Claras Allerleiweltsgedanken

Milchmädchenrechnung resp. Gewinnrechnung der DB

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Offiziell heißt der Slogan bei online-Tickets der Deutschen Bahn:

Die Stornierung von im Vorverkauf erworbenen Sparpreisfahrkarten kostet 15,00 €.

Das ist ja schon mal nicht wenig Geld für einen Vorgang, der wahrscheinlich ausschließlich von Computern ausgeführt wird. –
Muss man jedoch eine Stornierung vornehmen, kommt dann die genauere Erläuterung:

Eine Erstattung der Gebühren für die Platzreservierung erfolgt nicht!

Wer eine längere Reise plant und das Platzangebot bei der Bahn nicht mit großem oder kleinem Koffer suchend vor Ort testen möchte, beschafft sich für einen Preis von 8,00 € eine Sitzplatzreservierung für beide Fahrten.

Also könnte es doch ehrlicherweise gleich heißen:

Die Stornierung von im Vorverkauf erworbenen Sparpreisfahrkarten mit Sitzplatzreservierung kostet 23,00 €.

Auf diese Weise kommt ein Teil der Differenz für die kontigentierten Karten im verbilligten Sparpreisangebot doch gleich wieder ins Finanzsäckchen der Bahn zurück.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

10 Kommentare zu “Milchmädchenrechnung resp. Gewinnrechnung der DB

  1. Tja. Die sind halt „nicht blöd“, gell. Die wissen schon, wie sie zu was kommen…

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  2. Darüber habe ich mich auch schon geärgert. Wenn ich per günstigem Sparpreis verreise, ist das meistens zu einer Tageszeit, an der nicht so viele Leute unterwegs sind, so dass ich dann ganz ohne Reservierung fahre. Freitag Abend, Sonntag Abend und Montag Vormittag bis 10 Uhr geht es aber nicht ohne, nur da gibt es meistens sowieso keine günstigen Tickets. Die Preise bei der DB sind eine Wissenschaft für sich.
    Grüßle Bellana

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    • Bellana, meine Tochter hat mir lang und breit erklärt, dass man mit dem günstigeren Sparpreis eben das Risiko bei der Rückgabe bezahlen muss. Dieses evtl. Risiko für eine Rückgabe ist beim vollen Preis eben inbegriffen.
      So oft fahre ich eben doch nicht – und wenn, dann mit größerem Koffer, so dass ich dann nicht durch die Wagen suchend irren möchte.
      Mit Gruß von Clara

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  3. Sieht aus, als hättest Du Dich geärgert! Viele ärgern sich über die Bahn, wie es in den Zügen zugeht usw. – Einmal kam in einer Lautsprecherdurchsage das hier: Sehr verehrte Fahrgäste, wir haben uns leider verfahren….höhö.
    Gruß von Sonja

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    • Nein … nicht wirklich! Oder hatte der Lokführer Humor und wollte irgendwie die üblichen Verspätungen entschuldigen.
      Ja, ich habe mich zweimal geärgert – über die plötzliche Absage und darüber, dass ich die billigen Fahrkarten jetzt relativ teuer löhnen muss. – Was kostet an so einer Rücknahme bitteschön 15,00 €? – Das könnte noch nicht mal die Bahn beantworten.
      Gruß zu dir!

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  4. Ja, da magst Du vom Prinzip her schon Recht haben – aber eine Erstattung der Platzreservierungen ab es noch nie – egal ob Online oder am Schalter im Reisezentrum der DB gekauft… Noch bedauerlicher ist es doch aber, dass Du deine Reise, wohin sie Dich auch führen sollte – aus welchen Gründen auch immer absagen musstest… Ich hoffe, es geht Dir gut!?!

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    • Du hast natürlich sofort des Pudels Kern getroffen, liebe Gesa- ich hätte so viel lieber die Reise angetreten in die Stuttgarter Nähe – ich hatte mich schon auf die Markthalle Stuttgart gefreut – aber es kamen unvorhergesehene Dinge dazwischen.
      Soeben habe ich mit M. ein nettes Telefonat geführt, da du nicht da warst und Hund Anton nicht den Hörer abgenommen hat.

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  5. Liebe Clara,
    natürlich hast Du recht, so wäre es korrekt und ehrlich.

    Mich bedrückt inzwischen sehr, dass überall und ununterbrochen versucht wird, uns zu belügen, betrügen, über den Tisch zu ziehen…. 😦

    Aber wir wehren uns, gell! Wir lassen uns das selber denken nicht verbieten!!!

    Einen schönen Freitag und liebe Grüße
    moni

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    • Vielleicht muss man nur von Anfang an immer das Kleingedruckte genau lesen – für diesen Fall: Die Platzkarten erst zwei Tage vor der Fahrt buchen, in der Hoffnung, dass ich dann noch welche bekomme. Denn die Sparpreise muss ich ja wirklich fast 92 Tage vorher buchen, will ich tatsächlich billige haben.
      Insofern habe ich wieder was für die Zukunft gelernt.
      Mit Gruß von Clara

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