Claras Allerleiweltsgedanken

Großbaustelle Leipziger Straße

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Keine Angst, man hat die Großbaustelle Flughafen nicht in die Innenstadt geholt, damit sie von allen besser zu erreichen ist und vielleicht schneller vorangeht. – Nein, es geht um ein Warenhaus mit dem Namen „Wertheim“, das hier in der Nähe vom Potsdamer Platz in seiner historischen Schönheit neu erstehen soll. Die Informationen über den Kaufhauskonzern, die ich in Kürze bei Wiki eingeholt habe, haben mich sehr verwirrt. Erst verschwindet er aus Berlin, der Name und wird von einem anderen okkupiert, dann überlebt der auch nicht so richtig – die können sich einfach nicht einigen. – Ich hoffe einfach mal, dass die jetzt hier am Leipziger Platz nicht pleite gehen, bevor das Haus steht – sonst haben die Steuerzahler noch eine Investruine in Berlin zu bezahlen.

1201 Wertheim Spruch

Als wenn wir nicht schon genug Einkaufstempel, -hallen und -arkaden hätten, für die das liebe Geld fehlt.

1201 Wertheim Kräne Baustelle 117 mtl

Die Kräne drehen und bewegen sich – und vor ein paar Tagen waren schon deutliche Fortschritte zu sehen, aber es regnete zu sehr zum Fotografieren.

1201 Wertheim 2Das ist wohl das berühmteste Detail aus dem alten Bau – ob es wieder so hineinkommt, wird Frau sehen, wenn es an der Zeit ist.

1201 Wertheim Zukunft

Ich finde, so ähnlich sieht es Unter den Linden auch aus, dort, wo die Passage in der Nähe vom Sea Life ist. – Die Herren Architekten haben auch immer nur ähnliche Einfälle.

Hier kann man die Collage aller Fotos und ein paar Infos sehen.

 

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Großbaustelle Leipziger Straße

  1. Man könnte sich wirklich fragen, ob es immer das gleiche Architektenbüro ist. Im Moment ist es wohl ‚in‘, hunderte von schmalen Fenstern nebeneinander zu setzen. Wie öde ich das finde, kann ich gar nicht sagen. Hier fallen mir gleich zwei davon ein, die mich jedes Mal zusammenzucken lasse, wenn ich sie sehe.

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    • Als ich mir das Video angesehen habe, musste ich sagen: Alles schick, alles modern, aber alles schon zig mal dagewesen. – Die schmalen Fenster müssen wohl aus Energiespargründen sein, vermute ich jetzt wirklich. – Bloß, da könnte man auch Isolierglas nehmen.
      Im Video gefiel mir die Grünflächengestaltung im Innenhof dieses Oktagons besser als die Architektur des Gebäudes.

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      • Ich glaube nicht, dass es Energiespargründe hat, denn dann würde man weniger Fenster machen. Nein, ich glaube, es ist einfach ‚Mode‘. Wobei ich sagen muss, dass das Berliner Gebäude ein wenig vielgestaltiger ist als die beiden bei uns.

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        • Die Bausünden unserer heutigen Herren Architekten werden sicher nicht die Jahrhunderte oder gar -tausende überleben wie die aus früherer Zeit. Quark und Ei als Mörtel war offenbar doch gar nicht sooooooooo schlecht.

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  2. Warum konnte Wertheim nicht da bleiben, wo es war? 🙄 Bautätigkeiten in Berlin – liebe Clara, eine never ending story 😯 .

    Einen winterkalten Gruß zu dir in den Süden 🙂 .

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    • Anna-Lena, so habe ich es bei n-tv kopiert:
      „Superlative ist der Leipziger Platz in Berlin gewohnt: Einst stand hier Europas größtes Kaufhaus. Der Platz selbst war zusammen mit dem Potsdamer Platz das Herz des Berlins der 1920er Jahre. Derzeit ist der achteckige Platz wenig einladend, doch das soll sich bald ändern: Hier soll das „Einkaufshighlight Berlins“ für „Touristen aus aller Welt“ entstehen.

