Claras Allerleiweltsgedanken

Nicht Leipzig, aber dennoch kein Zufall

16 Kommentare

Könnt ihr euch an die gestrigen Fotos von der goldenen Commerzbank erinnern? Wenn nicht, dann einfach ein wenig nach unten scrollen, dann wird euch das Gold schon in die Augen stechen.

Gut, die Schriftfarbe dieser Bank ist gelb, vielleicht sagt auch jemand gold dazu – aber müssen sie deswegen zwangsläufig in „goldenen Palästen“ wohnen, mit Goldschmuck oder Goldmosaik verziert sein? War diese Bank nicht schon mal am Rande des Bankrotts? Vielleicht haben sie den abgewendet, indem sie ihr Gold gegen Falschgeldgold ersetzt haben. Gilt die Regel: Je bankrotter ein Land, ein Staat, eine Bank – desto güldener und verblendender treten diese auf?

Hier sind es Beispiele aus dem Stadtbezirk Berlin– Charlottenburg:

Dieses mit Goldmosaiksteinen besetzte Haus wirkt nicht wie ein Armenheim

Und hier – aus diesem Füllhorn der Glückseligkeit – schütten Vater Staat oder Mutter Commerzbank ihren Segen über ihre Landeskinder oder ihre Kunden aus, auf dass nicht alles nur Leuten mit dem Namen Wulff oder Christian oder beides zugute kommen möge.

In dieser Straße wohnt der Zahnarzt, von dem ich jetzt hoffentlich in den nächsten Jahren gut versorgt werde und der alle Zahnmedizinertraumata bei mir wieder in Ordnung bringt.

Wenn er so gut behandelt wie das Haus schön ist, in dem er praktiziert, kann nicht mehr viel schief gehen. Der Hauseingang animierte mich sofort zu zwei Fotos.

Ich fand den altertümlichen Fahrstuhl spannend, fotogen und interessant - aber ...

ich hoffe doch schon, dass seine Behandlungsmethoden aus dem Zeitalter der Handbohrmaschinen raus sind *grins*

Ich hasse das Kleingedruckte oder …

… sind’s die Augen, geh zu R*uhnke – so hieß mal ein Berliner Optikerwerbespruch

Im Grunde genommen bin ich mit der Leistung der Nasenfahrräder sehr zufrieden – nur nicht mit meinen Kochfertigkeiten oder mit der Industrie. Vor einigen Tagen sollte es ein leckeres Brokkoligratin geben – aber es wurde ein harte Herausforderung an das, was ich im Mund habe und eventuell gleich an den neuen Zahnarzt.

Warum?

Ich übersah lediglich den kleinen, rotgedruckten Zusatz auf einer vor rot nur so wimmelnden Tüte, in dem stand:

„Bei Verwendung von rohem Brokkoli (Gegensatz tiefgefrostet) kochen sie diesen 5 Minuten lang vor dem Einfüllen in die Auflaufform.

Was soll’s – alles gut überstanden, aber wieder mal bestätigt bekommen: „Kochen ist nicht mein Ding.“

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

16 Kommentare zu “Nicht Leipzig, aber dennoch kein Zufall

  1. Marianne, ich möchte essen, wenn ich Hunger habe und nicht, wenn es 12.00 Uhr ist. In 20 Jahren könnte ich über den Vorschlag nachdenken.
    Ich hatte auch überlegt, einzelne Bilder zu zeigen, aber ich dachte, die Bildausschnitte wären ausreichend für eine Collage.
    Ich gehe immer von der Zeit meiner Leser aus und zeige nicht so gern so lange Fotoserien – in Collagen hat man das Wesentliche auf einen Blick zusammen.
    Mit Gruß von Clara

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  2. Hab heute mit Behagen in Paradies à la Clara gelesen, Bilder betrachtet. Gefällt mir sehr. Einen schönen Abend für dich!

