Claras Allerleiweltsgedanken

ClarAnna in der Unterwelt, doch nicht im Hades – XI

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Der alte Elbtunnel in Hamburg an den Landungsbrücken hat mich schon seit eh und je begeistert – die ingenieurtechnische Leistung und auch mein Mut, mich unter so viel Wassermassen zu Fuß auf die andere Elbseite zu begeben.

Das Innenleben ist schon ein wenig historisch anmutend, aber er wurde ja auch schon 1911 eröffnet und ist somit ein stolzer Hundertjähriger.  Fußgänger und Radfahrer dürfen immer, Autos nur zu eingeschränkten Zeiten, wenn die Berufspendler schnell von einer Seite auf die andere müssen. – Wer näheres oder mehr wissen will, kann bei Wiki nachsehen.

Jetzt lade ich hier mal ohne große Kommentare meinerseits Fotos hoch, die ich auf dem Tierfriedhof in Timmaspe gemacht habe. Ich finde es durchaus gut und angemessen, dass es solche Einrichtungen gibt, denn nicht jeder hat einen Garten, in dem er (unerlaubt?) seinen großen Lieblingsbernhardiner bestatten kann. – Über den finanziellen Aufwand für manche Gräber steht es mir nicht zu, mich zu äußern.

Lediglich bei einem Grab kamen mir andere Gedanken. Ein tot aufgefundener, unbekannter Welpe bekam ein aufwändiges Grab von Gönnern gestiftet. Ich in meiner unnachahmlichen Rationalität hätte dieses Geld bei einem Tierheim für sinnvoller angesehen – doch ich habe ja weder für das eine noch für das andere unbedingt Geld übrig und deswegen auch keinen Hund. Hätte ich jedoch einen, bekäme er auch ein Grab, aber ein recht schlichtes.

Das ist es, das sehr gut gepflegte Grab für den unbekannten, tot aufgefundenen Welpen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

19 Kommentare zu “ClarAnna in der Unterwelt, doch nicht im Hades – XI

  1. Der Elbtunnel ist wahrlich eine Meisterleistung. Leider habe ich ihn mir noch nie genauer ansehen können. Wir waren immer froh, wenn wir ihn zeitig passieren und jeglichem Stau somit entgehen konnten.
    Ich war auch noch nie auf einem Tierfriedhof. Aber es stimmt schon, für viele Menschen ist das Tier ein Familienmitglied. Eine Freundin von mir hat ihren Hund einäschern lassen. Ja, jedem so wie es beliebt.

    Herzliche Abendgrüße zu dir!

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    • Der Elbtunnel, den du meinst, ist aber der für die Autos – aber vom Prinzip her hast du schon recht. – Ein Familienmitglied schon, da habe ich ja nichts dagegen, aber dennoch kein Mensch(ersatz).
      Lass es dir gut gehen – wünscht Clara

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  2. Wir durften unserem toten Hund im Garten beerdigen. Dort wimmelt es im Unterboden von verstorbenen Hühnern, Katzen, Kanarienvögeln, Hamstern, Wüstenrennmäusen- und ich weiß nicht, von was noch….Solche Tierfriedhöfe lassen mich befremdet gucken. Aber es hat nicht jeder einen großen Garten…Was für sonderbare Orte Ihr aufgesucht habt!
    Gruß von Sonja

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    • Dieser letzte sonderbare Ort war darin begründet, dass Alina, der Hund meiner Freundin und auch mir bestens bekannt, dort liegt. Und da ich noch nie vorher auf einem Tierfriedhof gewesen bin, hat mich das schon mal interessiert.
      Freunde und Verwandtschaft, die einen Garten haben, ließen ihren riesigen Hund (Rottweiler) dennoch auf einem Tierfriedhof beisetzen, weil der Garten für so ein großes Loch fast zu klein war. –
      Um nichts in der Welt weiß ich mehr, wo unser Himmelhoch-Meerschwein nach seinem Tod abgeblieben ist, Garten war damals auch noch nicht da.
      Liebe Grüße zu dir von Clara

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  3. Ich glaube, es ist mehr die Einbildung als die wirkliche „Gefahr“, wenn man denn darunter durchgeht. – Statistisch gesehen, wie viele Elbtunnel sind bisher eingestürzt??? – Und wie viele Flugzeuge dagegen abgestürzt??? – Und dennoch fliegen die Menschen wie die Weltmeister.
    Der Rütters mit seinen Beispielen für die Vermenschlichung der Hunde war klasse, bei manchem habe ich mich auch erkannt so nach dem Motto: „Gucke mal, Lenni, da kommt der Papa“ 🙄

