Claras Allerleiweltsgedanken

An Berlins Häuserwänden gefunden

24 Kommentare

Ich mag Spraykunstwerke – so sie wirklich diesen Begriff verdienen. Diese hier – als sie noch nicht verschmiert und verunziert waren, kamen diesem Begriff „Kunst“ sehr, sehr nahe – zumindest in meinen Augen. Ich entdeckte diese Häuser, die alle grundsaniert werden, in der Nähe vom Potsdamer Platz.

0905 Sprayer Collage 2

Die Grundidee – Perspektive und Spiegelung – scheint vorgegeben gewesen zu sein. – Früher galt mal, dass ein Sprayer die Arbeit eines anderen akzeptiert und in Ruhe lässt. – Ja, früher mal. – Darüber muss ich auch mal wieder was schreiben.0905 Sprayer Collage 1

Die Felder sind dreifach übereinander angeordnet, denn im echten Leben kommen ja Sprayer auch überall hin. Doch hier die schienen kletterfaul zu sein. Die oberen Felder überließen sie der Natur, was auch nicht übel aussah.0905 Sprayer Collage 3

In liebevoller Kleinarbeit stellte ich mich fast vor jedes Bild, um zu fotografieren. Plötzlich eine ausländische männliche Stimme: „Wohnst du hier?“. Ich zeigte nur auf die leeren Häuser und fragte zurück? „Wie sollte das gehen?“ – Und dann wollte mir dieser Macho klarmachen, dass das hier alles privates Gelände sei und ich hier nichts zu suchen hätte. Ich schwöre, es war kein Schild, keine Absperrung und alles frei und durchgängig zu betretendes Gelände, denn durch Passagen zwischen den Häusern wurden zwei Straßen miteinander verbunden.

Im Fotoblog zeige ich noch einzelne Bilder davon.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Hausfrauentipps und -tricks als auch Koch- und Backrezepte müsst ihr wo anders suchen.

24 Kommentare zu “An Berlins Häuserwänden gefunden

  1. Aber alle diese schönen Graffitis sind ja auch hier überschrieben, überschmiert, übermalt. Das kann eigentlich nur die Schlussfolgerung zulassen, dass es weitaus mehr Schmierfinken und Idioten gibt, als man so nach dem Anblick auf der Straße glauben könnte.
    Gestern habe ich in Angermünde etwas gesehen. Auf einer Steinskulptur hatten auch Schmierfinken ihre Visitenkarte hinterlassen. Mein Kommentar dazu: „Zu doof, um ‚Aschloch“ richtig zu schreiben, aber Visitenkarte hinterlassen.“

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  2. Die Berliner S-Bahn gibt ja manchmal einige Wagen frei – und die sehen dann auch richtig gut aus, wenn sie fertig sind.
    Gestern war ich nochmal bei den Häusern – alle oberen Felder sind noch weiß, aber da hätte man eine Leiter gebraucht zum Arbeiten.
    Ich glaube, an den Innenseiten der Lärmschutzwände könnte man bei dem Zugtempo kaum etwas erkennen – nur bei den vielen unplanmäßigen Halts vielleicht.
    Einen sommerlichen Tag wünsche ich dir, denn du brauchst doch immer so dringend Sommer!

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  3. Als NeuBerlinerin werde ich mich mal auf den Weg zum PotsdamerPlatz machen..schauen,ob ich es finde 😉 Einen Blick ist es wert..das verraten mir schon Deine Aufnahmen!
    LG,Laura

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  4. Wer entscheidet eigentlich, was die Überschrift „Kunst“ verdient?
    Hast du auch aufgesprühte Sprüche auf Lager- die sind manchmal echt gut. ?

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    • Ach Sonja, darauf gibt es keine Antwort – wahrscheinlich entscheidet das jeder für sich. Es gibt ja diesen dämlichen Spruch: „Kunst kommt von Können und nicht von Wollen“. – Für mich ist ein Kriterium, dass „DAS“ eben nur wenige können und nicht jeder sofort nachmachen kann. Und – im Kunstgeschichtsunterricht der DDR habe ich zwei Sachen gelernt: 1. Kunst muss nicht immer schön sein und 2. Kunst kann auch Waffe sein.
      Ein paar Sprüche habe ich, aber nicht zu viele – und kaum einer davon ist gesprayt.

