Claras Allerleiweltsgedanken


Hinterlasse einen Kommentar

Zum Monatsausklang gibt es …

jetzt den wachsamen Nachbarn den eifrigen Blumenbetrachter, der sich mit der Schönheit der Sonnenblumen hinter sich einfach nicht zufrieden geben will. Nein – er sucht mit dem Fernglas noch nach neuen Blüten und Blättern. – Mein wunderbares Brandenburgticket hat mich vor einiger Zeit mal wieder nach Perleberg geführt – und dort habe ich ihn entdeckt.

3009 Wachsamer Nachbar

Als ich dann aber dieses eigentümlich „codierte“ Schild las, da wusste ich gleich, dass es doch etwas mit Geheimdiensten und ausspähen und überhaupt zu tun hat.

3009 Kauderwelsch Sprache 70

Advertisements


29 Kommentare

Die Stimme aus dem Off

(Kein Joke, wirklich passiert gestern 18.35 Uhr)

Ich stehe unschlüssig im Korridor, um zu überlegen, was als nächstes zu erledigen wäre. Plötzlich eine Stimme, die ich weder verstehe noch deuten kann, wo sie herkommt. Durch meine „Einohrigkeit“ kann ich nicht räumlich hören und suche auch immer ewig mein klingelndes Telefon. Ich schaue durch den Spion an der Korridortür, da ich die tiefe Stimme dort im Treppenhaus vermute – NICHTS! NIEMAND!

Plötzlich wieder – und dieses Mal deutlicher zu verstehen: „Nach 50 m biegen sie rechts ab!

Das konnte ich sofort als Navigationssprecherstimme identifizieren.  – Warum sich das Navi vollkommen allein in der Handtasche im Rucksack angestellt hat, das kann ich nicht deuten. Zum Anschalten muss ich ca. 5 sec. den On-Knopf nach innen drücken.

(Keine Angst, ich halte diese Fehlleistung der Technik für kein übersinnliches Zeichen, doch kurz gestutzt habe ich doch!)


14 Kommentare

Holz als Spielmaterial …

und roter Backstein. Das beides zusammen genommen und man kann an tausenden Stellen sein – aber ich war am Grunewaldturm im Berliner Stadtteil Grunewald.  Dieser beweist schon eine ungeheure Trutzhaftigkeit und überzeugte mich sofort von seiner Solidität. Diesen Turm bekam der Kaiser 1899 nach seinem Tod zu seinem 100. Geburtstag geschenkt. – Auf die Aussichtsplattform in 36 m Höhe bin ich dieses Mal nicht geklettert – Erinnerung an die heißen Tage: Es war mir zuuuuuuuuu heiß.

2809 Grunewaldturm Collage

Der Turm ist zu hoch für die Entfernung, von der man ihn aus fotografieren kann – deswegen wird er bei mir immer schief. Ich schwöre, ich war nicht in Pisa und das ist nicht dieser berühmtberüchtigte Turm.

Im Bereich um den Turm hat sich ein Holzbildhauer niedergelassen – seine Werkstatt ist direkt vor Ort. Seine Kunstwerke sind in der näheren und ferneren Umgebung zu sehen – einige habe ich euch mitgebracht.

2809 Holztiere Collage 2

Der Fuchs gefällt mir am besten – aber nur aus dem Grund, weil ich da genau weiß, dass es ein Fuchs sein soll. Bei den Schnabeltieren tippe ich bei dem einen auf einen Specht, bei dem anderen auf einen Adler? Geier? Raubvogel – das ist richtig!

2809 Holztiere Collage

Lustig finde ich, dass im Fotoblog heute auch gerade drei Holzdelphine durch das Becken schwimmen.


16 Kommentare

Da steh‘ ich nun …

… ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.

Dieses allseits bekannte Zitat ist unserem Altmeister bestimmt in einer ähnlichen Situation wie dieser eingefallen:

2609 Schuh

Oder „liegt“ dieser Schuh mehr auf der Straße? Mir ist relativ schleierhaft, wie man als erwachsener Mensch EINEN Schuh verlieren kann. Bei zweien ist das schon was anderes. Die kann man komplett irgendwo vergessen. Oder man muss ohne Schuhe flüchten, um nicht in flagranti erwischt zu werden? – Wenn sie einem nach dem Neukauf anderer nicht mehr gefallen, lässt man sie in Berlin und anderswo einfach im Park stehen. Die Leute sind erfinderisch, wenn sie  sich ihrer Sachen entledigen wollen.

