Claras Allerleiweltsgedanken

Clarinensisches Berliner Allerlei …

18 Kommentare

stark zoogefärbt

Manchmal sitze ich hier vor meiner Flimmerkiste = Computerbildschirm und habe eine unbändige Wut im Bauch. Wut gegen all die, gegen die ich mich mit schwächeren Kräften zur Wehr setzen muss. Mein Vermieter hat mehr Geld für einen besseren Anwalt, auch mein Zahnarzt wird für seine bisher immer noch ungenügende Arbeit von einer starken Lobby vertreten – nur ich muss allein durch alles durch.

In solchen Momenten sieht mein Gehirn soooooo aus:

1704 Claragehirn

Es ist dann auch nicht schwer zu verstehen, dass ich – wenn Hackordnung angesagt ist – einen solchen Schnabel haben möchte, um mich entsprechend wehren zu können.

1704 Vögel

Doch dann kommen zum Glück wieder Momente, wo ich über den eigenen Tellerrand hinaussehen kann. Als die Enkel hier waren, fiel es mir wieder extrem auf, wie verwöhnt, wie wählerisch, wie „kisätig“  die meisten Kinder in Deutschland beim Essen sind – vielleicht nicht nur da. Wenn die Liste der nichtgewollten Sachen weitaus länger ist als die der „genehmigten“, dann haben diese Kinder noch nieeeeeeeeeeeeee Hunger kennengelernt. Nicht, dass ich ihn diesen wünsche – aber ich dachte an Völker, die für ihre Essens- und Trinkensbeschaffung weitaus mehr Klimmzüge machen müssen als wir.

1704 Gorilla Fütterung 98

Erst nach einiger Anstrengung können sie die gesammelten Werke verspeisen. Ich würde es ihnen nicht verdenken, wenn sie gleich ein wenig Vorräte mit Händen und Füßen fassen.

1704 Gorilla Fütterung 96

So, mit diesen leicht nachdenklichen Überlegungen verlasse ich euch.

Nein, halt – eine Sache will ich euch noch zeigen: Clara in jungen Jahren, als sie noch sehr auffälligen Ohrschmuck trug:

1704 Ohr Marke

Bei ihr war es sicher noch unnötiger als bei dieser Ziege hier – aber jetzt baumelt kaum noch was in und an den Ohren – außer die Hördremmel natürlich, aber die sollten nicht baumeln 🙂 .

**********

Ist euch schon mal aufgefallen, dass ich meine Fotos kaum ohne „Story verkaufe“? Und weniger gute Fotos brauchen dafür um so mehr eine gute Geschichte drumrum, um sie an die Frau und an den Mann zu bringen. Warum letzteres kaum klappt, kann ich nur ahnen. Es macht mich zwar nachdenklich, aber nicht vordergründig traurig. Es ist, wie es ist.

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

18 Kommentare zu “Clarinensisches Berliner Allerlei …

  1. Ist doch cool so wie du das mit den Kommentaren zu deinen Bildern machst – ich möchte auch weiterhin etwas zum Schmunzeln oder Nachdenken haben. Ist doch echt einfallsreich kombiniert.

    • Wirst du haben – denn am meisten habe ich mich wohl selbst an meine tägliche Berichterstattung hier gewöhnt. – Es freut mich sehr, wenn ich das nicht nur für mich ganz allein schreibe.

      • Macht mir immer viel Freude bei dir reinzulesen und zu gucken – danke dir, liebe Clara

        • Ich freue mich über das Lob. Ich denke immer, bedanken muss sich keine/r, denn ich mache es freiwillig und habe gewaltig viel Spaß daran. Aber es ist schön, wenn ich sehe, dass (viele) Leute gelesen habe.
          Ich weiß immer noch nicht, warum ich durch winzige kritische Bemerkungen Stammleserinnen verloren habe.
          Ich fände ganz allgemein eine manchmal kritischere Haltung in Bloggershausen angebracht – mir ist es oft zu weichgespült. – Gerade heute wieder habe ich bei einer gelesen, dass sie gern mal im Blog Dampf ablassen möchte, aber sich nicht traut, weil sie vor der Reaktion Angst hat.

          • Genau, das ist immer fesch. Als ich mal in einer anderen Blog- Ebene als Reaktion auf den VOX TV Kram „Daggi in Immobilien“ vorstellte….war?…genau: eine Maklerin beleidigt. Wo die doch eh schon so ein tolles Image haben. Hat auch nie wieder kommentiert. Ich vermute, mein „Blues für Uli“ -dem Boss von Bayern München- ist nie zu ihm durchgedrungen, so beknackt wie die „Fans“ in der „AZ- München“ wird so einer nie reagieren. Es kann doch nicht immer getätschelt werden…

          • Genau so: „Es kann nicht immer getätschelt werden“. Doch hier herrscht allgemein die Auffassung, dass man dann eben gar nichts schreibt, wenn es einem nicht gefällt. – Wenn es mir generell in einem Blog nicht gefällt, gehe ich auch nicht hin – aber ansonsten fände ich Hinweise, Kritik, Nachfragen als wirklich weitaus hilfreich. – Was ich aber fast noch schlimmer finde: Sehr gute Fotos bei manchen BloggerInnen bekommen kaum Kommentare oder Likes, aber sehr schlechte haben eine ganze Latte und vor allem auch wirklich Fotolobe von guten Fotografinnen. Dann frage ich mich oft: Sind das alles Gefälligkeitskommentare als Gegenkommentare, weil manche so eifrigst kommentieren gehen? – Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Manchmal ist es ein Buch mit sieben Siegeln für mich, von denen ich höchstens drei oder vier lösen kann.

