Claras Allerleiweltsgedanken

Sprichwort-Bilder im Februar – 1

23 Kommentare

Gestern standen wir noch (vor) neben dem Abgrund – heute sind wir einen Schritt weiter

(das war ein ganz beliebter Ausspruch – vielleicht nicht unbedingt ein Sprichwort – in der DDR)

Jeder sucht sich den Weg zum Abgrund selber.“ – aber wenn man berühmt genug ist, gibt es hunderte von Institutionen, die einen auffangen oder den Abgrund mit Luftkissen polstern.

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ – zumindest sollte kein Seiltänzer so blöd sein, mit highheels aufs Seil zu gehen.

Es hat nicht jeder Abgrund ein Geländer.“ – am Rande der Gesetzlichkeit wird ja wohl oft geklüngelt – und ich finde es immer wieder schön, wenn auch hochangesehene Leute ihren Hut nehmen müssen, weil sie damit nicht durchkommen. –
Aber man kann einen „Abgrund“ auch anders auslegen – und auch da stimmt dieses Sprichwort. Ich wünschte jedem „Seiltänzer “ eine Longue, ein Netz und einen doppelten Boden, damit jeder Fall abgefedert wird. Ich brauche bei Hochseilartisten nicht diesen Nervenkitzel. Und deswegen mache ich hier einen ersten Vorschlag zur Sicherheit:

Solange man am Abgrund steht, muss man sich mit dem Teufel gut stellen.“ – die Interpretationen überlasse ich den Lesern.

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Wer die Witzbild-Fotos vom Januar  noch einmal in konzentrierter Form sehen möchte, muss einfach dem Link folgen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

23 Kommentare zu “Sprichwort-Bilder im Februar – 1

  1. minibar, ich denke, die steht nur deswegen noch drauf, weil sie eigentlich „hängt“ – an sicheren Fäden, die sie halten.
    Das braucht der Mensch auch manchmal, wenn er in der Nähe eines Abgrundes irgendeiner Art ist.

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  2. … das hatten wir ja gerade erst auf Rügen.

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  3. Danke für das explizite Lob für die Fotos. Sie sind am 12. November aufgenommen – ich denke, da hatte ich die kleine MEDION noch nicht. – Ich mache mir Gedanken, ob es rechtens ist, diese Markentasche durchs Schaufenster durch zu fotografieren, und andere klauen mit aller Seelenruhe Fotos auf anderen Seiten und geben die als ihre aus – und fallen nicht in den Abgrund, den Abgründe sind nur für Menschen mit Gewissen da.
    Liebe Grüße für dich von
    Clara

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  4. Ein wenig kommt es ja immer auf die Großmutter an. Für manche ist schon der erste Kuss eine Gefahr, in die man sich begibt, die andere sieht erst in einer Bergsteigeraktion eine ernsthafte Gefahr. – Aber wie wir alle sehen, du bist heil unter uns und hast allen Gefahren getrotzt.

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  5. genial!
    am abgrund stehen in highheels,
    nobel geht die welt zu grunde
    und frau kkk verzieht sich wieder in den ab– öhm hintergrund

    nicht ohne einen lieben gruss da zu lassen

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  6. Da tun sich Abgründe auf!!

    Das kenne ich, wenn man erstaunt feststellen muss, was in einem Menschen so alles an Negativem schlummert und plötzlich hervorbricht.
    LG,
    Elvira

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    • Das habe ich bisher zum Glück nur ein einziges Mal erlebt. Da stellte sich heraus, dass ein Mann, mit dem ich eine recht gute Beziehung hatte, sich einen kompletten Lebenslauf erlogen hatte und offensichtlich wegen Kinder-por-no-gra-fie gesucht wurde. – Da ist für mich fast eine Welt zusammengebrochen, aber eben nur fast.
      Lieben Gruß an dich von Clara

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  7. Jaja, wer kennt ihn nicht, den Abgrundspruch in der ehemaligen DDR. Der ist genauso schön wie der Spruch auf einem Plakat des Staatszirkus der DDR: 35 Jahre DDR -35 Jahr Zirkus.
    Aber ganz ehrlich, schön sind sie schon, die Beine, die da am Abgrund stehen müssen. Der letzte Spruch gefällt mir übrigens ganz gut. Ehrlich.