Wo passt das Zitat noch? Hier steht Herr Bolivar in Gotha auf seinem Sockel und denkt vielleicht auch: „Hier steh‘ ich nun …

2609 Denkmal Bolivar

Und komme ich aus Shakespeares Sommertheater, dann sage ich am Ende auch: „Da steh‘ ich nun …“ … aber ich kann mich wenigstens noch mit der römischen Jahreszahl beschäftigen. 1739
Habt ihr das Ergebnis? – Ich weiß, ich nerve!2609 Theaterreklame


17 Kommentare

Damit es im Netz immer heiß bleibt …

… nicht im virtuellen, sondern im echten Netz, im Energienetz. Von der Politik wurde uns zwar eine Wende hin zur erneuerbaren Energie versprochen und bezahlt haben wir diese Wende mehr oder weniger auch schon, aber mein Heiz- und Warmwasserenergieanbieter V*attenfall rüstet erst einmal anders auf. Aus dem ehemaligen Erdölkraftwerk und jetzigem Gaskraftwerk wird ein ganz modernes Gasturbinenkraftwerk. Direkt vor meinem Balkon steht es, das Kraftwerk mit den drei riesiegen Schornsteinen, die besser als jedes Navi funktionieren. – Wenn die vor der Windschutzscheibe auftauchen, dann weiß ich, dass ich bald zu Hause bin.

Vor einiger Zeit gab es einen Besuchertag. Sie wollten zeigen, was sie mit dem vielen Krach, Staub und lärmenden Getöse seit vorigem Jahr alles schon verändert haben. Da die Fotos im einzelnen nicht sooooooooo riesig interessant sind, habe ich sie einfach vercollagiert.

Ganz vorschriftsmäßig wurde jeder „Besucher“ mit einer Weste, einem Helm und einer Schutzbrille ausgestattet. Mit „Brille über Brille = doppelt hält besser“ habe ich ja schon Erfahrung, dennoch habe ich dieses Mal Probleme damit, deswegen baumelt sie auch vor dem Bauch. Der Platz hinter einem chirurgisch fein säuberlich angelegten Ohr ist eben nur begrenzt – da muss sich Frau entscheiden zwischen Brillenbügel 1, Brillenbügel 2 und Hörgerät (1). Die Entscheidung fiel gegen Brillenbügel 2 aus.

2409 Collage Kraftwerksbesichtigung 2

Von diesen dicken Kühltürmen bleiben nur noch zwei stehen und einer wird abgebaut. – Ich glaube, die geben sich beim Bau mit dem Lärm wirklich Mühe, aber öfters bin ich in diesem heißen Sommer nicht nur wegen der Hitze ins Zimmer geflohen, oft jagte mich auch der Krach nach drinnen und ließ mich ganz fest die Schallschutzfenster schließen.

Was mich an dieser Technik so fasziniert, kann ich gar nicht sagen – aber ich bin eben doch mehr Ingenieurs(ex)frau, -tochter und -enkelin als Gärtnerin. –

2409 Collage Kraftwerksbesichtigung 3

Ein Gewirr aus Kränen und Rohren und Schornsteinen und Feuerlöschern. Die alten Schornsteine – drei an der Zahl – werden leider auch abgerissen. Sie waren nicht nur meine Navigation, sie ersetzten mir Weihnachten fast den Weihnachtsbaum :-), denn sie waren wegen der Flugsicherheit wunderbar rot beleuchtet. – Die neuen, die stattdessen gebaut werden, sind unter 100 m groß und werden deshalb nicht beleuchtet.

2409 Collage Kraftwerksbesichtigung 1

Das Kraftwerk ist ja direkt am Teltowkanal, den ich von oben fotografiert habe. – Und damit man sieht, wie unmittelbar ich an dem Geschehen optisch und akustisch teilnehmen kann, habe ich den roten Pfeil gezeichnet.

Die Kugeln, die man im Fotoblog sehen kann, sind keine gepresste fossile Energie, die die Kraftwerksturbinen anfeuern, sondern die sollen die Liebe anfeuern.

2409 Kraftwerksbesichtigung 29

Viel Glanz, viel Aluminium, viel Technik

und viel Tiefe, gesehen durch durchsichtige Fußböden. Das ist so gar nichts für mich.