          • Richtig…es kann jeder schreiben was er möchte, das ist die Freiheit eines jeden Blogger. Und was ich nicht lesen will guck ich mir nicht an. Punkt. den Blog besuch ich dann auch nicht. Bestimmt macht einen besonderes Blog auch die Ausgefallenheit aus. ..warum nicht Meckern als Hauptaspekt? Soll sie doch gern….Kritik ist immer gut, wenn sie weiterhilft.
            Auf jeden Fall mache ich genau das was ich will und mir Spaß macht..wenigstens in Bloggershausen.

          • Ich glaube nicht, dass gerade diese Bloggerin Meckern als Hauptaspekt für ihren Blog nehmen würde. – aber nein, sie traut sich überhaupt nicht, was zu „meckern“. Viele haben Angst, dass sie danach in Ungnade fallen.
            Ich hatte ich ja damals – nicht verletzend, nicht böse – per Mail oder auch per Kommentar – zu der Facebookaufregung über „Dreams of shadow“ geäußert. Da wurde ich gleich und sofort in den „Bann“ gelegt, entfreundet bei Fb und auch nicht wieder in den Kreis aufgenommen, die bei Neuanfang benachrichtigt werden. – Und genau das meine ich: Kritik oder hier war es ja sogar noch mehr: Richtigstellung wird übel genommen. Und dann habe ich gleich noch das Gefühl, dass mit dieser oder jener oder auch mit einer anderen „entfreundeten“ Person gut befreundete BloggerInnen gleich aus Sympathie mit wegbleiben. – Wahrscheinlich ist das Bloggen die subjektivste Sache der Welt, wo keine objektiven Kriterien wichtig sind, sondern einzig und allein Like-Beziehungen gepflegt werden sollen.

  2. Eine gut gelungene Übung, liebe Clara,
    Du hast Nachdenkliches (Ernstes) mit eher lustigen Fotos kombiniert und damit beides aufgewertet. Ganz fein gemacht!
    Einen angenehmen Feierabend und liebe Grüße
    moni

    • Tja moni, vielleicht habe ich immer noch den Abiturschock in den Knochen sitzen und will es ausbügeln. – Von der ersten bis zur 12 Klasse hatte ich immer eine 1 in Deutsch, es war mein absolutes Lieblingsfach. Und nur durch den Abituraufsatz, in dem ich wohl ziemlich (politisch) daneben lag, musste ich in die mündliche Prüfung. Und auch dort bekam ich ein poltisch hochbrisantes Thema – Mario und der Zauberer auf DDR-Verhältnisse anwenden – so dass die Verantwortlichen wieder nicht einverstanden waren und ich in Deutsch nur eine Zwei bekam.
      Und jetzt kann ich schreiben, was ich will und wie ich will – kann mir meine Themen aussuchen – und ich weiß, dass ich es nicht so schlecht mache.

  3. Es ist wie es ist, manchmal kommt der Wind einfach nur von vorne. Wenn ein Schirm doch ausreichen könnte! Die Bilder passen allerdings verflixt gut zur Story ;o)

    • Wenn ich so meine roten Augen ansehe, die immer noch weh tun – vor allem aber, wenn ich bedenke, dass ich innerhalb von 4 Tagen 52,00 € für Medikamente für diese Glubscher ausgegeben habe und bisher nichts richtig wirkt – dann muss ich schon wochenlang im Wind stehen, der nur von vorn kommt.
      Ich glaube, ich habe immer erst ein textliches Drumherum im Kopf und fotografiere danach. – Nur bei sogenannten „Ladenhütern“, die sich hier so auf meiner Festplatte rumtreiben, überlege ich mir im nachhinein, was ich zu ihnen an Dichtung und Wahrheit erzählen kann.

  4. Vermieter haben nicht nur beim Anwalt den Vorteil, wie es eine Nummer dicker geht zeigt auch das unsägliche Bayern wieder:
    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38936/1.html
    Essen Enkel Herzen? 1. Hochrechnung: nö.

    • Frage konkretisiert: „Essen Enkel überhaupt Fleisch?“ – Da sind sie sich noch nicht ganz mit sich selbst einig, mal ja, mal nein, manchmal richtet sich einzig nach der Konsistenz, da der Große kaufaul ist.

  5. Über deinen letzten Satz musste ich lachen. Denk nicht weiter darüber nach 🙂
    Die Essgewohnheiten vieler Kinder erschrecken mich auch. Aber das ist wohl die „neue Zeit“. Ich sage mir dann „Oma, das verstehst du nicht mehr“.

  6. Ich kann Dich ja so gut verstehen!
    Liebe Grüße von Elvira

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