    Liebe Grüße von der Gudrun

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    • Ja, sie sind schön die Beine und Highheels passen auch hervorragend zu ihnen. – Wenn ich nicht wie Timm Thaler mein Lachen verkaufen müsste, würde ich auch schon mal mit dem Teufel paktieren – so für ein oder zwei Wochen, Monate, Jahre??? Mal sehen, was der garstige Kerl sonst noch so als Währung annimmt.
      Die Grüße kommen geschlichen, denn mir ist kalt – innen und außen!

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  8. Gelungene Bild-Text-Kombination. Hast Du auf der Henri-Nannen-Schule gelernt?
    Kleines Späßchen am Rande.
    Trotzdem….

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    • Das Ost-Mädel musste sich erst mal vergewissern, dass du nicht etwa die Schule meinst, die „Hanni und Nanni“ besuchen – aber dann habe ich mich über dieses kleine Späßchen am Rand doch sehr gefreut.
      Ich habe manchmal schon mit Erstaunen meine Schreibeifrigkeit beobachtet, wo ich doch jeden Hausaufsatz bis zur letzten Minute hinausgezögert habe. – Vielleicht ist es eine nachträgliche Huldigung an meine sehr gemochte Deutschlehrerin, der ich das Verbleiben auf dieser Schule zu verdanken habe. Sie hat sehr oft ein Auge zugedrückt, wenn meine Aufsätze politisch nicht in der richtigen Reihe waren.
      Lieben Gruß von mir

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  9. Dein Abgrund sieht aber gar nicht gefährlich aus. Liebe Grüße

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    • Du meinst, weil die mit so einer teuren Tasche da so lässig langspaziert? – Du musst eben deine Phantasie einsetzen, um dir ein über eine Schlucht gespanntes Seil vorzustellen.
      Liebe Grüße von Clara

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  10. Wenn ich es könnte, würde ich es auch anderen beibringen: Über manche Abgründe einfach wie das Pferd an der Rosstrappe hinüber springen. Wie ich mich kenne, könnte das bei mir aber schief gehen.
    Mit Gruß zu dir von
    Clara

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  11. Hab eben Deinen Kommentar bei mir gesehen: Nein, es hätte niemand bemerkt, dass ich 2 verschiedene Schuhe anhatte. Hat ja sogar bei mir gedauert 😉

    Ja, man kann das den Hunden auch beibringen. Das Jaulen macht B.alou von allein, er ist eben musikalisch ;-). Aber wir haben ihm mal zum Spaß beigebracht, dass er bellen soll, wenn man sagt: „Wo ist die Katze“ ;-))

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    • Danke – das ist dann also eine Art von Dressur. Wie machen das die Hunde nur – denn so ganz richtig verstehen sie ja wohl nicht die menschliche Sprache. Ist es die Tonhöhe? Die Laute müssen es sein – toll, wie klug so ein Hund ist. – Bei der Feuerwehr und ähnlichem jault er bestimmt vor Schmerzen, weil das seinem Gehör weh tut.
      Danke für die Antwort!

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  12. Die von Dir ausgesuchten Sprüche lassen viele Interpretationen zu, liebe Clara.
    Eine gewisse Vorsicht ist sicher überall angebracht aber manchmal gilt auch: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉

    Liebe Grüße
    Katinka

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  13. Stimmt, dieser Spruch wurde Ulbricht zugeordnet. Obs stimmt weiß ich leider nicht.

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    • Ute, beim Emil habe ich mich ein wenig dazu geäußert. Mir war der Bezug im Unterbewusstsein da. W.U. fand ich den ungeeignetsten Politiker, den sich die DDR geleistet hat. Ich habe mich immer geschämt, wenn er gesprochen hat, aber bei seinem Nachfolger war die Scham nicht viel geringer. Politiker müssen in der Lage sein, vernünftig zu sprechen.

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  14. Der Schritt weiter, der wurde doch immer dem Walter Ulbricht zugesprochen? Der soll diese zwei Sätze irgendwann auf einer Kundgebung geäußert haben, um seinen unverbrüchlichen Optimismus damit zu untermauern …

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    • Danke, Emil – du magst vielleicht Recht haben. Ich habe soeben noch mal gegugelt – doch dieser Spruch ist ja seitenweise aufgeführt, doch ein Hinweis auf diesen „begnadeten Un-Politiker“ habe ich nicht richtig gefunden. Ich habe schon seinen Namen eingegeben und den Angang – alles mögliche fand ich, aber keinen definitiven Nachweis, aber viele andere schöne Aussprüche wie „30 Jahre DDR – 30 Jahre Staatszirkus“ und so.

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