Claras Allerleiweltsgedanken

Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 7

21 Kommentare

Weil es so schön ist, bin ich noch ein wenig im Familiengarten geblieben. Es gibt nicht nur wunderschöne Spielplätze dort, es gibt nicht nur einen Aussichtsplattform-Kran dort, es gibt nicht nur Pflanzen und Themengärten dort – nein, es gibt auch Künstler dort, die ihre Werkstatt vor Ort haben. Mir ist dieser „Metallkünstler“ besonders aufgefallen, dessen Namen ich mir – wie immer – wieder nicht notiert habe. Doch seht euch einfach seine Werke an. Und ich schwöre und gelobe, oben rechts das ist nicht der kirchliche Adlige aus Limburg, auch wenn er ihm ähnelt. Vielleicht ist er es dennoch – es könnte ja sein, dass er in jungen Jahren Modell gestanden hat, um sein Studium zu finanzieren. – Dieser hier schmeißt nicht das Geld, das ihm gar nicht selbst gehört und das er auch nicht selbst erarbeitet hat, mit vollen Händen in … in die Badewanne, in den Garten, auf das Dach, um seinen eigenen Luxus zu erhöhen, sondern er guckt einfach nur skeptisch im Atelier herum.

UPDATE: Dank der fleißigen Recherchearbeit von Frau tonari (ganz, ganz lieben Dank, Britta, dass du trotz Reisevorbereitungen noch meine „Hausaufgaben“ machst, ich habe mich jetzt auf der Künstler-Webseite ausgiebig umgesehen) kann ich jetzt ergänzen, dass der Metallkünstler Eckhard Herrmann heißt und 1949 in Finowfurt geboren wurde. Und da nicht alle immer alle Kommentare lesen, schreibe ich hier die von frau Tonari gemachten Ergänzungen extra in den Beitrag hinein.

Die erste Plastik heißt „Windsbraut„, ist 3,50 m hoch und hat einen eingebauten Grill, was ich besonders lustig finde.

Der Kopf mit Brille heißt schlicht und ergreifend nur „Herr Dr.„, was also meiner These über den promovierten Herrn Dr. aus Limburg nicht zwangsläufig widersprechen muss. 🙂

Frau tonari sagt, dass „Die Ameise“ auch aus der Werkstatt von Eckhard Herrmann im Familiengarten stammt, obwohl ich sie so auf die Schnelle nicht bei ihm rumkrabbeln sah.

Wohingegen das „süße“ Wildschwein auf den Namen Borstel hört, so es hört, doch nicht in der Herrmannschen Kunstwerkstatt das Licht der Welt erblickte, sondern von Peter Fritzsche so rund und gesund in die Kunstwelt gesetzt wurde. Dennoch ward ihm ein „bewegtes“ Leben beschert. Trotz seines Lebendgewichtes von über 50 kg wurde es wegen seines wertvollen Rohstoffs Bronze von Dieben aus seinem Sockel gerissen und verschleppt – aber zum Glück blieb ihm das Einschmelzen erspart, denn den Dieben wurde ihre Beute zu heiß. So konnte Borstel auf seinen Platz im Familiengarten zurückkehren und wurde jetzt an vier seiner Füße fest im Boden verankert.

Jetzt kann ich auch ergänzen, dass der im ersten Beitrag über Eberswalde gezeigte halbe Stier „Europa und der Stier“ heißt und ebenfalls von diesem Künstler ist.

1410 Collage Metallkunst

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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

21 Kommentare zu “Eberswalde-ein lohnenswerter Ausflug 7

  1. wow … hammerskulpturen … so was gefällt mir sehr :O)

  2. Wow–Skulpturen–die bestaune ich sehr gern 😉
    Und der Vergleich mit Mr. Limburg ist wahrlich kein Käse.
    Meine Nachbarn heißen Bostelmann..wer weiß ob der Name nicht vom Borstel hier stammt…nicht, dass ich sie nicht nett finde. Sie sind seeeehr nett 🙂

  3. Die Ameise gefällt mir, die würde ich auch in meinen Garten stellen, wenn ich einen hätte.

  4. Ah und öh, ich sehe grade, dass Herr oder Frau tonari da was für Dich erledigt hat. Danke!

  5. Staun, Du weißt so viel über diesen Katholen-Kerl aus Limburg!
    Die Fotos habe ich mir fasziniert betrachtet. Edel – sehr! Besonders die angerostete Riesenameise. Solche möchte ich nicht im Hof haben. Ist es ein gewisser Kunsttrotz, der Dich die Namen nicht notieren lässt?

    • „Du weißt so viel über diesen Katholenkerl aus Limburg“ – kann das sein, dass ich hier eine ganz kleine, feine, beabsichtigte Spur von Ironie entdecke???? – Zum Glück habe ich gerade ein vollkommen anderes Exemplar der katholischen Kirche kennen gelernt. Der Pfarrer, der die Beerdigung begleitet hat, ist sehr engagiert in der Hilfe für Russland. Er meinte, dass er evtl. Geld, das er bekommt, als Spende für Russland umfunktioniert. Daraufhin habe ich alle Gäste gebeten, auf Sträuße zu verzichten, die auf einem Wald- und Naturgrab eh nicht so richtig erwünscht sind, sondern dieses Geld lieber per Briefumschlag „nach Russland zu schicken“ – Und tatsächlich, er sagte mir, dass er über 200,00 Eus schicken konnte.
      Sonja, keinesfalls ist es Kunsttrotz, sonst würde ich ja die Fotos nicht zeigen – es ist ein „Systemfehler“, sowohl im Gedächtnis als auch bei der Fotoeinarbeitung. Ich komme von so einer Tour mit unheimlich vielen Fotos nach Haus. Und nach dem Umbenennen kann ich dann oft nicht mehr zuordnen, welches Namensschild zu welchem Foto gehört.
      Ließe ich aber die Fotos unbenannt, würde ich nie, niemals und nimmer bei einer Recherche irgendetwas finden.

      • Ironie kann ich nicht, dafür bin ich zu naiv, im Ernst jetzt, jedenfalls meistens. In diesem Falle war ich echt erstaunt. Aber das kommt durch meine Nichtbeachtung der Medienspektakel…

  6. Das Wildschwein heißt Borstel und wurde von Peter Fritzsche gefertigt.

  7. Links oben: der Künstler heißt Eckard Herrmann.

    • Die Ameise ist auch von ihm.

      • Und der „“HErr Dr.” wurde 1999 ebenfalls von ihm gemacht.

        Guckst Du hier:
        http://www.herrmannart.de/

        • Danke, liebe Britta – ich habe mich hier wie da (also auf der Seite von der MOZ) gleich festgelesen und jetzt den Artikel als Update ergänzt, denn nicht alle lesen ja die Kommentare bis zum Ende. Du bist wirklich ein Schatz, das meine ich absolut ohne Ironie oder so’n Sch… – Das eigentliche Recherchieren im Netz fällt mir immer noch schwer, es ist mir alles zu bunt und zu unübersichtlich im Netz und ich komme selten an das Ziel, wo ich eigentlich hin wollte. – Also noch einmal: Danke!

        • Ich habe jetzt den „Herr Dr.“ mit einem kleinen „e“ geschrieben, weil ich es für einen Schreibfehler auf der Website hielt, die ja im übrigen schon lange nicht mehr aktualisiert wurde. – Ich hoffe, dass ich damit kein Sakrileg begehe.

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