Claras Allerleiweltsgedanken

Die Hl. drei Königinnen … und die unendliche Geschichte

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wie sie Bellana genannt hat, nähert sich ihrem Ende – zumindest von der regelmäßigen Berichterstattung her.

Könnt ihr euch noch an dieses Haus erinnern? – Ich habe es bei der S-Bahn-Dokumentation „Von Hennigsdorf nach Teltow“ (28.10.2010) genauer gezeigt.

0601 Teltow 49

Mit all diesen Leuten aller Generationen kann ich bald Brüderschaft trinken, denn ich fahre immer bei ihnen vorbei, winke ihnen – und 300 m weiter biege ich auf das schöne Gelände des Pflegeheims ein.

Und das hier habe ich auch schon mal gezeigt, und zwar beim Schmiedekunstprojekt.

0601 Rathaus Teltow

Damals habe ich noch nicht geahnt, dass ich darin fast mal einen Tobsuchtsanfall bekomme (diesen aber sehr gut unterdrückt, da ich mich ja nicht mehr ärgern will über Beamtenwillkür).

Ich wollte meine Mutter ummelden und hatte alle Unterlagen mit – bis zur Geburtsurkunde – nur einen leider abgelaufenen Ausweis. Ein Deutscher ohne Personalausweis ist ein Wrack, ein Krüppel, ein unvollständiger Bürger eben. Mit beiden Heimverträgen hätte ich ihren lückenlose Wohnortaufenthalt nachweisen können – wenn man mich gelassen hätte. Ich hatte auch schon den Antrag ausgefüllt, sie von der Ausweispflicht befreien zu lassen, was in diesem Alter machbar ist. Diese Altersgruppe mit dieser Gesundheitsstufe ist unter Terroristen, Bankräubern und Politikern selten vertreten – höchstens Päpste kommen da ran. 🙂 – also müssen sie sich auch nicht mehr ausweisen können. Und die letzte Ruhestätte wird man doch wohl auch ohne gültiges Personaldokument buchen dürfen???

Das Ende von dem Trauergesang war, dass ich mir mühevoll online einen Termin im Bürgeramt Tempelhof holen musste – ohne Termin wird man dort nicht vorgelassen – den erst für den 9.1. bekommen habe und dann gegen die Zahlung eines Salärs mir eine Meldebescheinigung für meine Mutter holen kann. Der Höhepunkt wäre, wenn sie dort die Vollmacht nicht anerkennen – dann können sie mich mal am Tüffel tuten. 🙂

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Da heute ja einige Bundesländer Feiertag haben, habe ich noch schnell was für euch gebastelt. Es tut mir Leid für die Betroffenen, dass dieser Feiertag heute gerade auf einen Sonntag fällt – aber wir Berliner haben solche Tage nieeeeeeeeeeeeee!

0601 drei Königinnen

Jetzt mal ganz ohne Mist – es sind meine Initialen vom Geburtsnamen her: Christine Martha B….

Hier sind sie alle drei noch einmal in voller Schönheit zu sehen.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

33 Kommentare zu “Die Hl. drei Königinnen … und die unendliche Geschichte

  1. Für mich habe ich solche Daten im Handy gepeichert als Erinnerung – aber doch nicht für meine Mutter, – Morgen wird sich rausstellen, ob es mit 5,00 € für eine Meldebescheinigung abgetan ist oder ob es größeren Ärger gibt.
    Die Pfleger sind des Lobes voll für meine Mutter – uind ich finde auch, dass sie sich unheimlich gut macht in dem neuen Heim.

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  2. Ich hoffe, dass dich keiner am Tüffel bzw am Trüffel tuten muss und wenn doch werden wir sicherlich eine „Liveberichterstattung“ darüber lesen ;-).
    Dein Bürokratenärger ist ja wirklich eine never ending Story – ich hoffe für alle, dass das Leiden und der Ärger bald ein Ende findet. Wir hätten über die von uns übernommene Betreuung der Schwiegermutter auch Bücher schreiben können, nicht alle Auflagen und Vorschriften sind sinnvoll, aber einige zur Vermeidung von Ärger mit weiteren Verwandten unumgänglich …
    Ich hab hier was von „Dreifaltigkeit“ gelesen – beinahe wäre mir in meinem Beitrag ein Fehler unterlaufen. Statt „dreifaltiger Gott“ hatte ich einfältiger Gott geschrieben 😉 …
    Dir nachträglich für das neue Jahr alles Gute! Besonders wünsche ich dir gute Nerven 😉 …
    Danke für die nette E-Karte – ich wollte mich schon vor Tagen dafür bedanken, aber du weißt ja wie das mit der Zeit bei mir ist 😉
    Liebe Grüße, Anette

