Claras Allerleiweltsgedanken

Ist sie nun teuflisch oder …

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himmlisch, (in Bezug auf das verlinkte Bild  bezogen, müsste ich gar „göttlich“ sagen – bitte mit dem Mauszeiger darüber gehen, dann seht ihr, dass es ein Titelblatt vom ‚Spiegel‘ war) meine immer wieder gerade am Sonntag/Feiertag auftretende Putzsucht, die ich fast schon als „Putzwut“ bezeichnen möchte. Ich meine damit nicht, dass ich mich (heraus)putzen will, nein, ich möchte die an sechs Tagen in der Woche stark vernachlässigte Wohnung gerade am siebenten Tag der Woche, an dem der Mensch ja eigentlich ruhen soll, von allen Spuren reinigen, die ich, kleinere Kinder und größere Staubkörnchen hinterlassen haben.

Diese Besonderheit könnte natürlich nach S. Freud auf zwei unterschiedliche Dinge zurückzuführen sein.

  1. Nach dem Gebet meiner frühen Kindertage „Ich bin klein, mein Herz ist rein (neudeutsch: clean oder auch sauber), soll niemand drin wohnen als Jesus allein“. – Doch ich denke, diese eher göttliche Variante trifft bei mir nicht  zu, denn schon als Kind habe ich immer besorgt meinen Brustkorb angesehen und habe mich schon da gefragt, wie so ein großer Mann wie Jesus drin wohnen könnte – ganz zu schweigen von meinem noch viel kleineren Herzen. – Also schlussfolgere ich messerscharf, dass ich nicht aus diesem Grund meine Wohnung reinigen möchte, um hier jemand Dauerunterkunft = Wohnrecht einzuräumen.
  2. Mich überfällt genau an diesem siebenten Tag der Woche der teuflische Gedanke, hier in dieser Bude mal wieder „himmlische Ordnung“ zu zaubern und ich hoffe auf die – laut Goethe und seinem Faust bzw. mehr dem Mephisto zugeschriebenen – Zauberkräfte, dass jetzt hier alles von allein sauber, clean, rein, ordentlich oder  irgend so etwas wird.

Soll hier Dr. Faustus auch zur himmlischen Ordnung verführt werden?

Und was soll ich euch sagen – es hat noch nieeeeeeeeeee geklappt. Vielleicht habe ich gerade deshalb  sehr oft  der Versuchung widerstehen können und habe alles so gelassen wie es ist.

Im Winter ist es eh dunkel, was muss ich da durch Fenster gucken, egal ob durch geputzte oder ungeputzte.

Ich nehme jetzt meine zwei Putzbürsten, putze lieber meine Hauerchen und lasse das Philosophieren über das Putzen. Das ist ein Relikt des alten Jahres – das Philosophieren und das Putzen.

Ich war nur Modell - nicht Fotograf und der Apparat hat das Foto unscharf gemacht!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

27 Kommentare zu “Ist sie nun teuflisch oder …

  1. Elke, das mit dem Hintergrund ist eine neue Funktion von PhotoScape – ich habe das Update geladen und es ist unter Tools das unterste: Effekt Brush – ich finde das passender als die blöden Geschäfte im Hintergrund, die von den Figuren so ablenken.
    Mal so für ein ganz kleines bisschen ist das Spielen mit dem Teufel sicher ganz interessant – aber meine Seele würde ich nie und nimmer verkaufen, um nichts in der Welt – es sei denn, um ein Kind von mir zu retten, da vielleicht, denn ich bin schon alt.
    Lieben Gruß von CC

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  2. Also irgendwas läuft da wohl bei dir verkehrt liebe CC. Extra wegen deiner uncleanen Bude einen Pakt mit dem Teufelchen abschließen, nee doch ( ärgerst dich nur schwarz, guck doch wie der aussieht bääh), da kann ja nüscht werden. Mach doch lieber mal nen Deal mit den Heinzelmännchen. Die sind oooch teuflisch gut im Putzen!

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    • Jein Jein Jein – du hast Recht und du hast nicht Recht. Wie Timm Thaler von J. Krüss werde ich es nicht machen: Wegen einer „cleanen“ Bude werde ich nicht mein Lachen verkaufen.
      Aber schon als Kind brachte mir meine Mutter ein Buch mit von den Heinzelmännchen und warum es die nicht mehr gibt. Aber das waren die Westheinzelmännchen von Köln, die konnten sich alle eine ausländische Reinigungsputze leisten = https://chh150845.wordpress.com/2011/03/27/clara-kann-auch-lesen/
      Vielleicht sollte ich doch mal testen, ob es die Heinzelmännchen doch noch gibt. Danke für deine Sorge um mich. Ich fühle mich gut aufgehoben bei dir *lach* und lachende Grüße von
      Clara

