Claras Allerleiweltsgedanken

Luxus – das Gegenteil

28 Kommentare

(Der Anfang des Artikels ist am 9. Juli zu finden.)

Leute wie du und ich, keine Alkis, keine Kiffer – sie durchsuchen die Papierkörbe nach Flaschen, gehen durch die S-Bahnen und betteln um etwas Essbares. Manchmal habe ich das Gefühl, irgendwer wirtschaftet Deutschland systematisch in die Armut.

Das ist aufgenommen beim Festival der Kulturen. Diese Flaschensammler haben ja nebenbei noch den unschätzbaren Vorteil, dass nicht so viele zersplitterte Flaschen auf den Straßen herumliegen. – Der hier mit seinem Einkaufswagen war recht pfiffig.

Als ich so um den 6. Juli dabei war, an diesem Post zu schreiben, „begegnete“ mir was eigenartiges. In meinem Kasten, an dem groß ein Anti-Werbung und auch Anti-Zeitungsaufkleber prangt, steckte eine der kostenlosen Zeitungen, die „Berliner Woche“. Wenn schon einmal drin, landen sie fast immer in der großen runden Tonne, doch dieses Mal nahm ich sie mit nach oben. Thomas Schubert hatte darin einen Artikel veröffentlicht: „Flaschensammler auf BestellungEine Idee verändert das Geschäft mit dem Pfand“ – zu finden unter http://www.pfandgeben.de – dieses Portal wurde von dem Studenten Jonas Kakoschka gegründet – ich finde, eine Form des sozialen Engagements.

Aus der Faulheit der einen (ihre Flaschen selbst abzugeben, vom „Tatort“ mitzunehmen) und der Armut der anderen, die sich zu ihrem mageren Hartz-IV-Satz etwas dazu verdienen wollen oder müssen, ist eine Internetbörse entstanden mit dem Ziel, dass die einen das Leergut verschenken und die anderen es in dringend benötigte Sachen umsetzt – ich hoffe mal ganz sehr, dass das nicht Alkohol ist. Die Sammler machen das bestimmt nicht aus Jux und Dollerei und niemand ist berechtigt, diesen Menschen ihre Würde abzusprechen, kein Amt und keine Privatperson.

Thomas Schubert berichtet von einer Sammlerin, die in dieser Börse als „Flaschenfee“ verzeichnet ist. Sie sucht dringend nach einer richtigen Arbeit, hat jedoch keine Ausbildung abgeschlossen. Sie gibt diese Flaschensammelei beim Jobcenter als Nebenverdienst an, da sie 100 € im Monat zuverdienen darf. Von diesem Geld kauft sie was für ihre Tochter, die sehr oft zurückstecken muss, weil ihre Mutter weitaus weniger Geld zur Verfügung hat als die anderen Mütter in der Umgebung.

Ich finde es gut, dass die Jobagentur schlecht in der Lage sein wird, die Anzahl der gesammelten Flaschen genau zu prüfen, so dass meinetwegen solche Leute auch monatlich weitaus mehr Geld zusammensammeln und zusammentragen können, als sie dürfen. – Meinen Segen haben sie!

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Luxus – das Gegenteil

  1. Wieso gibt sie das als Nebenverdienst an? Das finde ich schrecklich!

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    • Näheres stand nicht im Artikel – doch ich denke, dass sie Angst hat, vom Jobcenter mit Repressalien bestraft zu werden, da sie ja in dieser Flaschensammelbörse offiziell als Sammlerin registriert ist. – Würde sie es ganz allein privat für sich machen, könnte es sicher schwarz ablaufen, aber so ist die Angst bei ihr sicher größer. Vielleicht verdient sie auch weitaus mehr als 100,00 € und gibt nur diesen Betrag an.

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  2. Das ist erschreckend! Deutschland abwärts?

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    • Vielleicht schieben wir noch ein „langsam“ zwischen Deutschland und abwärts. Aufwärts geht es jedenfalls momentan nicht unbedingt.
      Aber wahrscheinlich geht es hier den Armen immer noch sehr viel besser als in manchen Ländern den Normalos.

