Claras Allerleiweltsgedanken

Donna Quijote …

24 Kommentare

oder Donna Quixote und auch Donna Quichotte  (so die verschiedenen Schreibweisen) – allgemein aber nur in der männlichen Form bekannt – sie oder er kämpfen gegen Windmühlen. Natürlich ist es ursprünglich ein Roman und eine Romanfigur von Miguel de Cervantes. – Ich will es hier jedoch im übertragenen Sinne verwenden: Wie oft kämpfen wir im Alltag gegen Bürokratie, Un-Verständnis, Un-Frieden, Un-Gesundheit oder Un-Annehmlichkeiten. Schön wäre es, wenn wir in solch einer Situation einen treuen Diener resp. guten Freund wie den Sancho Panza an unserer Seite hätten – dann lässt sich manches leichter ertragen.  Es wäre auch schön, wenn die Rosinante nicht so ein klapperdürrer Gaul wäre, sondern ein stolzes schnelles Pferd, auf dem man aus allem Schlamassel hinausreiten kann.

Und deswegen schreibe ich hier und jetzt den Roman mit einem positiven Ausgang um. Mein Don Quijote / meine Donna Quixote sieht die vielen Windmühlen wirklich als Windmühlen an und nicht als Ungeheuer und sie kann auf meinem tollen Pferd, das ich ihr hier zur Verfügung stelle, schnell wie der Wind davon reiten und damit den Sieg erringen.

Etwas mystisch, ein wenig der Wirklichkeit entrückt – so treten sie auf, diese Flügelwesen – aber sie sind dennoch nur Windmühlen, vor denen man sich nicht fürchten muss.

Und wenn man so eine reichliche Auswahl von Pferden zur Verfügung hat, dann ist es wohl nicht schwer, sich vom Acker zu machen, wenn doch die Windmühlen die Oberhand gewinnen sollten.

Advertisements

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

24 Kommentare zu “Donna Quijote …

  1. Ja, wir kämpfen wohl alle jeden Tag gegen diese Windmühlen.
    Du hast sie so schön in Farben gesetzt, das macht sie sympathisch.
    Wo ich Windmühlen doch gern sehe.
    Deine Pferde sind schön bis lustig, von jedem ist etwas dabei.

    • Bärbel, ich habe den Windmühlen tatsächlich viele symbolische Bedeutungen zugewiesen, denn sie treffen uns ja immer wieder im Alltag – den einen in der einen Form, den anderen in einer anderen. Schlimm ist nur, manchmal gewinnen auch die Windmühlen, da helfen kein Sancho Panza, keine Rosinante und kein kluger Kopf.

  2. Schick, Deine Windmühlen. Aber nix gegen das kleine Bild von Quijote im Schweinsgalopp auf der KUH!!! hahaha! Clara, hast Du das in die Kollage reingeschmuggelt?

    • Vallartina, das Bild von dem kuhreitenden Don Quichote schlummerte schon lange auf meiner Festplatte – und jetzt, als ich den Post zusammenstellte, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren und ich brachte es werbewirksam in der Kollage unter. – Schön, dass du dich freuen konntest!
      Lieben Gruß von Clara

  3. ich liebe das foto mit dem pferdemaul 😆

    liebe grüße, katerwolf

    • Das in der obersten Reihe, wo der Finger schon fast im Maul verschwindet? Oder das mit dem „Waschlappen“? – Egal, du bist ja Hunde- und Pferde“mama“, ich begnüge mich mit dem kleineren Hund.
      Liebe Grüße von
      Clara

  4. Huhu liebe Clara,
    bei uns im Dorf gibt es eine alte Windmühle, die umgebaut wurde und jetzt als Wohnhaus dient. Wirklich schön.
    Mühlen der Bürokratie – ohja, die sind extrem nervig und oft so dämlich, dass man sich nur wundern kann.
    Davonreiten ist wohl nicht immer eine Lösung, kann aber hilfreich sein 😉

    Liebe Grüße
    Katinka

    • In so einer umgebauten Mühle rostet man bestimmt nicht so schnell ein, da man ja ständig treppauf und treppab muss, aber diese schöne Rundblick muss ja herrlich sein.
      Ich glaube, Deutschland ist ein Land, wo die Bürokratie ziemlich stark ausgeprägt ist, da ja alle Beamte Arbeit haben wollen.
      Liebe Grüße von mir

  5. Mein liebster Sancho Panza bräuchte gerade dringend eine Pause. Am Besten sicher auch von seiner Don Quichotta. Aber das Leben ist leider kein WunschKonzert – also kämpfen wir tapfer weiter, bis wir beide vom Gaule plumpsen.

    • Hallo, bigi, nix da „vom Gaul plumpsen“ – das kann ganz empfindlich schmerzen und tut deinen Knochen noch weniger gut als mir ein langer Spaziergang mit einem ständig zerrenden, kräftigen Hund an der Leine. – Du bekommst ein Pferd, dass sich ganz sanft auf die Knie runterlässt, damit du absteigen kannst. – Kannst du deinem liebsten Sancho Panza nicht auf irgendeine Weise Erholung zukommen lassen? Nicht, dass er noch zusammenklappt.
      GAnz lieben Gruß an dich/euch von mir/uns (Hund und ich oder Anna und ich)

      • Klar kann ich – aber ich muss ihn immer zwingen – auch doof das! Heute hat er einen ganz eigenen Sancho Panza Tag auf dem Fahrrad rund um Rügen (denk ich mal). Und von Karfreitag bis OsterSonntag ist der HerzensMann in der sächsischen Schweiz wandern – das wird ihm ganz sicher gut tun 😉

        • Hunden, Kindern und Männern muss man manchmal schon sagen, was ihnen gut tut und sie auch notfalls dazu zwingen.
          Hier stürmt es wie Sau oder wie Sturm oder wie Halborkan – keine Freude beim Radfahren. – Wandern ist gut, Sächsische Schweiz ist noch besser, mal ausspannen und nur Füße bewegen ist am besten.
          Gruß von HC = H.Christine = HimmelhochClara = HundeClara = ACH = AnnaClaraHund

  6. Windmühlen sind wunderschön, was man von den ‚Mühlen der Bürokratie‘ und anderem ‚Ungemach‘ nicht gerade sagen kann. Da braucht es Geduld, Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit etc.