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  3. Da dein Putzteufel Freitags noch frei hat, schick ihn zu mir 😉

    Komme gut in die neue Woche und staub nicht so viel, dann haste nächsten Sonntag frei *g*

    Lieben Gruss ♥

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  4. Hehe… was könnte man mit zwei Zahnbürsten nicht alles ver“putzt“ haben? Damit kommt man ja nahezu perfekt in jede Ecke und Rille *g
    Ich versuche immer ziemlich Ordnung zu halten, da ich so wenig Zeit habe. Und wenn ich dann mal daheim bin, möchte ich nicht auch noch auf Hausarbeit gucken. Und so arbeite ich 6 Tage die Woche durch und lege am Sonntag die Beine hoch. Außer meinem Sportprogramm natürlich ;o)

    Herzliche Abendgrüße, Emily

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    • Emily, das sind Zahnbürsten, keine chinesischen Essstäbchen *grins*, wenn du schon vom verputzen redest. – Von Ordnung halte ich auch sehr viel, weil ich zu faul bin zum Suchen – aber Staubwedel, Staubsauger und Fensterfeudel mag ich nicht ganz so toll, aber es hält sich alles in Grenzen.
      Gute Nacht wünscht dir Clara

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      • Mögen hin oder her. Wir können der Hausarbeit ja doch nicht aus dem Weg gehen und das ist etwas, das irgendwie niiiiiiiiiie erledigt wird. So ganz, meine ich…

        Deine Staubwedelschwingerin ;o)

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  5. wunderbares foto, meine liebe clara, du bist ne wucht 🙂

    alles liebe, deine katerwolf

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  6. Hach, wenn ich dich so mit den Zahnbürsten sehe – die Kinder müssen dich lieben, da bin ich sicher. Langeweile und Clara schließen sich wohl gegenseitig aus 🙂 !

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    • Mit Anna habe ich schon des öfteren einen Faxen-Wettbewerb ausgetragen. Leider hatten wir keinen unparteiischen Schiedsrichter – aber ich glaube nicht, dass ich verloren hätte *grins*
      Bei S-Bahnfahrten machen wir auch immer unsere Späßchen. Ein Herr gegenüber hörte uns mal so interessiert und auch aktiv zu, dass er das Aussteigen verpasste.
      Meine Enkel lachen sich auch immer schief, wenn sie hier zu Besuch sind. – Und dabei bin ich, wenn es drauf ankommt, sehr konsequent und manchmal auch streng, aber das bekomme ich verziehen.

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  7. OK, ich gebs zu. Ich habe heute früh die Wohnung durchgewischt 🙂
    Solche Putzanfälle erwischen mich auch meist sonntags. Das ist wohl
    so bei alleinstehenden Mädels. Werkstags gibt es so viel anderes zu tun.
    Ich hasse das Putzen sowieso, weil es eine Arbeit ist, bei der man schon von
    vorneherein weiß, dass sie nie zu Ende ist, sondern immer wieder aufs Neue
    kommt (Hach,das war aber ein langer Satz :-))

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    • Hier spricht eine Frau mit Verständnis, danke, Ute. Deswegen bekomme ich ja so gerne Besuch (es sei denn, es ist mit viel kochen verbunden, dann hält sich die Freude in Grenzen) – erstens, um vorher sauber zu machen, denn als Dreckferkelchen möchte ich nicht in die Nach- oder Bloggerwelt eingehen und um nachher zu putzen und zu räumen, um alles wieder in gewohnter UnOrdnung zu haben. Stimmt nicht, ich bin ziemlich ordentlich, aber beim saugen tut mir das Kreuz so weh und beim Fensterputzen die Arme. Und für die anderen Putzarbeiten fällt mir auch eine Ausrede ein.

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  8. Hübsch philosophisch, Deine Gedanken zum Sonntagsputz!
    Wann immer mein innerer Schweinehund mir sagt „putze““ verziehe ich mich ganz schnell und bekämpfe ihn! 😉
    GLG

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    • So nach dem Motto: „Frau, mach die Küchentür zu, ich kann gar nicht sehen, wie du arbeitest.“ Manchmal muss man auch warten können – warten, bis der Anfall vorüber ist.
      Lieb grüßt Clara

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  9. Ob ich mal zu einem Psychiater muss????? Was ist, wenn ich gar keine oder viel zu selten Lust verspüre??? Nicht auf das, was man normalerweise darunter versteht – nein auf die Putzerei.
    Ich gehe mal nachdenken.
    Und kochen – also kochende Grüße von mir

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    • So ab und an ein kochender und backender KD, HH, HL, PK, EW oder irgendwer – alle sind real von mir bekannte Personen, aber alle bis auf die beiden ersten haben weder gekocht noch gebraten noch gebacken. – So ist das bei mir!

