Claras Allerleiweltsgedanken


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Brandenburg erkunden – Babelsberg ist eine S-Bahnfahrt wert

Heute gibt es hier kein einziges Foto, wer Fotos vom Schloss, vom Rathaus, von Licht- und Schattenspielen, von Schlosstürmen und von einer „Kanzel“ sehen will, die am Gemäuer klebt, oder so sehen möchte, der muss jetzt
auf den Link zum Fotoblog klicken.

Dieser „Beiort“ von Potsdam, direkt neben Griebnitzsee gelegen, ist wirklich einen Ausflug wert – ob von nahe dran wie für die Berliner – oder von weiter weg.

Griebnitzsee und die Eigenheiten seiner Anwohner wird mich noch im nächsten Post beschäftigen.


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12 BSuM – von der Geschichte verwirbelt

… ein Projekt von Lucie

Berliner kennen ihn in allen Phasen seines Daseins – den „Palast der Republik“. Wenn man mal von der etwas protzigen Kultur in Lampen- und Gemäldeformen absieht, war er ein prima und vor allem sehr preiswerter Treffpunkt zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Familienfeiern verschiedenster Art haben wir dort begangen, denn wir wohnten ca. 10 Minuten zu Fuß von diesem Platz. Auch die Bowlingbahn war ein ganz beliebter Treffpunkt.

Nach der Wende dann das ganze HickHack um seine Verseuchung, die wohl stärker politischer Art war als von Asbest. – Dann die langen Zeiten seines Ruinendaseins, fast wie nach dem Krieg. „Ruinen schaffen ohne Waffen“ – das bewahrheitete sich hier. – Und jetzt ist alles platt, platt wie eine Flunder und alle warten auf das Wunder der Auferstehung, des Schlosses natürlich.

Ich zeige die Fotos von Fontänen im Fotoblog


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Gesucht! – Wanted! – Recherché – Ricercato …

Gesucht wird der Mann, der ehrlich und spontan zugibt, beim Anblick des ersten Fotos   einige Neidgefühle nicht unterdrücken zu können.

Wir sagen es auch nicht weiter!

Also stellen wir fest, ein Mann verspürt bei ungewöhnlicher Größe (oder auch Höhe genannt) ein ganz, ganz kleines Neidgefühl in sich grummeln. In life ist dieses Gefühl vor dem Gebäude der Urania in Berlin zu erleben – da steht dieses geschwungene Bogenteil, von dem ich euch nur das eine Ende zeige – beide Enden gehen nicht auf ein Foto, weil es so riesig ist.

Und wie ist das bei den Frauen? Nicht jetzt zu dem oberen Foto, da müsst ihr euch nicht äußern. Für euch habe ich ein anderes.

Gesucht wird die Frau, die bei außergewöhnlicher Dicke oder auch Breite genannt, auch ein Neidgefühl verspürt. Oder ist  eher das Gegenteil davon der Fall?

Diese (frierende) Dame steht vor der Akademie der Künste in Berlin.


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Hat Churchill Recht?

Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
Winston Churchill

Ich stand vor einiger Zeit vor den vielen Schaufenstern des KdW in Berlin. Es waren wirklich nicht die ausgestellten Waren, die mein Gemüt bewegten, es waren die Preise für Gebrauchsgegenstände wie Schuhe oder Handtaschen, bei manchen auch Rucksäcke genannt. Seht selbst:

Mein Leser Snoopy bemerkte treffend dazu:

Mir ist eher teuer, was mir lieb ist. Prada??? Gehört bestimmt nicht dazu.

Oder auch hier:

Das Bild lässt sich vergrößern, falls euch die Preise genauer interessieren.

Ich will euch die Modelle der „TiT“ = Taschen in Teuer natürlich nicht vorenthalten. – Andersherum, wenn es diese Möglichkeiten zum Geld ausgeben nicht gäbe, würden die Schönen und Reichen entweder caritativ werden (kaum anzunehmen) oder ihr Geld in dubiose Geschäfte stecken (bei Frauen auch nicht so wahrscheinlich – doch oft stammt ja das Geld von deren reichen Männern). Kurz und gut, ich weiß es nicht.

Dass es die gleiche Collage auch mit Schuhen gibt, war ja so klar wie das Amen in der Kirche.

Auch hier möchte ich nicht einen einzigen haben, aber meine Meinung ist da absolut unmaßgeblich.

Die Art der Dekoration fand ich gut, witzig und einen Hingucker.

Im Fotoblog gibt es noch ein paar andere Hingucker.