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  3. Ganz so schwarz sehe ich es noch nicht, denn Deutschland hat doch immer noch einen hohen Bildungsstand und auch die Armut ist nicht flächendeckend. Viel höher als die Hartz-IV-Quote wird doch hoffentlich auch nicht die Prozentzahl der Armen sein – gut, ein paar Mindestrentner noch dazu – aber wenn alle ganz ehrlich sind, mit einem Leben in Afrika oder Afghanistan würde keiner von uns tauschen wollen.
    Anna kommt jetzt in die vierte Klasse – also das Jahr, wo danach das Gymnasium beginnt. Ihre Mutter hat bestimmt nicht viel Geld, aber ich denke ganz fest, dass sie das Gymnasium besuchen wird und hoffentlich nicht ungebildet bleibt.

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    • Das ist aber kühn, ein dt. Gymnasium dieser Tage mit Bildung in Zusammenhang zu bringen. Die OECD – Deppen krähen nach Akademikern. Und sie kriegen geholfen, geliefert. Und die Bundesanstalt für Betüddelung freut sich, dass in Großstädten für 900 Lebende, frisch oder betagt oder nicht geschäftsfähig, jeweils 1 Anwaltswesen rumlungert. Die hätten Volksschule, 1964, nicht bestanden. Das Problem: Die werden langsam älter, Rente gibbet nich, privat krank geht nicht….mehr lange….meanwhile gibt es im oben verpönten Afrika aber schon gesellschaftliche Bereiche mit bedingungslosem Einkommen. Gab es ähnlich auch in Jugoslawien. DER Sozialstaat in Afrika, Libyen auch. Wie Irak. Wurden christlich-päpstlich zerdeppert. Aber ein Staat, der glaubt, sich ewig eine dt. Sozialdemokratie leisten zu können, wird den inneren Feind nicht bekämpfen wollen. Ohne das Clement- Schröder- Fischer Ensemble wäre eine Merkel gar nicht möglich.
      Es zieht sich durch die Blogwelt, da die Hymnen-nicht- Singenden, dort: alles vergessen, der permanente Schuldenerlass für die größten Kriegstreiber aller Zeiten, nur damit sie den Frontstaat spielen, ewig war das dt. Pack im letzten Jahrhundert pleite, reißt wieder das Maul auf (nur zur Kickerhymne nicht- BRAVO!) , plärrt von „wir haben aufgebaut“, bei DIESEM $ Kurs, den man den Griechen heute adäquat nicht gewähren will…..und dann steht da, keiner will im ausgeplünderten Afrika leben, es sei eine Zumutung. Für Europa ist erneut D eine Zumutung. Das Land der Duckmäuser, die nur den Titel in unbezahlten Überstunden erreichen, aber die Horrortante aus der Uckermark von Wettbewerbsfähigkeit labern lassen. Deutsche Blogwelt, sie ist die der Pfandflaschen. Und der JuristInnen, die alle Blogs abmahngeil überwachen. Komisch, dass niemand aus Hochsteuerländern in der Resterampe D sich gerne ansiedelt. Und dass mein Plan, sich nach auswärts zu verfügen, nicht aufging, noch nicht…

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      • Zitat von dir: „Das ist aber kühn, ein dt. Gymnasium dieser Tage mit Bildung in Zusammenhang zu bringen.“ – Alle Illusionen über Deutschland will ich mir nicht zerstören lassen. Einiges von dem, das die Schüler lernen, hat schon noch mit Bildung zu tun.
        Du klingst gut informiert, aber dennoch wahnsinnig verbittert bis sarkastisch. Deutschland ist sicher nicht mehr das, was es mal war – aber 2012 ist auch nicht mehr die Zeit von vor 30 Jahren.

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  4. Bei Großveranstaltungen, wie es sie in Berlin immer wieder gibt, fließt ja das Bier in Strömen. Diese Sammler wie der hier mit dem Wagen – das sind schon Profis, die tun mir schon nicht mehr Leid.
    Ich bedaure die anderen, die in dreckige Papierkörbe mit ihren Armen tauchen, um dort vielleicht eine einzelne Flasche rauszuholen – oder eben auch nicht, weil keine drin ist. Wirklich deprimierend!

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    • Zur Sammelei (damals, als die hier noch nicht implementiert war), in einer TV- Kochschau…nee… so ähnlich…TAGESschau ein gew. Jan Hofer: „In Indien kamen heute auf Müllhalden (~) 32 Menschen ums Leben. Für die Jahreszeit ungewöhnlicher Starkregen war die Ursache.“
      Gut, er spricht nur, aber es war damals schon wurscht, warum die auf Müllhalden leben. Und wir haben keine mehr, da läuft was schief. Wichtig bei der ARD sind die depperten Amis, denen jeder Starkwind die Holzhütten in Florida wegweht. Jahr für Jahr. Babys lernen-. Florida nie. Ein ARD DRAMA! .
      Übrigens: Habe mal bei Windstärke 10 in Norddeich gezeltet. So ein Zelt scheint stabiler als Ami- Hütten. Und der DEICH erst! Da hatte ich null Bedenken. Wetter zum Genießen. Riesensound, Fallwinde hinterm Deich. Nix für die unsägliche WDR Blondine, den schnöden 30° Freak.

