Claras Allerleiweltsgedanken

Luxus lustvoll loslassen

28 Kommentare

(mir fielen keine drei besseren Worte mit L ein, aber sie wecken falsche Vorstellungen – ich hatte in dem Sinne nie Luxus und wollte ihn auch nicht)

Tauentzienstraße, eigentlich noch ein relativ normales Schuhgeschäft – ich glaube, es war D*E*I*C*H*mann. Als ich die Schuhe sah, trat mich nur ein leichtes Pferd – aber als ich die Preise sah, galoppierte eine ganze Herde an mir vorbei. Keins dieser Pferde wäre in der Lage, mir mein Geld für solche Schuhe aus der Tasche zu ziehen – dreist, wenn ich es im Überfluss hätte.

1605 Schuhe Luxus 34

Weder in pink noch in lila noch mit Brillanten besetzter Schleife möchte ich diese Schuhe tragen.

1605 Schuhe Luxus 37

Das hier waren die Schnäppchenpreise – unter 300,00 Euro – na gut, nur 5 Cent, aber immerhin 🙂

1605 Schuhe Luxus 35

Und hier ist das mit der „Schnäpperei“ schon wieder vorbei. Wahrscheinlich war es so teuer, die vielen Belüftungslöcher in die Stiefel zu stanzen – alles reine deutsche Wertarbeit.

Und jetzt noch ein bisschen Clara-Bosheit. Die Stiefel haben so weite Schäfte, weil die Käuferinnen vor lauter Wohlhabenheit auch wohlbeleibt sind und dicke, mehr als dicke Waden haben. Sie müssen ja kaum laufen, haben ja ihren dicken Fünfringer oder das Sternauto vor der Tür – vielleicht sogar mit Chauffeur.

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Wollt ihr mal zum Volkstanz geh’n, woll’n wir diese Stiefel seh’n!!!!

1605 Schuhe Luxus 36

Für läppische 900 (die 5 Cent werden dann bei „bitte aufrunden“ für soziale Projekte gespendet) kann man schon hübsch bunten Stoff erwarten. Die würde ich noch nicht einmal geschenkt haben wollen, aber ich weiß auch nicht, was gut und teuer ist.

1605 Schuhe Antiluxus

Für meine Luxusbeine reichen Schuhe unter 50,00 und weniger.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

28 Kommentare zu “Luxus lustvoll loslassen

  1. Könnte ich besser malen, ich würde euch Schuhe und Stiefel malen, die euch besser gefielen (dann aber als Originalölgemälde auch nicht preiswerter wären) *grins*

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  2. Meine Schuhe haben 109€ gekostet, vor drei Jahren waren es noch 99€. Aber ich trage nur dieses eine Schuhpaar, es sind wolkenleichte Walkingschuhe, die meine Füße inniglich lieben. Im Hochsommer tun es dann noch ein paar Flipflops. Früher hatte ich einen frauentypischen Schuhtick, aber da bewegten die Preise sich erheblich im unteren Level!

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    • Elvira, ein Paar Schuhe, die im dreistelligen Bereich vorn eine 1 gehabt hätten, wären nicht in meinen Blog gewandert. – Meine Zahlen sind aber schon ein wenig nachdenkenswert, oder?
      Die einen wissen nicht wohin mit ihrem Geld, die anderen wissen nicht, woher sie es um den 25. eines Monats nehmen sollen, weil die nächste „Stütze“ noch nicht angewiesen ist. Und meist müssen sie auch noch Kontoführungsgebühren bezahlen, weil der Eingang zu gering ist.

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      • Über unser Konsumverhalten habe ich gerade nachgedacht, ganz unabhängig zu Deinem Post. Übrigens habe ich 2 Paar Schuhe unterschlagen: Ich besitze noch ein Paar Sommerjeeasschuhe und im Winter trage ich meine Bergwanderstiefel, die gefühlte 100 Jahre alt, aber immer noch prima sind.

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        • Echt und ehrlich – mehr nicht. Ich habe sehr, sehr viele Stoffschuhe, in vielen, vielen Farben – aber alle nicht teurer als 20,00 – 30,00 Euro. Nur die Winterschuhe sind ein wenig teurer.

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  3. Ein bisschen habe ich mich auch gewundert – aber vielleicht wollen die jetzt auch das gehobene Preisklientel bedienen.

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  4. Na gut – unter Androhung von Strafe könnte ich mit den braunen leben – muss es aber zum Glück nicht! – D.dorf ist ja wirklich das Pflaster für vielen teuren, vollkommen überflüssigen Schnickschnack.

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  5. Ich schicke dir eine Mail mit dem Foto!

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  6. Nachdem ich aus der Ohnmacht aufwachte, in die ich vor lauter Erschrecken angesichts der Schuhpreise gefallen war, fiel mit die Kinnlade auf, die mir, fast ausgerenkt, auf meine Brust gesackt ist. Solche Preise…..und dann für Schuhe..sind die mit Platineinlage?
    Gab es dort irgendwelche Kaufinteressierten? Oder nur Schaulustige?
    Weißt du, liebe Clara, solche Puschen würd ich noch nicht mal geschenkt haben wollen..oder doch, um sie gleich weiter zu verkaufen.
    Aber deine Bilder sind schön anzusehen..doch.

