierereien wollen wir mal nicht als Kunst bezeichnen – aber auf den Bahnhöfen kann man da einiges entdecken, was einen zweiten Blick lohnt.

Die großen Wandbilder von der Station „Klosterstraße“ (eine vor dem Alex) hatte ich schon mal hier, hier und hier gezeigt. Deswegen gibt es jetzt für Altlinge und Neulinge nur Collagen. – Die Mosaikbilder sind im U-Bahnhof Märkisches Museum, wo ich 15 Jahre gewohnt habe und wo meine Kinder herangewachsen sind – aber damals war der Bahnhof noch nicht so schön.

Hier seht ihr sie, die alten Busse, die Doppeldecker mit und ohne Frischluftzufuhr, die Eisenbahn und die Clara – alle alt und erschöpft. (nur ein bisschen grins)

Da ist doch junge U-Bahn“kunst“ was anderes. In Kreuzberg, am U-Bahnhof Prinzenstraße haben vielleicht die „Prinzen“ ein wenig Geld gesponsert, damit dieser Bahnhof so farbenfroh gestaltet werden konnte. Ich finde ihn schön – mal was anderes, nicht etwa, weil es „meine Farben“ sind. Und wenn es dann noch sonnt, lichtet und schattet – dann finde ich ihn nochmal so schön – aber er ist nicht mein Einzugsgebiet – ich wohne „vornehm“ und langweilig, fast schon Vorstadt.

Die begleitenden Beiträge könnt ihr euch hier und hier ansehen.

Bei Blogspot sind lustige Fotos aus der Universität der Künste – allerdings nicht mehr ganz taufrisch.