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Milchmädchenrechnung resp. Gewinnrechnung der DB

Offiziell heißt der Slogan bei online-Tickets der Deutschen Bahn:

Die Stornierung von im Vorverkauf erworbenen Sparpreisfahrkarten kostet 15,00 €.

Das ist ja schon mal nicht wenig Geld für einen Vorgang, der wahrscheinlich ausschließlich von Computern ausgeführt wird. –
Muss man jedoch eine Stornierung vornehmen, kommt dann die genauere Erläuterung:

Eine Erstattung der Gebühren für die Platzreservierung erfolgt nicht!

Wer eine längere Reise plant und das Platzangebot bei der Bahn nicht mit großem oder kleinem Koffer suchend vor Ort testen möchte, beschafft sich für einen Preis von 8,00 € eine Sitzplatzreservierung für beide Fahrten.

Also könnte es doch ehrlicherweise gleich heißen:

Die Stornierung von im Vorverkauf erworbenen Sparpreisfahrkarten mit Sitzplatzreservierung kostet 23,00 €.

Auf diese Weise kommt ein Teil der Differenz für die kontigentierten Karten im verbilligten Sparpreisangebot doch gleich wieder ins Finanzsäckchen der Bahn zurück.


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Axel, George, Michail, Helmut,

ihr seht schon, heute geht es um Männer – um nicht ganz unbekannte Männer – um Männer, die Geschichte geschrieben haben – also nicht um meine Lebens(abschnitts)gefährten – obwohl in gewisser Weise schon, denn alle haben zu der Zeit gelebt bzw. leben bis auf A.S. noch, in der ich auch lebe.

Und damit das auch keiner vergisst oder versehentlich übersieht, hat man 1966 in Berlin ein sehr hohes und sehr glänzendes – weil nämlich rundherum mit verspiegelten Glasscheiben versehenes – Haus gebaut – mitten in Kreuzberg, ganz dicht an Berlin Mitte und der Mauer dran.

Wiki sagt:

Die Standortwahl des mehrstöckigen Gebäudes war eine deutliche Kampfansage des Verlegers und sein Fanal gegen das System der DDR.

Ca. 500 m weiter (Luftlinie) haben wir damals mit unseren beiden Kindern auf der Fischerinsel gewohnt. Ich kann diese Anekdote nicht vergessen, für die meine ca. 5jährige Tochter „verantwortlich“ ist. – Mit allen Besuchern gingen wir auf das Dach unseres 20geschossigen Hochhauses, um die Umgebung zu genießen. Das Springerhochhaus war unübersehbar. Einer sagt mit ironischer Stimme: „Da wohnt ja der böse Springer“. Prompt stellte die Lütte die Frage: „Warum ist der Springer böse?“ – Und irgendwer gab ihr wohl zur Antwort: „Weil der immer Enten in die Zeitung setzt“. – Leider hat das Kind danach nicht weiter gefragt, sondern den Rest ihrer Jugend gegrübelt, warum es böse ist, Enten in die Zeitung zu setzen. – Die Doppeldeutigkeit dieses Begriffs wurde ihr erst sehr viel später bewusst. – Aber sie hat es überlebt.

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Warum diese drei Männerköpfe „Väter der Einheit“ benannt wurden, ist mir nur begrenzt klar, denn unter einem „Vater“ stelle ich mir doch noch etwas anderes vor. Aber bei mir sind Vaterträume sicherlich recht unrealistisch, weil ich meinen nur vor der Erinnerungsschwelle kennen gelernt habe.

Aber das Gebäude wirkt einfach monumental, erschlagend – so, wie die 4 großen Buchstaben der Zeitung, die alles an richtigen Argumenten um sich herum erschlägt.

Schöner wäre, wenn der ursprüngliche Eulen-Geist des Ullstein-Verlages noch stärker zur Geltung kommen könnte, nicht so stark der unsägliche Schlagzeilen-Geist.

Alle Fotos lassen sich bei Bedarf vergrößern.

Ob das Gewissen der Redakteure eben so sauber ist wie die Außenscheiben dieses Hauses? Wiki schreibt über die immer wieder zitierte Zeitung mit dem Skandalabonnement:

Die BILD-Zeitung prägt bis heute stark polarisierend das Meinungsbild einer Millionenleserschaft und gilt als auflagenstärkste Zeitung Europas.

Armes Deutschland, wenn solche Zeitungen die auflagenstärksten sind.

Im Fotoblog gibt es noch Fotos ohne Collagen