Claras Allerleiweltsgedanken

Ein trojanisches Pferd

21 Kommentare

Es gibt ja einige Tiere, die mit dem Attribut „falsch“ in Verbindung gebracht werden – als erstes fällt MIR Koch- und Küchenwunder der „falsche Hase“ ein, ein lecker schmeckendes Hackfleischgericht. – Über „falsche Schlangen“ möchte ich nicht referieren, da die Hauptrichtung des Posts ja das Pferd ist – und zwar ein „trojanisches“. Dieses hat in der Mythologie nicht unbedingt den besten Ruf, da es – den Bauch voller kampfbereiter Soldaten – von den naiven Bewohnern in die Stadt hinein gezogen wurde. Kaum war es unbewacht, entfleuchten die Soldaten dem Bauch, öffneten die Stadttore für ihre Verbündeten  und so besiegten die Griechen ihre Gegner und gewannen den Trojanischen Krieg.

Vielleicht war die Story auch ein wenig anders – aber ich dichte sie jetzt einfach um das Pferd herum, das einige Tage bei mir Quartier bezogen hatte.

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Als es so bei mir stand, lauschte ich immer mal an seinem Bauch, ob die „Feinde da drin“ schon unruhig werden, weil sie vielleicht auf die Toilette müssen. Doch heutzutage hätten die Soldaten sicher eine Chemietoilette im Pferdebauch. – Es blieb ruhig.

Und dann kam die Mama des Geburtstagskindes und holte das Pferd, um es als Geschenk mit Luftballons zu schmücken. – Für die Auspackaktion stand ich extra früh zeitig auf.

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Schicht um Schicht wird von der Umhüllung abgetragen, bis ein fast strahlend weißes Pferd mit Mähne, Schwanz und „Herz im Ohr“ zutage kommt. Auf Kommando = Herz im Ohr drücken wiehert das Pferd. Ich hoffe nicht, dass es auch einen Knopf hat, um Pferdeäpfel zu produzieren.

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Hier teilt die Reiterin ihr Gewand mit dem Pferd – also fast eine Hl. Martin(a) – aber der hat mit dem Bettler geteilt, nicht mit seinem Pferd.

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Aufgesessen – und los geht es! – Als es sich von seinem strapaziösen Morgenritt ausruhen wollte, vermeinte ich aus dem Kinderzimmer ein heftiges Scharren der Hufe zu vernehmen. – Da die junge Dame vor drei Tagen 4 geworden ist, musste der Beitrag auch am 4. erscheinen.

Im Fotoblog reitet die Besitzerin im Großformat.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

21 Kommentare zu “Ein trojanisches Pferd

  1. Fast OffTopic – Einladung – schau doch mal ins SynchronUniversum, bei deinen Lieblingskuschlern gabs nämlich auch zwei Trojaner *kicher* Die letzten beiden Beiträge…
    *knuddelknutsch*
    bigi

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    • Nicht die kleinen „Trojaner“, sondern dieser Kommentar hier wäre mir beinahe entgangen – aber ich bekomme alle zur Sicherheit noch einmal als Mail. Wie gut in diesem Fall – Herzlichen Glückwunsch zur Patentante von Chico. Solch kleine Wollknäule sind wirklich herzallerliebst.

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  2. Wenn die Kleine, jetzt schon so ein „großes“ Pferd hat, dann will sie als Teenie bestimmt auf einem richtigen Pferd reiten! 😉

    Liebe Grüße von mir 🙂

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    • Lucie, wenn du dich im Spam versteckst, dann finde ich dich doch erst, wenn ich dort mal wieder nachsehe. – Die Mutter hat ja ein Pferd und ich denke, sie wird wohl schneller als als Teenie darauf reiten, wenn das Pferd dann noch lebt.

