Claras Allerleiweltsgedanken

Sprichwort-Bilder im Februar – 19

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Die Heidelberger Standseilbahn

Tja, was ist mir denn hier eingefallen, als ich dieses Foto  ausgesucht habe?

  • War mir als erstes der unverschämt hohe Preis in Erinnerung gekommen? – Nein, den sieht man ja nicht auf dem Foto.
  • Die Angst, dass alles nur an diesem „seidenen Faden“ hängt? – Nein, die fährt schon lange unfallfrei und ich hoffe, dass das Stahlseil noch nie gerissen ist.
  • Die Frage, welche Bahn sich für rechts und welche für links entscheiden wird? – Nein, das ist technisch festgelegt.

Ich habe mich für die Zweigleisigkeit entschieden. Ich finde noch nicht einmal ein Sprichwort für ein Gleis, geschweige denn für zwei.

Es kann ja entweder amüsant oder anstrengend sein, „zweigleisig“ zu fahren – im Beruf, im Leben, beim Bloggen (mit zwei Blogs meine ich natürlich, nicht mit zwei Meinungen), im Liebesleben. Da ja hier nur lauter treue, anständige Leute bloggen und lesen, werde ich mich über die letztere nicht persönlich auslassen. Ich weiß nur soviel, dass so manche „Zweigleisigkeiten“ ernste Folgen hatten.

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http://witze.net/ sieht die Sache etwas lockerer und klärt uns erst mal auf, was die Ursache für solche Zweigleisigkeiten sein könnten.

Nach zehn Jahren Ehe absolviert das sexmüde Paar seinen Pflichtabend.
Plötzlich sagt er: „Himmel, habe ich dir weh getan?“
„Nein, warum?“
„Ach nichts. Ich hatte nur für einen Moment den Eindruck, du hättest dich bewegt.“

Christian Morgenstern sieht das ganz locker so:
„Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.“

Marlene Dietrich meinte bei http://zitate.net:
„Fast jede Frau wäre gern treu. Schwierig ist es bloß, den Mann zu finden, dem man treu sein kann.“ 

und Marylin Monroe setzte noch einen drauf:
„Ehemänner sind vor allem dann gute Liebhaber, wenn sie ihre Frauen betrügen.“
und diese Aussage können die betrogenen Ehefrauen nicht entkräften, zumindest nicht beim eigenen Mann.

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Und jetzt warte ich nicht so sehr auf die Proteste der seit mindestens 30 Jahren glücklich Verheirateten, sondern eher auf Erfahrungen der vielen verkappten Marlenes oder wie sie sonst noch heißen.

Bei „Heidelberg for Leonie is Heidelberg for you“  könnt ihr ein Innen-Außen-Foto von der Bergbahn sehen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

36 Kommentare zu “Sprichwort-Bilder im Februar – 19

  1. Wenn man mit der Heidelberger Bergbahn fährt, kommt man an eine ähnliche Gleisstelle (http://www.bergbahn-heidelberg.de/). Das sieht schon spannend aus. An dieser Stelle kann ich das Überschneiden der Gleise nachvollziehen. Alles andere ist nichts für mich ;o)

    Einen lieben Gruß von der Emily

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    • Emily, du verwirrst mich: DAS IST DIE GLEISSTELLE von der Heidelberger Bergbahn, wie ich unter das Foto schrieb. Aber danke dennoch für den Link, da konnte ich mich an verschiedenen Stellen der Bahn(fahrt) noch einmal rundum blicken.
      Ich denke, die Gleise teilen sich nur, nicht überschneiden, weil sie der anderen Bahn ihren Platz einräumen müssen, weil 95 % der Strecke eingleisig ist und nur für einen Platz bietet.
      Einen lieben Gruß an dich schickt dir Clara

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  2. Das Foto dieser Bahn mit den Gleisen ist umwerfend toll.

    Die Sprüche sind ja interessant, grins.

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  3. Ob Männer immer treu sind? Wer weiss es, beteuern tun sie es ja…
    Ich kann für mich nur sagen, ich war treu,
    meinem Mann immer,
    meinem früheren Freunden immer öfters *lol*

    „Eigentlich war ich mir immer sicher, dass meine Frau treu ist, aber jetzt habe ich doch bedenken.“

    „Wieso?“

    „Letzte Woche sind wir von Hamburg nach Stuttgart gezogen, und wir haben immer noch denselben Briefträger!“

    Ganz lieben Gruss zu Dir
    kkk

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    • Wenn sich alle bemüßigt fühlen, sich zu „outen“, dann sage ich schwarzschafisch: Ich war nicht immer treu. Und nach meiner Scheidung habe ich fast nur Männer kennen gelernt, die auch nicht treu waren. Es ist keine Sache, auf die ich stolz bin, beantwortet aber deine Frage: „Ob Männer immer treu sind?“. Ich denke, dass die Statistik sagen würde: „Noch weniger als Frauen“.
      Mit Gruß von Clara

