Claras Allerleiweltsgedanken

Auf der Pferderennbahn …

17 Kommentare

… haben wir weder gewonnen noch verloren, …

da wir nicht gewettet haben. Bevor hier in Berlin endgültig Herbst oder gar Winter einziehen, will ich doch noch von dem Ausritt Besuch der Rennbahn in Berlin-Mariendorf mit Anna erzählen. Ihre Mutter hatte die Karten geschenkt bekommen – schön wäre es gewesen, wenn sie für diesen Tag auch noch etwas Schatten dazu geschenkt bekommen hätte. Es war nämlich einer dieser berühmt-berüchtigten Glühwettertage.

Gut ausgerüstet mit Essen und vor allem Trinken machten wir uns auf den Weg. Diese „Prophylaxe “ war gut gedacht, denn für die Preise dort bekommt man sonst fast das doppelte. Alle Plätze – außer die in den schirmüberdachten Restaurantbereichen – waren in der Sonne. Da hingen sicher nicht nur uns die Zungen sprichwörtlich aus dem Mund – sondern bei den Sulkyfahrern und ihren Pferden muss es ähnlich ausgesehen haben – nur sie durften es nicht so zeigen wie wir.

Als wir uns endlich zwei Stühle in den Schatten gestellt hatten, verjagte uns eine aufsichtsführende Jungmannperson mit den Worten: „Hier ist es aber nur für VIPs gestattet!“ – Die VIPS saßen ca. 100 m weiter auf ihrer Terrasse – und wir saßen fast im Gebüsch. Und daraufhin hatten wir die Rennbahn und die Sonne satt und gingen nach Haus. Ein paar Fotos  möchte ich noch zeigen.

0509 Rennbahn Pferdetransport 05

Hier wird ein „Kronjuwel“ ausgeladen – die Namen der Zuchtpferde sind so ähnlich hochtrabend. Wenn die „echten“Pferde aus ihren Transportboxen kommen, sieht das schon recht „artistisch“ aus – aber sie sind es gewöhnt und finden ihren Weg auch rückwärts recht gut.

Wenn die „unechten“ Pferde in der Gegen rumstehen, dann sieht das so aus: Rosa und bemalt 🙂

0509 Rennbahn pinkes Pferd 98

Ebenfalls als Anschauungsunterricht wird den Besuchern ein uralter Sulky gezeigt. Heute sieht alles leichter und technischer aus, zumindest sind die Sitze wesentlich verbessert.

0509 Rennbahn Sulky 94

Heute sehen sie – wenn sie in Ruhestellung auf Ross und „Reiter“ warten – so aus:

0509 Rennbahn Sulky 06Es ist schon erstaunlich, in was für einer Geschwindigkeit sich solch ein Gespann bewegen kann.

Und ganz zum Schluss wollte sich Anna noch von den Pferden verabschieden – na gut, nicht von einem echten.

0509 Rennbahn Skulptur Pferd Anna 90

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

17 Kommentare zu “Auf der Pferderennbahn …

  1. Einmal im Leben war ich auf einer Rennbahn. Gesehen habe ich nicht viel, ich hatte kein Fernglas dabei. Gegessen und getrunken habe ich nichts, es war alles viel zu teuer. Gesetzt habe ich auf keines von den Pferden, sie waren mir alle unbekannt. Nach Hause gegangen bin ich mit einem Sonnenbrand, ich hatte nämlich keine Creme dabei.
    LG von Rosie

    • Hallo Rosie, schön, dich mal wieder hier zu lesen. Ich weiß, ich hätte genau so gut zu dir kommen können.
      Auf einer Trabrennbahn war ich wohl zu finstersten DDR-Zeiten mal, da war in Karlshorst so eine Bahn, aber da habe ich keine Erinnerungen. – Aber wie ich schon schrieb, Ahnung habe ich auch keine und würde nie mein schönes Geld so einem Wetthai in den Rachen werfen.
      Der Tag, an dem wir da waren, hatte auch Sonnenbrand und -stichpotential.
      Liebe Grüße zu dir!

  2. Liebe Clara,
    ich habe noch nie eine Pferderennbahn besucht. Toll, was es da alles zu sehen gibt! Danke für die feinen Fotos.
    Trotzdem….das „unechte“ Kunstpferd gefällt mir ganz besonders gut!
    Liebe Grüße
    moni

    • Moni, so ganz wesentlich hast du nichts verpasst. Wenn die Pferde in der gegenüberliegenden Kurve sind, erkennt man nichts – und wenn sie bei einem vorbeikommen, ist alles nach Sekunden vorbei.
      Dieses rosa Pferd hatte ein großes Herz auf dem Hintern, schon deswegen war es sympathisch.
      Liebe Grüße zu dir von Clara

  3. So eine Rennbahn hab ich auch in Bremen kennengelernt, als VIP….netterweise, als mein Mann dort arbeitete wurden wir eingeladen – war schön und teuer. Wir haben mal mitgewettet…naja, hatten keine Ahnung.

    • Mit einer Freundin war ich vor Jahren ab und an auf der Rennbahn. Sie hat immer auf das Pferd mit dem schönsten Namen gewettet – bar jeder Ahnung – und hatte ab und an gewonnen, weil es ein absoluter Außenseiter war.

  4. Clärchen, in den Schatten muss du so schnell nicht wieder. Nimm besser Schirm mit, die nächsten Tage!

  5. Jetzt will ich es wissen! Tatsächlich: es gibt einen Traber namens „Nachtigall“ und einen mit Nr. 2 auch.
    Es gibt ja auch die dt. Rederwendung: Nachtigall ick hör die trabsen. Oder nicht?

  6. Sehr fremde Welt für mich. Danke für die Einblicke….Das Vertriebenwerden aus dem Fastgebüsch hätte mich deprimiert und verärgert…Was meinte das Kind dazu?

    • Du, für mich auch – vielleicht war ich in meinen langen Jahren 10 x auf so einer Einrichtung, oder eher weniger.
      Deprimiert waren weder sie noch ich, nur geärgert habe ich mich, weil es so überflüssig war, so typisch deutsch, sich an unsinnige Regeln halten. – Im Heim meiner Mutter habe ich vor einiger Zeit auch so ein Beispiel erlebt. Eine Besucherin entnahm „eigenmächtig“ für ihren Mann mit einer Zange eine Wienerwurst aus dem Topf, nachdem sie vorher die Pflegekraft gefragt hatte. Aber eine Bewohnerin und eine andere Besucherin fingen lauthals an zu schimpfen, als wenn sie mit dreckigen Fingern ohne Zange in den Topf gegriffen hat. – Natürlich habe ich mich wieder eingemischt – ich kann einfach nicht anders.
      Anna meinte ganz gelassen zu mir: „Dann gehen wir eben!“

  7. Hui Anna ist aber groß geworden.

    • Das kannst du wirklich laut sagen. Als ich sie kennenlernte, konnte sie bequem zwischen meinen Beinen durchlaufen – oder vielleicht doch nicht mehr ganz. Jetzt geht sie mir locker bis zum Kinn, dabei wird sie im Januar erst 11. – Da kann man wirklich sagen: „Kinder, wie die Zeit vergeht!“

  8. Schöne Eindrücke von der Pferderennbahn- dort war ich auch viel zu lange nicht mehr. liebe Geüße Leonie

    • Bist du „Zockerin“??? 🙂 Ich selbst mag das richtige Pferderennen lieber, wo die Jockeys auf den Pferden sitzen und nicht in einem Wagen hinterher gezogen werden. Aber mal so war es sehr interessant.
      Liebe (Reise-)grüße zu dir!

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