Claras Allerleiweltsgedanken

The time is over …

28 Kommentare

Gestern habe ich noch die Seite „Berlin von R – Z“ fertiggestellt, aber nun ist Schluss. Jetzt, wo ich mich wieder mit anderen Dingen als Stadtspaziergängen beschäftigen muss, bin ich mal so durch meinen Küchenschrank gewandert.

Und was habe ich gemacht:
Tatsächlich gesunde Lebensmittel wie Braunhirsemehl, hefefreie Gemüsebrühe und rote ganze Linsen entsorgt.

Ich habe tatsächlich mal einen Rohkosturlaub überstanden und mir unter der Einwirkung dieses Schocks für erkleckliches Geld in einem Reformladen diese Sachen gekauft. – Doch kaum wieder zu Haus, konnte ich diese Essgewohnheiten-Verirrung kaum verstehen – doch die Sachen wurden zwar nicht benutzt, noch nicht einmal angebrochen wurden die Verpackungen – aber eben auch nicht entsorgt. Zum Wegwerfen waren sie mir offenbar zu schade.

Bevor sie bald ihren dritten Geburtstag ihres Verfallsdatums in meinem Schrank feiern und dazu noch Geschenke haben wollen, habe ich mich lieber von ihnen getrennt, weil ich sie jetzt auch nicht mehr für gesund halte. Nicht dass sie mir noch anfangen zu leuchten wie dieser Pilz – der sieht auch nicht bekömmlich aus.

Oder verwechsle ich hier etwas - ist das etwa Weihnachtsdeko?

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “The time is over …

  1. Dabei bin ich eigentlich ein Haltbarkeitsbeachtungsfanatiker. In meinem Kühlschrank dümpelt nichts, was überlagert ist. Bei wenigen Tagen darüber esse ich es noch. – Es kam sicher davon, dass ich diese mir wesensfremden Sachen gekauft habe, dann aber doch nicht verwenden wollte und aus Ehrfurcht nicht rausgeworfen haben. – Wird nicht wieder vorkommen.

    Gefällt mir

  2. Es ist nicht teuer, sich gut und gesund zu ernähren. Es kostet … Zeit, nicht Geld. Wenn man ein bisschen nach den Jahreszeiten schaut, bekommt man Gemüse frisch und preiswert, in heimischen Gegenden angebaut, also keine langen Transportwege, also keine Umweltverschmutzung. Früher habe ich das auch nicht gemacht, heute tut es mir Leid. Kartoffeln, Wirsing, Möhren, Sellerie. Am wenigsten Arbeit machen Suppen und vieles kann man für zwei Tage machen.
    Rote Linsen sind sicher nicht unbedingt Reformhausware … und im Internet gibt es bestimmt Rezepte, oder auf der Verpackung.
    Aber ich hör jetzt auf, ich will dich ja nicht bekehren …

    Gefällt mir

    • April, es ist überhaupt teuer (geworden), sich zu ernähren, egal wie. Über die Hälfte meines Einkaufs besteht aus Obst und Gemüse. Obwohl ich weder jahreszeituntypische Him-, Erd- oder Blaubeeren oder Weintrauben kaufe, haben die Mandarinen, Orangen, Bananen, Pomelos, Kiwis oder Ananas, so die mal in einen Obstsalat sollen, eben doch ihre erklecklichen Flugkilometer hinter sich. Auch die heimischen Äpfel kosten 2 Eus das Kilo. Der Preis von Fisch ist im Laufe der Jahre immens gestiegen. – Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich vor längerer Zeit für einen 2-Personen-Einkauf weitaus weniger bezahlt habe als jetzt für eine Person, obwohl ich weder bei den Exklusivdiscountern kaufe noch teure Spezialitäten wie Aal oder besonderen Käse oder anderes kaufe.
      Tätigte ich meine Einkäufe auf dem Markt, würde ich für heimische Kartoffeln oder anderes Gemüse Preise zahlen, als enthielte jede Kartoffel einen Goldnugget.
      Aber die Kommentare diskutieren ganz andere Sachen, als ich mit meinem Post ausdrücken wollte.
      Hätte ich nicht damals einer Freundin zuliebe diesen Rohkosturlaub gemacht, wäre ich nie in meinem Leben auf die Idee gekommen, z.B. rote Linsen zu kaufen – weder im Reformhaus noch anderswo, auch die anderen Sachen hielte ich für entbehrlich. Und nur aus diesem Grund, weil sie nicht meiner Natur entsprachen, fristeten sie dieses unbeachtete Dasein in meinem Küchenschrank.