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  4. Für manche Menschen ersetzt ein Tier den Partner und es ist nicht verwunderlich, wenn sie diesen dann demjenigen ein ebenbürdiges Grab geben wollen. Ich kann sie verstehen….diese Menschen! Vielleicht war dieser unbekannte Welpe besonderen Qualen ausgesetzt und deshalb bekam er dieses Grab.
    Ich würde niemals wagen, zu sagen, warum ‚Beethoven‘ in Wien so ein prächtiges Grab bekam, hätte man lieber das Geld armen Musikern geschenkt.
    Für manche Menschen ersetzen Tiere einen fehlenden Platz in ihrem Leben, genauso wie es Partner tun.
    Liebe Grüße, Luise-Lotte ♥

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    • Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, mit wie viel Schlichtheit oder deren Gegenteil einer sein Haustier beisetzt. Gerade gestern habe ich mir mit sehr viel Interesse die Sendung von dem bekannten Hundetrainer Martin R. angesehen. Mindestens dreimal hat er es mantramäßig einhergesagt: „Ein Hund (oder eine Katze) ist und bleibt ein Tier, ist ein Tier, bleibt ein Tier!“ Jeder Versuch, aus dem Tier ein Kind oder einen Partner zu machen, geht an einer normalen Tierhaltung ziemlich vorbei.

      Der Gedanke, einen Welpen mit Beethoven gleichzusetzen, wäre mir nie gekommen. Ich denke, das prunkvolle Grab für ihn ist erst lange nach seinem Tod entstanden. Und wir können den Meister leider nicht mehr fragen, was ihm selbst lieber gewesen wäre (denn er selbst hat auch von dem prunkvollsten Grab nichts mehr, damit betäuben höchstens Freunde und Familie ihren Schmerz): ein prunkvolles Grab oder Hilfe an bedürftige Musiker, die es mehr brauchen könnten. Mozart hat ja wohl selbst Armut kennen gelernt, er hätte vielleicht mit dem Geld lieber anderen geholfen.

      Es ist Spekulation, wie der tot aufgefundene Welpe zu Tode kam, weil es keiner von uns weiß – aber dass vernachlässigte oder verletzte Hunde, die jetzt im Tierheim leben, mit dem Geld mehr anfangen könnten als dieser Welpe, lasse ich jetzt auch einfach mal so stehen – ich habe es ja oben schon angedeutet.
      Mit Gruß von Clara

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  5. Im eigenen Garten finde ich es noch viel passender als im Wald, da der Hund, der ehemalige Spielgefährte, dann mehr oder weniger in seiner Umgebung bleibt. – Hundefriedhof im allgemeinen finde ich schon ok, nur bei dem unbekannten, tot aufgefundenen Welpen fand ich den (finanziellen) Aufwand für so ein Grab sehr hoch – lebenden Hunden hätte man damit sicher mehr helfen können – mehr wollte ich nicht ausdrücken!
    Lieben Gruß zu dir!

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  6. Bei Tunnel habe ich mir immer gesagt: Augen zu und durch (natürlich als Beifahrer!).
    Wenn unser Hund stirbt, wird er im Wald beerdigt. Der Papa meiner Schwiegertochter ist Förster (von ihm haben wir auch unseren Hund).

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    • Wenn man eine Baumbestattung ohne Genehmigung machen darf, würde ich mir das auch bei Lenni wünschen. – Durch seine Anlage zu einer schweren Hüftdysplasie kann dieser Tag schneller kommen, als mir lieb ist.
      Dieser lange Tunnel hier in Berlin ist mir auch nicht immer geheuer – und durch den St. Gotthard-Tunnel oder ähnliche möchte ich nicht unbedingt fahren – aber nur wegen Unfall- oder Brandgefahr.

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  7. Den Elbtunnel finde ich auch faszinierend, wie überhaupt Tunnel unter Flüssen drunter her, aber auch ein bisschen unheimlich.
    Zu übertriebenen Tierbegräbnissen äußere ich mich mal nicht …

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    • Besonders unheimlich finde ich es dann, wenn diese Tunnel nasse Wände und einen nassen Gehweg haben, denn dann frage ich mich natürlich mit Recht: „Hier kann es doch nicht regnen, und so viel Schwitzwasser???“
      Stimmenthaltung kann klug sein – finde ich auch.

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  8. Der alte Elbtunnel ist sicher interessant. Da würde ich auch mal durchwandern.

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    • Daraus kann ich schlussfolgern, dass du noch nicht in Hamburg warst oder dich keiner in diese Unterwelt geschickt hat. – Ich denke, einmal sollte frau schon dort unten gewesen sein. – Der neue ist ja die Hälfte des Tages verstopft und wohl nur für Autos zugelassen.

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  9. Tja. Wenn mancher Mensch keine Kinder, aber ein Tier hat, das er so sehr liebt, dann ist das wohl normal…

    Der Elbtunnel hat mich auch begeistert! Vor allem der Mut damals, unter dem vielen Wasser durchzugraben!

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    • Ich hätte wohl auch nicht bei den Bauarbeitern dabei sein wollen. Doch irgendwie ist es blödsinnig, denn im Bergwerk ist es auch nicht weniger gefährlich – und zum Glück ist ja damals alles gut gegangen.

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