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  5. Der Mann einer Bekannten von mir sammelt auch alle Flaschen, die er liegen sieht und hat es weiß Gott nicht nötig. Es ist mir schon etwas peinlich, wenn ich mit den beiden spazieren gehe und er an jedem Papierkorb Halt macht. Bei Leuten, die nicht „bedürftig“ sind scheint das ein Hobby zu sein. Mein Fall wäre es nicht.

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    • Über eine solche Art der Flaschensammelei habe ich noch nie nachgedacht – das höre ich zum ersten Mal.
      Fragebogen: Welche Hobbys haben sie? „Ich sammle Flaschen aus Mülleimern und Papierkörben“ – „Sind sie Messie?“ – „Nein, keineswegs, meine Frau hält mich mit dem Taschengeld so kurz. Von irgend etwas muss ich mir doch mein Bier kaufen!!!“ *****
      Vielleicht hat er doch finanzielle Probleme, von denen du nichts ahnst???

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      • Nein Clara, garantiert nicht. Sie haben ein eigenes Reihenhaus mit schönem Garten, besitzen zwei Autos und können sich wirklich alles leisten.Für ihn ist es eine Art Sport.
        Wir gehen in einem guten Restaurant essen und auf dem Rückweg durchsucht er die Papierkörbe und sammelt Flaschen auf der Straße auf. Jedem Tierchen sein Pläsierche.
        Ich allerdings gehe dann immer ein paar Schritte vor 🙂

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        • Vielleicht ist es nur sein Ordnungssinn, dass er die nicht auf der Straße stehen lassen möchte?. – Durchsuchte er jedoch auch die Papierkörbe, fände ich das auch eigenartig. – Traust du dich nicht, ihn mal danach zu fragen? Ganz harmlos? – Du ahnst, dass ich das sicher schon längst gemacht hätte – und dann würde ich entweder belogen werden oder bekäme eine Antwort, mit der ich nie gerechnet hätte.

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          • Er schaut auch in Papierkörbe. Natürlich habe ich mal gefragt und gemeint, das sei doch ziemlich unhygienisch. Er meinte, das bringe Geld und wenn ich im Supermarkt Geld in die Hand nehmen würde, dann wäre das genau so unhygienisch. Seine
            Frau sammelt zwar selbst nicht, findet das aber auch gut. Na ja, soll er.

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  6. Mein einzig geliebtes Alsterwasser gibt es entweder in Plastikflaschen oder in Dosen. Na gut, jetzt werden die Dosen auch mit Pfand versehen – aber früher sind mir die Dosen so auf den Keks gegangen.
    Sag ihm, ich habe da keine Ahnung und mir schmeckt mein(e) Alster auch aus Plastik.
    Ich glaube, da spielt auch viel die „Einbildung“ mit – man müsste es mal testen. – Früher hat man ja auch gesagt, Bier aus grünen Glasflaschen schmeckt nicht.
    Lieben Gruß an die Nicht- und an den Bier-Trinker von Clara

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  7. Nun hat aber einer, der die Einkaufskarre voll Leergut rekapitalisieren will, ein Problem. Oft nehme Automaten ja nur die Marken retour, die auch im Verkauf sind. Wer aber nun stundenlang mit der Karre rumzockeln muss, verbraucht zur Aufrechterhaltung der Schubkraft mehr, als er erlösen kann.
    Und wer eine Gaudi möchte, kann ja so tun, als habe man eben einen Hauch mehr als vom Jobcenter genehmigt gesammelt und 16 Cent überweisen. Das sichert Arbeitsplätze bei den Verbuchern!