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      • Mein Mann hat mir vor gar nicht langer Zeit eine Studie vorgelesen, in der Frauen untreuer sein sollen als Männer…
        Na mir soll es egal sein,
        ich würde über keinen richten, denn jeder ist für sich und sein Glück selber verantwortlich….
        und auf meine jugendlichen Erfahrungen möchte ich auch nicht verzichten, denn so hat man schliesslich die Männer kennen gelernt, was man ja auch muss.
        Alles in Maßen und nicht in Massen… 😉
        tz jetzt musste sogar ich zum ß greifen 😆

        Einen fröhlichen Tag wünsche ich dir ♥

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        • Ich habe von dieser Studie gehört. – Kann ich mir schon vorstellen, dass durch die Pille und all so etwas die Frauen „aufholen“ wollen.
          Warum kannst auch du das ß nicht leiden – es ist so ein schöner Buchstabe. Du würdest doch nie „schliesssssssssslich“ aussprechen, sondern immer „schliiiiiiießlich“ sagen.

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          • Kann ich dir sagen,
            ich drücke da immer die Grosstaste
            und dann kommt statt dem ß das ?
            Komische Macke von mir, deshalb habe ich mir das ss angewöhnt, ferddich

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  4. Hallo liebe Clara,
    mein erster Gedanke war: Auf welchem Gleis wird sie wohl fahren…:-)

    Die Witze sind ja wieder klasse und Herr Morgenstern hat irgendwie recht – aber irgendwie auch nicht 😉

    Zweigleisigkeit KANN bereichernd sein (allerdings meine ich damit nicht das Privatleben…)

    Liebe Grüße zu Dir und einen schönen Sonntagabend
    Katinka

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    • Katinka, Christian Morgenstern meint es anders, als du es jetzt vielleicht auslegst. Ich würde es so deuten: Ich kann nicht mit allen und jedem befreundet sein, wenn ich mir selber treu bleiben will, denn mit allen verbindet nicht so viel, dass es für eine „Freundschaft“ ausreicht. Eine achtungsvolle Bekanntschaft ja, aber keine Freundschaft. – Also muss ich vielleicht auch mal eine „Beziehung“ beenden, wenn sich die Konstellation der Sterne Meinungen und Worte gedreht und geändert hat.
      Du hast mit deinen Hunden, Katzen, Bären genug Viel-Gleisigkeit, da braucht es das nicht auch noch privat!

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  5. Ich weiß nicht wieso, aber ich frage mich: Kann man auch im Gleisbett lieben?

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    • So lange kein Zug kommt – sicher. Es wird nur harter Verhandlungen bedürfen, wer unten liegt und wer oben. Es sei denn, du meinst „lieben“ etwas genereller als ich es jetzt auslege.

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  6. Ich habe bislang in meinem Leben auch die Eindeutigkeit und Eingleisigkeit bevorzugt. Aber wer weiß, was noch alles in meinem zweiten Leben passieren wird. Man soll ja bekanntlich nie nie sagen. Liebe Grüße Leonie

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    • Hier auf meinem Foto ist es ja auch rein technisch so zu verstehen, dass sich zwei Menschen schon mal ein wenig aus dem Weg gehen müssen, um nicht zu kollidieren.
      Wäre es zum Beispiel so, könnte sich einer von beiden mal eine Zeit lang auf eine Insel zurückziehen, um alles zu durchdenken. – Anwesende Personen sind jetzt ausgeschlossen oder eingeschlossen, wie du willst.

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  7. Beim Lesen fahre ich immer mindestens zweigleisig, ein Tagsüberbuch und eines, welches auf dem zierlich ollen Nachttischlein neben dem Bette wartet.
    Und früher, in unseren wilden Zeiten, versuchten wir es nach dem Rezept der offenen Ehe auch mit Zwei- oder- Mehrgleisigkeit (war aber für`n Ar…).
    Das Foto ist stimmelig in Richtung Herbst, so schummrig warmfarben schön.
    Gruß von Sonja

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    • Ach Sonja, wer von den Älteren hätte nicht schon dies und das und offen und geschlossen und treu und weniger treu probiert – und wer ohne Fehl und Tadel ist, der werfe den ersten Stein.
      Wenn ich mir das Foto so ansehe, bemerke ich natürlich den Herbst – aber mir fielen als erstes „O-Beine“ ein oder „da hat sich jemand in die Hose gemacht“ und muss deswegen die Beine so auseinander machen.
      So hat halt jede ihre Assoziationen.
      Lieben Gruß von mir

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  8. Das Foto ist hervorragend, es wirkt anfangs wie eine optische Täuschung…
    Blogmäßig fahre ich ja seit einer Weile sogar dreigleisig, und es hat sich inzwischen als sehr schwierig bzw. unmöglich heraus gestellt, auf allen drei Gleisen gleichermaßen aktiv zu sein. Spaß macht’s trotzdem.
    Ich wünsche dir einen schönen und ungestressten Sonntag!