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    • Anette, ich werde jetzt nur mit Begleitperson auf Ämter gehen, damit notfalls die „Tüffel-Tuterei“ auf Chip gebannt werden kann – wegen der Live-Berichterstattung. 🙂
      Übermorgen wird sich zeigen, wie flexibel ein Sesselpupser wirklich sein kann, wenn ich mit dem seit einem Jahr abgelaufenen Ausweis meiner Mutter rausrücke.
      Dein Zeitlimit möchte ich so wie das von Gesa nicht haben – bei mir geht es gemütlicher zu.
      Aber du siehst das doch auch so: Diese flotten Königinnen konnte ich dir nicht vorenthalten *grins*
      Mit ganz lieben Grüßen zu dir von Clara

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      • Ich lese meist bei dir – beide Blögge*gg* habe ich über den Feedreader abonniert. Nur zum kommentieren komme ich nicht soooo oft wie ich möchte. Das tut mir oft Leid, lässt sich aber nicht ändern. es sei denn, ich lege meine Arbeit nieder 😉
        Aber so ab und an habe ich es auch gemütlich – nur dann bin ich nicht im Internet unterwegs 😉 …

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  3. Miki, herzlich willkommen in Berlin-Lichterfelde, dort wohne ich nämlich in echt. Dich hatte ich (unbewusst) auch in Berlin eingeordnet – aber Teltow ist ja besser als Berlin, weil nämlich nicht so laut und trotzdem groß, wie ich bei einigen Spazierfahrten durch den Ort feststellte. – Ich gucke mir mal morgen altersgerechte Wohnungen auf der Mahlower Straße an – aber die haben wohl keinen Balkon und damit auch keine Chance bei mir.
    Zum Zahnarzt schreibe ich gleich noch was.

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  4. ein Lächeln an Deine drei König(in)e(n) *lächel* und einen lieben Drücker wieder mal an Dich liebe CMB, bisous, Martha

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    • Martha – das ist ein wahrhaftiges Dreiköniginnenlächeln, was jetzt auf meinem Gesicht aufgeht, denn dich habe ich ja Ewigkeiten nicht mehr hier gesehen und gelesen. – Den Drücker gebe ich voller Freude zurück und passe dabei auf, dass ich dich nicht zerdrücke und dich auch nicht in deinem Stuhl wegrollen lasse. Langsam bekomme ich ja Erfahrung mit diesen Gefährt-en.
      Herzliche Grüße in die ferne Schweiz schickt dir
      eben diese CMB

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  5. moni, ich sah, als ich bei Elke kommentierte, noch gar nicht, dass du Leckermäulchen auch lieber an Trüffeln leckst als an Tüffeln tutest. Ich werde gleich mal guugeln, ob das berlinspezifisch ist, diese „liebevolle “ Ausdrucksweise.

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  6. Soeben war ich das erste Mal ohne Auto dort und bin an dem Haus grüßend vorbeigelaufen.
    Ich habe zwei Bilderrahmen bei „deinem“ blaugelben Möbelhaus, habe zwei Fotos aus dem Fotokalender meiner Enkelkinder gesucht, die formatmäßig dort in den Rahmen passen und habe sie bei meiner Mom auf den Teewagen gestellt. Sieht richtig gut aus. – Offenbar hatte sie sich mit einem großen Löffel mit Bratkartoffeln schon überfuttert oder ihre Galle hat gestreikt – jedenfalls konnte ich sie gerade noch zeitig genug ans Waschbecken schieben – und so ein Waschbecken ist ja geduldig.
    Die Vollmacht brauchte ich natürlich zusätzlich, aber die ersetzt ja nicht ihren abgelaufenen Ausweis. – Am Mittwoch kommt das alles in Ordnung.