2409 Kraftwerksbesichtigung durchsicht Boden 09


16 Kommentare

Wer nicht wählt zur rechten Zeit …

0206 Fahrradreste 31

0206 Fahrradreste 32

Das bekannte Sprichwort habe ich jetzt mal auf die heute stattfindenden Bundestagswahlen umgemünzt. Es ist schwer, aus dem angebotenen „Schrott“ den besten auszusuchen. – Viel Glück uns allen!

Der Rest scheint dann nicht mehr interessant zu sein und für den Besitzer „lohnt “ es sich dann auch nicht mehr – also bleibt es liegen, Wochen, Monate, Jahre – bis der Zahn der Zeit oder der Rost alles zersetzt hat. – Doch das kann dauern, da ja viele Fahrräder gute deutsche Wertarbeit sind.

2907 Fahrrad verpackt 07 kl

So fängt es an – der Besitzer verpackt sein Eigentum, schützt es – und irgendwelche „Idioten“ fummeln daran herum.
Und so geht es dann weiter – diese Fotos sind alle an meinem S-Bahnhof an den Fahrradständern aufgenommen.
Die Überreste holt auch keiner ab, räumt sie nicht weg – warum auch???
Damit sind dann gleich mal 6 und mehr Stellplätze blockiert.

2907 Fahrradklau Collage


23 Kommentare

Heute habe ich was für Wähler

Zuerst kommen die Linken dran, zum Beispiel die Linkshänder oder Linksfüßer

In irgendeinem Stadtbummel-Ort auf der Großelternfahrt nach Erfurt habe ich diesen „Verkaufshit“ entdeckt – so nach dem Motto: „Man gönnt sich ja sonst nichts!“

2207 Linkshändertasse 32

Wenn es nur eine im Haushalt gibt, dann ist es gut, dass sie bei Rechtshändern kleckert.

2207 Linkshändertasse 33

Ich brauche sie nicht, denn ich bin links noch dreimal ungeschickter als rechts. 🙂

Aber vielleicht könnte ich mich für einen Links-Schuh begeistern??? *grins*

2207 Linksfüßerschuh 51

Doch wenn man als Linksfüßer einen Speer durch den Fuß gerammt bekommt, damit man stehen bleiben muss, dann gefällt mir das keinesfalls.

Für die „Normalwähler“ habe ich auch einen Tipp: Wenn immer gewählt wird wie immer, dann steht die Demokratie bald auf dem Kopf oder ist zumindest spiegelverkehrt.

2209 Demokratie verkehrt

Schwarzrotgold mit Herz, damit Sie die „Volksverdreher “ an die Leine nehmen und ordentlich dressieren können.

2109 CA schwarzrotgold Herz

Sollte es mit „Mutti“ nicht klappen, der „Mutti-Ersatz“ hockt schon in den Startlöchern.

2009 Wahl Merkelersatz 84

Und dass die Partei, der viele ein Ergebnis unter 5 % wünschen, nicht  fehlen darf, ist ja wohl klar! Bei dieser Farbkombination oder gar dieser Person sollten Sie also auf gar keinen Fall Ihr Kreuz hinterlassen, das bringt nur Ärger.

2109 CA blau gelb durchkreuzt

Wenn schon Gerechtigkeit, dann diese für alle – also fehlen noch die Grünen.

2209 Frosch

Der Vollständigkeit halber noch 2209 Elefantensch 05ein Bild für die Unratspartei..

Die anderen Parteien werde ich mal verschonen. – Ach nein, für die Piraten habe ich auch noch was:

2209 Pirat


10 Kommentare

Sherlock Holmes reaktiviert

Nächstes Jahr hat die ehemalige 12A vor genau 50 Jahren Abitur gemacht. Und einer, der jetzt in H. wohnt, kam auf die gute Idee, ein Klassentreffen anzudenken. Die, die noch in G. wohnen, unterstützten ihn sofort und gleich und kompetent. – Da wir mit solcherlei Treffen sehr schlampig waren, war der eine oder die andere schon mal durch die Maschen gerutscht – also unauffindbar.

Irgendwann kam eine lückenhafte Liste bei mir an. Der erste Schreck: Von ca. 25 leben 4 nicht mehr. Die Einschläge kommen immer dichter.