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    • Echt und ehrlich, du bist mit mir durch „mein“ Paradies gewandert? Schön, freue ich mich riesig. Der Sand-Adam und der SteinAdam waren doch göttlich – ach ich weiß, mir hat diese Geschichte damals sehr viel Spaß gemacht.
      Und mein 10jähriger Enkel sagt zu meinem Ex, also seinem Opa: „Opa, das musst du lesen, das ist ganz doll zum lachen.“ – Und schon strahlte ich.
      Ein Gruß kurz vor der Geisterstunde von
      Clara

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  3. Gülden geht die Welt zu Grunde,
    oder wie man sein Essen „nicht“ kocht…
    Typisch unsere liebe Clara….*g*
    Der eine kann Zähne richten ,
    der nächste kochen und Du uns schöne Führungen bloggen.
    Jeder was er kann 😉

    Ich kann jetzt weiter ziehen,
    jedoch nicht ohne dir einen lieben Gruss zurück zu lassen.
    Bis zum nächsten Artikel, winke
    kkk

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    • Danke, liebe 3K, Zähne könnte ich nur aus der Form bringen, falls ich jemand meine kostbare Faust unter die Nase haue – aber dazu ist mir meine Faust zu schade. – Kochen wird nie und nimmer mein Hobby – doch wenn du mir bestätigst, dass ich wenigstens einen anständigen Stadtführer abgebe, ist das ja auch schon was.
      LG von CC

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  4. Nicht verwechseln – dort, wo du heute schreibst – das ist Berlin, Charlottenburg vom Feinsten.
    Aber mit Leipzig generell und Gudrun im besonderen hast du natürlich Recht.

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  5. Bärbel, du meinst, ich sollte mal ab und an was aus dem Füllhorn auf mich niedertröpfeln lassen – wäre keine schlechte Idee. Ich sage immer: Geld macht nicht glücklich, aber unglücklich auch nicht gerade.
    Ich habe am 20. meinen nächsten Termin. Ich werde ihm die ausgedruckten Fotos zeigen und dafür um den Fahrstuhlschlüssel bitten, damit ich mal von innen fotografieren kann.
    Bärbel, war ja kein Fertiggericht – sondern ein Gratin sollte daraus werden. Die sind von Tiefkühlbrokkoli ausgegangen und ich habe frischen bevorzugt.

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  6. Schöne Bilder, die mir Lust auf Leipzig machen. Vielleicht schaffe ich es mal im Sommer. Liebe Grüße

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    • Es tut mir Leid, dass ich dich jetzt versehentlich in die Leipzig-Falle gelockt habe. Du wirst immer von deinem W-LAN gejagt und hast die Überschrift „Nicht Leipzig …“ nicht verinnerlicht. – Als ich schrieb: Bezirk Charlottenburg, bin ich Trottel davon ausgegangen, dass jeder wissen muss, dass das ein alter vornehmer Berliner Bezirk ist – ehemals unter amerikanischenglischfranzösicher (???) Herrschaft, ich weiß es nicht, da war ich noch nicht in Berlin und mir ist das auch egal.

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  7. Mädels, da sind wir schon drei. Wir werden doch mal zusammen kochen müssen. Da haben wir monatelang Blogstoff. 😀

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    • Gudrun, dein letzter Satz von dem monatelangen Blogstoff hat alles wieder gerade gerückt – ich dachte schon, du willst es dir mit mir verderben.
      Wie immer, übertreibe ich – soooooooooo schlecht koche ich gar nicht, wenn ich will oder wenn ich muss – aber ich mache es nicht gern, denn früher hat immer der Papa der Kinder gekocht, ich habe gehandwerkelt und gesäubert und mich ums Auto gekümmert.
      Mit diesem Gruß habe ich dich wieder ein Stück gesünder werden lassen – einfach – weil ein Tag vorbei ist.

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  8. Das Haus ist super. Ich liebe diese alten Aufzüge, solche sah ich bisher nur noch in Wien.
    Dass Brokkoli in der Auflaufform nicht weich wird, ohne vorher gekocht zu werden, habe ich auch nicht gewusst. Also, liebe Clara, bei mir wäre er auch hart geblieben. 🙂

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    • Ute, ich sehe uns zwei „alte Damen“ (Weiber erschien mir jetzt zu despektierlich) vor unserem harten Brokkoli sitzen und darauf herummümmeln *grins* – gefällt mir, diese Vorstellung — oder — nein, gefällt mir nicht.
      Das nächste Mal muss ich mal warten, um mit dem Fahrstuhl mitfahren zu dürfen. Vielleicht schwärme ich dann nicht mehr davon, wenn er quietscht und eiert.

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