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    • Du nun wieder – aber ich kann zu deinen ersten vier Zeilen nur heftigst mit dem Kopfe nicken. Wäre das nicht so, würde Clara, verkleidet in grün und schwarz – nicht in pink und lila, mit einem Draht-Korb-Auto der handgeschobenen Art durch die Gegend gurken und fröhlich pfeifend Flaschen sammeln. Nach kürzester Zeit würde ich zwecks Luftknappheit dann das fröhliche Pfeifen weglassen und am dritten Tag auch das Sammeln.
      Schade dass das Procedere nicht so ist, wie du beschreibst. Nicht der Arbeitslose müsste 16 Ct überweisen, denn die vom Amt würden ihm 32 Ct abziehen, zur Strafe wegen Überverdienst.
      Ich habe mal so eine blöde Kuh dort angeschnauzt, weil sie mir wegen nichts und wieder nichts und totaler Unschuldigkeit dämlich gekommen ist. Ich sagte ihr, dass sie mir und allen anderen hier auf Knien danken darf, dass es uns gibt, sonst wäre sie nämlich auch arbeitslos. Ich bot ihr auch an, gerne mit ihr zu tauschen – warum sie nicht wollte, weiß ich nicht :-).

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  8. Mir gefällt es sehr, wenn aus der Nachlässigkeit oder Faulheit einiger, andere ein wenig Geld machen können. Und nebenbei sorgen diese Leute noch für „Sauberkeit“. Daher kann ich damit leben, wenn Leute bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen ihre Flaschen einfach in der Gegend liegen lassen. Nicht damit leben kann ich, dass zumindest nach meiner Wahrnehmung, immer mehr personen ihre Flaschen zertrümmern und die Scherben in der Gegend herum liegen lassen. Viele liebe Grüße Leonie

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    • Leonie, bei Glasflaschen ist das eine riesige Gefahr. Vielleicht sind es gar nicht die „Austrinker“, die die Flaschen zerkloppen – sie stellen die Flaschen einfach an den Straßenrand. Die nächsten, leicht oder stark angesoffenen Chaoten kommen, kicken mit den Flaschen Fußball und schon ist die Straße mit Scherben übersät.
      Glaube aber nicht, dass diesen Chaoten jemand Einhalt gebietet – was wahrscheinlich aber auch nichts nutzen würde. – Ich glaube, der Alkohol bringt zwar sehr viel an Steuergeldern, aber er verschlingt davon aber auch wieder einige.
      Lieben Gruß zu dir! Clara

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  9. Meinen Segen haben sie auch, aber es ist bestimmt nicht leicht, in Papierkörben zu wühlen und den Abfall in der S-Bahn durchzusehen. Eigentlich eine erschreckende Diskrepanz: die einen werfen die Flaschen achtlos weg, die anderen brauchen selbst diese kleinen Beträge. Und sehr traurig, dass es das alles überhaupt gibt, das Wegwerfen und das Sammeln-Müssen.

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    • Du sagst es, das ist auch meine Meinung. Weißt du, was mich immer so erstaunt. Gerade in der Bahn zu Fußballspielen fahren ja sehr, sehr viele ganz junge Leute, die noch nicht arbeiten. Die müssen alle ein immens hohes Taschengeld haben, denn kaum einer steckt seine Flaschen ein. Na gut, Glasflaschen dürfen sie nicht mit ins Stadion bringen. Doch es gibt doch neuerdings auch Bier in Plastikflaschen, 25 Ct pro Flasche Pfand. Das können sie trinken und selbst abgeben. – Ob es einen Ehrenkodex gibt, seine Flaschen nicht mitzunehmen? Scheint mir bald so.

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  10. Es ist schon traurig, dass man sich so etwas einfallen lassen muß, um zu Geld zu kommen. Gut, dass es Pfandflaschen gibt.
    Leider steigt die Armutgrenze immer mehr, weil unsere lieben Politiker es nicht schaffen eine vernünftige Versorgung für die gesamte Bevölkerung zu schaffen.
    Sie pulvern das Geld sonst wohin – das scheint wichtiger zu sein.
    Die verabschiedeten Gesetze sind doch nicht Bürgerfreundlich. Es wird doch vorne der Himmel versprochen was hinten wieder an Steuern *heimlich* eingezogen wird – Augenwischerei, ein Witz,… wenn es nicht so traurig wäre.
    Wir kennen hier auch den Kampf mit dem Jobcenter und es war ein unerbittlicher Kampf um wenig Unterstützung zu bekommen. Kostete immens starke Nerven und noch mehr bösen Schriftverkehr… jede Gesetzteslücke mußt du kennen..sonst:Pustekuchen.
    Und nen Job haben die hier niemandem vermittelt…wollten die nicht oder keine Lust??
    Der Jemand hat nur durch außerordentliche Reisetätigkeit und Eigeninitiative selbst Arbeit gefunden und ist umgezogen.
    Ich schweife ab.. dennoch: das mit den Pfandflasche ist wenigstens etwas, womit Mensch sich seinen Lebenunterhalt aufbessern kann. Ich persönlich würde diese Einnahmequelle dem Jobcenter nicht melden.
    Liebe Grüße zu Dir
    von Isis