      Gefällt mir

  3. Angenehm für mich, dass ich heute nicht groß im Alphabet überlegen muss, da mein Mann da ist und wir fast nur unterwegs sind. Dann ist noch das WLAN ausgefallen (die Dame, die zuständig ist, ist in den Urlaub gefahren!!!!!!Spanien), so dass ich mich im Moment online mäßig sehr rar mache. Hole ich bald hoffentlich alles nach. Liebe Grüße

    Gefällt mir

    • Wie lustig ist das denn: Das WLAN wird von einer Dame verwaltet, die sich einfach so traut, in den Urlaub zu fahren, ohne eine Vertretung zu hinterlassen.
      Erhole dich gut von den Alphabetstrapazen!
      Liebe Grüße

      Gefällt mir

  4. Marianne, auch wenn du noch so viele Lanzen für Reformhausartikel hier brichst, ich werde so ein Etablissement nicht betreten – und das hat weder was mit vegetarischem oder gar veganem Essen zu tun – ich bin, wie moni es so schön ausdrückt, ein Allesfresser, der nicht besonders anspruchsvoll ist. – Ansprüche könnte ich mir sowieso nicht leisten – und wenn, erfülle ich mir die in anderer Hinsicht.
    Hausarbeit muss ich auch noch machen – aber jetzt brauche ich erst mal 30 Minuten ein Kurzschläfchen.
    Liebe Grüße an dich von Clara

    Gefällt mir

  5. moni, das wäre wunderbar, wenn der Pilz als Essbremse wirken könnte – ich würde ihn mir als Plakat an die Wand hängen. Wie ich mich kenne, würde ich dann ganz schnell die Augen zukneifen, heimlichunheimlich in mein Keksdöschen greifen und schmelz – einen Keks auf der Zunge zergehen lassen, ohne den Pilz auch nur eines Blickes zu würdigen.
    Dein wunderschönes Wort „Verfallsdatumsgeburtstagswünsche“ wäre ein wunderschönes Wort für Galgenmännchen, wenn du dieses Spiel noch kennst.
    Einen „süßen“ Gruß aus Berlin schickt dir
    Clara

    Gefällt mir

  6. 1 EL Braunhirsemehl kommt bei mir immer in jeden Joghurt/Quark. Ansonsten esse ich sehr wenig Fleisch, Wurst und Geflügel überhaupt nicht. Nicht, weil sie mir nicht schmecken würden, ganz im Gegenteil. So ein knuspriges Brathähnchen lässt mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Aber ich hege eine immense Abneigung nicht nur gegen die Art dieser Tiervermehrung -haltung und -mast, sondern auch gegen den massiven Einsatz von Antibiotika. Die Frühchen, die in Bremen an ihren Darminfektionen gestorben sind, hatten ja wohl eine Resistenz gegen die eingesetzten Antibiotika. Bei vielen Kindern hilft Antibiotikum (AB) nicht mehr. Einfach aus dem Grund, weil z.B. in der Hühnermast AB als Wachstumshormon (was natürlich verboten ist) für 2-3 Tage verabreicht wird. Diese kurze Zeitspanne schafft die Resistenzen. Jeder Humanmediziner wird seine Patienten sorgfältig darauf aufmerksam machen, dass das verordnete AB wirklich den ganzen angegebenen Zeitraum genommen werden muss, auch wenn Patient sich wieder gesund fühlt. Nee, so lange sich da nichts ändert, ist das für mich tabu. Ich kaufe mein Fleisch bei unserem Bauern. Da standen die Rinder den ganzen Sommer bis spät in den Herbst auf den Weiden, hatten Gesellschaft von Pferden und durften sich auf riesigen Arealen tummeln. Dafür zahle ich eben ein bisschen mehr. Als ich Kind war, gab es 2 x in der Woche Fleisch, 1x davon am Sonntag. Einfach weil es zu teuer war. Wenn heute 1kg Hühnerfleich 2,00€ kostet, dann ist da doch was mächtig faul!