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    • Isis im Schuhpreiskoma – über die Kaufinteressenten kann ich dir nichts sagen, weil ich nur von außen ins Schaufenster hineinfotografiert habe. Da sticht mich dann ja immer der Hafer – es überkommt mich ein wahrer Fotozwang – fast schon krankhaft.
      Ob du die auch nur für die Hälfte des Kaufpreises weiterverkaufen könntest?

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  7. Die hätte ich auch losgelassen. Sie gefallen mir noch nicht mal, schon deshalb würde ich die nie erwerben wollen, selbst wenn Geld keine Rolle spielen würde.
    Grüßle Bellana

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  8. Gesa, besonders deine dritte These ist interessant. Schon auf der Kö in Düsseldorf oder an anderen Luxusorten habe ich mir immer gesagt: „Würden sie das Zeug nicht loswerden, sie produzierten es nicht.“ – Also muss das Gleichgewicht oder besser die Schere zwischen arm und reich soooooooooo weit auseinandergedriftet sein, dass sich diese Gruppen gegenseitig gar nicht mehr sehen oder wahrnehmen können. – Bei Restaurantpreisen empfinde ich ähnliches und und und. Über die ganz normalen Einkaufspreise von Lebensmitteln, Obst und Gemüse bin ich oft schon erschüttert genug – und ich neige nicht zur Völlerei – und Alkohol gibt es in großen Abständen mal als ein Alsterwasser.
    Soll ich mich mal auf die Lauer legen, welche Sprache die Käuferinnen solcher Schuhe sprechen? – Bei Utes Antwort habe ich mich da schon mit ähnlichen Vermutungen vorgewagt. –
    Dir, deinen laufenden, bellenden und fliegenden Mitbewohnern und deinen blühenden Pflanzen schicke ich jetzt einen Sonnengruß aus Berlin!

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  9. Boah, hässsssliche Treter!
    Die schauen übrigens aus, als vertrügen sie kein Nass. Gehen sie bestimmt aus der Form.
    Stellt mal vor, wie lustig, wenn der Tussi dann ihre Gardinen um die Füße wallen 😀

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  10. Aber es müsste doch nicht alles aus meinem Portemonnaie sein!!! – Außerdem, Kudamm und Tauentzienstr. sind ganz schön oft in Berlin!

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  11. Wenn ich mal mit der Stretchlimousine nach Berlin komme, dann schaue ich mir den Laden an. Meine teuerste Schuherwerbung war 99 Euro und das für Wanderschuhe. Ein kostenloses Imprägnierspray habe ich mir dabei auch noch herausgehandelt. Bleiben wir eben in unserer Welt, liebe Clara.

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    • Ich habe mich ja schon öfter hier im Blog über „Luxus“ lustvoll lustig gemacht. Sicher ist meine Grenze schon viel tiefer als die von anderen Leuten. Ich empfinde schon eine richtig teure Markenuhr als „überflüssigen“ Luxus, weil jede andere Uhr die Zeit eben so korrekt anzeigt und ich sie besser der Mode anpassen kann oder könnte, weil ich mir für den Preis einer teuren Markenuhr Dutzende andere kaufen könnte – doch dann ist der Sparzweck auch wieder nicht erfüllt.
      Vielleicht sind solche Schuhe für die reichen russischen Ladys, für die schon extra Messen eingerichtet wurden, so sie ihr Geld sinnlos unter die Leute schleudern können.

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  12. Ach ja, bei dem Schuhwerk bedauere ich die chronische Schwindsucht in der Geldbörse nicht. 🙂

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  13. Ooooooch Daggilein, biste keine Schuhfetischistin – wie fast alle anderen Frauen, die schrillionen Paare in ihren Schuhschränken haben.

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  14. Och herrjeee … gibt es für solche Botten echt ernsthafte Interessenten? Wie schlimm. Ich würde die auch nicht geschenkt nehmen, von Habenwollen mal ganz abgesehen. Einmal hatte ich Stiefel mit gelochtem Schaft (nur der seitliche obere Schaft). Die waren anfangs ganz witzig aber diese blöden schäfte rutschten ständig runter. Ich glaube, da war ich ganz schön froh, dass ich mit Sicherheit keine 300 Euronen dafür hingelegt habe. Die kannste ja ohne Abschreibung nicht einmal einfach wegschmeißen! ;-))

    Ne, da gefallen mir Deine Pinklinge schon deutlich besser, in jeder Hinsicht! ☺

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    • Wenn ich mich da mit meinen „Pinklingen“ (ein herrlicher Ausdruck, gefällt mir sehr!!!!) in den Laden gestellt hätte, um Verkaufsforschung zu betreiben, hätten die mich verjagt – ich hätte denen ja das Geschäft versaut – Schuhe unter 20,00 Euro, das kann und darf nicht sein. – Solche Schuhe kann ein normaler Mensch in einem Leben gar nicht (finanziell) abtragen.

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  15. Wow ist Berlin teuer – ich bleibe auf der Insel 🙂 Gute Nacht Clara

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    • Was gibt es doch für viele Nachteulen im Blog. – Leonie, sicherlich hat Berlin mehr Luxus als eine Kleinstadt, aber Düsseldorf mit der Kö und andere können diese Preise sicher locker in den Schatten stellen.

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