      Berlin ist voller Kontraste – manchmal liegen die Gegensätze direkt nebeneinander. Wer zum Beispiel den quirligen Potsdamer Platz in Richtung Friedrichstraße verlässt, betritt einen achteckigen Platz, der wenig einladend wirkt. Rund 160 mal 160 Meter ist er groß, durchschnitten von einer vierspurigen Straße, an den Rändern bebaut und dennoch kein Ort zum Verweilen. Der Leipziger Platz wartet noch darauf, mit Leben gefüllt zu werden. Doch das soll jetzt passieren: Es wird gebaut und zwar ehrgeizig. Hier soll ein Shoppingcenter entstehen, wie es Berlin noch nicht gesehen hat.
      Das heißt also, das alte stand auch dort und ist nur zerstört worden.
      Im Video (s. Adresse bei Ute in der Antwort) sieht es schon gewaltig aus.
      Ergänzung:
      Mit der NS-Diktatur ging diese Zeit zu Ende. Auch für das Kaufhaus brachen schlimme Zeiten an. Die Nationalsozialisten enteigneten die Wertheim-Familie 1937. US-amerikanische Bomben zerstörten schließlich das Gebäude. Obwohl nach historischen Berichten noch genug Bausubstanz vorhanden war, ließ die DDR die Reste des Kaufhauses abreißen. Es lag direkt an der Grenze zwischen Ost- und Westberlin.

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  3. Da bin ich mal gespannt, ob das wirklich im alten Stil wieder aufgebaut wird. Dann wäre es ja schön. Man muss ja nichts kaufen, man kann ja nur einfach bummeln 🙂 Die andere Frage ist natürlich, wer das alles finanziert. Na ja, Bundeshauptstadt halt.

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    • Ute, hier: http://www.leipzigerplatz12.de/start.html
      ist gleich am Anfang ein gutes Video zu sehen, in dem man sich vorstellen kann, wie es mal aussehen wird. Von außen ist es auf keinen Fall historisch, bestenfalls von innen in Einzelelementen.
      Ich will unsere Bundeshauptstadt nicht in Schutz nehmen, aber solche Sachen werden wohl doch einzig und allein von Privatinvestoren bezahlt, die sich das Geld dann später über die Mieten wieder reinholen.

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    • Auch von n-tv kopiert:
      „Das neue Einkaufszentrum will die Ursprungsgeschichte des Geländes aufgreifen. An der Fassade und im Innern soll an vergangene Zeiten erinnert werden. Laut den Bauplänen wirkt das Gebäude jedoch vor allem modern-funktional: Die grauen oder sandfarbenen Fassaden mit großen Fenstern fügen sich nahtlos in die bereits bestehende, etwas spröde Architektur des Platzes ein.“

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  4. Für mich kommt das unter die Überschrift: Apokalyptisches Bauen….

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    • Ich weiß nicht, ob ich die Apokalypse als „überflüssig“ bezeichnen würde – aber überflüssig sind solche Einkaufsoasen für mich auf jeden Fall, weil es schon viel zu viele davon gibt. – Ca. 1,5 km weiter sind die Potsdamer Platz-Arcaden, ein dreistöckiges Einkaufsparadies.

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  5. Danke für die interessante Info. In Berlin tut sich was. Ich möchte auch mal wieder her kommen. Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende Leone

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    • In Berlin tut sich fast immer was, liebe Leonie, bloß ob das alles gut, bezahlbar und notwendig ist. – Wenn ich nur an das Hickhack um das Schloss denke.
      Ich könnte auf viele Bautätigkeiten verzichten, aber mich fragt ja keiner.

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  6. Und wird das ohne “Wertheim online shop” starten? Das führt in Richtung Quelle, Karstadt, Neckermann. Oder muss nur mal wieder Geld gewaschen werden, die Anti-Korruptionscharta wurde ja nur von einigen dubiosen Staaten wie der BRD nicht unterzeichnet. Und selbst in Dubai läuft das Großgewerbe nicht. Und dann im Subventionsloch Berlin? Aber mich fragt ja keiner, denn Moskau oder Düsseldorf hätte ich gegen ein üüüppigstes Honorar empfohlen.
    Aber Billy Joel macht nicht auch noch einen neuen Laden auf?

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    • Ach Binkfeuer, frage mich doch nicht immer solche komplizierten Sachen – ich bin weder die Tochter noch die Frau von Wertheim – was weiß ich, auf welche Weise die starten, warum die bauen, warum hier in Berlin – das alles steht nicht auf den Informationstafeln drauf.
      Wahrscheinlich wollte dir keiner ein „üppiges Honorar“ zahlen.

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      • Ach, das ist ja anders, nicht WERTHEIM macht neu auf, das hätte mich ja gewundert. Aber nun kommen ja Motel One als Hotelbetreiber, Saturn sowie Peek & Cloppenburg nach Berlin! Freue Dir!

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