    • Du sagst es, außerdem muss man noch Kraft, Ausdauer und eine gehörige Portion Glück haben, wenn man den Kampf gegen anderes „Ungemach“ als Windmühlen gewinnen will. – Bei Lenni bin ich optimistisch, der lernt noch, was er lernen soll, obwohl er meinen Sohn immer wieder überrascht, was er sich alles einfallen lässt, wenn er allein gelassen wird. Wenn „Herrchen“ nachher wiederkommt, kann Lenni auf perfekte Art und Weise Schuldbewusstsein demonstrieren.

  7. Beim ersten Blick auf diese Rittergestalt, die die Kuh reitet, dachte ich, sie hätte einen Teppichklopfer in der Hand. Es ist eine Art Schwert. Passt besser. Obwohl die Kuh…naja.
    Es ist eh besser, wenn man an fast allen Dingen was Gutes zu sehen in der Lage ist…Manches ist auch erst nach Jahren positiv umzudeuten….Solche alten Windmühlen sind an sich faszinierend….allein die Geräusche außen und innen, die beim Betreiben zu hören waren….
    Gruß von Sonja

    • Leider ist diese Windmühle hier in Berlin-Marzahn nur noch ein Schauobjekt – sie wird gar nicht mehr betrieben. – Ich mochte früher als Kind auch dieses gemächliche, knarrige Drehen der Flügel.
      Ich bin ja eher der „halb-leer-Typ“ und schaffe es nicht, fast allen Dingen etwas Positives abzugewinnen. Ich sehe sicherheitshalber erst mal schwarz und freue mich anschließend, wenn nur grau eingetreten ist.
      Mit liebem Gruß von mir

  8. Gegen Windmühlen zu kämpfen habe ich aufgegeben. Davonreiten kann ich aber leider auch nicht, da ich vor Pferden Angst habe 🙂 Vielleicht hätte ich mich ja mit Rosinante anfreunden können, die sah so mitleiderregend aus.

    • Ute, wissen wir immer genau, ob es nur „Windmühlen“ sind, die uns herausfordern und nicht doch echte Dinge, die unsere ganze Aufmerksamkeit brauchen, damit wir da wieder mit heiler Haut rauskommen.
      Reiten kann ich leider auch nicht – ich wurde ja leider mit Angst vor jedem Tier erzogen – und bei so „riesigen“ Pferde klappte das als Kind sogar, dass ich es glaubte.

  9. Die Windmühlen an sich mag ich sehr, ich finde es immer herrlich, wenn ich noch alte Mühlen sehe, die oft liebevoll restauriert und einer neuen Bestimmung zugeführt wurden… Die Windmühlenräder der Bürokratie hingegen, ja, an denen kann man schon manchmal verzweifeln… 😦 Die Pferdebilder sind sehr schön!

    • Wenn es nur immer die Bürokraten wären, gegen die wir kämpfen müssen, sehr oft ist es auch anderes Ungemach, das mit harten BAndagen bekämpft werden muss, wenn es nicht überhand nehmen soll. Und damit meine ich nicht wildwucherndes Unkraut, sondern vielleicht wild wuchernde Krankheiten, die ja heute zum Glück auf einige wenige zurückgedrängt werden konnten. Aber diese wenigen machen immer noch genügend Schaden.
      Ich habe heute wieder traumhaft schöne Lenni-Fotos und Filmchen gemacht – mal sehen, ob ich auch einen Minifilm einstellen kann.

  10. vielleicht lehrt uns die Geschichte dass wir manchmal kämpfen da wo wir nicht zu kämpfen haben. Einfach loslassen und abwarten. Viel regelt sich von selbst und wir behalten unsere Energie für wichtigere Sachen : Gutes tun, lesen, sich erholen, sehen wie die Welt schön ist…
    Viele Befürchtungen sind verlorene Zeit, weil sie gar nicht auftreten. Ein schöner Tag für uns alle !

    • Reine, du wirst ja noch eine richtige Philosophin. – Es ist so schwer zu unterscheiden, wo und gegen was wir kämpfen sollten und wo wir es hinnehmen müssen, weil wir nichts dagegen tun können. – Was machen wir mit den Befürchtungen, die berechtigt sind, und wo abwarten verlorene und verschenkte Zeit sind – z.B. bei einer bösartigen Erkrankung, die im Anfangsstadium noch heilbar gewesen wäre – aber durch Abwarten und Zeit-Vertun in ein Stdium gekommen ist, wo die Medizin nicht mehr helfen kann. – Es wäre schön, immer die Unterschiede zu erkennen.
      Mit lieben Grüßen von der vollkommen geschafften Clara, die gerade zwei Stunden Hundeausgang hinter sich hat. Ich werde nach Möglichkeit morgen berichten.