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  7. Elke, du kannst das natürlich gern verwenden, aber dann solltest du die Leute nicht an Trüffeln lecken lassen, sondern wirklich nur am „Tüffel“, sonst kommen die noch auf den Geschmack und wollen immer wieder 🙂

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  8. Echt cool..deine 3 Königinnen- auf solch eine Idee muß man erst mal kommen *lach* richtig schmucke Gesichter.
    Und das mit der Geburtsurkunde und unserer deutschen Beamtenheiligkeit erzeugt bei mir auch den übelsten Brechreiz. Sie können nicht anders, die B..Menschen, es liegt schon in ihrer Wiege oder etwa nicht?
    Liebe Sonntagsgrüße
    Isis

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    • Lieber Gott, warum bin ich eigentlich nicht Beamtin geworden wie mein Bruder? Da hätte ich jetzt eine sichere Rente und hätte im Laufe meines Daseins viele Leute ärgern, ach Verzeihung, erfreuen und beglücken können.
      Die Idee mit den drei Königinnen kam mir ganz schnell – aber dass die auch noch zu meinen Initialen passen, das fiel mir erst später auf.

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  9. 😆 Ein herrliches Vertipperli.
    Ich las heute woanders von Banden-Württemberg. Das war auch köstlich.

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    • Jetzt musste ich doch gleich nochmal schauen, ob ich es tatsächlich mit „r“ geschrieben habe, weil es ja von Elke auch gleich als „Trüffel“ übernommen wurde.
      Vielleicht spielt bei beiden Verschreibern der Herr Freud eine nicht unwichtige Rolle. – Aber du kennst den Ausdruck auch, oder?

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  10. Meechen, du kannst den doch einfach verlängern lassen – oder etwa nicht? Hat der seine absolute Haltbarkeitsdauer einfach überschritten? – Meiner ist ja auch abgelaufen, aber ich habe noch einen gültigen Reisepass – und das reicht aus. – Vielleicht kannst du dich auch an diesem Stohhalm festklammern, bis dir das mit den Fotos wieder angemessen erscheint. – DUUUUUUUU darfst das verwenden und musst mich nicht am Tüffel tuten, so manch andere/r schon, das ist so viel vornehmer als die Ursprungsvariante.
    Jetzt muss ich nochmals die Stelle mit der „grenzenlosen Geduld“ lesen, damit ich ein Strahlen aufsetzen kann.

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    • Rischtisch – wo ich doch im normalen Leben „Gedult“ so schreibe.
      Eine gewisse Frist akzeptieren sie, die Damen und Herren Beamten, wohl noch, doch dann kann es richtig teuer werden. – Oder du lässt es drauf ankommen. Da darfst du ihn aber nie irgendwo brauchen oder vorlegen müssen. – Mit einem Führerschein kannst du dich ja auch nicht ausweisen. – Denk doch nochmal in Ruhe drüber nach.

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  11. Och, Behörden, rotes Tuch. Kissenpupser. Nein! Natürlich nicht alle. Aber Macht korrumpiert, auch wenns nur ein Mächtchen ist.

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    • Ich beschmutze ja nicht gern das eigene Nest – aber die scheinen mir wirklich noch ein wenig DDR-Bürokratie-versessen zu sein. Ich habe ja die Zollbeamten an den Grenzen nur auf dem Weg in die CSSR oder Polen erlebt – und da haben mir die Burschen schon oft gereicht. – Als ich sie mal wegen einer mehr als 1 Stunde währenden Mittagspause angemault habe, durfte ich jedes Stück aus dem Koffer einzeln auspacken. Genüsslich habe ich ihm die damals noch recht koketten Slips unter die Nase gewedelt, mit den BH ähnlich. Mein Mann im Auto und die Kinder sind bald vor „Scham“ unter den Autoboden gekrochen – aber er hat entnervt nach 5 Minuten aufgegeben – wir hatten nichts, wirklich nichts zu verzollen, deswegen konnte ich so kühn und keck sein.

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  12. Scheint so zu sein mit der Volkszählung – aber die war auch ganz schön beschwerlich. Ich muss nur von Steglitz nach Tempelhof und dann nach Teltow – aber die mussten damals schwanger eine Reise nach Bethlehem antreten – auch nicht soooooooo lustig.
    Grüße zu dir!