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    • Ich kenne das ja mit den drei Blogs. Jetzt, für die schöneren Heidelbergbilder, finde ich den Fotoblog von WP sehr schön. Doch eigentlich liebe ich für wunderschöne Fotos oder gar -serien Blogspot – bloß das lieben die LeserInnen nicht so. Das wird also ganz sparsam eingesetzt – am Ende dieser Sprichwortserie werden alle Fotos dort als Serie gezeigt. –
      Ich glaube, auch die Leser wären zu gestresst davon, wenn man alle Blogs gleichmäßig füttern würde – du weißt, allzuviel zerreißt den Sack, ich sagte es bereits.

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  9. Hm, ich gebe es ja zu, dass ich auch schon mal von einem alten Gleis auf ein Neues aufgesprungen bin, was aber nicht zwangsläufig heißen muss, dass es besser war. Zum Glück hat mir der Schaffner der alten Lok immer die Hand hingehalten, so dass ich wieder ins richtige Gleis aufspringen und mit ihm nun weiter im Zug des Lebens fahren darf.
    So sehr uns Beiden mein damaliger Absprung weh getan hat, so sehr bereue ich keine einzige Minute von dem, was ich getan habe. Nur durch diese Lektion haben wir gelernt, wie wichtig wir uns sind und das keiner ohne den anderen so leben kann, dass er glücklich ist. Wir brauchen uns und wenn der eine mal nicht da ist, so ist das immer ganz schlimm. Da telefonieren wir stundenlang, so dass wir wenigstens so miteinander verbunden sind.Trennungen zerren noch heute an uns und werden gerne umgangen.

    Hallo Clara, ich wünsch dir was. Wie immer. Die Mandy

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    • Mandy, ich denke, in einer guten Zweisamkeit (ich will es gar nicht Ehe nennen) kann jeder für sich sehr gut existieren, auch ohne den anderen – und der andere ist dann einfach die Ergänzung, die das Leben dann noch angenehmer macht.
      Wie gesagt, keine Lebensbeichten hier – und dein Ingo soll dir mal weiter beim völligen Gesundwerden helfen. Du hast noch nirgendwo geschrieben, ob du schon zu den Uhu’s gehörst – du schriebst nur von einer kleineren Hosengröße.
      „Wie immer – die Clara“

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  10. Es gibt auch Möchte-Gern-Marlenes und -Marylins, die sich was zusammenphantasieren *g*

    Der Schienenverlauf sieht wirklich witzig aus … aber die Weichenbauer werden schon wissen, was sie tun.

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    • Du sagst es, manche Frau möchte manchmal so erfolgreich wie Marlene und so bekannt wie Marylin sein. Ich habe mir gestern nochmal den Film „Bodygard“ angesehen und war von ihrer bezaubernden Schönheit und auch Mädchenhaftigkeit beeindruckt. – Und das Ergebnis ist trotzdem so schockierend: Tod in jungen Jahren, weil sie dieses Leben nicht verkraftet hat.

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  11. Gut gebrüllt, die beiden Ladies 🙂 Ich bin immer nur eingleisig gefahren. Allerdings gab es deshalb auch Ausweichstellen, an denen ich ab und zu ein wenig warten musste.

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    • Liebe Ute, ich wollte niemanden hier zu irgendwelchen Lebensbekenntnissen verleiten – so tiefschürfend sollte mein Foto nicht wirken. – Aber auch ich bin der Meinung, dass Ausweichstellen im Leben sein müssen, sonst käme es zur Kollision.

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  12. Nachdem ich mein Stutzen bezüglich des Fotos einigermaßen im Griff hatte, musste ich über die Sprüche der beiden letztzitierten Ladies grinsen! ;o) Wenn ich mich bisher für jemanden entschieden habe, war ich fast sklavisch treu. Auch wenn „er“ es längst nicht mehr „verdient“ hatte. Bevor ich fremdgehe, gehe ich lieber ganz. Irgendwie tut das meinem morgendlichen Spiegelbild und der daraus resultierenden Folgen des Anblicks besser, als alles andere.

    Und jetzt gucke ich mir nochmal ganz in Ruhe das Foto an. Sowas muss ich im Moment gaaanz langsam im Kopp sortieren! *g

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    • Liebe Tina, deine Lebensmaxime ist sicherlich mehr als löblich und tut der eigenen Seele besser als jegliche Rum-eier-ei. Doch du bist und warst immer nur allein für deine Entscheidung verantwortlich, lies, es hingen keine Kinder daran, denen du das Umfeld zerstörst, nur weil … – Aber, Vergangenheit kann auch ich nicht mehr korrigieren.
      Das Foto ist doch technisch ganz leicht zu erklären – Ute nennt es richtig – eine Ausweichstelle. Beide Wagen der Sandseilbahn fahren gleichzeitig los. Ich als technischer Fünftklässler habe früher immer gedacht, dass die talwärts fahrende die bergwärts fahrende durch ihr Gewicht und die Schwerkraft nach oben zieht. – Aber zum Glück muss es anders funktionieren, denn auch wenn nach unten nur eine Person will und nach oben der Wagen voll ist, kommen beide an ihr Ziel.
      Und hier kommen sie bequem aneinander vorbei.

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