Es ging um eine „vermisste“ R.R., von der nur der Geburtsname und ihre Staatsanwaltstätigkeit in XY bekannt war. Ich erklärte mich bereit, bei der Suche zu helfen. – Ich suchte mir die Nummer der Justizeinrichtungen in XY raus, die leiteten mich weiter zur Generalstaatsanwaltschaft. – Einige Nummern wollten am zeitigen Nachmittag nicht mehr gestört werden. Gründe. Da plötzlich – der Generalstaatsanwalt oder sein dritter Vertreter nahm den Hörer ab.
Der Name meiner Mitschülerin sagte ihm erst einmal nichts, doch er schickte seine pfiffige Mitarbeiterin in die Spur. Einen Tag später hatte ich den jetzigen Namen und die Anschrift. – Er meinte, ich könnte auch was für ihn tun. Ich erstaunt: „Und was???“ – „Uns Ihre Zweitstimme geben.“ Mir war sofort sonnenklar, dass es sich nur um die blaugelbe Partei handeln könne. – Was hatte ich für ein Glück, dass ich Namen und Adresse schon in Sack und Tüten hatte, denn auf diiiiiiiiesen Deal hätte ich mich sicher nicht eingelassen. – Na gut, ich muss so fair sein – er bestand auch nicht drauf.
So, jetzt fehlte nur noch die Telefonnummer. Das Telefonbuch zeigt eine, doch die ist falsch. Die gut Informierte von der Magentakom kann mir nicht helfen, weil dort kein Anschluss gemeldet ist. Klar doch, Staatsanwälte arbeiten inkognito, offenbar auch pensionierte.
Also Straße und Hausnummer in XY im Telefonbuch anzeigen lassen und die fünf angezeigten Namen mit Telefonnummern durchprobieren. Bei der letzten wurde ich pfündig. Eine knapp 80jährige Dame war immerhin so pfiffig, mir NICHT die gesuchte Nummer zu geben, sondern sich meine aufzuschreiben, zu ihr zu gehen und – 5 Minuten später war ein munteres Plauschen in der Leitung.
Mail und alle anderen Un-Wichtigkeiten wurden getauscht und die Organisatoren waren beglückt . Noch mehr beglückt waren sie, als sie erfuhren, dass R.R. auch die vorletzte gesuchte Mitschülerin auftreiben kann.
Also alles in Butter.

Passend zu dem Titel im Fotoblog „Vielfarbige Pflanzenvielfalt“ zeige ich euch jetzt einige „Backfischschönheiten“, denn wir konnten damals ja kaum das Wort Teenager aussprechen, geschweige denn, dass wir welche waren. Die Bilder sind von 1962, also mehr als 50 Jahre her. Dass sie beim Fotografen aufgenommen wurden, sieht man auf den ersten Blick. Sortiert sind sie nach dem Alphabet, nicht nach Reichtum oder Schönheit.

Die glorreichen Sieben: Ich könnte jetzt natürlich fragen: Wer ist Schauspielerin geworden? Welche hat einen Millionär geheiratet?


23 Kommentare

Schönes für die „13“

Diese Herren (Engel sind ja im Deutschen maskulin), aber für dich hoffe ich ganz intensiv, dass auch feminine Damen  seit längerer Zeit deine Spielgefährtinnen oder Weggefährten oder Diskussionspartner sind — oder es gibt gar keine Engel und dann gibt es auch keine Diskussionen mehr, wenn wir nicht mehr hier auf der Erde sind.

1309 DF Engelmontage Friedhof

Ich war und bin schon immer eher wuselig als ruhig und gelassen – aber in deiner Nähe war es ganz besonders ausgeprägt – du hast mich so beeindruckt, dass ich oft nicht klar denken konnte. An folgendes kann ich mich noch gut erinnern: Du wolltest nach der Arbeit eine kühle Apfelsaftschorle trinken, ich einen Kaffee. So weit, so gut:

1309 Saft-Milch-Shake 84

Doch als ich dir dann folgendes Ergebnis kredenzte, war wohl irgendeine Flüssigkeit im falschen Gefäß gelandet:

1309 Saft-Milch-Shake 82

Diese konfuse Erinnerung soll jetzt nicht stehen bleiben, sondern ich komme auf Boote zu sprechen. Zu Lebzeiten durften es ja nur Segelboote sein, die dein Herz erfreuten. Das habe ich jetzt nicht – aber was meinst du zu einem ganz speziellen Bootsgruß von mir?

1309 Spreepark CC boat

Reicht die Kraft nicht mehr zum Segeln, dann lassen wir uns in diesem Schwan durch das Paradies treiben.

1309 Spreepark Traumboot

Bei der Brücke im Fotoblog sind alle Schlösser von mir 🙂