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  13. Warum hat Myrrhe eine Schweinenase?
    Im Nachhinein gesehen hat meine Mutter es uns ganz schön liebevoll leichtgemacht!
    Gruß von Sonja

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    • Sonja, das dachte ich beim Lesen auf einem anderen Blog auch so, als die Mutter ganz plötzlich mit Anfang 70 starb. Wer weiß, was sich diese Frau alles erspart hat – und in gewisser Weise auch die Angehörigen. – Doch meine Mutter war bis Anfang 90 wirklich top gesund und top in Ordnung. – Und sie hat sich auch im Heim immer gut gefühlt. –
      Stimmt, eigentlich hätte die mit dem „Weihrauch“ die Schweinenase haben müssen. – Als Kind beim Hochamt ist mir regelmäßig schlecht geworden, wenn die (beneideten) Ministranten das Weihrauchfass schwenkten. Aber dann habe ich mich damit getröstet, dass das so stinkt.

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  14. Behördengänge sind immer ein kleines Abenteuer für sich, liebe Clara. Bald hast du es ja hinter dir. Die hlg. 3 Königinnen sind klasse. Bei mir gäbe es auch nur eine, da nur ein Vorname 🙂

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    • Ute, ich habe ja auch den Familiennamen dazu genommen – also wären es auch bei dir schon 2, aber die passen eben nicht in das C+M+B – Schema, das klappt nur bei mir so hervorragend. Darüber habe ich mich schon als Kind gefreut, wenn der Kaplan das an unsere Tür geschrieben hat. 🙂

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  15. Ich wünsche dir hier an der Stelle mal ein gesundes neues Jahr. Das darf man glaub ich am 06.Januar auch noch.

    Drei Vornamen? Die Welt ist ungerecht.
    Drei Vornamen hast du? **schmoll** Ich nur einen.

    Aber für irgendwas wirds schon gut sein.

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    • Nein, meine liebe chinomso – es sei denn, ich zähle Clara mit zu meinen Vornamen, dann hätte ich tatsächlich drei – aber das „B“ kommt von meinem Geburtsnamen her – so wie meine Mama noch heute heißt, wie ich ihr gerade auf einem Schild für ihre Zimmertür mit schönen Fotos bestätigt habe.
      Auch dir und den lieben „Kinderlein“ und natürlich auch dem, der manchmal seinen eigenen Kopf durchsetzt gegen den deinigen, wünsche ich alles Gute.
      DANKE! sagt Clara

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  16. So lieb ich das bigi habe, aber das soll hier eine (heilige) Dreifaltigkeit oder -einigkeit werden, weil die Initialen eben so gut zu meiner Geburtsnamenausführung passen. Meine Mutter heißt nämlich so ähnlich wie das, was im Herbst immer von den Bäumen fällt: „Zweige“ *grins*
    Um diese Zeit schlief ich schon 2 Stunden lang.

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  17. Bei meiner Omi hat diese Dinge das heim erledigt, also die Ummeldung und die Befreiung von der Ausweispflicht. Es gab da nichts für mich zu tun. Sie waren es sogar, die mich auf den Ablauf des Personalausweises aufmerksam machten und mich über die Möglichkeid er Befreiung von der Ausweispflicht informierten plus mir gleich ein entsprechendes Formular in die Post legten.

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    • Vielleicht, wirklich vielleicht, hätte das das vorige Heim auch gemacht, wenn sie den Ausweis gehabt hätten – aber der war immer privat in der Brieftasche untergebracht. – Das Formular haben sie mir dann letztendlich auch gegeben. – Ich bin mit den Strukturen des neuen Heims (Sozialdienst, Ergotherapie und so) noch nicht so vertraut. Beim letzten entstand der Wegweiser für Bewohner und Angehörige auch erst lange, lange Zeit nach der Eröffnung – und die hier arbeiten noch dran. – Wäre ja auch alles glatt gelaufen, wenn der Ausweis nicht schon ein Jahr lang ungültig gewesen wäre. – Kriege ich schon auf die Reihe.

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  18. Waren das nicht die, die die Süßigkeiten brachten? *kicherduckundwech*

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    • Vielleicht hatte der Junge in dem Alter noch keinen so ausgeprägten Geschmackssinn und hat auf den Weihrauchkörnern rumgelutscht wie auf Bonbons. (Ich komme gleich hinterhergerannt ob meiner frevelhaften Äußerungen)
      Oder die Eltern haben später vom Gold Süßigkeiten gekauft.

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