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  5. Echt, hat dich einer des Platzes verwiesen?
    Solcherlei unerklärliche Besitzansprüche treffe ich auch manchmal.
    Sehr seltsam.
    Aber tolle Bilder! 🙂

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    • Er wollte es – und ich bin ja gegen solch ein Machoverhalten recht allergisch. – Hätte ich eine Absperrung übertreten oder so … Alle Fußgänger liefen diese Wege – nur ohne zu fotografieren.
      „Solcherlei unerklärliche Besitzansprüche treffe ich auch manchmal.“ – das verstehe ich nicht ganz. Aus meiner Wohnung und notfalls noch aus dem Haus würde ich auch Leute „jagen“, die sich verdächtig benehmen, aber dann ist auch schon Schluss mit den „Besitzansprüchen“ – oder, wie meinst du das?

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      • Na, zum Beispiel wenn ich zum Kinderarzt will. Früher war unten einLidl drin, großer Parkplatz hintendran. Heute ist ein türkischer Supermarkt drin. Der ganze Parkplatz frei, nur hinten in der Ecke steht ein Lieferwagen. Ich fahr wie gewohnt drauf, kommt so ein Macho und verscheucht mich. Wäre Privatgelände. Nirgends ein Schild.
        Ich fahr dann natürlich, weil was weiß ich denn, was der Typ mit meinem Auto anstellt, während ich im Wartezimmer hocke.

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        • Jetzt verstehe ich es: Du hast es auch schon öfter passiv erlebt, nicht aktiv ausgeführt. – Richtig, ich habe auch sehr oft südländische Männer erlebt, die sich so gebieterisch aufführen. – Mein Auto würde ich dann dort auch nicht parken.

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          • Ich verscheuch keinen. 😀
            Wobei, doch … letztes Jahr war es eingerissen, dass bei uns die Leute hinter in den Garten sind. Kinder, Eltern …. die gingen an der Haustüre vorbei, schellten nicht, stattdessen hinten durchs Tor. jetzt kann ich das nicht leiden, wenn ich bei einem Kaffee sitz und einer kommt ungefragt dazu und genauso wenig finde ich, dass wir eine öffentliche Anlage betreiben sollten.
            Eines Tages bereite ich mit meinem Mann das Essen vor, sagt er: Wer ist eigentlich die blonde Frau da hinten?
            Ich kannte die auch nicht.
            Da hat es mir gelangt. Am nächsten Tag bin ich Schlüssel fürs Tor nachmachen gegangen und seither ist zugeschlossen. Aber ich habe keinen vertrieben. War nur dann der Riegel vor. 😉

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          • Ach ja, und ehe ich das vergesse: Man kann gar nicht auf die Idee kommen, dass man bei uns etwas anderes als ein privates Grundstück betritt. Eindeutiger kann Haus und Hof nicht zusammen gehören. (Nur der Vollstänidgkeit halber sei das erwähnt)

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  6. Clara, wie kann ich diese Fotos grösser anschauen?

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    • Vallartina, hier im Textblog habe ich tatsächlich nur Photoscape-Collagen eingestellt, die kann man nur bedingt größer sehen.
      Hier gäbe es (kurzzeitig) nur folgenden Trick:
      Du gehst ganz oben auf dem Bildschirm in die Symbolleiste, die mit „Datei“ anfängt und klickst auf „Ansicht“ – und dann auf Zoom und dann so lange auf Vergrößern, bis es dir groß genug ist. Alles wird größer und breiter. Da ich einen Breitbildschirm habe, arbeite ich immer mit vergrößerter Ansicht, da ich das angenehmer für die Augen empfinde.
      Aber – gehe einfach auf den Fotoblog – der unterste blaue Link im Text führt dich dorthin – da gibt es zwar auch eine Galerie, aber diese 10 Fotos kannst du wirklich einzeln aufrufen, indem du auf eines der Fotos klickst. Ich habe es extra im Text noch einmal in rot ergänzt.
      Viel Spaß!

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    • Wenn ich rausbekommen habe, wie ich auch andere Collagen oder Fotos da hineinbekomme, dann werde ich das als ganz tolle Sache abspeichern. Das geht ja wirklich sehr schnell.

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      • Ich habs kapiert und den englischen Text verstanden: Ich muss die Url des Bildes eingeben auf einer neuen Seite des Programms und schon habe ich es, um es ziemlich stark zu vergrößern. – Versicherungsbedinungen zum Beispiel, die kein Schwein lesen kann.

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