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    • Isis, die beim Jobcenter verwalten auch nur den Mangel, nämlich den Mangel an Arbeitsstellen. Noch nicht einmal gut qualifizierte Leute bringen sie in Lohn und Brot – die anderen erst recht nicht.
      Ärgerlich ist nur, dass die schweren Glasflaschen nur 8 Cent bringen, die leichten Plasteflaschen und die Büchsen jedoch 25 Ct. Doch die Büchsen dürfen nicht zerdrückt sein, sonst erkennt der Automat den Strichcode nicht. So ein Schwachsinn – früher konnte man die auch fein zusammengedrückt abgeben.
      Es ist heute bestimmt keine Freude, arbeitslos zu sein – von den wenigen mal abgesehen, die wirklich nicht arbeiten wollen. Ich kann es nicht einschätzen, wie viele Prozent das sind.
      Mit Gruß von Clara

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  11. Der „Hut“ ist schon einen Tacken älter, zumindest hier.
    Aber die Idee ist ein super und ich finde die soziale Seite einfach toll.
    Bei uns kommt einiges an Pfand im Monat zusammen.
    Geld das ich als „Extra“ einheimse (es wurde ja schon mal ausgegeben) und ich weiss von einigen Frauen die es auch als „Spargroschen“ einkassieren.

    Hier laufen seit Jahren einige Rentner und gucken in jede Ecke, Mülltonne etc. und sammeln was das Zeug hält.
    Gönner legen sogar Pfand-Flaschen zum Mitnehmen nach draussen.

    Zudem sah ich vor Monaten einen Bericht im TV, das ein Arbeitsloser OHNE Bezüge sich seinen Lebensunterhalt mit Flaschenpfand verdient.
    Auf Rockfestivals etc. Er lebt davon.
    Jetzt hat er sich ein feudales Wohnmobil gekauft,
    da kam in 10 Jahren gut etwas zusammen 😉

    Die Gebiete sind fein aufgeteilt und es nicht einfach dort rein zukommen
    um mit sammeln zu können.

    Bei uns an den Pfandgeräten z.B. Lidl, Rewe, gibt es Tasten
    wo man das Pfandgeld spenden kann an die örtlichen Tafeln 😉
    Tolle Idee!

    Das die Jobcenter das nicht wirklich nach halten können finde ich echt cool.
    Hoffentlich lassen sie sich keine Sauerei dafür einfallen

    Soch ab ins Bett, schlaf gut ♥

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    • 3K, du meinst mit „Hut“ diese Flaschensammelidee? – Ich habe nie behauptet, dass sie neu wäre – ich finde es nur erschreckend, dass es Leute machen müssen statt Arbeit zu bekommen, wie es im Wochenblatt stand. Viele Rentner und andere machen es bestimmt auch nicht unbedingt, weil sie mit ihrer Freizeit nichts besseres anzufangen wissen und liebend gern das Innere von Papierkörben erforschen. – Die Häufigkeit dieses Phänomens im Straßenbild erschrickt mich.
      Ob da überwiegend „soziale Gesichtspunkte“ beim Abgebe von Pfandflaschen eine Rolle spielen, auch das wage ich ein wenig anzuzweifeln. Nach dem Motto „Zeit ist Geld“ müssten sie ja alle Flaschen runtertragen, ins Auto packen, in den Laden fahren, in den Automaten packen, sich an der Kasse anstellen usw. usf. – Eine sehr gut bezahlte Arbeitskraft lässt das lieber von anderen erledigen und verdient in dieser Zeit das Zehnfache vom Flaschenpfand. – Wer es schafft, zum Obersammler auf Festivals und so aufzusteigen und mit keiner Abnahmestelle Schwierigkeiten hat (er muss dann vorher gut sortieren), der kann sicher Geld damit verdienen – aber er arbeitet ja auch dafür, warum soll es dann nicht einen anständigen „Lohn“ abwerfen. Die Flaschen wandern ja nicht allein in die Rücknahmestelle. – Ich denke, aufmerksam darf das Jobcenter nicht werden, die vermuten überall „Unrat“

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