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  3. Ich finde Deinen „Draht“ zu jüngeren und ganz jungen Menschen erstaunlich supergut!!
    Ein herziges Kind! Das bestimmt schöne Geschichten um dieses Geschenk herum erfinden wird, mit Prinzessin und so…

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    • Gerade gestern wurde ich ganz lieb von einem Jungen gegrüßt, der seinem großen Bruder unheimlich ähnelt, nur er ist ruhiger als der Große. Der war damals im ganzen Haus als der „kleine Teufel“ verschrieen. Ich mochte ihn von Anfang an. Ich nahm ihn mit zu mir und wir unterhielten uns viel über seinen „Unfug“. Es stellte sich raus, dass es ein wirklich hochbegabtes Kind ist, das dreisprachig aufwuchs. Als er eine Klasse übersprungen hatte und ganz zeitig und vor allem ganz kurz (klein) ins Gymnasium kam – von da an war Ruhe. Der war einfach immer unterfordert. Und auch der grüßt mich heute noch, was bei uns im Haus keinesfalls an der Tagesordnung ist.

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  4. Liebe Clara,
    was es heute alles zum Verschenken gibt. Ich finde das Pferd einfach nur schön und wünsche der jungen Reiterin viel Freude damit!
    Liebe Grüße
    moni

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    • moni, Spielzeugpferde gab es schon zu meiner Zeit – nur die Eltern oder die Mutter hatte nicht das Geld dafür. – Das einzige, es sind und es waren natürlich keine trojanischen Pferde, also nicht hohl, sondern gut gefüllt, damit stabil. Hohl ist heute anderes – nämlich oft der oberste Körperteil.
      Ich wähnte dich schon in deiner Sommerpause.

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  5. Kuckuck, wollte nur sagen: Bin wieder zurück, im Blogger-Land 🙂
    LG, Katerwolf

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    • Das ist aber schön, da freue ich mich für dich – ich hoffe, es ist gesundheitlich alles in Ordnung und wohnungsmäßig auch. Mir war so nach Umzug, den du damals vor dir hattest.

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  6. So ein schönes Pferd! Meine Kinder hatten ein Holzpferd. Die meiste Zeit stand es mitten im Wege herun und wenn ich die Kinders überreden wollte, dass wir es dem Kindergarten schenken, wurde sofort und ausgiebig geritten. 🙂 Das Pferdchen hier wird wahrscheinlich immer bleiben müssen.

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    • Gudrun, ich denke, dass dieses Pferd – außer in den ersten zwei Wochen – wohl auch überwiegend rumstehen wird, denn was kann man denn mit ihm machen? Obwohl, wenn Kinder viel Phantasie haben, kann sich darum eine ganze Geschichtenwelt ranken. – Dieses Pferd ist auch aus verkleidetem Holz, denn es trägt immerhin 80 kg. – Na ja, die heutigen Kinder werden ja schwerer als wir damals.

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  7. Hui, ein weißer Schimmel, fesch. Wie heißt er denn? La Sagne?

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    • Und du glaubst, dass ich jetzt deine Tautologie vom „weißen Schimmel“ vollkommen unkommentiert lasse? Spaßbold! Außerdem denke ich, dass es wohl eher eine Stute wird, denn die Mama hat auch eine Pferd-In. – Die Namensgebung war am Geburtstag noch nicht abgeschlossen. Und diese Materialart eignet sich nicht als Essensbeigabe.

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  8. Dann ist es bis zum echten Pony sicher nicht mehr weit!

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    • Aber sicher nicht zum eigenen, denn das Pferd, das die Mutter hat, verursacht schon ziemlich hohe Kosten, aber da sie es seit ihrer Jugend hat, möchte sie es auch nicht abgeben. Vielleicht lebt dieses Pferd lange genug, bis das Mädchen groß genug ist, um auf einem richtigen Pferd zu reiten, nicht auf einem Pony.

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  9. Wow – wie cooool!! Das Pferdchen sieht echt richtig genial aus – und Dein Post ist einfach nur herrlich 🙂

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    • Helma, einer meiner blöden Sprüche lautet: „Du hier und nicht in Hollywood?“ – Ich habe dich schon vermisst und wähnte dich im Urlaub in „Griechenland“. Dem ist nicht so, dann steht ja einem Käffchen in Berlin nichts im Wege, du musst nur reisen.
      Im Moment ist sogar Touristenwetter, aber so schnell wirst du dich sicher nicht auf deine Hufe machen.

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