    Gefällt mir

    • Elvira, jetzt erinnere ich mich, dass wir dort in der Rohkostzeit immer dieses bräunliche Pulver in den Joghurt gestreut haben. – Wie ich so lese, kannst du dann meine Vorfreude auf die Weihnachtsgans nicht verstehen. Zu den Bedenken der Tierhaltung muss ich dir leider Recht geben – der Mensch geht nicht sehr würdevoll mit den ihm anvertrauten Tieren um. – Schön, du bzw. deine Familie, ihr esst nur Fleisch von glücklich gelebten Tieren. Bei Hühnereiern achte ich auch drauf, dass es keine Käfighaltung ist. – Bei den Essgewohnheiten vieler Deutscher – ich kann mich da nicht ausschließen – liegt sicher einiges am Argen.
      Aber ich möchte jetzt keinen Artikel über Sitten und Unsitten in deutschen Kühlschränken anhängen.
      Liebe Grüße und danke für deinen so ausführlichen Kommentar.
      Clara

      Gefällt mir

  7. Liebe Gesa, bei dir hat sich ein Lesefehler eingeschlichen: Ich sprach von meinem „Küchen“schrank, nicht von meinem „Kühl“schrank. – Diese Sachen waren immer in Augenhöhe und gut sichtbar erinnerten sie mich, dass ich ja eigentlich …… wollte. – Woher soll ich denn wissen, dass so ein Trockengesocks ein Haltbarkeitsdatum hat? – Ich bin überzeugt, das wäre auch jetzt noch schadlos zu genießen – die wollen nur schneller für Nachkauf sorgen.
    Ich habe nicht in die Brühepackung hinein geguckt, aber ich denke schon, instant.

    Gefällt mir

  8. Das passt schon deswegen nicht zu mir, weil ich mir erstens solche komplizierten Namen kaum merken kann und zweitens gar nicht wüsste, wie es dann mit diesen Zutaten weiter gehen sollte.
    Du hast schon Recht: „Clara, bleib bei deinen Leisten!“
    Amüsierte Grüße zurück!
    Clara

    Gefällt mir

    • Elke, ich denke, dieser besagte Rohkostladen in O. und die Rohkostpension arbeiten Hand in Hand – der eine empfiehlt den anderen und der Laden liefert zu guten Konditionen an die Pension – nur an die Gäste werden die guten Konditionen nicht weitergegeben. – Ich habe es wenigstens noch als lustige Geschichte verarbeiten können – ist doch auch was wert.
      Liebe Grüße aus dem braun-hirsemehlfreien Lichterfelde von
      Clara

      Gefällt mir

    • Elke, jeder Pilz ist essbar – nur manche eben nur einmal. Und ich lasse es, versprochen!

      Gefällt mir

  9. Gut, dass du mi h erinnerst. Meine Biolinsen können wahrscheinlich schon laufen. ( immer diese guten Vorsätze…)

    Gefällt mir

  10. *lach* liebe Clara bleib so und schreib so weiter – ich kann nämlich bei Dir oft lachen 🙂

    Der Pilz sieht wirklich sehr grün-giftig aus, iss ihn lieber nicht 😉

    Übrigens finde ich sehr interessant, dass Du bei meinem Kontrastfoto die Farben meinst. Eigentlich meinte ich nämlich den Kontrast zwischen altem Pub und neuem Auto – aber das mit den Faben passt natürlich ebenso.

    Liebe Grüße
    Katinka

    Gefällt mir

    • Danke – ich verspreche dir, dass du noch öfter lachen darfst und kannst. -Ich habe gerade noch mal eine Runde Ekelschütteln vor dem Pilz hinter mir. –
      Mit liebem Gruß von Clara

      Gefällt mir

  11. Als ich noch im Reformladen arbeitete, habe ich öfter mal fleischlose Varianten des Essens probiert. Das war gar nicht soooo schrecklich. Vor allem Brotaufstriche ohne Fleisch fand ich richtig lecker. Aber es war schon etwas teuer, sich so zu ernähren. Also habe ich mich wieder anders ernährt und den Kunden erzählt, …

    Gruß von der Gudrun

    Gefällt mir

    • Gudrun, du sagst es – natürlich schmeckt mir auch mal die fleischlose Variante – und wenn mein Sponsor es finanzieren würde, kaufte ich sogar Bio. – Aber ich finde den Zeitaufwand auch manchmal so unerfreulich, für eine einzelne Person aufwändig zu kochen – also wird die zeitsparende, ungesunde Variante gewählt.
      Gudrun, ich grüße dich herzlich in dein Spinnstübchen hinein!
      Clara