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  10. moni, du hast einen offenen oder versteckten Hang zur Philosophie, nicht zum platten Realismus – das mag ich sehr!
    Weißt du, wie dieser Post eigentlich entstanden ist? Ich war auf einer Vernissage des Künstlers, dessen teulisches Bild ich verlinkt habe. Leider bekam ich keinerlei Erlaubnis zur Veröffentlichung – was ich im gewissen Grad auch verstehe. Obwohl das verlinkte Bild ein Spiegel-Deckblatt war, durfte ich nicht. – Und da nistete sich bei mir auch ein wenig der teuflische Gedanke ein – und siehe da – der Mephisto half und sie flossen nur so – nicht die Wassertropfen über den Küchenboden, sondern die Gedankenblitze über das Papier.
    Und winkende Grüße von Clara

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  11. Gesa, ich glaube, ein haarender Hund erfordert noch mehr Staubsaugereinsatz als ein leicht krümelndes Kind. – Außerdem musst du ja die ca. (10)5fach größere Fläche als ich in Ordnung halten.
    Bei mir herrscht jetzt nur mein Ordnungssystem – und will ich diese Unordnung nicht sehen, dann gucke ich zur Wand auf die wackelnden Buchstaben und den bunten Bildschirm.

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  12. Die kann dich ja gar nicht am Sonntag überfallen, weil du es an den anderen Tagen machst, wie ich schon so oft von dir am Telefon gehört habe. – Mein Leben ist eben doch ganz schön anders als das einer berufstätigen, verheirateten Frau aus dem Brandenburgischen – ich lebe meinen Augenblicken – und die Computeraugenblicke dauern immer viel zu lange und sind viel zu schön – als dass es mich an den Putzeimer ziehen würde. Es zieht mich ja kaum an den Kochtopf.
    Bademäntelige Grüße von Clara

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  13. Meine Weihnachtssachen sind zwar weggeräumt, aber noch nicht im Keller. Putzen ist bei mir mit einem ähnlichen Stellenwert verbunden wie kochen – ratzfatz ist alles aufgegessen oder wieder schmutzig – wohingegen meine geistigen „Putzlappenergebnisse“ hier im Blog lange stehen bleiben und noch an meine Nachwelt *grinsgrinsgrins* weitergereicht werden können.
    Bärbel, „leider“ gibt es viele Fotos dieser Art von mir – es muss ein großesr albernesr Teufelchen in mir stecken. Ich denke immer, es gibt schlimmeres

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  14. ……………Und sie laufen! Naß und nässer
    Wirds im Saal und auf den Stufen:
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister, hör mich rufen! –
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister,
    Werd ich nun nicht los………………

    Irgendwie sah ich gerade den Zauberlehrling vor mir, allerdings mit Deinem Gesicht 😉
    Und ich stellte mir vor, wie in dem Zeichentrick von Disney, wie Du in der Mitte stehst und das Geschwader aus Lappen, Eimern, (in meiner modernen Fantasie soielt natürlich auch der Staubsauger mit) dirigierst.
    Gute Entscheidung erst gar nicht anzufangen.
    Ich wünsche Dir einen entspannten putzfreien Sonntag!
    Liebe Grüße,
    Elvira

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    • Nicht zwingend zu beantwortende Frage: Zeilen aus dem Gedächtnis oder geg…elt? Wir haben ja auch noch Gedichte auswendig gelernt und einiges blieb bis heute hängen – aber eben nur Fragmente. Am besten kann ich noch die „Bürgschaft“ – wahrscheinlich, weil mich der Inhalt so fasziniert hat von dieser grenzenlosen Freundschaft.
      Danke – das sechste Wort in der drittletzten Zeile – das wird es werden!!!!
      Lieben Gruß von mir

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  15. Das ist das Bild zum Sonntag :-). liebe Grüße aus Teneriffa – oh Glück am Sonntag: ein gnädiger Hotelbediensteter des Barcelo hat mir den Code verraten und ich habe endlich kurzzeitig ein gutes Internet – ganz liebe Grüße nach Berlin

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    • Wie???? Was??????? – Ich hoffe doch, du machst Herrn Dr. Faust und den sich anbiedernden Mephisto zum Bild des Sonntags und nicht die „putzende Clara“ – das sind aber nicht meine Zahnbürsten – ich putze elektrisch – nicht dass mir hier Leute sagen, die sind viel zu zahnpastaverschmiert.
      Es gibt immer mal einsichtige Leute, auch in der Hotelbranche – schön für dich!

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