      Gefällt mir

  12. Da kann ich dich gut verstehen. Von allein hätt ich früher damit auch nichts anfangen können/wollen. So zubereiten, dass Frischkost, Rohkost, Vollwertiges und Natürliches auch schmeckt und glücklich zufrieden macht, ist eine Kunst, braucht Reinknien in die Materie. Ich werde herrlich natürlich bekocht, schau zu und lerne und mach dafür ohne Bedauern den Abwasch 😉 . An Wurst und Fleisch kann ich gar nicht mehr ran, Fertigsachen gehen ebenso nicht mehr und Zucker nur der, der in meiner geliebten Schoki steckt. Früher wäre ich nach einem Tag ohne Fleisch und co. schon auf Entzug gewesen, heute weiß ich, dass es für mich nur Geschmacksträger, Fett- und Eiweißlieferant war.

    Gefällt mir

    • Meine liebe GG, das hört sich ja alles so schröööööcklich gesund an. Meine Rente reicht ja kaum für ein Leben bis 75 – aber mit so gesundem Essen werde ich dann womöglich so alt wie meine Mutter, die jetzt 96 ist. – Nein, ich bleibe bei meinen Fett- und Eiweißlieferanten Wurst und Fleisch und lockere das mit sehr viel Obst und Gemüse auf, einverstanden? Mal kann ja vegetarisch auch gut schmecken, aber auf meine Gans jetzt zu Weihnachten freue ich mich sehr – sie muss nur noch gelingen und nicht zu fest sein.
      Ich grüße dich trotz alledem ganz lieb, nett und freundlich, auch wenn du aus der Essen-Gegenpartei bist!

      Gefällt mir

  13. Lange gewartet, Kapitel abgeschlossen 🙂 Was versucht man nicht alles im Leben und kommt dann doch wieder auf das Altgewohnte zurück. Und dabei fühlt man sich dann am
    Wohlsten. Ist es nicht so, liebe Clara?

    Gefällt mir

    • Alles als Rohkost zu essen ist mir zu kauintensiv – da bekomme ich ja Muskelkater in der Kaumuskulatur. – Man muss es mit der Gesundheit auch nicht übertreiben – ich möchte nicht das weibliche Pendant zu Jopi Heesters werden – denn ich habe keinen 50 Jahre jüngeren Mann, der mich dann umhegt und umpflegt.
      Ich lasse die Kirche im Dorf und die Reformsachen im Reformhaus.

      Gefällt mir

  14. Ach Vivi – natürlich habe ich die Deko weder gegessen noch abgeschleckt noch gekauft – die habe ich irgendwo fotografiert, weil sie so hübschhässlich aussah.
    Vom Prinzip her lebe ich auch lieber ungesund – und gesunde Sachen esse ich nur unter einer Bedingung: Sie müssen mir schmecken, sonst kann man mich mit gesunder Kost jagen.
    Grüße an dich in die Ferne!

    Gefällt mir

  15. Hirse…
    lach, so was wollte ich auch schon mal machen..
    Aufgekocht und fort geworfen *ekel*

    Liebe Grüsse, kkk

    Gefällt mir

    • Weißt du, liebe kkk, die Chefin dort von dem Rohkost“laden“ hat ihre Sache schon gut gemacht – es war wirklich alles schmackhaft und ohne Graus hinunter zu bekommen – aber zu Haus bin ich eben doch ein Gewohnheitstier und koche meine Sachen, bevor ich sie esse, die meisten jedenfalls.
      Ich habe noch eine Stufe eingespart und damit die Umwelt geschont – ich habe das Zeug noch nicht erst mal gekocht.
      Liebe Grüße an dich von Clara

      Gefällt mir

      • nä nä nä dieses gesunde Zeug ist nichts für Papa seine Tochter.
        Ich werde nörgelig wenn ich nichts anständiges essen kann und das ist schlimmer als alles andere, weil ich mir dann selbst auf den Zeiger gehe.
        Ich habe letzte Woche noch meine Schränke ausgeputzt und noch Blockschokolade gefunden die im Sommer abgelaufen war. Schade… aber ich hab sie entsorgt.
        Ich weiss das ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum, aber ich fühle mich besser wenn ich das nicht mehr verarbeitet.
        Ich wollte da eigentlich noch Schokocrossis von machen, nun gibt es eben keine. Kalorien gespart.

        Gefällt mir